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Mein Sternzeichen ist der Regenbogen
Verfasser: Rafik Schami (13)
Verlag: Hanser (632)
VÖ: 26. Juli 2021
Genre: Kurzgeschichtensammlung (2716)
Seiten: 320
Themen: Damaskus (19), Emigration (128), Geburtstag (347), Geheimnisse (5473), Geliebte (202), Heidelberg (61), Klassentreffen (81), Kreuzfahrten (198), Lügen (1400), München (461), Reisen (2759)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Mein Sternzeichen ist der Regenbogen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. August 2021 um 16:33 Uhr (Schulnote 5):
» Der Erzählband "Mein Sternzeichen ist der Regenbogen" beginnt mit einer vielversprechenden, gleichnamigen Erzählung: Der junge syrische Ich-Erzähler versucht herauszufinden, an welchem Tag er geboren wurde, weil seine Kindheitsfreundin Antoinette sein Sternzeichen wissen möche. Diese scheinbar simple Aufgabe hilft dem Erzähler unerwartet, tiefer in seine Familiengeschichte einzutauchen, denn jedes Familienmitglied, das er fragt, sagt ihm einen anderen Tag und erzählt damit verbunden eine andere Geschichte. Rafik Schami zeichnet den Protagonisten als wunderbar unbedarft und vermittelt dabei gleichzeitig interessante kulturelle Eigenheiten wie eben die Unwichtigkeit des Geburtsdatums.

Gut gefiel mir auch die sehr kurze Geschichte eines syrischen Paares, das aus Spaß eine Geheimsprache erfindet, diese auch in der Öffentlichkeit miteinander spricht und deshalb verdächtigt wird, für Israel zu spionieren. Die Geschichte beginnt mit einer charmanten Leichtigkeit und wird dann immer dunkler und dramatischer. Ich hätte mir mehr davon gewünscht.

Leider konnten mich nur die wenigsten Kurzgeschichten in dem Band so begeistern. Einige haben mich komplett irritiert, wie die Geschichte eines deutschen Professors, der in Italien eine Auszeit nimmt und dort die Italienerin Sara kennenlernt. Der Typ ist unerträglich arrogant, zunächst schockt es ihn, dass seine Angebetete, die "nur" einen Supermarkt managt, nicht von seinem Prof-Status beeindruckt ist, dann behandelt er sie nach und nach immer abfälliger. Gleichzeitig ist sie ihm voll ergeben und weint nach der ersten gemeinsamen Nacht gleich "vor Glück". Ernsthaft, warum...? Überhaupt gibt es immer wieder Szenen, die vor übertriebenen Gefühlen nur so strotzen und sich ziemlich pathetisch lesen.

Leider haben die meisten Geschichten auch keine Pointe, Moral oder wenigstens ein überraschendes Ende, das das Fehlverhalten ihrer Protagonist:innen irgendwie entlarvt oder einordnet, stattdessen enden sie eher abrupt. Geschichten wie die über die professorale Italienreise lassen mich daher ziemlich ratlos zurück. Das macht die Lektüre leider ziemlich unbefriedigend.

Auch sonst bin ich an vielen Stellen über den Text gestolpert: So schreibt Rafik Schami z.B. das N-Wort aus, ohne dass der Gebrauch des Wortes für die Geschichte irgendwie nötig gewesen wäre. Er erzählt auch von einem creepy Zahnarzt, der sich in eine Supermarktverkäuferin verliebt, obwohl sie nur Smalltalk führen. Der Autor scheint das auch völlig ok zu finden, dass sein Protogonist dieser Frau so auf die Pelle rückt, obwohl es einfach ihr Job ist, zu Kund:innen nett zu sein. Den Umgang des Autors mit solchen Geschichten finde ich fragwürdig, zumal die Frau dann an irgendeiner Stelle auch in Tränen ausbricht (oh man) und der creepy Zahnarzt zu ihrem völlig selbstlosen Retter hochstilisiert wird. Alles sehr unangenehm.

Das war mein erstes Buch von Rafik Schami. Ich hatte so viel Gutes über ihn gehört und mich sehr darauf gefreut, bin aber leider enttäuscht worden. Bis auf wenige Ausnahmen konnte mich das Buch weder inhaltlich noch stilistisch überzeugen. Vielleicht gefällt der Band Fans von ihm.«
  21      0        – geschrieben von lizlemon
Kommentar vom 30. Juli 2021 um 19:01 Uhr (Schulnote 1):
» Geheimnisvolle Erzählungen.
Das knallgelbe Cover ist ein eyecatcher und regt die Phantasie an, begünstigt durch die vielen sehr bunten Rechtecke und die labyrinthartige Anordnung der schwarzen Linien. Toll! Der geheimnisvolle Titel verrät nichts vom Inhalt, sondern macht neugierig! Dieses ist mein erstes Werk von Rafik Schami, und es hat mich gleich in seinen Bann gezogen durch die oft humorvollen Geschichten und den sehr exakten Schreibstil in hyperkorrekter Grammatik.
Diese Sammlung von sehr unterschiedlichen Kurzgeschichten dürfte außer mir sehr viele Personen interessieren, denn die Geschichten enthalten viele Überraschungen, mal satirisch, mal philosophisch aufbereitet, auf alle Fälle mit viel Phantasie und einem Augenzwinkern. Dabei bringt uns Schami oftmals seine Heimat Damaskus näher und zeigt die unterschiedliche Denkweise auf. Das hat mir auch schon sehr gut bei Khaled Husseini in Hinblick auf Afghanistan gefallen.
Besonders gut haben mir “ Salmas Plan”, “Geburtstag mit Nebenwirkungen” und “Ein Klassentreffen” gefallen. Einige Geschichten haben allerdings märchenhafte Züge oder spielen in einem irrealen Milieu. Es wird generell deutlich, dass Schami großen Wert auf ein rücksichtsvolles Zusammenleben der Menschen legt.
Trauer, Schmerz, Freude, Liebe und Verzweiflung sind seine Themen, die oft einen beißenden Unterton haben, aber Feinfühligkeit überwiegt bei diesem eigenwilligen Erzähler.
Es hat mir besonders gut gefallen, dass seine zahlreichen Figuren individuell gezeichnet sind, mit Ecken und Kanten.
Somit freue ich mich schon sehr auf die Lektüre der Romane von Rafik Schami.«
  12      0        – geschrieben von rosenfreund
Kommentar vom 27. Juli 2021 um 16:35 Uhr (Schulnote 2):
» Obwohl ich Romane bei weitem Kurzgeschichten vorziehe, überzeugte mich die Lektüre der Leseprobe zu Rafik Schamis "Mein Sternzeichen ist der Regenbogen" und weckte mein Interesse daran, mehr zu lesen.
Es ist definitiv kein Buch, welches man hintereinander weglesen kann. Ideenreichtum und Wortwahl fordern und vor allem verdienen individuelle Aufmerksamkeit und regen darüber hinaus gelegentlich die Lesenden zum Nachdenken an.
Die titelgebende Geschichte entlockte mir mehrmals ein Lächeln, aber insgesamt spürte ich oft einen melancholischen Unterton. Manchmal fühlte ich mich an Kästner, Eugen Roth oder Kishon erinnert.
Der Autor soll geäußert haben, das Lachen sei "der beste Schmuggler für Gedanken".
Gedanken kamen mir etliche, aber so richtig herzhaft zu lachen vermochte ich leider nur höchst selten, denn trotz geschickter Überzeichnung entbehrten viele Geschichten nicht einer gewissen Tragik.«
  10      0        – geschrieben von victory
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