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Eine Familie in Berlin 1 - Paulas Liebe
Verfasser: Ulrike Renk (33)
Verlag: Aufbau (890)
VÖ: 16. August 2021
Genre: Familienepos (555) und Historischer Roman (5201)
Seiten: 501 (Taschenbuch-Version), 373 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1525), Berlin (1282), Dichter (63), Schriftsteller (1330), Schwangerschaft (637)
Charts: Einstieg am 4. September 2021
Höchste Platzierung (7) am 8. September 2021
Zuletzt dabei am 9. September 2021
Erfolge: 1 Spiegel Taschenbuch Top 20 (Max: 20)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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5mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
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Errechnet auf Basis von 25 Stimmen
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Erklärung der Bewertungssysteme
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Vermutlich ist es ziemlich schwach, an einer Literatur-Webseite mitzuarbeiten und noch nichts von der Schriftstellerin Paula Dehmel gehört zu haben. Tatsächlich erging dies jedoch all unseren Mitarbeitern so, die wir gefragt haben, und auch ihre Bücher mit solch seltsamen Namen wie »Fitzebutze« und »Rumpumpel« waren keinem von uns ein Begriff. Umso besser, dass Ulrike Renk angetreten ist, diese Wissenslücken zu stopfen. Frau Renks neues Buch haben wir im Rahmen unseres »Projekts 10« thematisiert, was bedeutet, dass vier unserer Helfer die ersten Seiten gelesen haben, um anschließend zu entscheiden, ob diese bereits so viel Vorfreude auf den Rest des Buches machen, dass man nach einem Probelesen in einem Buchladen blindlings zugreifen würde.

Das Buch

»Paulas Liebe« heißt das Werk, von dem hier die Rede ist. Ulrike Renk eröffnete damit dieser Tage eine neue Reihe an historischen Romanen über eine »Familie in Berlin«. Das gute Stück wurde am Montag vom Aufbau Verlag herausgegeben und hat einen Preis von 12,99 Euro. Für die Digitalversion des 501 Seiten umfassenden Romans fallen drei Euro weniger an. Für ein 15:31 Stunden langes Hörbuch war Yara Blümel im Einsatz.

Frau Renk entführt ihre Leser ans Ende des neunzehnten Jahrhunderts, wo der jungen Paula Oppenheimer von ihrem Bruder dessen Freund Richard Dehmel vorgestellt wird, ein Dichter, der »Merlin« genannt wird, da er alle verzaubert. Es dauert nicht lange, bis Paula zu Dehmels Muse und zu seiner strengsten Kritikerin wird. Obgleich es nicht dem Willen ihrer Eltern entspricht, kämpft Paula in der Folgezeit um die Liebe zu dem Mann ... und tatsächlich wird sie zunächst zu seiner Ehefrau, dann wird sie selbst zur Schriftstellerin.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Die Geschichte beginnt im Berlin des Jahres 1878, als Paula gerade einmal sechzehn Jahre alt ist. Mit ihren drei jüngeren Geschwistern lümmelt sie an einem Walnussbaum herum und unterhält sich mit ihnen über Gott und die Welt, und sie stellt ihnen einige Rätselaufgaben. Von ihrem Bruder Franz erfährt sie, dass er einen neuen Lehrer hat, den er sehr verehrt, da dieser neue Methoden anwendet und der Meinung ist, dass sich Schüler auf spezielle Themen konzentrieren sollten, anstatt sich in jeder erdenkbaren Richtung zu bilden. Wenig später kehren die Geschwister ins Haus ihrer Eltern zurück, wo Paula ein Gespräch belauscht, in dem sie erfährt, dass sich ihre Tante darum bemüht, sie zu sich nehmen zu dürfen. Diesem Ansinnen wird eine Absage erteilt, was Paula kräftig durchatmen lässt. Wenig später gesteht sie ihren Eltern, dass sie seit geraumer Zeit von einem Gast des Hauses bedrängt wird und von ihm sogar schon unsittlich am Knie berührt wurde. Ihr Vater wirft den Schuft daraufhin aus dem Haus.

Fazit

Da es sich hier nicht um einen Roman handelt, der inmitten einer historisch verbürgten Kulisse eine komplett fiktive Geschichte erzählen möchte, sondern sich am tatsächlichen Lebenslauf der Schriftstellerin Paula Dehmel orientiert, erwartet man natürlich nicht, dass hier mit Aha-Effekten und Überraschungsmomenten um sich geworfen wird. Das wahre Leben ist eben eher selten ein Thriller. Dennoch muss man sagen: Ulrike Renk hat sich dafür entschieden, zu Beginn des Ganzen eine ganz schön ruhige Kugel zu schieben und ihre Leser sehr behutsam in die Geschichte einzuführen. Die Storykomponenten (oder das, was wir bis herhin dafür halten) spielen eher die Nebenrolle, vielmehr geht es bis hierhin darum, Paula und ihre Familie als Charaktere zu etablieren. Das ist soweit nicht schlecht, plätschert bisweilen aber schon ein wenig vor sich hin. Die im vorausgegangenen Absatz erwähnten Storyelemente wirken wohldosiert, bleiben bis hierhin jedoch zu unspektakulär, um bereits große Motivationsschübe zu produzieren. Das, was hier versucht wurde - nämlich dem Leser die Geschwister näherzubringen - hat hingegen auf der ganzen Linie funktioniert, und so kann man sich nicht nur über ein Paula ein Bild machen, sondern über das ganze personelle Geflecht, in dem sie in ihren jungen Jahren steckt. Auch die Atmosphäre weiß zu überzeugen, und die verwendete Sprache ebenfalls (wenngleich das hier verwendete Wort »knorke« in der Realität wohl erst ab 1916 in Berlin nachgewiesen wurde ... aber daran sollte man sich nun wahrlich nicht stören). Nach der Lektüre der ersten Seiten ist man jedenfalls noch nicht komplett überzeugt und von der Story gebannt, sondern eher in einem Abwartemodus. Was aber eben schwerer wiegt als der arg ruhige Einstieg, ist das interessant klingende Buchthema, denn etwas von der schrifstellerischen Kunst von vor hundert Jahren - gerade wenn sie von einer Frau geschaffen wurde, was damals nicht der Regelfall war - zu erfahren, klingt einfach interessant. Schlussendlich haben sich unsere Mitarbeiter Birgit Haase und Stephanie Gruber dazu entschieden, das komplette Buch zu lesen, so dass wir euch in Kürze eine Rezension präsentieren können. Unsere Helfer Carmen Gruber und Tom Rietzschel warten derweilen erst einmal ab, bis sie erfahren, was die beiden anderen für ein Schlussfazit ziehen werden.
– geschrieben am 18. August 2021
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