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Pete O'Brannon 1 - Shangri-La: Bleiche Knochen, rote Erde
Verfasser: Ivan Ertlov (22)
Verlag: Eigenverlag (21123) und Homegrown Games Australia (4)
VÖ: 1. August 2021
Genre: Mystery-Roman (381) und Thriller (7378)
Seiten: 249 (Taschenbuch-Version), 216 (Kindle-Version)
Themen: Australien (296), Detektive (1233), Leichen (2533), Shangri-La (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Verschwundene Rucksacktouristen in Australien?
Dies ist so alltäglich, dass sich die Polizei vor Ort nur halbherzig darum kümmert – solange keine Leiche auftaucht.
Den trauernden Angehörigen bleibt nur Bangen und Hoffen, dass dieser Tag niemals kommt. Aber manche geben nicht auf, setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihre Kinder wieder zu finden. Manche sind verzweifelt genug, sich an Pete O’Brannon zu wenden, den Privatdetektiv für Fälle, die es nicht geben darf.
Über die er bis an sein Lebensende schweigen muss.
Die offiziell nie existierten.
Gegen jede Vernunft nimmt er den Job an – und findet sich rasch in einer menschenverschlingenden Hölle wieder, in der jeder falsche Schritt sein Ende bedeuten kann. Nur wenig Verbündete, aber mächtige Feinde lauern in der für ihn ungewohnten, bizarren Umgebung des sechsten Kontinents.

Und warum scheint eine heiße Spur in das sagenumwobene asiatische Reich Shangri-La zu führen? Wie kann man an einem Ort ermitteln, der angeblich gar nicht existiert?
Mit Charme, Schnauze und – wenn nötig – gnadenloser Härte. Denn wenn Pete sich erst einmal in einen Fall verbissen hat, wird dieser gelöst, gegen jeden Widerstand, ohne Rücksicht auf Verluste.
Blut wird fließen. Knochen werden brechen. Die Wahrheit kommt ans Licht.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (1)     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ivan Ertlov für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ivan Ertlov gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ihre Stimme hatte einen belegten Ton angenommen, der bei mir eine Gänsehaut verursachte. Vermisstenfälle waren niemals leicht, nicht einmal, wenn es der Verlobte war, der kalte Füße bekam und stiften ging, bevor die Hochzeitsglocken läuteten. Eltern, deren Kind abhandengekommen war - nun, das befand sich auf einer ganz anderen, viel düstereren Ebene.
     Ich veränderte meine Haltung, mahnte mich selbst zur Rücksichtnahme - aber mein Gedächtnis arbeitete auf Hochtouren. Von der Trouten, das war alter, respektierter deutscher Industrieadel, eine jener Familien, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu unverschämt viel Geld gekommen war und dieses dank einer geschickten Mischung aus Opportunismus und strategischen Netzwerken behielt. Dick mit dem Kaiser, aber nicht zu dick, um in den Umwälzungen nach dem Ersten Weltkrieg unter die Räder zu kommen. Anbiederung an die Nazis, aber nicht tief genug verstrickt, um nach dem Fall des Dritten Reiches verurteilt enteignet zu werden.
     Wenn ich mich nicht irrte, steckte immer noch in jeder luxuriösen Familienkutsche, in jedem deutschen Sportwagen ein wenig jener Technologie, auf die Trouten Stahl & Technologie Patent und Hände hatte.
     War ich darauf neidisch?
     Keineswegs. Und selbst wenn, hatte dies nichts mit dem Fall zu tun. Oder aber, falls es sich um eine Entführung handelte ... nein, Gabriela von der Trouten als Name war mir noch nie untergekommen, was bedeutete, dass sie nicht zu den exponierten Mitgliedern der Familie gehörte. Eine Großnichte des letzten Patriarchen vielleicht, aber nicht das prädestinierte Ziel für eine Lösegeldforderung. Vorsichtig öffnete ich den Umschlag, zog einige Fotos, zwei ausgedruckte Seiten mit Informationen und einen USB-Stick heraus. Das war etwas für später - falls wir uns einig wurden. Zuerst betrachtete ich jenes Bild, das ganz oben auf dem Stapel gelegen hatte. Ein lächelndes, gut gelauntes Mädchen, ein junges Ding, vielleicht zwanzig Jahre alt, mit Sommersprossen im Gesicht und gewellten blonden Haaren, eine Spur dunkler als jene ihrer Mutter.
     Die Abendsonne ließ ihre rundliche Stupsnase einen harten Schatten in das Gesicht werfen, die Wangenpartie ungewohnt kantig erscheinen. Mein Gehirn begann unverzüglich, die Verzerrungen aus dem Bild zu rechnen, die durch den Weitwinkel des Selfies - und ein solches war es zweifellos - entstanden waren. Im Hintergrund war eine Touristenmeute zu sehen, wie sie heutzutage nur noch selten vorkam, eine ganze Heerschar, versammelt um die unverwechselbare Silhouette der Oper in Sydney. Vorwiegend Asiaten, dazwischen ein paar von der gnadenlosen Sonne krebsrot gebrannte Briten, hin und wieder ein arabisches oder indisches Pärchen ...
     ... nein, das war vollkommen unmöglich.
     Langsam schüttelte ich den Kopf.
     »Das ist ein altes Foto. Prä-Z1-Virus, wahrscheinlich sogar prä-COVID.«
     Von der Trouten nickte.
     »In der Tat. Dezember 2019, um genau zu sein. Es sind noch einige aktuellere im Stapel, aber dies hier ist das neueste mit einer Auflösung, die alle Details wirklich gut zeigt.«
     Langsam ließ ich das Bild sinken, wappnete mich für das unvermeidliche Gespräch, das vor mir lag.
     Den gefürchteten Reality-Check.
     »Frau von der Trouten, seit wann wird Ihre Tochter denn vermisst?«
     Ein Anflug von Verärgerung huschte über ihr Gesicht, eine ungewollte Reaktion, die sie schnell wieder unterdrückte.
     »Seit Mai 2020, und ersparen Sie mir Ihre Belehrungen. Wagen Sie es nicht, mir zu erklären, wie gering die Chancen sind, mein Kind wiederzufinden. Also lebend wiederzufinden. Ich kenne die Statistiken. Was ich will, was ich von Ihnen erwarte, ist kein Wunder, sondern Gewissheit.«
     Okay, damit konnte man arbeiten, das beruhigte mich ein wenig - ich gehöre nicht zu der Sorte Schnüffler, die aus unberechtigten Hoffnungen Profit schlagen wollen.
     »Wann und wo wurde sie das letzte Mal gesehen?«
     »Tarrigan’s Backpacker Hostel and Resort, Cairns, 15. April 2020.«
     Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, und ich konnte nur erahnen, wie oft sie bereits gegeben worden war. Trotzdem enthielt sie wichtige Informationen. Zum einen Ort und Datum, klar, danach hatte ich gefragt - aber interessanter war die Metainformation. Eine Tochter aus gutem und vor allem reichem Haus, die in einem Hostel, einer Absteige für Rucksacktouristen gelandet war - das sagte einiges über ihr Mindset aus. Abenteuerlustig, vielleicht zu vertrauensselig, eventuell sogar ein klein wenig naiv - das waren leider ideale Voraussetzungen für jene Geschichten, die das Leben schrieb, weil kein Autor grausam genug war, sich solche auszudenken.
     Ich stutzte, als ich das dritte Foto sah. Ja, es war etwas unscharf, offenbar während einer durchzechten Nacht am Pool geschossen, nichts, was ich für Amber Alerts oder offizielle Vermisstenanzeigen verwendet hätte - aber es zeigte Alex Wange an Wange mit einer anderen jungen Dame, vielleicht zwei oder drei Jahre älter als sie. Lange braune Haare mit Rastazöpfen, die einen eindeutig erkennbaren afroamerikanischen Einschlag unterstrichen, entsprechend braune Haut, dunkle Augen und ein hübsches, kantig geschnittenes Gesicht, das von einer blödelnden Grimasse verzerrt war. Ein auffallend pink-purpur-violetter Rucksack hing lässig von ihrer Schulter herab, bildete einen farbenfrohen Gegensatz zu dem schlichteren, weitaus teureren Modell, das Alex getragen hatte. Offenbar waren die beiden Mädels gerade von einer Tagestour zurückgekehrt - und direkt an die Bar für einen oder zwei Drinks zum Abschluss des Daytrips. Na gut, man ist nur einmal jung im Leben.
     »Das ist die letzte Aufnahme, geschossen zwei Tage vor ihrem Verschwinden.«
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