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Richard Löwenherz und die Legende von Albion
Verfasser: Vivian Vaught (1)
Verlag: Eigenverlag (20833)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5196)
Seiten: 748
Themen: Excalibur (10), König Artus (32), Könige (1250), Kreuzritter (6), Priester (277), Richard Löwenherz (21)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In der Gefangenschaft seiner Feinde muss sich Richard Löwenherz den Erinnerungen an sein Leben stellen und seine Dämonen besiegen.
An seiner Seite ist eine Priesterin der alten Religion.
In diesem Buch kommt er selbst zu Wort und dadurch kann der Leser voll mit empfinden.
Meines Wissen der erste deutschsprachige Roman, in dem Richard in der Ich-Form erzählt.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Vivian Vaught für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Vivian Vaught gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Hugo legte mir einen Mantel um die Schultern und zog sogar die Kapuze über meinen Kopf. «Ihr friert, Sire», sagte er so laut, dass jeder ihn hören konnte.
     Ganz leise, sodass nur Claude und ich es hören konnten, fügte er hinzu: «Ich bin nach wie vor dein Freund, Richard. Und im Namen dieser Freundschaft bitte ich dich, nichts zu erzwingen, denn du wirst deine Kraft noch brauchen.» Seine Stimme war nur ein Hauch und ich fragte mich, ob meine verwundete Seele mir einen Streich gespielt hatte, denn Hugo war schon wieder ein paar Schritte entfernt.
     Er hatte mir geholfen. Die Umstehenden konnten mein Zittern unter Mantel und Kapuze nicht mehr bemerken. Sie durften mich niemals so sehen, wie auch Männer im Kampf ihren Anführer nicht schwach erleben durften.

*


Eine Möglichkeit hatte ich noch, meine Niederlage Leopold gegenüber nicht anzuerkennen, ihm nur zu zeigen, dass ich mich im Augenblick den Gegebenheiten beugte. Immer wieder hatte ich die Feinheiten ritterlicher Regeln verflucht, jetzt konnte ich endlich einmal Nutzen aus ihnen ziehen.
     So legte ich EXCALIBUR mit der flachen Seite auf meine zu ihm ausgestreckten Hände, die Handflächen nach oben. Ich hielt es so zwischen uns, dass die Spitze weder zu ihm, noch zu mir deutete. Hätte ich es anders gemacht, wäre es mit Ehre vorbei gewesen.
     Der Herzog von Österreich sah mich an, runzelte die Stirn, sagte aber nichts. Als er nach dem Schwert griff, zuckte er plötzlich zurück, ließ es auf meinen Händen liegen, als wäre es aus glühendem Metall. Für mich fühlte es sich kühl an wie immer. In Leopolds Augen las ich die nackte Angst, sogar noch stärker als eben beim Anblick meines Wappenrocks.
     Hatte Artus aus seinem Grab heraus nach meinem Feind gegriffen? War das seine Warnung, sich nicht an dem magischen Schwert EXCALIBUR zu vergreifen?
     Der christlichen Legende nach sollte es Artus von den Feen der heiligen Insel in Gottes Auftrag übergeben worden sein. Der alten Religion nach war es von Priesterinnen der Göttin geschmiedet worden und sollte seinen Träger durch deren Magie davor schützen, an Kampfwunden zu verbluten.
     Inzwischen war ich geneigt, Joans Version eher zu glauben. Denn ich hatte so einige Verletzungen überlebt, was die einen als Wunder Gottes, die anderen als Teufelswerk betrachteten. Immerhin hatte ich damit die Legende der ‘Teufelsbrut’, die wir Plantagenets waren, reichlich bestätigt.
     Leopold versuchte, die Situation zu retten, indem er Hugo einen Wink gab, mir das Schwert abzunehmen. Der blickte mich kurz an, dann schüttelte er den Kopf. «Ich glaube, es wird nicht nötig sein, König Richard sein Schwert abzufordern. Wir sollten ihm die Ehre erweisen, es ihm zu lassen.»
     Nur noch die Geräusche des schwachen Windes in dem Holz der Gebäude waren zu hören. Wieder schienen die Soldaten erstarrt. Mir kam es vor, als hielten alle in ihren Bewegungen an. Dieses Mal warfen sich die Männer noch nicht einmal mehr gegenseitige Blicke zu. Alle blickten auf die kleine Gruppe um mich herum.
     Dann hörte ich einen Mann laut sagen: «Sie kommen alle vom Teufel, diese verfluchten Plantagenets.» Andere nahmen seine Worte auf, sodass das aufkommende Murmeln das Rauschen des Windes sogar noch übertönte.
     Erneut sorgte Hugo mit einem scharfen Befehl für Ruhe.
     Leopold öffnete den Mund, schloss ihn aber wieder.
     «Wie Ihr wisst, Eure Durchlaucht, bin ich für den Gefangen verantwortlich, nicht Ihr», erklärte Hugo so laut, dass alle es hören konnten.
     Das war ausgesprochen interessant für mich. Hugo war also derjenige, der hier die Befehle erteilte und nicht nur der Anführer der Soldaten und Leopold unterstellt. Von wem erhielt er seine Befehle, da er selbst Lehnsmann des Herzogs war?
     Meine Ahnung festigte sich immer mehr. Nur jemand, der deutlich über dem Herzog stand und dem Hugo direkt unterstellt war, hatte die Macht, einen einfachen Ritter über einen Herzog zu stellen, zumal wenn er dessen Lehnsmann war.
     Und warum war dann Leopold hier überhaupt dabei? Hatte man ihn nicht übergehen wollen, weil meine Gefangennahme auf seinem Gebiet stattfand? Oder hatte man seine Ehre wiederherstellen wollen, indem er derjenige war, der mir mein Schwert abnahm? Wieder kam ich nur auf einen, der diese Macht hatte: Heinrich VI., der Sohn Friedrich Barbarossas, Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation.
     Wer war Hugo von Weidenberg wirklich? Ganz bestimmt nicht der einfache Ritter, als den ich ihn in Outremer kennengelernt hatte und der mein Freund geworden war. Oder er war es nicht mehr, was ich eher annahm. Mein Instinkt sagte mir, dass er sich seit unserer Trennung verändert hatte.
     Konnte Leopold meine Gefangennahme als ausreichende Genugtuung annehmen? Nun, ich hatte ihm Genugtuung angeboten, er sie ausgeschlagen. Damit war die Sache für mich erledigt – was sie nicht war, wie ich gerade sehr deutlich spürte.
     Er regte sich immer noch nicht, als Hugo EXCALIBUR ebenfalls nicht anrührte, sondern zu mir sagte: «Steckt Euer Schwert wieder ein, Sire.»
     Damit barg ich EXCALIBUR wieder in der Scheide. «Danke», sagte ich einfach zu ihm. Sofort spürte ich wieder die magische Kraft, die von der Waffe ausging. Erst jetzt fiel mir ein, dass ich diese Ausstrahlung nicht wahrgenommen hatte, als das Schwert auf meinen Handflächen gelegen hatte. Als wäre es in diesen Momenten ‘tot’ gewesen.
     Und ich fühlte die Erleichterung von König Artus, als würde er direkt neben mir stehen. Oder waren wir beide in unseren Gedanken eins?
     Wie kam ich bloß auf so eine verrückte Idee? Artus konnte in seinem Grab das alles hier nicht spüren. Oder hatte er sich schon wieder erhoben und seine Seele weilte hier neben mir?
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