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Richard Löwenherz und die Legende von Albion
Verfasser: Vivian Vaught (1)
Verlag: Eigenverlag (21140) und Neopubli (203)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5261)
Seiten: 748 (Taschenbuch-Version), 516 (Taschenbuch-Version Nr. 2)
Themen: Excalibur (10), König Artus (33), Könige (1263), Kreuzritter (6), Priester (281), Richard Löwenherz (22)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In der Gefangenschaft seiner Feinde muss sich Richard Löwenherz den Erinnerungen an sein Leben stellen und seine Dämonen besiegen.
An seiner Seite ist eine Priesterin der alten Religion.
In diesem Buch kommt er selbst zu Wort und dadurch kann der Leser voll mit empfinden.
Meines Wissen der erste deutschsprachige Roman, in dem Richard in der Ich-Form erzählt.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Vivian Vaught für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Vivian Vaught gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Dieses Mal schüttelte er sogar zweifelnd den Kopf. Ich lachte, mir ging es im Moment recht gut. «Löwenherz ist immer für eine Überraschung gut, nicht wahr?»
     Er drängte sein Pferd ganz dicht an Teufelssturm heran und flüsterte mir auf Französisch zu: «Pass bitte auf.»
     «Warum?», konterte ich. «Weil du Ärger bekommst, wenn du mit einem toten König eintriffst, wo auch immer?»
     Sein Gesicht verschloss sich sofort wieder und wurde abweisend. Er presste nur noch heraus: «Ich bin immer noch dein Freund, auch wenn du es nicht glaubst.» Dann zog er sein Streitross an den Zügeln in einer scharfen Kehrtwendung herum. Der Hengst, ein sehniger Brauner, wieherte protestierend.
     Als er wieder an der Spitze war, sah ich mich vorsichtig weiter um. Die Soldaten und besonders die Knappen, aber auch einzelne Ritter, warfen wir bewundernde Blicke zu.
     Claude hielt sich, wie s sich für einen gut ausgebildeten Schildknappen gehörte, straff aufrecht auf seinem Pferd. Er war bereit, sofort zuzufassen und mich vor einem Sturz zu retten, sollte es erforderlich sein. Wie das allerdings in der Praxis aussehen würde, wusste ich nicht, dann dazu müsste er erst einmal an den Rittern, die mich umringten, vorbei.
     Thomas folgte seinem Beispiel und versuchte ebenfalls, eine gute Haltung zu zeigen. Er musste in der eiskalten Luft sehr starke Schmerzen haben. Es sprach für ihn, dass er noch selbständig reiten konnte. Der Junge hatte einen starken Willen, das gefiel mir.

*


Nachdem ich mir einen Überblick verschafft hatte, konnte ich über Joans unheimliche Fähigkeiten nachdenken, die mir meinen Stolz vor den Feinden erhielten. Ich war ihr so dankbar dafür!
     Sie war das, was sie selbst von sich sagte: eine Hohepriesterin der alten Religion, Magierin und weise Frau. Das, was die Kirche in ihr sah, eine Ketzerin, war sie für mich schon lange nicht mehr. Mir kam diese Zeit, als ich das angenommen hatte, unendlich weit entfernt vor, wie in einem anderen Leben.
     Inzwischen wusste ich, dass ihre Kräfte nichts mit dem Teufel zu tun hatten. Sie selbst hatte es mir erklärt: Es gibt einige wenige Menschen, die sich Fähigkeiten, die viele vor unendlich langen Zeiten gehabt hatten, bewahrt haben. Joan war eine von ihnen.
     Diese Menschen waren bis auf sehr wenige Ausnahmen Priester der alten Religion. Denn diese Fähigkeiten in sich zu wecken, erforderte eine harte Ausbildung mit viel Leid und vollständige Öffnung der eigenen Seele in intensiven Meditationsübungen. Der christliche Glaube verhinderte gerade das und blockierte die Menschen in ihrem Inneren.
     Das Ergebnis von Joans Fähigkeiten fühlte ich in der Zuversicht, die sie mir jetzt vermittelte. Sonst hätten meine Sorgen mich sicher schon längst zermürbt, zusätzlich zu der körperlichen Schwäche.
     Beschämt gestand ich mir den Wunsch ein, sie würde wieder einmal meinen Befehl ignorieren und in meiner Nähe bleiben.

*


Hugo von Weidenberg schien mit einem Überfall zu rechnen, da er nach einigen Stunden die Nachhut verstärkte. Einmal sah ich, wie Sergeant Hansen ihm eine Meldung machte, die Hugo mit einem Fluch und einem zusätzlichen Spähtrupp beantwortete. Leider konnte ich weder die Nachricht noch die Antwort hören, da die beiden Männer zu weit entfernt von mir waren.
     In der Morgendämmerung mussten wir eine Rast einlegen, da Männer und Pferde zu erschöpft für die Weiterreise waren. Hugo benahm sich seit Hansens Meldung, als wäre der Teufel persönlich hinter uns her. Sonst hätte er niemals riskiert, seinen Trupp bei Dunkelheit auf den vereisten Wegen weiterziehen zu lassen. Oder er müsste sich seit Outremer noch mehr verändert haben, als ich bereits ahnte.
     So gab er endlich, als es zu dämmern begann, das Signal zum Halt. Er beugte sich einfach der Vernunft. Ich hörte, wie er befahl, keine Zelte aufzuschlagen, außer einem für mich.

*


Ich glitt aus dem Sattel und ging zu ihm hin. Die sechs Ritter, die mich schon auf dem Weg umrundet hatten, folgten mir sofort, jetzt sogar mit gezogenen Schwertern. Einer von ihnen taumelte vor Erschöpfung.
     «Herr von Weidenberg, ich möchte kein Zelt.» Ich sprach absichtlich Deutsch, damit die Ritter mich verstehen konnten. «Wie Ihr aus Outremer wisst, bin ich in der Lage, alles mit den Soldaten zu teilen. Warum also unnötiger Aufwand?»
     Mit Absicht wollte ich ihn reizen, denn so verlor er vielleicht die Beherrschung und ich erfuhr etwas über den Grund, warum er seit Hansens Meldung das Tempo derart gesteigert hatte, aller Vernunft widersprechend.
     Es sah mich zweifelnd an, nickte dann aber. «Wie Ihr wollt, Sire. Es ist Eure Entscheidung.»
     Er gab den Rittern und meinen beiden Knappen einen Wink, mich in den Schutz einer kleinen Baumgruppe zu geleiten. Nach kurzem Zögern verstärkte er meine persönlichen Wachen nicht, tauschte nur den Ritter aus, der sich kaum noch auf seinen Füßen halten konnte und ermahnte alle, besonders aufmerksam zu sein.
     Blitzschnell überlegte ich meine Chancen. Konnte ich einen Fluchtversuch riskieren? Im Moment fühlte ich mich sogar in der Lage, zu kämpfen. Zumal ich wusste, dass Joan in der Nähe war, Bertram sicherlich auch. Nur, dass Joan dann selbst nicht mehr kämpfen konnte. Sie war nicht in der Lage, gleichzeitig eine Seele zu kontrollieren und zu kämpfen. Was hieß, dass nur entweder ich oder sie kampffähig waren. Dazu kam Claude. Thomas konnte ich nicht einschätzen, zumal es gegen seine ehemaligen Kameraden ging. Auch wenn ich sein neuer Herr war, den er offensichtlich bewunderte. Außerdem war er nicht kampffähig mit dieser Verletzung.
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