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Ohne Strom - Wo sind deine Grenzen? 2
Verfasser: Markus Mattzick (3)
Verlag: epubli (1751)
VÖ: 3. Juli 2021
Genre: Dystopie (751)
Seiten: 504
Themen: Dorf (1141), Elektrizität (31), Hessen (65), Hunger (46), Stromausfall (29), Überfälle (383)
Reihe: Ohne Strom - Wo sind deine Grenzen? (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Keine drei Wochen sind seit dem Stromausfall vergangen und die Grenze zwischen “die” und “wir” hat sich verschoben. Vom Hunger Getriebene überfallen Umbach und während Malte sich für Humanität einsetzt, kämpfen anderen bereits Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Wie gefährlich sind die Freyristen oder sind sie tatsächlich nur ein Teil der Gemeinschaft? Simones Heimweg wird immer schwerer und die Hilfsbereitschaft schwindet. Wird sie ihre Familie jemals wiedersehen?

Wie viel Menschlichkeit kann man sich noch erlauben?
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 31. August 2021 um 15:14 Uhr (Schulnote 1):
» Packender Abschluss einer zweiteiligen Dystopie mit einem beängstigenden Szenario, das erschreckend realitätsnah rüberkommt

In dieser zweiteiligen Dystopie entwirft der Autor Markus Mattzick das erschreckende Szenario einer Welt, die vom einen auf den anderen Moment ohne Strom auskommen muss. Von diesem landesweiten Ausfall sind auch Batterien und Akkus betroffen, so dass die Menschheit hier quasi 150 Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen wird und sich einer für sie völlig neuen Situation stellen muss. Nach dem bereits mehr als gelungenen Auftaktband, legt der Autor hier noch einmal eine ordentliche Schippe an Spannung und Dramatik oben drauf und konnte mich damit diesmal auf ganzer Linie überzeugen.

Da dieser Band direkt an die Geschehnisse des Auftaktbandes anknüpft, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die beiden Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn erleichtert zwar den Einstieg, um die Entwicklung der Figuren in Gänze nachvollziehen zu können, sollte man den Auftaktband aber gelesen haben, bevor man mit Band 2 beginnt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Malte Kinzig, seine Kinder Laura und Lukas, seine Schwester Jutta und deren Mann Florian, die den Stromausfall direkt in oder im direkten Umfeld der fiktiven hessischen Gemeinde Umbach erleben. Dort müssen sie sich den immer stärker aufkommenden Gefahren von außen und auch von innen stellen. Maltes Frau Simone befand sich zum Zeitpunkt der Katastrophe auf einem Geschäftstermin in Hamburg und ist weiterhin zusammen mit ihrem Kollegen Arne auf dem gefährlichen Heimweg zu ihrer Familie.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte weiter voran und erzählt sie abwechselnd aus der Perspektive seiner sechs Hauptfiguren, die, wie auch die weiteren Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, gut gezeichnet und vielschichtig angelegt sind. So ergibt sich ein umfassender und schonungsloser Blick auf das komplexe Geschehen, das erschreckend realitätsnah rüberkommt und sich dann auch immer weiter zuspitzt. Die Figuren durchlaufen dabei im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung, die nicht immer nur positiv verläuft. Immer wieder stellt man sich beim Lesen die Frage, wie man sich selbst hier verhalten bzw. wie weit man selbst in einer solchen Situation gehen würde.

Am Ende ist die Geschichte der sechs Hauptfiguren zwar weitestgehend auserzählt, das Setting bietet aber noch ausreichend Potential für weitere Geschichten, die auch schon angekündigt sind. Die ersten beiden Bände bieten aber auf jeden Fall eine in sich geschlossenen Geschichte, die ich jedem Liebhaber von spannenden Dystopien nur ans Herz legen kann.«
  19      0        – geschrieben von ech68
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