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Pete O'Brannon 1 - Shangri-La: Bleiche Knochen, rote Erde
Verfasser: Ivan Ertlov (22)
Verlag: Eigenverlag (21124) und Homegrown Games Australia (4)
VÖ: 1. August 2021
Genre: Mystery-Roman (381) und Thriller (7380)
Seiten: 249 (Taschenbuch-Version), 216 (Kindle-Version)
Themen: Australien (296), Detektive (1234), Leichen (2534), Shangri-La (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Verschwundene Rucksacktouristen in Australien?
Dies ist so alltäglich, dass sich die Polizei vor Ort nur halbherzig darum kümmert – solange keine Leiche auftaucht.
Den trauernden Angehörigen bleibt nur Bangen und Hoffen, dass dieser Tag niemals kommt. Aber manche geben nicht auf, setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihre Kinder wieder zu finden. Manche sind verzweifelt genug, sich an Pete O’Brannon zu wenden, den Privatdetektiv für Fälle, die es nicht geben darf.
Über die er bis an sein Lebensende schweigen muss.
Die offiziell nie existierten.
Gegen jede Vernunft nimmt er den Job an – und findet sich rasch in einer menschenverschlingenden Hölle wieder, in der jeder falsche Schritt sein Ende bedeuten kann. Nur wenig Verbündete, aber mächtige Feinde lauern in der für ihn ungewohnten, bizarren Umgebung des sechsten Kontinents.

Und warum scheint eine heiße Spur in das sagenumwobene asiatische Reich Shangri-La zu führen? Wie kann man an einem Ort ermitteln, der angeblich gar nicht existiert?
Mit Charme, Schnauze und – wenn nötig – gnadenloser Härte. Denn wenn Pete sich erst einmal in einen Fall verbissen hat, wird dieser gelöst, gegen jeden Widerstand, ohne Rücksicht auf Verluste.
Blut wird fließen. Knochen werden brechen. Die Wahrheit kommt ans Licht.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (1)     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ivan Ertlov für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ivan Ertlov gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

»Sie sind Pete O’Brannon?«
     Ihre Stimme war hart, kalt und schneidend, passte damit gut zu der tadellosen, vielleicht sogar beeindruckenden, aber definitiv unterkühlten Optik.
     Ein schlanker, aber keinesfalls ausgezehrter Körper, eins siebzig groß, vielleicht vierzig, vielleicht auch fünfzig Jahre alt, steckte in einem jener Business-Suits für die Geschäftsführerin von heute, die man in den Stock-Fotos der Werbeplattformen gekonnt in Szene gesetzt sah.
     Der Teufel trägt Prada?
     Gut möglich, aber manchmal auch Hugo Boss, und beides kann beeindrucken. Dies war hier nicht der Fall. Nichts an ihr war Show, nichts dazu gedacht, mich oder irgendjemand anderen mental in die Schranken zu weisen. Die blonden Haare waren gepflegt, aber nicht gestylt - ein großer Unterschied! -, und hingen über die Schultern herab. Sie umrahmten ein Gesicht, dessen Ausdruck Strenge, Entschlossenheit, Disziplin projizierte.
     Ein schmaler Mund, ein Hauch von Lippenstift, nicht als Zierde, nicht als aufreizendes Element - wohl eher Macht der Gewohnheit, ebenso wie das dezent aufgetragene Make-up, gerade einmal einige Fältchen kaschierend.
     Wenn überhaupt.
     Die irgendwo zwischen eisblau und grau angesiedelten Augen musterten mich mit hellwacher, misstrauischer Intelligenz, vermaßen und beurteilten zuerst mich, dann mein Büro.
     Was hatte sie erwartet? Eine heruntergekommene Bude, dreckige Böden, fleckige Teppiche, dazu noch die unvermeidliche angebrochene Schnapsflasche auf dem Tisch?
     Falls ja, dann wurde sie soeben heftig enttäuscht.
     Klar, der Schrank zu meiner Linken konnte ein Staubtuch vertragen, der Stoß Papiere auf meinem Schreibtisch wirkte vielleicht ein klein wenig chaotisch - ebenso wie der Stapel aus externen Festplatten, die ich allen technischen Tipps und Warnungen zum Trotz aufeinandergepackt hatte.
     Und was den Schnaps betraf - nun, die Zeiten waren vorbei. Vielleicht nicht vollständig, vielleicht nicht für immer, aber ich war stolz, das zu sein, was die Suchtexperten und Sponsoren der Anonymen Alkoholiker ein Einhorn nannten - ein ehemaliger Säufer, der trocken wurde und inzwischen gelegentlich ein Bier zischen oder einen Cocktail schlürfen konnte, ohne am nächsten Tag mit Gedächtnislücken in der Gosse aufzuwachen.
     Der eine Fall von hundert, die Ausnahme von der Regel, und jedem trockenen Alkoholiker sei hiermit ausdrücklich davon abgeraten, einen Selbstversuch zu starten.
     Die Frage meiner Besucherin war ebenso bescheuert gewesen wie jede potenzielle Antwort aus der Klischeekiste für Privatdetektive.
     Vom dahingebrummten »schon möglich« über das lächerliche »so steht es an meiner Tür« bis hin zum klandestinen »kommt darauf an, wer fragt« - all das, was ihr vielleicht in schlechten Filmen oder jenen The-Next-Generation-Episoden gesehen habt, in denen Picard die Uniform gegen den Trenchcoat tauschte.
     Nein, nicht mit mir.
     »Ja, der bin ich. Und Sie sind ganz sicher nicht Dani Smith.«
     Das war der Name unter der E-Mail gewesen, die ich eine Woche zuvor bekommen hatte. So falsch wie Trumps Gesichtsfarbe, so fake wie die News im Daily Stormer. Eine Hotmailadresse, eingerichtet mit einem Wegwerfhandy für die Zwei-Faktor-Authentifizierung, niemals zuvor oder in den Tagen danach für irgendetwas benutzt, das man online nachverfolgen konnte. Ich hatte meine Hausaufgaben gemacht - und ich schätzte es nicht, wenn mich jemand für dumm hielt. Also, zumindest nicht meine potenziellen Kunden, bei Gegnern und Feinden sah die Sache ganz anders aus. Dass der Name ebenfalls falsch gewesen war, lag auf der Hand - und wurde durch ihren Akzent bestätigt. Vielleicht Niederländisch, wahrscheinlicher jedoch Deutsch. Nicht das tiefe, weiche Bayerisch, auch nicht jenes bizarr gedehnte Norddeutsch, das sich linguistisch an das faszinierende Platt annäherte, sondern irgendwo in der Mitte.
     Falls sie meine Aussage irritiert oder gar verärgert hatte, ließ sie es sich nicht anmerken. Stattdessen musterte sie ein letztes Mal den schwarzen Bürosessel, jenen für Kunden und Besucher, befand, dass er sauber genug war, um keine Gefahr für ihr Manageroutfit darzustellen - und nahm Platz.
     »Nein, natürlich nicht. Aber ich dachte mir, dass Sie falsche Namen und Identitäten bevorzugen, Mister O’Brannon.«
     Sie hob ihren Kopf, blickte mir tief in die Augen und setzte ein kaltes, beinahe grausames Lächeln auf.
     »Oder soll ich Sie lieber Peter Brenner nennen?«
     Ich zuckte zusammen, nur ganz wenig, kaum merklich - aber verfluchte mich dennoch dafür. Falls sie mich mit meinem Deadname aus der Bahn werfen wollte, geschenkt, das hatten schon andere Kaliber versucht. Aber sie hatte die Frage in klarem, akzentfreiem Deutsch gestellt, etwas, das mich auf amerikanischem Boden immer eiskalt erwischte.
     Spätestens jetzt war mir klar, dass ein gefährliches Spiel begonnen, ich es weder mit einem Routinefall noch mit einer Situation zu tun hatte, in der ich die alleinige Kontrolle besaß. Und das gefiel mir ganz und gar nicht.
     »Mein Lebenslauf ist kein allzu großes Geheimnis, und mein Name seit mehr als zwanzig Jahren ganz offiziell und legal jener, der draußen an der Tür steht.«
     Verdammt, jetzt hatte ich doch noch einen der verhassten Gemeinplätze benutzt.
     »Im Übrigen würde ich bevorzugen, die Unterhaltung auf Englisch zu führen - und endlich zu erfahren, wer Sie sind und was Sie von mir wollen.«
     Sie nickte knapp, holte einen braunen A4-Umschlag aus ihrer schwarzen Tasche - Louis Vuitton, wenn ich Modebanause mich nicht irrte - und schob ihn über den Tisch.
     »Fair enough. Gabriela von der Trouten, und ich will, dass Sie meine Tochter finden. Alexandra - Alex - von der Trouten.«
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