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Richard Löwenherz und die Legende von Albion
Verfasser: Vivian Vaught (1)
Verlag: Eigenverlag (20845)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5201)
Seiten: 748
Themen: Excalibur (10), König Artus (32), Könige (1250), Kreuzritter (6), Priester (277), Richard Löwenherz (21)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In der Gefangenschaft seiner Feinde muss sich Richard Löwenherz den Erinnerungen an sein Leben stellen und seine Dämonen besiegen.
An seiner Seite ist eine Priesterin der alten Religion.
In diesem Buch kommt er selbst zu Wort und dadurch kann der Leser voll mit empfinden.
Meines Wissen der erste deutschsprachige Roman, in dem Richard in der Ich-Form erzählt.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Vivian Vaught für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Vivian Vaught gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     «Deutsch und Latein», antwortete er. Ich hatte es geahnt.
     «Claude wird dich in Französisch und Okzitanisch unterweisen. Es sind meine Muttersprachen.»
     «Ja, Sire. Es ist mir eine Ehre Euch dienen zu dürfen.»
     «Dem besten christlichen Ritter und Feldherrn», ergänzte Claude mit einem Grinsen. «Der König nimmt nicht jeden. Du kannst stolz darauf sein.»
     Ich sagte nichts dazu, denn Claude sagte nur die Wahrheit. Mit Schwächlingen konnte ich nichts anfangen. Ebenso nicht mit unzuverlässigen Knappen. Stattdessen sah ich ihn streng an und erklärte: «Ich erwarte absolute Verschwiegenheit über alles, was du in meinem Dienst erfährt und erlebst. Du wirst Dinge sehen, die dir nicht gefallen werden und ich hoffe, dass du nicht sonderlich empfindlich bist. ... Das Wechselfieber ist kein Vergnügen, weder für mich noch für diejenigen, die bei mir sind.»
     «Ja. Sire.»
     «Kannst du reiten?» Ich sah ihn forschend an.
     Er straffte sich. «Ja, Sire.»
     «Das hoffe ich für dich.»

*


Dann konnte ich mich endlich dem Hengst zuwenden. Der Knappe, der ihn zusammen mit dem Soldaten immer noch hielt, warf seinem ehemaligen Kameraden neidische Blicke zu. Jeder Junge in seinem Alter träumte davon, einen erfahrenen und erfolgreichen Ritter als Herrn zu haben. Je besser der Ritter, desto mehr lernte der Knappe. Und bei mir konnte sich jeder junge Mann sicher sein, sehr viel zu lernen. Was die wenigsten wussten: Ich bildete meine Jungen nicht nur in der Kampfkunst aus, sondern sorgte auch dafür, dass sie eine gute Bildung erhielten. Und ich schulte ihre Selbstbeherrschung und unterwies sie darin, Schmerzen zu ertragen.
     Während der Knappe mir die Zügel übergab und der Soldat den Hengst auch vorsichtig losließ, nachdem ich die Riemen in der Hand hatte, sah ich, wie Claude und Thomas miteinander flüsterten. Claude reagierte mit überraschtem Gesicht auf die Mitteilungen, nickte dann aber mit einem breiten Grinsen.
     Das Pferd reizte alle meine Sinne. Ich fühlte, dass ich ein besonderes Band zwischen mir und ihm herstellen konnte, wie ich es bisher bei allen meinen Streitrössern geschafft hatte. Ich musste nur den Kontakt zu ihm finden, dann hatte ich schon halb gewonnen. Seit meiner Jugend hatte ich meine Pferde selbst eingeritten und für den Kampf ausgebildet. Stets waren es Tiere gewesen, die sich jedem anderen Reiter gegenüber, außer John, als unreitbar erwiesen hatten. Als ob zwei Rebellen – ein Mensch und ein Tier – sich magisch anzogen.
     Joan hatte diese Gabe nicht nur wie ich bei Pferden, sondern bei allen Tieren. Sie sagte, viele Priesterinnen der alten Religion hätten diese besondere Gabe. Ich glaube es ihr, weil sie immer wieder den Beweis geliefert hatte, dass sie mit jedem Tier eins werden konnte, nicht nur mit Pferden.
     Auch Artus war ein hervorragender Reiter gewesen. Hatte auch er diese Gabe gehabt? Hier, auf dem Hof dieses schäbigen Gasthofes, auf dem mein Ritt in die Gefangenschaft beginnen würde, wusste ich plötzlich, dass es so gewesen war. Ich wusste nicht, woher ich dieses Wissen plötzlich hatte, aber ich war mir sicher.

*


Die bekannte Erregung durchströmte mich, als ich um den Hengst herumging. Ein wunderbares, kräftiges junges Tier mit glänzendem schwarzem Fell. Völlig verängstigt und dadurch angriffslustig geworden.
     Ich war ein guter Reiter und verstand viel von Pferden, daher wusste ich genau: Versuchte man, Pferde mit Schlägen unter seinen Willen zu zwingen, konnte das nur scheitern. Man selbst hinderte die Tiere daran, Vertrauen zum Reiter aufzubauen.
     Die Narben, besonders aber die frischen Wunden, die noch bluteten, machten mich noch wütender, als ich ohnehin schon war. So behandelte man kein Tier, von dem im Kampf das Leben seines Reiters abhing. Mensch und Pferd mussten sich gegenseitig vertrauen, sonst kamen beide nicht lebend aus dem Kampf.
     Und das erreichte man nur, indem man die Pferde an sich gewöhnte und auf sie einging. Ich war mir nie zu schade gewesen, meine Pferde selbst zu pflegen, damit sie sich an meinen Geruch gewöhnen konnten.
     Der Hengst versuchte, sich von mir loszureißen, aber ich hielt die Zügel fest, wunderte mich, dass ich es überhaupt konnte, so schwach wie ich war. Aber auch hier überdeckten die Anspannung und der Reiz des Unbekannten meine Krankheit. Zum Glück war ich immer noch in der Lage, mit meinem Willen den Körper zu beherrschen – bis zu einer bestimmten Grenze, die ich nahen fühlte. Ich kannte die Anzeichen gut genug.
     Während ich Teufelssturm weiter festhielt und genau beobachtete, sprach ich leise auf ihn ein. In Französisch, damit er auch am Klang der Sprache spürte, dass ich nichts mit seinen Peinigern zu tun hatte.
     Dabei tätschelte ich vorsichtig seinen Hals und achtete darauf, keine der Wunden oder Narben zu berühren. Er betrachtete mich mit klaren Augen, als ob er überlege, sich loszureißen, nach mir zu treten und zu beißen, oder sich zu fügen. Ich war auf alles vorbereitet.
     Ein solches Tier hatte ich vor Kurzem verloren, einen Falben. Er war im Heiligen Land unter mir getötet worden. Und mein großer Gegenspieler, der sarazenische Heerführer Saladin, hatte mir noch in der Schlacht zwei wertvolle Pferde aus seinem eigenen Stall geschenkt, einen Rappen und eine Schimmelstute aus exklusiver arabischer Zucht. Beide hatte ich zusammen mit meinem zweiten Streitross Fauvel an Bord der BLANCHE-NEF nach England geschickt.
     Ich ließ Teufelssturm in aller Ruhe an mir schnuppern. Rundherum formierten sich die Soldaten nun endgültig. Hugo wollte offenbar nicht mehr Zeit opfern. Ich konnte ihn gut verstehen. Er war mir schon weit entgegengekommen, indem er den Aufbruch verzögerte.
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