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Das steinerne Gewissen im Zeitenwandel
Verfasser: Tankred Kiesmann (1)
Verlag: Angelnova (4)
VÖ: 27. Juni 2021
Genre: Fantasy (14060)
Seiten: 272 (Taschenbuch-Version), 171 (Kindle-Version)
Themen: Gargoyles (46), Unsterblichkeit (224), Vampire (1664)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Schatten der Geschichte verweben sich ihre Schicksale. Simon ist der Vampir jüdischer Herkunft, von den Römern verfolgt und zum Unsterblichen geworden. Glan ist der Gargoyle, ein aus den Tiefen der Zeit hervorgegangenes Steinwesen. Zorn und Verbitterung treiben Simon an, seine Macht blind gegen alles vermeintlich Böse einzusetzen. Der Menschenfreund Glan nimmt die blutige Spur des Vampirs auf und kreuzt immer wieder seinen Weg.
Mit diesem Buch taucht der Leser ein in die Welt der Gargoyles und Vampire.
Die Gargoyle Statue, die erwacht um dem blutigen Weg des Vampirs zu folgen und ihm als Gewissen zur Seite zu stehen. Wird Simon, der Vampir, seinen unbändigen Durst stillen können?
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim Angelnova Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Simon kreiste mit seiner Beute ein paar Mal über der Siedlung und der Moldau, bevor er sich von dem Fluss entfernte und einen Wald ansteuerte. Er überflog die dunklen Baumkronen, bis er zu einer Lichtung kam, auf der er niederging, und Theodor in der Mitte abstellte. Dann trat er ein paar Schritte zurück und betrachtete sein Opfer eingehend.
     Die Bäume waren nicht hoch und nicht dicht genug, um das kalte Licht des Mondes und der anderen Himmelskörper zu schlucken. Aber eigentlich brauchte Simon keine Beleuchtung, um in der Nacht zu sehen. Er war ein Wesen der Finsternis und seine Sinne waren darauf ausgelegt, im Dunkeln alles wahrzunehmen.
     Zitternd stand Theodor vor ihm. Seine Angst lähmte ihn, hielt ihn aber nicht davon ab, Simon genau zu mustern. Im Mondschein erkannte der Priester einen mehr als sechs Fuß großen Mann mit langen, wallenden, schwarzen Haaren, der in einen ebenfalls schwarzen, mit silbernen Borten abgesetzten Kriegsrock gekleidet war. Soweit Theodor es beurteilen konnte, war sein Entführer unbewaffnet. Die Haut war sehr hell, sie hatte einen fast perlmuttartigen Schimmer, der durch die dunkle Kleidung noch betont wurde. Die Augen leuchteten in einem fahlen Weiß. Theodor brauchte einen Moment, um zu erkennen, dass es nicht das Mondlicht war, welches dort gespiegelt wurde. Nein, die Augen leuchteten von innen heraus.
     Der Priester fröstelte und rang nach Atem. Eine böse Aura umgab diese Kreatur. Eine Klammer legte sich um sein Herz, und Theodor betete stumm zu seinem Gott. Sein Atmen wurde ruhiger. Das beklemmende Gefühl ließ allmählich nach.
     Er starrte sein schweigendes Gegenüber weiter an. Der Hellhäutige hatte markante Gesichtszüge. Das Antlitz wirkte trotz seiner Faltenlosigkeit alt. Das Auffälligste neben den Augen war die große Nase. Sie war zwar nicht missgestaltet, aber in einer kleineren Form hätte sie das Gesicht wirklich attraktiv gemacht. Die hohe Stirn und das wohlgeformte, bartlose Kinn verliehen dem Mann ein aristokratisches Aussehen.
     Theodor bekämpfte sein Unbehagen. Die Neugier brach sich Bahn.
     „Wer bist du? Und warum kannst du fliegen?“, fragte er.
     Er unterdrückte die Angst in seiner Stimme und trat zwei Schritte auf den Unbekannten zu.
     Simon lächelte. Er hatte sich wenigstens keinen Feigling ausgesucht. Ein Opfer, welches sich seiner blinden Furcht ergab, bedeutete nie einen besonderen Genuss. Hier deutete vieles auf ein spezielles Vergnügen hin. Er leckte sich die Lippen.
     „Ich weiß es nicht“, antwortete er, „was glaubst du?“
     Theodor zögerte.
     „War das die Antwort auf die erste oder die zweite Frage?“, hakte er schließlich nach.
     Jetzt verbreiterte sich Simons Lächeln zu einem Grinsen.
     „Du willst es wohl genau wissen. Fangen wir mit dem Fliegen an. Das ist einfacher. Ich weiß es nicht. Ich kann es einfach.“
     „Und wer oder was bist du?“, fragte Theodor nach einer kurzen Pause.
     „Ich gebe die Frage nochmals zurück. Was glaubst du?“
     „Woher soll ich das wissen? Ich sehe dich zum ersten Mal. Aber...“, Theodor überlegte kurz, bevor er fortfuhr, „aber ich habe etwas Böses gespürt. Bist du der Teufel? Oder bist du einer seiner Diener?“
     Simon lachte.
     „Zuviel der Ehre, Priester. Willst du etwa, dass dir der Versucher persönlich erscheint und dir irgendein Angebot unterbreitet, weil er deiner Seele habhaft werden will? Möchtest du das?“
     Theodor bekreuzigte sich.
     „Nein, Theodor. Ich habe kein Interesse an deiner Seele. Ich bin noch nicht einmal davon überzeugt, dass du überhaupt eine besitzt. Alles, was ich begehre, ist dein Leben – und dein Blut.“
     Theodor spürte, wie sich eine Gänsehaut auf seinem Körper bildete. Die Furcht kehrte zurück. Er starrte den Anderen an, der jetzt mit langsamen Schritten auf ihn zukam. Theodor wollte fliehen, doch diese übernatürliche Erscheinung faszinierte ihn im gleichen Maße, wie sie ihm eine lähmende Angst einflößte.
     Simon umklammerte mit der Rechten Theodors linkes Handgelenk und hob es leicht an. Mit seinem harten, weißen Daumennagel ritzte er die Haut des Priesters so tief, bis die ersten Blutstropfen daraus hervorquollen.
     Ein Leuchten erhellte Simons Gesicht und sein Lächeln wurde breiter und diabolischer.
     Theodor erschrak erneut. Sein Blick wanderte von seiner Hand zu dem Gebiss, das sein Gegenüber nun entblößte. Es war strahlend weiß und wies statt der bei Menschen normalen Eckzähne regelrechte Fangzähne auf.
     „Heilige Mutter Gottes“, murmelte er und bekreuzigte sich erneut mit der freien rechten Hand. Er spürte den Impuls, sich loszureißen und wegzulaufen, aber irgendetwas lähmte ihn. Seine Beine weigerten sich, sich zu bewegen.
     „Das Kreuz, mein Freund, wird dir auch nicht mehr helfen“, sagte Simon betont langsam und eindringlich. Fast flüsterte er.
     Er fixierte den Priester mit seinen Augen und führte das blutende Handgelenk zu seinem Mund. Behutsam legte er seine Lippen auf die Wunde und saugte an ihr. Das warme Blut füllte seinen Mund und mit jedem kleinen Schluck breitete sich ein angenehmes Gefühl der Wärme weiter in seinem Körper aus.
     Auch Theodor spürte ein Vibrieren in seiner Hand, das sich auf den ganzen Körper ausdehnte. Das Gefühl war durchaus nicht unangenehm, jedoch kämpfte sein Verstand dagegen an. Noch hatte ihn die Panik nicht übermannt, noch konnte er klare Gedanken fassen.
     Nach drei weiteren, tiefen Schlucken ließ Simon von ihm ab.
     „Nun, Theodor“, säuselte er verführerisch, „gib zu, dass das schön war. Ich kann dir noch größere Lust bereiten. Möchtest du das?“
     Theodor spürte, wie seine Knie weich wurden. Widerstreitende Empfindungen verursachten einen inneren Tumult. Angst, Lust, Zweifel und Neugier rangen miteinander.
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