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Richard Löwenherz und die Legende von Albion
Verfasser: Vivian Vaught (1)
Verlag: Eigenverlag (20786)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5187)
Seiten: 748
Themen: Excalibur (10), König Artus (32), Könige (1248), Kreuzritter (6), Priester (277), Richard Löwenherz (21)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In der Gefangenschaft seiner Feinde muss sich Richard Löwenherz den Erinnerungen an sein Leben stellen und seine Dämonen besiegen.
An seiner Seite ist eine Priesterin der alten Religion.
In diesem Buch kommt er selbst zu Wort und dadurch kann der Leser voll mit empfinden.
Meines Wissen der erste deutschsprachige Roman, in dem Richard in der Ich-Form erzählt.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Vivian Vaught für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Vivian Vaught gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     So bot ich ihm sofort Genugtuung durch einen Zweikampf an. Diesen lehnte er ab, ohne einen Grund zu nennen. Aber ich wusste ihn: Wer trat schon freiwillig gegen den besten Ritter der Christenheit an?
     Dabei hatte ich nicht die Absicht gehabt, ihn zu töten. Ich hätte ein paar Lanzen mit ihm gebrochen, aber ihn niemals getötet, weil wir einen solchen Kämpfer brauchten. Damit wäre seine Ehre wiederhergestellt gewesen.
     Schon längst hatte ich meinen Fehler erkannt. Niemals hätte ich ihm einen Kampf mit mir selbst anbieten dürfen, sondern einen Leopold gleichwertigen Vertreter bestimmen sollen.
     Der Herzog hatte etwas von mir gefordert, was mich sämtliche Achtung vor ihm sofort verlieren ließ, seine Verbindungen zu dem intriganten Philippe aufzeigte und meine schwarze Galle hochkommen ließ.
     In meiner Wut hatte ich ihn angebrüllt, mir nie wieder unter die Augen zu kommen, wenn ihm sein Leben lieb wäre, schließlich war ich der König von England und er nur ein kleiner Herzog von Österreich.
     So war er unter wüsten Drohungen, dass ich meine Weigerung eines Tages bereuen würde, mit fast allen deutschen Rittern zusammen mit Philippe im Anschluss an die Kapitulation Akkons nach Hause zurückgekehrt.
     Nur Hugo von Weidenberg war aus persönlicher Dankbarkeit mir und Joan gegenüber geblieben, was sogar Leopold, dessen Lehnsherr er war, verstanden und ihm nicht verübelt hatte, denn Weidenberg schuldete mir viel.
     Wir hatten uns angefreundet, ich und Joan von ihm die deutsche Sprache gelernt – und seine Stimme war es gewesen, die ich neben der meines Knappen unten im Hof gehört hatte. Ich hatte Hugo von Weidenberg beim letzten Sturm auf Akkon das Leben gerettet. Er war schon Wochen vorher in sarazenischer Gefangenschaft gewesen. Joan und ich hatten ihn in einem dreckigen Verließ gefunden, am Ende seiner Kräfte und seine Peiniger waren gerade dabei gewesen, alle Gefangenen hinzurichten. Wir waren zu spät gekommen, um alle retten zu können. Weidenberg gehörte zu den wenigen, die nicht schon tot oder später aufgrund ihres elenden Zustandes in den Krankenzelten gestorben waren. Er verdankte sein Leben meinem Schwert und Joans Heilkünsten.

*


Es war heller Wahnsinn gewesen, die Route über Österreich für die Heimreise zu wählen, aber genauso meine einzige reelle Chance, durchzukommen. Dem deutschen Kaiser Heinrich VI., der offenbar nichts von den Eigenschaften seines Vaters Friedrich Barbarossa geerbt hatte, durfte ich genauso wenig in die Hände fallen wie Philippe.
     Die Herrschaft von Heinrichs Familie, der Hohenstaufen, der Könige des Deutschen Reiches und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, war niemals unangefochten gewesen, noch nicht einmal zu Herrschaftszeiten Barbarossas. Die Reichsfürsten hatten dabei ein gewichtiges Wort mitzureden.
     Einer von ihnen, Heinrich der Löwe, der Führer der Familie der Welfen, die die größten Gegenspieler der Staufer waren, war durch Heirat mit meiner Schwester Mathilda mein Schwager. Durch sein Zerwürfnis mit Barbarossa hatte er an den Hof meiner Eltern nach England fliehen müssen. Sein Sohn Otto, mein Lieblingsneffe, war zusammen mit uns königlichen Kindern und unseren zahlreichen Halbgeschwistern am Hof erzogen worden.
     Ich verstand mich gut mit Otto. Er war jung, mitten in seiner Ausbildung, aber wie sein Vater ein Feind der Staufer und des Kaisers. Für diesen wurde er dadurch gefährlich, je er älter wurde.
     Viele deutsche Fürsten hatten signalisiert, dass sie Ottos Thronanspruch unterstützen würden.
     Wer außer ihm konnte den König von England und Herrn des Angevinischen Reiches als Onkel vorweisen? Zumal ich immer wieder meine Unterstützung für den jungen Herzog signalisiert hatte. Otto würde mit mir im Rücken sogar mächtiger als Friedrich Barbarossa werden können.
     Einen 17-Jährigen zu töten, mochte für Heinrich im ersten Moment zwar verlockend sein, aber gefährlicher war ich für ihn, da Otto nur durch mich seinen Machtanspruch durchsetzen konnte.
     Ich hatte sogar schon erwogen, Otto als meinen eigenen Erben einzusetzen, solange ich keinen legitimen Sohn hatte. Um Otto als Konkurrenten loszuwerden, brauchte Heinrich nur zu warten, bis ich das tat und musste mich solange am Leben lassen. Außerdem konnte er dann Lösegeld für mich fordern. Und Geld brauchte Heinrich genauso, wie er die Macht und das Ausleben seiner abartigen Gelüste liebte.
     Für mich lautete die Frage daher in diesem Moment ganz einfach: Was war für Heinrich wichtiger: Geld und Thron – oder an mir seine Grausamkeiten auszuleben?
     Dann war da noch meine Rolle bei der Festigung der Macht auf Sizilien nach dem Tod von Wilhelm II., dem Mann meiner jüngeren Schwester Johanna. Sie war als Witwe ohne Erben zurückgeblieben, nachdem Wilhelm plötzlich an einer Entzündung in seinem Bauch verstorben war.
     Bei den Erbfolgeregelungen hatte wieder einmal Philippe mit seinen Intrigen eine unrühmliche Rolle gespielt. Ich hatte den Thronräuber Tankred von Leece unterstützt. Dazu hatte ich ihm drohen und klarmachen müssen, wen er in mir vor sich hatte. Aber dann hatte er meine Schwester Joanna, die er gefangen hielt, freigelassen und mir ihr Wittum zurückgezahlt. Als ihr Bruder und männlicher Vormund hatte ich Anspruch darauf gehabt.
     Ich mochte Tankred nicht, verachtete ihn sogar, aber er war das kleinere Übel. Wir brauchten einen starken Rückhalt auf unserem Weg zum Heiligen Land und ein deutscher Kaiser, der über seine Frau Konstanze, die Tante Wilhelms, die die rechtmäßige Thronerbin war, auf der Insel herrschte, war für mich nicht hinnehmbar.
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