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Richard Löwenherz und die Legende von Albion
Verfasser: Vivian Vaught (1)
Verlag: Eigenverlag (20832)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5196)
Seiten: 748
Themen: Excalibur (10), König Artus (32), Könige (1250), Kreuzritter (6), Priester (277), Richard Löwenherz (21)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In der Gefangenschaft seiner Feinde muss sich Richard Löwenherz den Erinnerungen an sein Leben stellen und seine Dämonen besiegen.
An seiner Seite ist eine Priesterin der alten Religion.
In diesem Buch kommt er selbst zu Wort und dadurch kann der Leser voll mit empfinden.
Meines Wissen der erste deutschsprachige Roman, in dem Richard in der Ich-Form erzählt.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Vivian Vaught für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Vivian Vaught gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Da der Kapitän aber erst auf See den genauen Landepunkt von mir erhalten hatte, schied er als Verräter aus, zumal unser Schiffbruch uns ein ganzes Stück von diesem Punkt entfernt an Land geschleudert hatte.
     Wir hatten nur wenig Gepäck, unter anderem genug Geld, unsere Waffen und Wappenröcke, auch die weißen mit dem roten Kreuz, das Zeichen der Ritter Gottes, mitgenommen. Joan hatte vorhergesehen, dass wir sie noch brauchten, mein Gefühl hatte es mir auch ohne ihre Vision gesagt. Grundsätzlich wollten wir aber unerkannt reisen.
     Sogar unsere Pferde hatten wir an Bord der Galeere zurückgelassen, weil zu viele sie kannten. Meinen treuen Hengst Fauvel, den Rappen und die Schimmelstute, die Saladin mir geschenkt hatte sowie Joans Fuchsstute Igraine, die es an Geschwindigkeit mit jedem Hengst aufnahm, sogar mit Fauvel, den sonst kein anderes Pferd überholen konnte.
     Meinem Kapitän hatte ich eindeutige Befehle erteilt und ihm entsprechende Geleitbriefe mitgegeben. Gleich nach der Landung in Southampton sollte er mit den beiden Pferdeknechten, die ich ihm mitgegeben hatte, den besten, die ich hatte, nach London reiten, die Tiere meiner Mutter persönlich übergeben und ihr Bericht erstatten.
     Außerdem hatte er der Königinmutter einen persönlichen Brief von mir zu übergeben, in dem ich ihr meine baldige Heimkehr ankündigte. Aber er enthielt kein Wort über den geplanten Fluchtweg. Ich vertraute dem Kapitän zwar, er war mir seit Jahren treu ergeben, aber trotzdem blieb ich vorsichtig. Daher hatte er auch den Befehl, diesen Brief sofort zu vernichten, sobald er Feindberührung hatte.
     Nach der Durchquerung der Säulen des Herakles sollte er an der französischen Westküste vorbeisegeln, dann den Kanal überqueren und feindlichen Schiffen ausweichen, sich auf kein Gefecht einlassen.
     Mir war bewusst, dass ich den Kapitän und seine Männer damit auf eine Todesfahrt schicken konnte. Die Passage durch die Säulen des Herakles und die Fahrt an Frankreich vorbei war zu dieser Jahreszeit ein schwieriges Unterfangen, das nur die besten Seeleute meistern konnten.
     Sollte die Galeere aufgebracht werden, würde man schnell feststellen, dass ich nicht mehr an Bord war und die Hetzjagd auf mich beginnen. Das hatte ich so lange wie möglich hinauszögern wollen.
     Ohne Erfolg, denn nun hatte sie an einer völlig anderen Stelle direkt nach meiner Landung begonnen.
     Ich hatte sichergehen wollen und Joan gebeten, in die Seelen aller überlebenden Männer zu blicken. Nach kurzem Zögern hatte sie diese Fähigkeit auch bei ihrem alten Jugendfreund Bertram angewandt. Es war für sie ein Vertrauensbruch. Sie sah die Notwendigkeit in unserer Lage ein, aber es tat ihr trotzdem weh – und damit auch mir, weil ich wusste, was sie empfand. Niemand unserer Begleiter merkte etwas davon.
     Nachdem meine Begleiter sich dreimal hatten gefangen nehmen lassen, war die Verfolgung immer zielgerichteter geworden. In Absprache mit diesen Männern hatten Joan und ich ihnen nicht verraten, wohin wir uns wenden wollten. Alle waren erfahren im Ertragen von Schmerzen, aber keiner hatte das Risiko eingehen wollen, doch unter der Folter zu reden. Es gab Methoden, die auch den stärksten Mann brechen konnten.
     So kam als Verräter nur noch einer meiner letzten Begleiter infrage: Claude, Bertram, Niklas ... und sogar Joan!

*


Jetzt, als die deutschen Ritter diesen schäbigen Gasthof erreichten, gab es keinen Zweifel mehr daran, dass hier meine Flucht endete. Hätte ich mich auf einem Pferd halten können, wären wir gar nicht in diesem Dreckloch gelandet.
     Wir hätten meinen Beichtvater zurücklassen müssen, weil dieser einem schnellen Ritt nicht gewachsen war. Niklas verdankte es nur den Kleppern, dass er überhaupt noch bei mir war. Sonst hätte ich ihn längst zurückgelassen, weil er meine Flucht gefährdete. Ihn hatte ich am stärksten von allen im Verdacht ...
     Und er wäre im Gegensatz zu uns sicher gewesen. Denn einem Mann der Kirche würde man in christlichen Gebieten nichts tun, egal, zu wem er gehörte. Dabei hoffte ich, dass er eines nahen Tages in der Hölle saß, die er mir immer wieder beschwor. Ich hatte mehr als genug von ihm.
     Eines Tages würde ich den Verräter kennen – und dann würde noch nicht einmal der Allmächtige ihn vor meinem Zorn schützen können.

*


Nun saß ich zitternd und mit den Zähnen klappernd auf dem großen Bett. Der Schweiß rann mir unter dem schäbigen Hemd, das zusätzlich auf meiner verklebten Haut fürchterlich juckte, am Körper herunter. Mit Joans Hilfe hatte ich es geschafft, mich anzukleiden – in der Hoffnung, doch noch die weitere Flucht durchstehen zu können. – Inzwischen hatte ich meine Meinung geändert, da ich gelernt hatte, wann die Krankheit mir keine Wahl mehr ließ. Dieser Punkt war jetzt gekommen.
     Oft genug hatte ich mit Fieber oder verletzt im Kampf gestanden und daher kannte ich die eindeutigen Anzeichen. Es war auch eine Form von Ehre, dem Feind nicht das Vergnügen zu gönnen, mich vor seinen Augen unnötig zu quälen. Dann lieber mit Anstand und hoch erhobenen Hauptes in die Gefangenschaft gehen.
     Ich fühlte mich nicht nur erschöpft, sondern in höchstem Maß gedemütigt, konnte immer noch nicht verstehen, dass man es trotz aller politischen Schachzüge und persönlichen Hasses wagte, sich an einem Kreuzritter zu vergreifen. Denn das hieß, das Grundgefüge unseres Glaubens infrage zu stellen. Und genauso mich, denn ich war durch meine Siege im Heiligen Land zum Inbegriff des christlichen Feldherrn geworden, obwohl ich darauf verzichtet hatte, Jerusalem anzugreifen.
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