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Pete O'Brannon 1 - Shangri-La: Bleiche Knochen, rote Erde
Verfasser: Ivan Ertlov (22)
Verlag: Eigenverlag (21083) und Homegrown Games Australia (4)
VÖ: 1. August 2021
Genre: Mystery-Roman (381) und Thriller (7368)
Seiten: 249 (Taschenbuch-Version), 216 (Kindle-Version)
Themen: Australien (296), Detektive (1231), Leichen (2527), Shangri-La (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Verschwundene Rucksacktouristen in Australien?
Dies ist so alltäglich, dass sich die Polizei vor Ort nur halbherzig darum kümmert – solange keine Leiche auftaucht.
Den trauernden Angehörigen bleibt nur Bangen und Hoffen, dass dieser Tag niemals kommt. Aber manche geben nicht auf, setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihre Kinder wieder zu finden. Manche sind verzweifelt genug, sich an Pete O’Brannon zu wenden, den Privatdetektiv für Fälle, die es nicht geben darf.
Über die er bis an sein Lebensende schweigen muss.
Die offiziell nie existierten.
Gegen jede Vernunft nimmt er den Job an – und findet sich rasch in einer menschenverschlingenden Hölle wieder, in der jeder falsche Schritt sein Ende bedeuten kann. Nur wenig Verbündete, aber mächtige Feinde lauern in der für ihn ungewohnten, bizarren Umgebung des sechsten Kontinents.

Und warum scheint eine heiße Spur in das sagenumwobene asiatische Reich Shangri-La zu führen? Wie kann man an einem Ort ermitteln, der angeblich gar nicht existiert?
Mit Charme, Schnauze und – wenn nötig – gnadenloser Härte. Denn wenn Pete sich erst einmal in einen Fall verbissen hat, wird dieser gelöst, gegen jeden Widerstand, ohne Rücksicht auf Verluste.
Blut wird fließen. Knochen werden brechen. Die Wahrheit kommt ans Licht.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (1)     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ivan Ertlov für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ivan Ertlov gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ich nickte.
     »Und die junge Frau an ihrer Seite?«
     »Mary Henderson, zum Zeitpunkt des Fotos 23 Jahre alt, Studentin aus Indianapolis. Zumindest hat Alex sie mir so vorgestellt bei unserem letzten Zoom. Die Mädels waren ziemlich angeheitert, aber guter Laune. Sie hatten gerade erfahren, dass sie ihr Visum fast unbeschränkt verlängern konnten, und der Lockdown in Queensland dürfte offenbar nicht so streng gewesen sein.«
     Nein, das war er tatsächlich nicht gewesen, wenn ich mir die Bilder so ansah. Junge Menschen in Feierlaune, abgespeist mit billigem Bier und Schnaps, gebratenem Reis und anderem Low-cost-high-taste-Studentenfutter, angeheizt von treibenden Beats und gemeinsamem Gegröle. Und ja, ich erinnerte mich, Australien hatte damals die Grenzen geschlossen für jeden, der ins Land wollte, aber denjenigen, die im Land waren, einige großzügige Angebote gemacht. Warum? Weil ihre ganze Agrarwirtschaft von den Rucksacktouristen und Erntehelfern aus den benachbarten Schwellenländern abhing. Die Erdbeeren drohten auf dem Feld zu verfaulen, die Äpfel ungeerntet vom Baum zu fallen und auf dem Boden zu verrotten. Vier Monate Obstpflücken für ein weiteres Jahr Working-Holiday-Visum, das war der Deal gewesen - und für viele junge Menschen überaus verlockend. Ich hatte Freunde, deren Kids mehr als drei Jahre lang Down Under geblieben waren, erst seit Ende 2022 langsam zurückkehrten, einer nach dem anderen.
     Alex war nicht zurückgekehrt - und die Zeit war längst abgelaufen. Kein Visum, keine Aufenthaltsgenehmigung hielt mehr als vier Jahre, egal, wie oft man sich auf die Obstplantagen begab. Als Alexandra verschwunden war, hatte hier noch Trump regiert, und nun bereitete sich gerade Biden auf die Übergabe seines Amtes vor.
     Das waren beschissene Karten, und vor allem erklärte nichts, aber auch gar nichts, warum eine deutsche Millionärin einen Schnüffler in New Jersey brauchte, um ihre Tochter in Australien zu suchen. Ich bin vielleicht ein Idealist, manchmal sogar zu gutmütig und leichtgläubig - aber kein Vollidiot. Irgendetwas war faul, nicht nur an Alexandras Verschwinden, sondern vor allem daran, dass ich ihrer Mutter gegenübersaß.
     Ich hasse es, wenn mir etwas verschwiegen wird, das hat mich schon zu oft beinahe umgebracht.
     »Was haben die Behörden gesagt?«
     Gabriela von der Trouten starrte mich entgeistert an, ganz so, als ob ich gerade etwas unsäglich Dämliches gefragt hätte.
     »Wissen Sie eigentlich, wie viele Menschen pro Jahr in Australien verschwinden?«
     Natürlich war es eine rhetorische Frage, aber ich hatte wirklich keine Ahnung, schüttelte stumm den Kopf.
     »Vierzigtausend. Vierzigtausend! Und von diesen bleiben dreitausend verschwunden. Jahr für Jahr. Mister O’Brannon, wir reden hier von Australien, nicht von der Dritten Welt oder Ihrem Failed State hier. Wenn wir das auf Deutschland hochrechnen, wären das mehr als zweihunderttausend Vermisste, von denen fünfzehntausend nie wieder auftauchen. Haben Sie eine Ahnung, was bei uns los wäre?«
     Okay, das konnte ich mir vorstellen.
     »Ein Politskandal? Die Presse würde sich darauf stürzen wie Aasgeier?«
     »Ganz genau. Die Bildzeitung würde vom Innenminister abwärts alles öffentlich kreuzigen, was auch nur ansatzweise mit Vermisstenmeldungen zu tun hat. Wochenlange Reportagen, Collagen aus den Gesichtern der Verschollenen, Rücktrittsbefehle - nicht Aufforderungen! - aus dem geifernden Herzen der Springer-Zentrale. In Australien kümmert es kein Schwein, solange keine Leiche gefunden wird. Erst dann werden die Behörden aktiv und panisch, schalten auf Turbo und loben gewaltige Belohnungen aus. Aber bis dahin - ein Fall unter Tausenden, und stillschweigend wird beschlossen, dass die Vermissten wahrscheinlich als Schafscherer im Outback, Surflehrer in Agnes Waters oder schlicht als Hippie in irgendeiner Aussteigerkommune leben.«
     Ich verstand langsam, lehnte mich zurück und tippte mit den Fingern auf die Tischplatte.
     »Eine Art Lügen-für-Kinder, so, als wenn man ihnen weismacht, dass der geliebte Familienhund jetzt auf einem Bauernhof weit, weit weg lebt.«
     »Ganz genau.«
     Wir verstanden uns - oder besser gesagt, von der Trouten glaubte nun, dass wir uns verstanden. Sie behielt ihren Zynismus bei, ließ aber die Deckung eine Spur weit sinken.
     Zeit für den Frontalangriff.
     »Ich bin aber kein Kind, und ich bevorzuge die Wahrheit, ganz besonders von meinen Klienten. Verarschen kann ich mich selbst, und das macht auch mehr Spaß. Was zur Hölle wollen Sie von mir? Warum sind Sie bei mir im Büro, am Arsch New Jerseys, anstatt bei einem Experten in Berlin, Paris oder Sydney?«
     Und tatsächlich, ich hatte sie, zumindest für einen kurzen Moment. Sie zuckte zusammen, Unsicherheit flackerte über ihr Gesicht, ihre Finger zitterten.
     Ja, ich weiß, eine Arschlochaktion gegenüber einer Mutter, die ihr Kind verloren hat, aber leider notwendig. Und sie fasste sich schneller als erwartet.
     »Weil Sie Resultate bringen, wo andere versagen. Weil Sie dorthin gehen, wo sich die meisten Ermittler, egal ob Polizei oder privat, niemals hinwagen. Weil Sie selbst den abstrusesten und haarsträubendsten Gerüchten auf den Grund gehen. Ich weiß von Ihrem Einsatz in der Antarktis, wem Sie begegnet sind und ...«
     Weiter kam sie nicht.
     Wie von Geisterhand flog die Lade meines Schreibtisches auf, schlüpfte die Beretta M9 darin - für euch Zivilisten: Beretta 92F - in meine rechte Hand, die sich wiederum in Richtung von der Trouten streckte. Angst spiegelte sich in ihren Augen wider, als sie in den Lauf meiner Waffe starrte.
     Ich konnte es ihr nicht verdenken, ebenso wenig wie mir selbst meine heftige Reaktion. Das mag euch jetzt übertrieben erscheinen, aber erstens, he, es war ja nur eine Pistole. Quasi Spielzeug für jedermann, jedefrau und manchmal auch jedeskind, zumindest bei uns in den Staaten.
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