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Die Gutsherrin 2 - Die Heimkehr der Störche
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (12)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 10. September 2021 um 14:16 Uhr:
» Inhalt:
1952: Dora ist nach ihrer Vertreibung aus Ostpreußen mit ihrer Familie auf einem Hof in der Lüneburger Heide einquartiert worden. Die einstige Gutstochter ist von der Enge und den täglichen Reiberein mit der Bäuerin erdrückt. Sie träumt davon, Tierärztin zu werden und bricht für ein Studium auf nach Berlin. Dort bekommt sie Hinweise zum Verbleib ihrer großen Liebe Curt von Thorau, der seit Kriegsende als verschollen galt. Sie macht ihn schließlich in einem Stasigefängnis ausfindig und kämpft mit allen Mitteln um seine Freilassung. Doch während der Unruhen im Juni 53 gerät sie zwischen die Fronten und muss Hals über Kopf fliehen. Wird Dora es noch einmal schaffen, neu anzufangen – und Curt wiederzufinden?

Meine Meinung:
Eine wirklich klasse Fortsetzung dieser tollen Saga. Ich war bereits ab der ersten Seite wieder mitten in der Geschichte drin und habe mit den einzelnen Charakteren mitgelitten. Gerade mit Dora, die nach der Flucht auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide unterkommen ist, es dort aber nicht länger aushält, ist eine wirklich starke Persönlichkeit, die sich trotz aller Widrigkeiten, Anfeindungen und Ängsten nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Auch die Hoffnung ihren Geliebten Curt wieder zu finden, gibt sie nicht auf. Super klasse wird dann ihre Zeit in Berlin beschrieben, hier erhält man immer wieder Einblicke in die deutsch/deutsche Geschichte und die Problematik der Verbindungen zwischen Ost und West. Gerade die Machenschaften und vor allen Dingen der Einfluss der Stasi und die immer strengeren Regeln in der DDR, die Anfeindungen gegen den Westen werden sehr deutlich beschrieben.
Die Zeitspanne in der die Geschichte gefällt mir auch richtig gut. Gerade die Geschehnisse des 17. Juni 1953 sind sehr authentisch und realistisch beschrieben. Hier merkt man, wie gut die Autorin recherchiert hat.
Dieses Buch ist eines meines Highlights 2021.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.«
  14      0        – geschrieben von dartmaus
Kommentar vom 6. September 2021 um 16:42 Uhr (Schulnote 2):
» Handlung
1925
Nach der Vertreibung von dem prachtvollen Gutshof in Ostpreußen wurden Dora und ihre Familie auf einem Hof in der Lüneburger Heide einquartiert. Anfangs konnte sich Dora damit abfinden, doch langsam gehen ihr die kleinen Streitereien mit der Bäuerin, sowie die Enge, in der sie mit ihrer Familie lebt, aufs Gemüt. Daher beschließt sie, ihrem Traum nachzugehen und in Ostberlin Tiermedizin zu studieren. Außerdem hat Dora herausgefunden, dass ihre große Liebe Curt von Thorau in einem Stasigefängnis in Berlin inhaftiert ist und fortan setzt es sich die junge Frau als Ziel, um die Freilassung ihres Liebsten zu kämpfen....

Meinung
Das Cover empfinde ich als unglaublich stimmungsvoll und sehr sehr hübsch. Kleine Ähnlichkeiten zum ersten Band sind vorhanden, jedoch finde ich dieses sowohl vom Motiv, als auch von den Farben noch stärker und ansprechender. Zu sehen ist eine Dame, die mit einem Kind an der Hand in einem Feld steht. Sie ist in ein wunderschönes blaues Kleid mit weißen Tupfen gekleidet, das Blau findet sich nochmal im Titel wieder, weshalb es sehr passend wirkt.
Besonders der Himmel mit den Wolken und den unterschiedlichen Farbschattierungen hat es mir angetan. Ich finde diesen sehr stimmungsvoll gestaltet und er bildet für mich das Highlight der Szenerie. Er verströmt die Atmosphäre eines schönen Sommertages und ich habe das Gefühl, allein vom Betrachten kann ich die Sonne auf der Haut spüren und den Sommer riechen. Ich glaube, dass ein Cover noch nie diesen Eindruck bei mir geweckt hat und allein deswegen bin ich absolut begeistert!

Letztes Jahr hatte ich via Vorablesen den ersten Band der Gutsherrin-Saga entdeckt und gelesen. Diesen fand ich wirklich gut und ein Interesse meinerseits an einer Fortsetzung war auf jeden Fall vorhanden. Als ich diese dann in der Verlagsvorschau gesehen habe, war ich vom Cover komplett begeistert und die Inhaltsangabe klang vielversprechend. Zudem sind mir auf Anhieb direkt wieder einige Details aus dem ersten Band eingefallen und dadurch wurde meine Neugierde auf die Fortsetzung gleich nochmals gesteigert. Die Leseprobe war ebenfalls sehr gelungen, daher habe ich kurzerhand mein Glück versucht und bei Vorablesen einen Leseeindruck verfasst. Tatsächlich durfte ich mich über ein Rezensionsexemplar freuen, wofür ich mich bei der Buchcommunity und dem Verlag ganz herzlich bedanken möchte!

Ich war anfangs ein wenig kritisch, was die Nennung der Handlungszeit angeht. Dies findet lediglich vor dem ersten Kapitel statt, sonst gibt es keine Erwähnung dessen. Ein wenig hatte ich die Befürchtung, dass ich zeitlich schnell verloren sein könnte. Meine Bedenken hierzu waren allerdings allesamt hinfällig, ich konnte mich problemlos zurechtfinden und ich war am Ende davon überrascht, über was für eine recht kurze Zeit sich die Geschichte eigentlich erstreckt. Anhand der Seitenzahl von 656 Seiten dachte ich, dass die Handlungszeit viel länger ist, letztendlich erweist sich die Geschichte als viel kompakter als ursprünglich gedacht. Und anhand von Äußerungen, wie lange Dora mittlerweile studiert, anhand von historischen Ereignissen oder auch dem Verlauf der Jahreszeiten kann man stets gut schauen, wie viel Zeit seit dem Beginn der Geschichte vergangen ist. Und ich bin sehr positiv überrascht, wie geschickt dies nur anhand von solchen kleinen Erwähnungen vonstatten gegangen ist.

Zwar sind mir vorab bereits ein paar Details darüber eingefallen, was im ersten Band geschehen ist, trotzdem muss ich zugeben, dass ich auch vieles vergessen habe. Daher war es mir wichtig, dass ich am Anfang langsam und genau lese, dazu hatte ich die Hoffnung, dass mir mit dem Verlauf der Geschichte einiges wieder in den Sinn kommt. Und genauso war es letztendlich auch. Anhand von kleinen Bemerkungen, Gesten oder gedanklichen Rückblicken der Figuren werden Ereignisse aus dem ersten Band erwähnt und langsam verfestigte sich mein Bild wieder. Mit fortlaufender Handlung ist mir immer mehr wieder eingefallen und ich konnte der Geschichte immer flüssiger folgen und langsam aber sicher war es mir möglich, mich beim Lesen vollkommen zu entspannen!

Mit dem Lesen bin ich gut vorangekommen. Die Handlung gestaltet sich als interessant, ich konnte mir viele Szenen bildhaft vorstellen und ich hatte daher keine Probleme, mich auf die Erzählung einzulassen. Daran hat auch die Sprache einen wichtigen Anteil, diese lässt sich sehr fein lesen und sie sorgt dafür, dass man sowohl von den Figuren, als auch den Orten und den Ereignissen einen soliden Überblick erhält. Ich finde, dass der Schreibstil im Grunde recht locker gehalten wurde. Er ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu kompliziert gehalten und er sorgt dafür, dass man der Geschichte problemlos folgen kann.

Und obwohl sich die Handlung als interessant gestaltet hat, habe ich mich zwischenzeitlich doch ein wenig schwer getan, um weiterzulesen. Ich weiß selbst nicht so recht, woran dies lag aber irgendwann kam ein Punkt, an dem mich die Ereignisse nicht fesseln wollten und ich habe mich dazu motivieren müssen, um weiterzulesen und nicht dem inneren Drang nachzugeben, etwas anderes tun zu wollen. Zum Glück hat sich das nach vielleicht 150 Seiten wieder gegeben und ich finde, dass das Buch vor allem ab der zweiten Hälfte so richtig an Fahrt aufnimmt und ab da gestaltete sich die Handlung auch für mich als so mitreißend, dass ich den Roman schließlich kaum noch aus der Hand gelegt habe.

Ich mag es sehr, dass die Geschichte meistens einen ruhigen Unterton hat. Man begleitet Dora dabei, wie sie ihr Leben gestaltet, sich in der DDR zurechtfindet und welche Sorgen und Probleme ihren Alltag begleiten. Anhand dessen wirkt die Geschichte angenehm ruhig und nicht zu übertrieben. An keiner Stelle im Text ist unnötiges Drama dabei und ich finde, dass sich dadurch die Authentizität erhöht. Und trotzdem finde ich die Ereignisse an keiner Stelle zu langweilig oder zu langatmig. Im Gegenteil: Ich mag die detaillierten und genauen Beschreibungen jeglicher Sachverhalte sehr gern, sie geben von den Figuren, den Handlungsorten, aber auch den Situationen allgemein einen guten Eindruck, sodass ich mir viele Szenen bildhaft vorstellen konnte.

Ich bin sehr begeistert davon, wie viele historische Hintergründe in den Roman eingebunden wurden: angefangen vom Studium in der DDR, über die Stasi, ihren Gefängnissen bis hin zum Aufstand vom 17. Juni 1953. Allerlei Themen werden in die Geschichte eingebunden und ich mag es, wie detailliert und gut erklärt jeglicher Sachverhalt beschrieben wurde. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir gerade der Volksaufstand vom besagten Datum zwar grob geläufig ist, ich mich jedoch nie wirklich damit befasst habe und sich mein Wissen auf sehr, sehr wenig beschränkt hat. Ich glaube, ich habe darüber auch noch nie in einem Roman gelesen und ich finde es unglaublich spannend, wie die Autorin diesen Tag schildert. Dieser Abschnitt hat mich sehr gefangengenommen und ich finde es grandios, wie die Schilderungen ausfallen. Zudem ist es sehr hilfreich, wie genau dieser Tag dokumentiert wurde und das sich für die Beschreibungen dessen wirklich Zeit genommen wurde, um das historische Ereignis dem Leser näherzubringen.

Aufgrund des sehr stimmungsvollen Covers hatte ich gedacht, dass sich dies auch auf die Aura des Buches überträgt. Dem war leider nicht immer so. Oft ließ sich ein Hauch von Stimmung wahrnehmen, besonders im Zusammenhang mit einigen Gebäuden habe ich dies gespürt. Auch bei größeren Menschenansammlungen finde ich, dass man gut merkt, was die Personen gerade fühlen und die Stimmung, die in der Gruppe herrschte, war ebenfalls gut bemerkbar. Allerdings war es mir nicht möglich, die Gemütsverfassung einzelner Personen wahrzunehmen. Weder mit Dora, noch mit ihrer Familie oder ihren Freunden konnte ich mitfühlen, was ich ziemlich schade finde. Schließlich verbringt man viel Zeit mit ihnen und dies wäre ein Weg gewesen, um einen noch besseren Zugang zu den Figuren zu finden.

Mir hat die Darstellung des Settings gut gefallen. Ich finde, dass der Charakter eines jeden Ortes / einer jeden Stadt gut zur Geltung kommt und das hat mir geholfen, mir die Handlungsorte noch besser vorstellen zu können. Vor allem jene Szenen, die in der Natur spielen, finde ich als besonders attraktiv. Diese habe ich mir besonders farbenfroh vorstellen können, zudem haben sie eine gewisse Stimmung mitbekommen, die jene Orte als einzigartig erscheinen lässt.

Obwohl es eigentlich eine Vielzahl an Figuren gibt, hatte ich bei keinem einzigen Wiedererkennungsschwierigkeiten. Jede Person ist mir durch ihre Zeichnung und ihr Auftreten im Gedächtnis geblieben und ich bin selbst ein wenig davon überrascht, dass ich jeden auf Anhieb wiedererkannt habe. Ich denke, anhand dessen lässt sich ableiten, dass es unglaublich gute Beschreibungen aller Charakters gibt, die sehr vielfältig ausfallen und sich daher als abwechslungsreich gestalten. Auf diese Weise wird ein großes und umfassendes Bild der Gesellschaft gemalt und man kann sich einen kleinen Eindruck davon verschaffen, was die Menschen zur Handlungszeit der frühen 1950er Jahre beschäftigt hat und wie der Alltag ungefähr ausgesehen haben könnte.
Als Hauptfigur steht Dora eindeutig im Vordergrund. Ihre Zeichnung ist deutlich stärker ausgefallen als die der anderen Figuren und man lernt ihren Charakter am besten kennen. Ich finde, dass sie auch die einzige Person ist, zu der ich so richtig eine Bindung aufbauen konnte. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass man stets gut über ihre Gefühle und Gedanken informiert ist und man immer weiß, was Dora gerade bewegt. Ich bin sehr froh, dass ihre Gemütsverfassung so eine große Rolle im Roman spielt und man darüber stets auf dem Laufenden gehalten wird. Es verleiht dem Buch definitiv viel Lebendigkeit und das Schicksal der jungen Frau wirkt dadurch nochmals eindrücklicher und authentischer.
Bei vielen Figuren erlebt man hautnah mit, wie sie sich entwickeln, in welche Richtung sich ihr Charakter entfaltet und welche Prioritäten sie in ihrem Leben setzen. Ich finde dies sehr gelungen, zwar vergeht im Verlauf der Handlung nicht massig an Zeit, aber es gibt vor allem im Leben von Dora einige Erlebnisse, die einschneidend sind und viele Ansichten verändern könnten. Und genau deshalb mag ich es, wie sich Dora entwickelt, vieles hinterfragt und sich dadurch weiterentwickelt.

Fazit
Wenn ich jetzt so auf die Geschichte zurückblicke, dann bin ich allgemein betrachtet zufrieden damit. Ich habe die Erzählung gern gelesen, ich konnte einige neue Eindrücke über die DDR und ihr Regime sammeln und vor allem die Sprache mit ihren herausragenden Umschreibungen jeglicher Figur und Situation ist einfach besonders! Ich bin wirklich froh, dass ich den zweiten Band lesen konnte und kann ihn euch genauso wie den Auftakt vorbehaltlos empfehlen!
Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich mir insgeheim noch einen dritten Band der Gutsherrin-Saga wünsche. Ich finde zwar einerseits, dass die Geschichte derzeit ein recht schönes Ende besitzt, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass noch so einiges im weiteren Leben von Dora passieren wird. Zumal ich finde, dass noch nicht alle Fragen geklärt sind und ich mir nicht vorstellen kann, dass Dora sich nicht irgendwann doch noch bemüht, ihren alten Gutshof wiederzusehen...«
  25      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 26. August 2021 um 16:08 Uhr (Schulnote 1):
» Das Buch von Theresia Graw die Heimkehr der Störche , konnte mich überzeugen.
Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben und durch die Bildhaften Beschreibungen befindet man sich beim lesen sofort in mitten des Geschehens.
Die Hauptprotagonistin Dora hat schon so einiges in ihrem Leben erlebt , trotzdem blickt sie nach vorn und geht ihren Träumen nach.
Auf dem Weg zur Erfüllung ihrer Träume gibt es einige Stolpersteine und das Schicksal meint es nicht immer gut mit ihr. Es ist bewunderswert was sie alles Schafft mit ihrem starken Willen. Und denkt da nicht nur an sich sondern kämpft auch für andere.
Ob ihr Kampf mit Erfolg belohnt wird und sie ihre große Liebe endlich wieder in die Arme schließen kann.
Auch wenn das Buch eine Fortsetzung des Buches Soweit die Störche ziehen ist , kann es auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Tolles spannendes Buch.«
  6      0        – geschrieben von Minzeminze
Kommentar vom 19. August 2021 um 17:08 Uhr (Schulnote 1):
» 1952, sieben Jahre sind vergangen seit der Vertreibung der Familie Twardy von ihrem Gut in Ostpreußen. Sie wurden auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide einquartiert. Weder die verwitwete Bäuerin, noch Dora, können sich damit abfinden.

Wie bereits im ersten Band wird die Handlung aus der Perspektive von Dora erzählt. Der Schreibstil ist sehr plastisch und wunderbar lesbar. Obwohl ein wenig Zeit verging, war ich gleich wieder von der Handlung angetan.

Dora ist eine starke junge Frau, die schon früh Verantwortung übernehmen musste. Sie wollte ihren Hof in Ostpreußen erhalten aber der verlorene Krieg nahm ihr die Heimat.
Nach der schrecklichen Fahrt im Güterwaggon und der entwürdigen Behandlung im Flüchtlingslager bei Berlin wurde ihre Familie in der Lüneburger Heide einquartiert. Dort gibt es ständig Streit mit der Bäuerin. Die Vertriebenen werden wie Fremde behandelt. Aber Dora hat ein neues Ziel, sie will Tierärztin werden. Da sie eine Frau von bald 30 Jahren ist, kein einfaches Unterfangen. Doch sie geht es an und erhält in Ostberlin, dank ihrer Beharrlichkeit und ihrer Kenntnisse aus der Pferdezucht, einen Studienplatz. In Westdeutschland sollten die Frauen ihren Mann und die gemeinsamen Kinder bedienen. Als Studenten sind sie nicht gern gesehen.
Gemeinsam mit Clara, der Tochter ihrer großen Liebe Curt von Torau zieht sie nach Ostberlin. Claras Mutter starb bei einem Bombenangriff und Dora versprach ihr, sich um das Kind zu kümmern. Curt ist verschollen.
Das Leben in der DDR ist so ganz anders. Es gibt die Staatssicherheit, die viele Spitzel hat. Das muss auch Dora erfahren. Vorsicht ist angesagt.
Dora beginnt ihr Studium und ihre Suche nach Curt.
Das Buch ist sehr gut zu lesen. Dora lässt sich nicht unterkriegen. Als sie Curt in einem Gefängnis der Stasi ausfindig macht, kämpft sie für seine Freilassung. Aber vergeblich.
Sehr anschaulich begleiten wir Dora auf ihrem steinigen Weg. Im Juni 1953, beim Aufstand der Arbeiter gegen die Normerhöhung, für die Wiedervereinigung und für die Freilassung politischer Gefangener gerät sie zwischen die Fronten. Es bleibt ihr nichts anderes übrig als wieder zu fliehen. In der DDR will sie nicht bleiben.Einige Zeit lebt sie im Westteil von Berlin. Als sie erfährt, dass ihre Eltern jetzt in München leben, ist dies auch ihr Ziel.

Wunderbar anschaulich erzählt Theresia Graw Dora`s Erlebnisse. Es ist bis zum Schluss eine Spannung enthalten, der ich mich nicht entziehen konnte. So ganz nebenbei erfahren wir viel geschichtliches aus beiden deutschen Staaten.
Eindrucksvoll hat die Autorin das Schicksal der Vertriebenen aus Ostpreußen geschildert. Es hat mich stark berührt. Sehr gern empfehle ich dieses fabelhafte Buch weiter.«
  13      0        – geschrieben von Internetmaus
Kommentar vom 10. August 2021 um 13:40 Uhr:
» Fortsetzung der Familiensaga - Bewegend!

Das Cover hat mich gleich angezogen. Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung der Saga mit der Familie Twardy gewartet.

Der Schreibstil von Theresia Graw gefällt mir sehr gut, er ist flüssig, sehr bildhaft und packend. Die Erzählung hat mich gleich in das Geschehen eintauchen lassen - Dora Twardy und ihre Familie und auch Curt von Thorau waren sofort wieder lebendig in meinem Kopf.

Es ist das Jahr 1952. Die Familie Twardy wurde im Krieg von ihrem Gutshof aus Ostpreußen vertrieben. Die Twardys werden auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide einquartiert, wo ihnen das Leben durch die Bäuerin, Frau Stübeck, schwergemacht wird. Dora möchte unbedingt Tiermedizin studieren. Das Studium wird ihr nur in Ostberlin an der berühmten Humboldt-Universität ermöglicht. Bei allen Universitäten im Westen wird sie als Frau vom Studium ausgeschlossen. Sie zieht dann mit Clara, der Tochter von Curt, zu ihrem Bruder Erich nach Ost-Berlin.
Über das Rote Kreuz hat sie eine Adresse von Curt erhalten und dort von einer Frau erfahren, dass Curt im Gefängnis der Staatssicherheit sei.

Die Autorin hat die historischen Ereignisse (politische Lage, Versorgungslage Bespitzelung, Aufstand am 17. Juni 1953) sehr fundiert und detailliert beschrieben und wunderbar mit der fiktiven Erzählung verbunden.

"Die Heimkehr der Störche" hat mich berührt und gefesselt. Ein historisches Buch mit einer klaren Leseempfehlung von mir.«
  12      0        – geschrieben von erul
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