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Der Nornen Knoten
Verfasser: Sylvia Koppermann (1)
Verlag: epubli (1679)
VÖ: 12. Oktober 2019
Genre: Historischer Roman (5201)
Seiten: 764 (Taschenbuch-Version), 763 (Kindle-Version)
Themen: 10. Jahrhundert (36), Brüder (1096), Down-Syndrom (16), Nornen (6), Schweden (470)
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weden im 10. Jahrhundert. Die Leben der neugeborenen Ylvi und ihres vierzehnjährigen Halbbruders Bjarne, dem Jungen mit Down-Syndrom, der seine Kindheit als Sklave verbrachte, sind in Gefahr. Ihr Vater vertraut sie dem Honigmacher und dessen Frau an, wo sie, zusammen mit deren beiden Söhnen, aufwachsen.
Doch die Ziehbrüder sehen vor allem Ylvis Aufnahme in die Familie unterschiedlich. Während der Jüngere, Tjark, Ylvi abgöttisch liebt und sich eine eigene Zukunft mit ihr erhofft, züngelt im Älteren, Leif, die wachsende Flamme der Eifersucht.
Harte Schicksalsschläge und Intrigen, stellen Ylvi, Tjark und Bjarne vor scheinbar unüberwindliche Herausforderungen, die sie schließlich sogar voneinander trennen.
Werden die Nornen ihre Lebensfäden erneut miteinander verknoten?

Ein historischer Roman, der an faszinierende Orte, in einer Zeit religiöser und politischer Wandlungen entführt und dabei ein so ganz anderes Bild der Gesellschaft der sogenannten Wikinger zeigt, als man allgemein oft annimmt. Lassen Sie sich mitnehmen, auf eine Reise an der Seite real-historischer Persönlichkeiten, umgeben von einer faszinierenden Landschaft, sowie geschichtlich bedeutsamen Ereignissen. Lernen Sie eine erstaunliche Kultur kennen, die in Toleranz und Demokratie Vorreiter war.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Sylvia Koppermann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sylvia Koppermann gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Ein lautes Knacken des brennenden Holzes ließ Fjodor zusammenfahren. Er versuchte, seine Gedanken zu ordnen und zu verstehen, wo er war. Langsam klärte sein Bewusstsein ihn auf und ergeben seufzte der alte Mann. Ja, er lag hier, auf seinem Lager, im Fieber und wartete auf den Tod. So wie sein Weib und Notger dort hinten hockten, von wo aus sie auf Jarlas Tod hofften und warteten. Die Zunge klebte an Fjodors Gaumen und seine Kehle fühlte sich an, als sei sie vertrocknet. „Durst“, murmelte er schwach und hatte nicht wirklich die Hoffnung, erhört zu werden, doch entgegen seiner Erwartungen erhob Svea sich langsam, ging zum Wassereimer und nahm die volle Schöpfkelle heraus, mit der sie zu ihm trat. Svea half ihrem Mann nicht, sich aufzurichten. Ihre Verachtung dem eigenen Mann gegenüber stand ihr deutlich im grimmigen Gesicht geschrieben, untermalt vom Ekel, den der faulige Geruch, der Fjodors Wunde am Bein entströmte, bei ihr verursachte. Mühsam hob Fjodor den Kopf und bot seine ganze Kraft auf, um sich aufzusetzen. Diesem Weib gegenüber wollte er so wenig Schwäche zeigen, wie ihm möglich war. Lieblos hielt Svea ihm die Kelle an den Mund. Der lange Griff schien symbolisch für den Abstand zu stehen, der in all den Jahren ihrer Ehe immer bestanden hatte. Fast hätte man die Distanz, die immer zwischen ihnen geherrscht hatte, mit Respekt verwechseln können. Doch Respekt empfand Svea nie diesem Mann gegenüber. Er war nur Mittel zum Zweck. Die Last, die sie zu ertragen hatte, als Preis, Herrin des Anwesens zu sein.
     Wasser lief Fjodor seitlich an den Mundwinkeln vorbei und tropfte auf die Tunika aus fein gewebtem Wollstoff. Svea grunzte verächtlich und deutete dann mit dem Kopf zur Feuerstelle. „Wie lange soll das da noch weitergehen? Hier findet niemand Ruhe. Soll sie ins Grubenhaus gehen.“
     Zorn stieg in Fjodor auf. „Sie geht nirgends hin und bleibt hier! Das ist mein Weib, wie auch Du es bist und sie gebiert mein Kind, wie auch Du meine Kinder geboren hast, hier an meinem Herdfeuer, in meinem Haus. Es ist schon eine Schande, mit der Du Dich eines Tages vor den Göttern zu verantworten hast, dass Du meiner Zweitfrau nicht einmal gestattest, sich auf ein Lager zu betten und sie am Boden gebären muss. Wage es nicht, sie hinauszubringen, wenn Du es auch schon nicht als Deine Pflicht siehst, dem Kind Deines Mannes auf die Welt zu helfen, Du garstiges Weib.“, es fiel ihm schwer, die nötige Kraft in seine Worte zu legen, aber er wusste, dass er Svea gegenüber die Schwäche nicht zeigen durfte. Sie würde sich darauf stürzen und zu ihrem Vorteil verwandeln, um ihn zu übergehen und Jarla hinaus zu werfen.
     Der Mund seines älteren Weibes verzog sich zu einem schmalen Lächeln, in dem nichts Herzliches lag. „Früher oder später geht sie, das weißt Du. Schau Dich an. Was denkst Du, wie lange Du hier noch Herr bist? Ein paar Tage höchstens noch, dann ist mein Sohn Dein Erbe und die Hure geht mitsamt ihrem Balg. Und dass sie dort am Boden wirft zeigt nur, welchen Platz sie bei uns hat. Hebe Du sie doch aufs Lager, sterbender Mann“ sie lachte hämisch auf „aber das wirst Du ja nicht mehr tun können. Die Nornen haben bereits begonnen, Deinen Lebensfaden zu durchtrennen.“, mit diesen Worten drehte sie sich um, warf die Schöpfkelle in den Eimer und stampfte zum Platz neben Notger zurück, wobei sie demonstrierend einen großen und unnötigen Schritt über die sich windende Jarla machte.
     Es half nichts, wie viel Kraft es Fjodor auch kostete, er musste an Jarlas Seite und durchhalten, bis die Anderen da waren. Zittrig und geschwächt richtete er sich weiter auf, schob die Beine langsam vom Lager und griff nach einem der senkrecht stehenden Trägerbalken, um sich festzuhalten und daran hoch zu ziehen. Für einen Moment lehnte er den Kopf an das Holz, während er es mit beiden Händen umklammerte. Seine Beine wollten nachgeben, doch der Wille, die wenigen Meter zu Jarla zu gelangen, war größer. Schleppend taumelte er vorwärts, die scheinbar genießenden Blicke von Svea und Notger spürend. Doch ihm war egal, wie sie sich daran ergötzten die Zeichen zu sehen, die das Ende des alten Hofherren zeigten.
     Kurz vor Jarla wandte er sich nach rechts, dem Wassereimer zu, nach dem er griff, um ihn schwer über dem Boden zu der jungen Frau zu schleifen. Nicht einmal einen Eimer konnte er mehr heben, dachte er bitter und ließ sich zu Jarlas Kopf fallen. Er hatte kaum die Kraft, unter ihren Kopf zu greifen und die volle Schöpfkelle zu ihrem Mund zu führen. Jarla schaffte es nur mühevoll, zu trinken. Immer wieder wurde sie erfasst von einer Woge des Schmerzes, die sie sich wimmernd zusammenziehen ließ. Tropfen rannen ihr über die Stirn und ihr hübsches Gesicht war umrahmt von Schweiß verklebten Haaren. Nachdem Fjodor die Schöpfkelle zurück in den Eimer gelegt hatte, streichelte er mit der freien Hand eben diese nassen Haare aus dem Gesicht, das er so liebte. Jarla öffnete die Augen und sah ihn angstvoll an. Ihre Stimme war nur ein schwaches Flüstern, als sie ihn ansah. „Wenn sie rechtzeitig kommen, wird das Kind leben, nicht wahr?“
     Fjodor zwang sich, Jarla anzulächeln. „Wir alle werden leben, meine Liebste. Wir alle.“, dabei wanderte sein Blick wieder zu Svea, die sich sichtlich zu amüsieren schien, über das, was dort am Boden vor dem Herdfeuer geschah.
     Wie hatte er dieses Weib nur jemals zur Herrin seines Hofes machen können, dachte er zornig, während seine Gedanken in der Zeit wieder zurück wanderten....
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