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Wildtriebe
Verfasser: Ute Mank (1)
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1347)
VÖ: 23. Juli 2021
Genre: Frauenliteratur (1427)
Seiten: 288 (Gebundene Version), 279 (Kindle-Version)
Themen: Anerkennung (19), Bauernhof (198), Freiheit (544), Kaufhaus (22), Schwiegertöchter (6), Selbstbestimmung (51)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (8)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. September 2021 um 18:05 Uhr (Schulnote 2):
» Landleben - unromantisch. Das Cover ist sehr ansprechend und die gesamte Buchgestaltung sehr schön. Das Thema ist gut und verständlich beschrieben. Ich hätte mir manches Mal etwas mehr Tiefgang gewünscht - und weniger Klischee in den Generationen. Die Figuren fand ich sehr sympathisch und konnte mit jeder einzelnen mit führen und die jeweiligen Entscheidungen fast immer nach vollziehen. Gut beschreiben fand ich Anfangs die Landleben Szenen - realistisch auf einem Bauernhof der von der Landwirtschaft leben muss. Gut gefallen hat mir die Sicht der Generationen mit Landwirtschaftlichen und Frauenproblemen und dass es sich nicht um einen modernen Aussteiger Landwirt handelt. Für die heutige Generation ist es laut vorstellbar dass noch die Generation unserer Eltern so wenig emanzipiert war - das wird mit Marlies sehr gut beschrieben. Das Buch kann ich allen Frauen empfehlen die gerne etwas über das Landleben der letzten Jahrzehnte erfahren möchte.«
  9      0        – geschrieben von Magyar
Kommentar vom 23. August 2021 um 15:24 Uhr (Schulnote 3):
» Ich habe mich sehr über den Titel "Wildtriebe" von Ute Mank gefreut, welchen ich vom dtv Verlag über Netgalley als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dafür, es versteht sich dabei von selbst, dass meine Meinung zum Buch in keiner Weise beeinflusst wird.
Es handelt sich hierbei um den Debütroman der Autorin, auf welchen ich besonders durch das hübsche Cover neugierig wurde.

In der Geschichte begleitet der Leser drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die Großbäuerin Lisbeth, ihre Schwiegertochter Marlies und deren spätere Tochter Joanna, die zur Enkelin von Lisbeth wird. Alle Frauen haben unterschiedliche Ansichten zum Leben und es ist nicht immer einfach, auf einen Nenner zu kommen. Und doch hält sie alle etwas zusammen...

Ute Mank schreibt ihren Roman aus unterschiedlichen Sichtweisen in der dritten Person im Präteritum, was mir vor allem Marlies näher bringt. Mit Lisbeth habe ich es anfangs wirklich schwer, finde ich die Großbäuerin einfach sehr sehr unsympathisch, auch wenn sie vielleicht einen weichen Kern hat. Die arme Marlies hat es wirklich nicht leicht mit ihr und ich kann mich in verschiedenen Situationen gut in sie hinein versetzen. Sie legt aber auch einige Unsicherheiten an den Tag, was sie einfach auch total angreifbar macht.
Etwas schade finde ich es, dass Joanna hier nicht "zu Wort" kommt, ich hätte mir auch noch Kapitel aus ihrer Sicht gewünscht, man erfährt nur nebensächlich mehr von ihr.

Die Konflikte der verschiedenen Generationen finde ich gelungen dargestellt, auch wenn ein Hauptgrund für sie die fehlende Kommunikation ist. Es handelt sich hierbei quasi um ein Negativbeispiel, wie man eben nicht miteinander umgehen und leben sollte. So ist der Roman irgendwie auch lehrreich und interessant, er geht auch auf spannende Themen, wie das Frau-sein, Mutter-sein und Co ein. Gelungen finde ich, dass auch auf den entsprechenden Erwartungsdruck eingegangen wird und auch ein selbstbestimmtes Leben zum Thema wird.

Die Erzählweise der Geschichte ist sehr ruhig und trägt mich nach und nach durch das Werk. Der ein oder andere Spannungsmoment hätte hier sicher nicht geschadet, da die Handlung meist eher vor sich hin plätschert. So einen richtigen Konsens bzw. Mehrwert gab es für mich jetzt nicht.

Von dem Roman "Wildtriebe" habe ich mir mehr Tiefe erhofft und hätte mir gewünscht, mich den verschiedenen Protagonisten verbundener zu fühlen. Die Geschichte hebt sich nicht wirklich von Anderen ab, unterhält aber gut, wenn man auf ein ruhiges Familiendrama und ein Setting auf dem Hofe steht. Ich vergebe eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung und 3 Sterne ***«
  13      0        – geschrieben von damarisdy
 
Kommentar vom 18. August 2021 um 21:50 Uhr (Schulnote 1):
» Der Bethches-Hof in Hausen (Hessen): Elisabeth, genannt Lisbeth, ist die Tradition sehr wichtig. Doch Schwiegertochter Marlies möchte nicht einfach nur Bäuerin sein, sondern sich selbst verwirklichen. Zwei Lebensmodelle prallen aufeinander. Kann Joanna, Marlies‘ Tochter und Lisbeths Enkelin, die beiden Frauen am Ende doch noch enger zusammenbringen?

„Wildtriebe“ ist der Debütroman von Ute Mank.

Meine Meinung:
Der Roman hat nicht die klassische Einteilung in Kapitel, sondern besteht aus kurzen Abschnitten. Die Handlung umfasst einige Jahre. Es gibt etliche Zeitsprünge. Ein etwas klarerer Aufbau wäre hilfreich gewesen.

Der unaufgeregte Schreibstil gefällt mir sehr. Er ist äußerst atmosphärisch, eindringlich und einfühlsam. Mit wenigen Worten gelingt es der Autorin, viel zu transportieren.

Drei Frauenfiguren stehen im Vordergrund der Geschichte: Lisbeth, Marlies und Joanna. Ihr Denken und Fühlen lässt sich hervorragend nachvollziehen. Die Protagonistinnen wirken sehr authentisch und sind gut ausgestaltet. Vor allem Marlies bietet eine Menge Identifikationspotenzial. Die Männer werden zwar auch realitätsnah dargestellt. Sie bleiben jedoch eher blass, was in diesem Fall nicht stört, weil die Geschichte den Fokus auf die Rolle der Frauen legt.

Thematisch geht es um das Leben auf dem Land und insbesondere um die Konflikte zwischen den Generationen. Träume, Ziele, Erwartungen - das sind drei Aspekte, die wiederholt aufkommen. Zwischenmenschliches und Schicksalsschläge machen den Roman berührend, ohne in den Kitsch abzudriften. Zugleich ist die Geschichte facettenreich und geht ausreichend in die Tiefe. Immer wieder regt sie zum Nachdenken über das eigene Leben an und konnte mich an einigen Punkten abholen.

Insgesamt ist es ein Roman der leisen Töne. Zwar passiert auf den rund 280 Seiten durchaus einiges. Das Erzähltempo ist jedoch eher ruhig, auf starke Dramatik wird verzichtet. Dennoch konnte mich die Geschichte durchweg fesseln.

Der knappe, aber passende Titel sowie das hübsche Cover sind ebenfalls sehr gelungen.

Mein Fazit:
„Wildtriebe“ von Ute Mank ist ein besonders lesenswerter Generationenroman, der mich mit seiner Authentizität und Sprache begeistern konnte. Eines meiner Lesehighlights 2021.«
  13      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 17. August 2021 um 15:35 Uhr (Schulnote 1):
» Drei Generationen unter einem Dach
Die Buchbeschreibung hat mich sofort angesprochen.

"Drei Frauen auf einem Hof – im Kampf um Selbstbestimmung, Anerkennung und Freiheit."

Die Geschichte um die alte Großbäuerin Lisbeth, ihre Schwiegertochter Marlies und deren Tochter Joanna, zeigt anschaulich, wie das Leben der drei Generationen in einem Haus ist.

Jede der drei Frauen wurde in eine andere Zeit hineingeboren.
Während für Lisbeth noch ganz andere Werte und Traditionen im Vordergrund stehen, sie immer noch in der Vergangenheit lebt, möchte Marlies ihre Zukunft selbst bestimmen. Das Ende des Krieges, das Wirtschaftswunder, eine neue Freiheit für Frauen steht für sie im Vordergrund. Sie will nicht das Heimchen am Herd sein, sie möchte alle Chancen nutzen, die sich ihr bieten.
Und Joanna geht noch einen Schritt weiter, sie zieht es nach Uganda...

Die Autorin hat hier einen wunderbar atmosphärischen Roman geschrieben, der schon allein durch seine Hauptfiguren besticht. Sie verdeutlicht, wie sich die Jahrzehnte auf das Leben auswirken, was wichtig ist und was für Träume sich daraus entwickeln. Manchmal muss man mit dem Fortschritt gehen.

Ich bin begeistert von diesem Buch!!!«
  10      0        – geschrieben von Arh
Kommentar vom 5. August 2021 um 9:35 Uhr:
» Zum Inhalt

Ich habe Urlaub auf einem Bauernhof gemacht. Ermöglicht haben es mir drei Frauen. Großbäuerin Lisbeth kennt nichts Schöneres, als selbständig auf einem Bauernhof zu arbeiten. Der *Bethches-Hof* ist ihr ganzer Lebensinhalt. Eine anständige Ehe und Kinder gehören selbstverständlich dazu. Sie ist mit ihrem Sohn Konrad gesegnet, der den Hof mit der gleichen Leidenschaft weiter führt.

Marlies heiratet Konrad und versucht der Lisbeth zu genügen. Das ist gar nicht so einfach, da Marlies ein selbstbestimmtes Leben führen möchte. Im Kaufhaus weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, einen Traktor fahren, auf die Jagd gehen und dann ein Kind bekommen, wenn sie dazu bereit ist. Mit ihrer Tochter Joanna (ohne h) steigt sie ein bisschen in der Achtung der Großbäuerin. Lisbeth liebt das Mädchen. Sie ist sehr traurig, als Joana nach dem Abitur nach Uganda reist.

Meine Meinung

Der Betches-Hof und drei Powerfrauen



Auf einem Bauernhof muss man schwer arbeiten. Mit dem ersten Hahnenschrei aufstehen und stets präsent sein. Dass das für Marlies schwer ist, kann ich gut verstehen. Vor allem eine Chefin wie Lisbeth, die nichts anderes kennt und liebt als ihren Hof, ist manchmal schwer zu ertragen. Dennoch hat mir dieser Arbeits- und Lebensrythmus sehr gut gefallen. Alles wird schwer mit eigenen Händen erarbeitet. Die Menschen sind eins mit der Natur und absolut zufrieden. In diese Idylle passt eine moderne Frau wie Marlies erst mal nicht hinein. Mit all ihren Ecken und Kanten ist mir Lisbeth sehr sympathisch. Trotz ihrer Strenge zeigt sie sehr viel Herz. Das merkt man besonders bei ihrer Enkelin und den Tieren auf dem Hof. Marlies zeigt sehr wenig Gefühle. In vielen Situationen fehlt es ihr an Empathie. Besonders ihrer Tochter gegenüber hat mir ihr Verhalten gar nicht gefallen.

Der ursprüngliche Bauernhof weicht immer mehr der Modernisierung. Hatte früher jede Kuh einen Namen, so stehen sie jetzt in großer Zahl namenlos in einem Stall. Auf eine Wiese werden sie nicht mehr geführt. Sie sind zu Milchmaschen mutiert. Das Leben auf dem Bauernhof wird immer schwieriger. Verliert ihren ursprünglichen Charme.

Ich habe diese stille Geschichte sehr gerne gelesen. Fand es schade, dass Marlies und Lisbeth nicht offen miteinander geredet haben. Ich hatte eigentlich schon das Gefühl, dass die beiden Frauen sich mögen. Lisbeth hätte Marlies ruhig mal sagen können, wie gut sie sich bei der Hofarbeit macht. Auch Marlies zeigte zu wenig Wertschätzung für die alte Dame. Keine wollte (konnte) die andere verstehen. Lisbeth scherte sich einfach zu viel um das Gerede der Dorfbewohner. Marlies setzte beharrlich ihre eigenen Interessen durch. Dafür schämte sich Lisbeth oftmals. Was sollen die Leute nur von einer Schwiegertochter denken, die außerhalb vom *Bethches-Hof* Geld verdient? Jagen geht und nach nur einem Kind keine weiteren Enkelkinder in Aussicht stellt?

Joana wächst glücklich auf dem Bauernhof auf. Mit ihrer Oma lernt sie das Landleben lieben und schätzen. Dennoch geht sie nach dem Abitur ihre eigenen Wege. Von ihrer Mutter wird sie schwer enttäuscht. Joana gibt ihrer Mutter einen guten Rat, der für Marlies wegweisend sein wird.

Mich hat der Verlauf der Geschichte ein bisschen melancholisch gemacht. Mir wieder mal vor Augen geführt, wie unser übertriebener Konsum alles kaputt gemacht hat. Viele Bauern zu spät bemerkt haben, dass die Modernisierung nicht nur Erleichterung bei schweren Arbeiten bringt. Ich habe mich wieder an die Weihnachtsbutter erinnert, die es um einiges günstiger zu kaufen gab. Die Geschichte dazu stimmte mich sehr traurig.

Ja, es gab auch Männer auf dem Hof. Die stehen aber nicht im Fokos der Geschichte. Auf dem *Bethches-Hof* haben die Frauen das Sagen! Punkt!

Fazit

Mein Urlaub auf dem *Bethches-Hof* ist nun beendet. Beim Lesen hatte ich wirklich das Gefühl, ein paar Gänge runterzufahren. Drei Frauen gehen ihren Weg nach ihrer eigenen Vorstellung. Keine kann (möchte) es von der anderen verstehen. Aber gerade Lisbeth zeigt am Ende sehr viel Verständnis und Herz.

Der traurige Niedergang eines idyllischen Bauernhofs stimmt traurig. Ach, und eh ich es vergesse: Für alle die Geheimnisse lieben … Lisbeth hat ein ganz Großes!

Vielen herzlichen Dank Ute Mank. Ich hatte wunderschöne Lesestunden. Würde jetzt gerne Urlaub auf einem ursprünglichen Bauernhof machen.«
  19      0        – geschrieben von Giselas Lesehimmel
 
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