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Die Schule der Redner
Verfasser: Johann Seeger (1)
Verlag: Heyne (3245)
VÖ: 9. August 2021
Genre: Historischer Roman (5960)
Seiten: 768 (Taschenbuch-Version), 769 (Kindle-Version)
Themen: 13. Jahrhundert (137), Bücher (692), Fürsten (189), Mission (919), Mittelalter (229), Orden (252), Rhetorik (10)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Schule der Redner« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (5)     Leserkanonen-Einblick     Blogger (2)
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Normalerweise thematisieren wir in unseren Kurzbesprechungen nur ganz aktuelle Bücher, doch da zuletzt zufälligerweise mehrere Mitarbeiter unserer Seite das gleiche Buch zur selben Zeit gelesen und zum gleichen Ergebnis gekommen sind, machen wir mal eine Ausnahme. »Die Schule der Redner« von Johann Seeger ist eigentlich schon elf Monate alt, genauer gesagt wurde es am 9. August des vergangenen Jahres vom Heyne Verlag veröffentlicht. Es hat einen Umfang von 768 Seiten, ist ansprechend gestaltet und kostet fünfzehn Euro, für drei Euro weniger kann man es in digitaler Form bekommen. Eine mehr als 22 Stunden lange Hörbuchfassung wurde von Reinhard Kuhnert eingelesen.

Seeger entführt seine Leser ins dreizehnte Jahrhundert. Leon, der Neffe eines deutschen Fürsten mit der Hoffnung auf den Königstitel, erhält von seinem Lehrmeister Albert von Breydenbach den Auftrag, ein geheimnisvolles Buch zur »Schule der Redner« zu bringen. Der Besitz des Buchs könne zu einem Ausmaß an Macht führen, dass es kreuzgefährlich werden würde, sollte es in die falschen Hände geraten. Der bei seinem Onkel in Ungade gefallene Junge schafft das Buch unter Einsatz seines Lebens an seinen Bestimmungsort, doch auch nach seiner Ankunft reißen die Gefahren nicht ab. Gemeinsam mit neuen Freunden, die er an der Akademie (und im Wald) findet, versucht er anschließend, die Geheimnisse des alten Buches zu ergründen und herauszubekommen, warum andere über Leichen gehen, um an es zu gelangen.

Wir haben selten ein Buch erlebt, bei dem der Qualitätspegel so erfreuliche Höhen erreicht und bei dem alles richtig gemacht wird, dann aber im weiteren Verlauf alles wieder eingerissen und kaputtgemacht wird, was bis dahin aufgebaut wurde. Zunächst bringt das Buch alles mit, was einen guten historischen Roman ausmacht. Alles wirkt sehr gut recherchiert, die Atmosphäre stimmt, von den »üblichen Storyelementen« historischer Romane bis hin zur Verkleidung zum Vortäuschen anderer Geschlechter ist alles dabei, was man mehr oder weniger erwartet, der Spannungsbogen ist straff angespannt, das Erzähltempo ansprechend. Nachdem Leon an der Schule der Redner angenommen wird, kommt zudem noch der Flair der typischen »Akademieromane« auf, die man im vergangenen Vierteljahrhundert im Fantasysektor en masse erlebte, in den Bereich historischer Romane jedoch nie hineinschwappten - eine schlaue Mischung.

Dann aber gibt es einen Punkt, an dem alles kippt und zerfasert, nämlich indem etwas geschieht, was einfach unserer Definition historischer Romane vollkommen widerspricht: Die Kraft der Rhetorik, um die es in dem Buch geht, wird in ein magisches Element verwandelt. Hier wird gezaubert. Das Buch ist kein historischer Roman, es ist ein Fantasyroman im historischen Ambiente. Das ist aber nicht das, was wir lesen wollen, wenn »historischer Roman« draufsteht. Hinzu kommt noch, dass die Story von dem Punkt an in ein wildes Namedropping ausartet und mehr oder weniger jede »prominente« historische Figur seit der Antike als Zauberer entlarvt wird. Das Ganze gipfelt in einer geradezu absurden Verschmelzung mit der Geschichte der Entstehung der Bibel. Sorry, aber irgendwann sagt man sich dann beim Lesen: Man hätte die Kirche auch mal im Dorf lassen müssen. Wenn man vorgewarnt gewesen wäre, dass einen hier ein Fantasyroman mit aberwitzigen Ideen erwarten würde, so dass man mit einem anderen Mindset ans Lesen gegangen wäre, dann hätte man das Buch sicher mit einem anderen Gesamteindruck zugeschlagen, aber da wir davon ausgingen, hier einen handfesten historischen Roman zu bekommen, waren wir am Ende leider verwirrt und enttäuscht.
– geschrieben am 17. Juli 2022 (2.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz