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Richard Löwenherz und die Legende von Albion
Verfasser: Vivian Vaught (1)
Verlag: Eigenverlag (20845)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5201)
Seiten: 748
Themen: Excalibur (10), König Artus (32), Könige (1250), Kreuzritter (6), Priester (277), Richard Löwenherz (21)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In der Gefangenschaft seiner Feinde muss sich Richard Löwenherz den Erinnerungen an sein Leben stellen und seine Dämonen besiegen.
An seiner Seite ist eine Priesterin der alten Religion.
In diesem Buch kommt er selbst zu Wort und dadurch kann der Leser voll mit empfinden.
Meines Wissen der erste deutschsprachige Roman, in dem Richard in der Ich-Form erzählt.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Vivian Vaught für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Vivian Vaught gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     In meinem Leben hatte ich ein außergewöhnliches Talent entwickelt, mir überall Feinde zu schaffen, überaus mächtige meistens. Davon hatte ich mehr als genug! Dafür nur wenige Freunde – und auf die hatte ich mich immer verlassen können – bis jetzt.
     Nur diejenigen, die auf dem letzten Teil meiner Flucht bei mir gewesen waren, konnten diese ehrlose Tat begangen haben. Und sie alle – bis auf einen – nannte ich Freunde.
     Zu diesen möglichen Verrätern gehörte auch meine Waffenschwester, die Gräfin Joan de Saint-Pol, in deren Hände ich immer wieder mein Leben gelegt hatte, so wie sie ihres in meine. Wie es unter Waffengeschwistern, diesem inten­sivs­ten aller Bündnisse, üblich war.
     Ein Gedanke, der mir gestern noch völlig absurd vorgekommen war und alles, woran ich bisher geglaubt hatte, infrage stellte. So elend ich mich dabei auch fühlen mochte, ich hatte früh lernen müssen, unangenehmen Tatsachen mit offenen Augen zu begegnen.
     Für mich hieß das: Ich konnte niemandem meiner restlichen Begleiter mehr trauen und das machte mich einsamer, als ich es auf dieser wahnwitzigen Flucht ohnehin schon war – und ich war wieder einmal krank ...
     Zum ersten Mal seit meiner Krönung auf Artus’ Thron war ich kurz davor, in Gefangenschaft zu gehen, wahrscheinlich sogar in irgendein dunkles und feuchtes Verlies, wo man mich elend verrecken lassen würde. Ich rechnete nicht damit, dass meine Feinde sich an die ehrenhaften Regeln der Haft für einen König und Ritter halten würden. Wer sich an einem Kreuzritter vergriff, konnte keine Ehre mehr haben! Außerdem hassten sie mich mindestens genauso wie ich sie, wahrscheinlich sogar noch mehr.
     Die Verfolger hatten nach meinem Schiffbruch mit dem Piratenschiff, der alle meine Pläne änderte, meine Spur gezielt aufgenommen und waren uns immer einen Schritt voraus gewesen. Die Hinweise dazu konnten nur aus dem kleinen Kreis derjenigen kommen, die mit mir in Korfu auf das Piratenschiff umgestiegen waren.
     Dreimal war ich den Häschern im letzten Moment entkommen. Jedes Mal hatten sich einige Ritter für mich gefangen nehmen lassen. Und immer hatte es mich so getroffen, dass sich mein Fieber dadurch verschlimmerte. Nie zuvor hatte ich einen meiner Soldaten im Stich gelassen. Auf die eine oder andere Art hatte ich sie immer befreit. Genau wie König Artus, dessen magisches Schwert EXCALIBUR mir gehörte, für seine Männer eingestanden war. Der Ehrenkodex der Ritter von Camelot war auch meiner.
     Auf dieser Flucht hatte ich ihn dreimal brechen müssen, weil zu viel auf dem Spiel stand. Es ging nicht mehr nur um Leben und Gesundheit von Albions wahrem König, nämlich mir, sondern um das Fortbestehen des gesamten Angevinischen Reiches. Kehrte ich nicht zurück, würde das, was mein Vater Henry II. aufgebaut hatte, bald nicht mehr existieren und Artus’ Albion ebenfalls in sich zusammenbrechen.
     Ich rechnete damit, dass die gefangenen Ritter, die mir die Flucht ermöglicht hatten, bald wieder freigelassen wurden. So hatte ich allen den Befehl erteilt, so schnell wie möglich nach England zu reisen und ihnen genug Gold mitgegeben, damit sie einen Kapitän fanden, der im Winter die Fahrt über den englischen Kanal wagte. Der musste entweder sehr gut, sehr wagemutig oder sehr geldgierig sein. Wahrscheinlich alles zusammen.
     Denn unglücklicherweise hielt meine Mutter sich auf der Insel auf und nicht in ihrem Heimatland Aquitanien, weil sie meinen verräterischen Bruder John davon abhalten musste, mir den Thron zu rauben.
     Solange ich mir nicht selbst helfen konnte, war sie meine einzige Chance. Nur sie, die Königinmutter, konnte politisch etwas erreichen oder einen Befreiungsversuch organisieren. Und es gab nur einen Mann, dem ich einen Befreiungsversuch zutraute. Einmal war ich auf ihn eifersüchtig gewesen, heute konnte er die Rettung sein.
     Wenn er und seine ehemaligen Geächteten, die ich vor dem Kreuzzug begnadigt hatte, das nicht schafften, war niemand dazu in der Lage.
     Diesen Männern konnte ich im Gegensatz zu den letzten Gefährten, die um mich herumstanden, wieder vertrauen. Denn keiner von denen hatte etwas von meiner Zuflucht in diesem schäbigen Gasthof, der vor Dreck überquoll, gewusst.
     Nicht auszudenken, wenn diese widerliche Kröte, die mein kleiner Bruder John war, mir den Thron von König Artus raubte. Wenn Artus dann nicht wieder aus einem Grab aufstand, wie die alte Legende es prophezeite, sobald Albins Not am größten war, wusste ich nicht, was schlimmer sein konnte.
     Zum Glück war es noch nicht so weit. Bisher bewahrte ich das Erbe von Artus und stand mit meinem Leben dafür ein – wenn ich es konnte!
     Denn im Moment war ich nicht nur durch die bevorstehende Gefangennahme in höchster Gefahr, sondern auch diesen erneuten Schub des Wechselfiebers. Er war so schlimm wie noch nie, auch schlimmer als der vor Jaffa, der mich ohne die Hilfe unserer sarazenischen Freunde das Leben gekostet hätte.
     Am demütigsten für mich war, dass John sich, wie Mutter mir in ihrem letzten Brief, der mich noch in Outremer erreicht hatte, mitgeteilt hatte, mit dem französischen König Philippe II. gegen mich verbündet hatte. Mit dem Mann, der einst mein Freund und Bruder gewesen war, bis er zu meinem Todfeind wurde. Und das nur, weil ich nicht bereit gewesen war, einen Vertrag zu erfüllen, den unsere Väter für uns abgeschlossen hatten und sogar noch mein Vater zu seinen Lebzeiten mit Füßen getreten hatte.
     Der Gefährlichere der beiden war Philippe. Gegen ihn konnte ich auch nur von der Insel aus vorgehen, weil ich nur dort die nötigen Truppen für einen Feldzug gegen ihn ausheben konnte. Er hatte nach seiner verfrühten Rückkehr vom Kreuzzug im Anschluss an die Eroberung Akkons keine Zeit verloren und begonnen, sich an meinen Festlandsbesitzungen zu vergreifen. Auch mein vertrauter Söldnerführer Mercadier, den ich gleichzeitig mit ihm in die Heimat zurückgeschickt hatte, weil ich genau das geahnt hatte, hatte nichts dagegen ausrichten können.
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