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Bunny Man
Verfasser: Thomas Ehrenberger (5)
Verlag: Redrum Books (163)
VÖ: 2. August 2021
Genre: Thriller (7727)
Seiten: 289 (Taschenbuch-Version), 202 (Kindle-Version)
Themen: Internet (575), Mordserie (444), Videos (130), Wien (401)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Thomas Ehrenberger für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Thomas Ehrenberger gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Seit nun mehr einer halben Stunde raste Georg mit seinem schwarzen Motorrad in halsbrecherischem Tempo durch die Stadt. Um fünf Uhr morgens war Wien noch wie ausgestorben, wahrscheinlich auch, weil es ein schöner Sonntag im Juli war. Menschen hatten Urlaub, waren in ihre Ferien vor dem Alltag geflüchtet. So wie er selbst gerade vor diesem lästigen Cop.
     Zum Glück herrschte kaum Verkehr, denn sonst wäre seine Flucht schon längst zu Ende gewesen. Jetzt steuerte er den Westen Wiens an, im Lainzer Tiergarten konnte man sehr gut verschwinden. Was allerdings seltsam war: bis auf diesen einen Bullen auf einem Motorrad folgte ihm sonst niemand. Sollte nicht schon längst eine ganze Armee an Polizisten hinter ihm her sein?
     Der Typ hinter ihm gab nicht auf, sein alter Mantel flatterte im Fahrtwind, er trug noch nicht mal einen Helm. Fast beiläufig fiel Georg diese Gefahr auf. Bei einem Sturz würde der Kerl sein Gehirn auf gut hundert Meter verteilen.
     Dennoch setzte er seine Fahrt in diesem Tempo fort. Beide Männer holten alles aus den Maschinen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Die wenigen Autos waren kein ernsthaftes Problem für Georg und den Polizisten hinter ihm. Schon nach kurzer Zeit war der Ausläufer des Wienerwaldes vor ihm zu sehen. Langsam ging die Sonne auf, tauchte die Bäume in ein blutrotes Licht.
     Georg Paul kam zu einem kleinen Weg, fuhr ihn bis zum Ende und stellte seine geliebte Maschine ab. Jetzt musste er zu Fuß flüchten, durch das Unterholz. An sich war er ein sportlicher Mensch, doch wenn man in einer Lederkombi steckte und einen Helm aufhatte, wurde so eine Flucht schon etwas schwieriger.
     Hinter ihm keuchte sich sein Verfolger die Seele aus dem Leib. Schon von weitem hatte er nicht sehr durchtrainiert gewirkt, aber das glich er durch seine Zähigkeit aus. Eine Eigenschaft, die Georg bewunderte und auch zu seinen Stärken zählte. Er musste es schaffen, zu entkommen, denn bis auf sein Messer hatte er keine andere Waffe mehr bei sich. Der Bulle würde vermutlich die Standardwaffe der Polizei mitführen. Eine Glock. Auf diese kurze Distanz absolut ausreichend. Nach einer neuen Anweisung aus dem Ministerium, waren die Magazine mit einer sogenannten Mann-Stopp-Munition aufgefüllt. Keine rosigen Aussichten.
     „Steh... Stehen bleiben!“
     Es war mehr gekeucht als geschrien. Wenn der Polizist derart erschöpft war, konnte Georg es zu seinem Vorteil nutzen. Dem Polizisten wollte er nichts tun. Der machte nur seinen Job und hatte vielleicht sogar eine Familie. Kein Grund, gleich seine Tugenden zu vergessen.
     Der Trampelpfad machte einen Bogen nach links und Georg nutzte diese Chance. Hinter einem großen Baum versteckte er sich blitzschnell und musste auch nicht lange warten.
     Der Mann hinter ihm kam um diese natürliche Kurve und noch ehe er wusste, was los war, stürzte sich Georg Paul Salmer auf ihn.
     Der Aufprall trieb dem Verfolger die Luft aus den Lungen und wie es sich Georg gedacht hatte, hatte er bereits die Waffe gezückt. Gezielt schlug er sie ihm aus der Hand. Die Glock verabschiedete sich ins Gebüsch. Jetzt ließ er von ihm ab und richtete sich auf.
     Mühsam rappelte sich auch der Polizist hoch und betrachtete Georg, der nun vor ihm stand.
     Das Licht war rot vom Sonnenaufgang, beleuchtete Georg mit seiner schwarzen Lederkombi, ein Geschenk aus seiner glücklichen Zeit, mit einem dazu passenden schwarzen Motorradhelm. Dieser Anblick allein wäre vielleicht noch nicht so schlimm gewesen, auch wenn Georg mit seiner Größe von über einem Meter achtzig und durchtrainiertem Körper schon imposant war. Die schwarz lackierten Hasenohren aus Stahl, wobei ein Ohr umgeklappt war, sowie das Fell von zwei Hasen über dem Helm, wirkten wie aus einem Horrorfilm entsprungen.
     „Okay, okay. Ich will ... nur reden“, stammelte der Mann.
     „Ich bin Inspektor Gerhard Kapeller, Kriminalpolizei und habe die zweifelhafte Ehre, nach dir zu suchen.“
     Georg Paul nickte nur.
     „Scheiße Mann, du siehst aus wie der cracksüchtige Bruder von Bugs Bunny“, bemerkte Kapeller.
     „Ich bin der Albtraum, der Bugs Bunny in den Arsch fickt. Inspektor? Habt ihr nicht höhere Ränge bei der Kripo?“
     Diplomatie war noch nie Georgs Stärke gewesen.
     „Ah, da kennt sich jemand aus. Wie soll ich dich nennen?“
     „Bunny Man gefällt mir ganz gut.“
     „Wie aus diesem Donnie Darko Streifen. Klasse Film.“
     „Bist du mir nachgefahren, weil du einen Filmklub gründen willst?“ Langsam war seine Geduld am Ende. Jederzeit konnte hier die Kavallerie auftauchen und die würden sich nicht lange mit Verhandlungen aufhalten.
     Er öffnete sein Visier ein wenig. Es war getönt und der Helm dämpfte seine Stimme. Was bei denen, die der Bunny Man besuchte, auch den gewünschten Effekt erzielte. Nun brauchte er etwas Luft, war aber auch gespannt, was als nächstes kam.
     „Alter, du machst es einem echt nicht leicht. Bist wie ein scheiß Geist, den man einfach nicht fassen kann. Also fast. Alle Achtung. Stört es dich, wenn ich eine rauche?“
     Noch bevor Georg antworten konnte, zündete sich Kapeller umständlich eine Zigarette an. Irgendwie kam ihm diese Situation bekannt vor, nur wollte es Georg einfach nicht einfallen, woher.
     Papa, hör ihm doch mal zu.
     Sie war wieder da. Dieses Mal nur ihre Stimme. Möglichst unauffällig sah er sich um. Immer wieder hörte er Lily, was schlicht nicht möglich war. Sie war schon ein Jahr lang tot.
     „Also, um ganz ehrlich zu sein, ich bin auch ein Fan. Scheiße, all diese Jahre im Dienst und wofür? Wir sperren diese Wichser ein, nur damit dann so ein abgeleckter Anwaltsjuppie angetanzt kommt. Schon sind sie frei und vielleicht kommt noch eine herzzerreißende Geschichte über die ach so brutale Polizei in einem dieser Drecksblätter.“
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