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Unfried - Die Courage der Ungehorsamen
Verfasser: Reinhard Skandera (3)
Verlag: Eigenverlag (21083)
VÖ: 1. Juli 2021
Genre: Historischer Roman (5250)
Seiten: 311 (Taschenbuch-Version), 205 (Kindle-Version)
Themen: Armut (65), Dorf (1091), Freundschaft (2372), Jungen (1145), Sudetenland (1)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Reinhard Skandera für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Reinhard Skandera gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Jörg, das können deine Leute erledigen; somit wäre die Übergabe an dich erfolgt“, schlug er vor. Richter gefiel die Vorgehensweise nicht.
     „Vergiß das. Der Transport der Ware einschließlich der Aushändigung an einem trockenen Ort, an dem ich die Ware überprüfen kann, ist eure Sache.“ Maik hatte gleich eine neue Idee zur Hand.
     „Franz hat Brüder, die Älteren ...?“ Franz wurde hellwach, er wusste, diesen Tabubruch durfte er nicht begehen. Unter keinen Umständen setzte er einen oder mehrere der Brüder für das Projekt ein. Maik ließ ihn nicht zu Wort kommen.
     „Jörg, für den erhöhten Personaleinsatz musst du eine Kleinigkeit drauflegen.“ Der Angesprochene krümmte sich, als leide er unter starken Schmerzen, die ihm die Entscheidung unmöglich machten. Da Maik nicht nachgab, zeigte er sich generös.
     „Okay, ich zahle ausnahmsweise 0,5 Pfennig pro Fluppe mehr, zukünftig kalkuliert ihr das in den Preis ein.“ Franzens Freude über Maiks Verhandlungsgeschick dauerte an, bis Richter ein noch wichtigeres Gesicht aufsetzte als er es ohnehin immer tat. Die Überraschung bewahrte er bis zum Ende seiner Ausführungen auf.
     „Jungs, ich muss euch etwas mitteilen, das ihr unbedingt wissen müsst. Die Finanzbehörden haben die Kripo in Essen um Hilfe gegen den Zigarettenschmuggel gebeten. Die sind böse, weil ihnen eine Menge Steuern durch die Lappen gehen. Der Alte von Malotki hat eine Sondereinheit gegründet. Dreimal dürft ihr raten, wen er zum Leiter ernannte.“ Jörg glaubte, ein unlösbares Rätsel präsentiert zu haben. Die Antwort kam von Franz.
     „Rochus von Malotki.“ Maik starrte Franz an, als sei er Einer vom anderen Stern. Richter fand zuerst Worte.
     „Woher weißt du das, Grünschnabel?“, fauchte Richter.
     „Eine Eingabe.“ Franz wurde langsam klar, dass der Schmuggel, das völlig risikolose Geschäft, durchaus Haken hatte. Die Asiaten waren mit Sicherheit gefährlich, nun kam eine Sondereinheit dazu, die sie unerbittlich jagen würde, zum Ruhme der Familie von Malotki. Die Euphorie, wenn es sie denn gegeben hatte, verflog. Richter ahnte die Gedanken, die Franz durch den Kopf schwirrten.
     „Die können 100 Einheiten gründen. Sie haben keine Chance, uns zu schnappen. Wir werden ihnen stets einen Schritt voraus sein.“ Jörg Richter legte den Übergabeort fest, an dem sie die Zigaretten übergeben würden. Er impfte ihnen zum x-ten Male ein, dass er nur trockene Glimmstängel abnahm. Das Geschäft wurde per Handschlag besiegelt, der Abschied geriet herzlos kurz. Richter ließ sie in dem Labyrinth allein. Die Kellnerin, die sie dorthin gebracht hatte, hielt sich zufällig im Keller auf. Sie lud die beiden Jungen auf ein Bier ein. Offensichtlich hegte sie Sympathien für sie. Sie unterhielten sich eine Weile mit ihr, ehe sie das gastliche Haus verließen. An dem Abend ging Franz mit gemischten Gefühlen ins Bett. Auf der einen Seite mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, auf der anderen Seite mit der Angst, eine längere Periode seines Lebens im Knast zu verbringen.
     „Seit 3 Wochen bist du schon bei Richter, du bringst keine Informationen. Was ist los?“, fragte Rochus von Malotki Liesel in seiner ungeduldigen drängenden Art.
     „Ich verlange mehr Einsatz, andernfalls muss ich überlegen, dich auszutauschen.“ Typisch Rochus, der sich selbst unter Hochdruck setzte, den er weitergab an die Mitarbeiterin. Er vertraute niemandem, vermutete hinter allem die Gefahr des Verrats. Dabei begehen ihn nur Freunde, die er nicht hatte. Liesel, die er nervte, versuchte, ihn zu beruhigen.
     „Ich muss erst sein Vertrauen gewinnen. Der darf keinen Verdacht schöpfen. Ich riskiere keine Enttarnung, nur weil du ungeduldig bist, weil du deinem Vater etwas beweisen willst. Sei ohne Sorge, ich kenne die Aufgabe.“
     „Ich warne dich Struwe, wenn du gemeinsame Sache mit dem Verbrecher machst, ergeht es dir schlecht. Der Polizeipräsident will wissen, was wir erreicht haben.“
     „Bisher ist nix passiert, Richter ist ein Profi, bewegt sich vorsichtig. Außer einem Besuch von 2 jungen Typen, die nicht den Eindruck erweckten, dass sie im Schmugglergeschäft sind, gab es keine erwähnenswerten Indizien.“ Rochus Seismografen schlugen an.
     „Was für Typen?“
     „Halbstarke Kerle, ganz normal, ich habe gehört, sie arbeiten auf einem Dampfer. Der eine heißt Franz Unfried. Weil sie auf einem Kahn malochen, sind sie grundsätzlich potenzielle Kandidaten.“ Rochus wirkte enttäuscht.
     „Das ist nicht konkret genug. Dann müssten wir Hunderte von Schiffen verdächtigen. Geh näher ran an Richter, mit allen Mitteln, du verstehst schon, was ich meine.“ Anton Griesbeck hatte Rochus eingehämmert, dass es das Erfolgsrezept Nummer 1 in der Vergangenheit war, Verdächtige in amoröse Abenteuer zu verwickeln. Liesel reagierte verärgert.
     „Kommt nicht in Frage, du weißt wie ich darüber denke. Mit dem dickbauchigen gernegroßen Glatzkopf, niemals.“ Rochus bewertete in seiner Gedankenwelt das Verhalten von Liesel als Ungehorsam. Ein Untergebener in einer preußischen Behörde hatte den Anweisungen des Vorgesetzten zu folgen, bedingungslos.
     „Ich dulde keinen Widerspruch. Das ist ein Befehl.“ Liesel verlor die Lust, mit ihm über das Thema zu diskutieren.
      „In Ordnung Chef.“ Ohne weitere Instruktionen abzuwarten, verabschiedete sie sich, um das Büro schnell zu verlassen. Im Stillen dachte sie, der kann mir den Buckel runterrutschen, ins Bett gehe ich nicht mit dem Richter. Rochus grübelte eine Weile, bis ihm einfiel, woher er den Namen Franz Unfried kannte. Der Prolet, der Ariane nach dem Reitunfall ins Schloss gebracht hatte. Sie stellte ihn als Franz Unfried vor. Ariane hatte ihn als ritterlich bezeichnet, erinnerte er sich. Die Stimme der Braut weckte damals sein Misstrauen. Eine Beschattung durch Polizeikräfte riskierte er nicht. Die Verfolgung einer falschen Fährte, die mehrere Kräfte band, würde heftige Kritik des Vaters nach sich ziehen. Er speicherte zunächst den Namen im Kopf. Die Gefahr für Franz und Maik kam aus einer anderen Ecke. Liesel gefiel Jörg Richter, dem notorischen Schwerenöter. Hatte er angefangen, um eine Frau zu werben, hörte er erst auf, nachdem sie ihren Widerstand aufgegeben hatte.
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