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Tiefer Fjord
Verfasser: Ruth Lillegraven (1)
Verlag: List (312) und Ullstein (1373)
VÖ: 28. Juni 2021
Genre: Thriller (7395)
Seiten: 400
Original: Alt er mitt
Themen: Inklusion (8), Jungen (1151), Migration (48), Misshandlung (59), Mord (6967), Norwegen (208), Politiker (265), Xenophobie (35)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein kleiner Junge wird in einem norwegischem Krankenhaus notfallmäßig aufgenommen. Er verstirbt kurze Zeit später. Der behandelnde Arzt wird daraufhin sich mit der Ursache des Todes und einem nicht erwartetem familiären Kernproblem auseinander setzen müssen... Eine Herausforderung für mehr Menschen als gedacht.
Lesermeinungen (10)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 26. September 2021 um 20:26 Uhr (Schulnote 3):
» Heikles Thema
In Oslo wird ein bewusstloser kleiner Junge ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz darauf erliegt er seinen Verletzungen. Der diensthabende Arzt ist überzeugt, dass er misshandelt wurde. Bevor die Eltern vernommen werden können, wird der Vater im Gebetsraum erschossen aufgefunden. Clara ist geschockt von den Ereignissen. Schon lange versucht sie ein Gesetz durchzubekommen, das misshandelte Kinder früher helfen soll. Als eine iranischstämmige Frau dann auch noch ermordet wird, gerät Haavard ins Visier der Ermittler...

"Tiefer Fjord" soll der Auftakt einer Trilogie sein. Dementsprechend fand ich das Ende etwas unbefriedigend, was aber meist so ist bei einer Trilogie. Aber ich finde, dass man den Roman auch gut als Stand-alone lesen kann.

Der Erzählstil war durchweg spannend und flüssig zu lesen. Es kam viel Politik vor, da Haavards Frau Clara ja aufstrebende Politikerin ist und ein neues Gesetz durchbringen möchte. Das politische hat mich jetzt nicht so wirklich interessiert. Teilweise bin ich da auch nicht so ganz durchgestiegen bei den Charakteren, wer da nun mit wem eine Verbindung hat und wo ansässig ist. Die Namen von den Nebencharakteren hab ich dann ein wenig durcheinander gebracht.

Die beiden Hauptcharaktere Clara und Haavard fand ich sehr unsympatisch. Clara hat ein dunkles Geheimnis und allein durch ihre Art fand ich sie schon von Anfang an unsympathisch. Haavard war mir erst sympathisch, wurde dann aber durch sein Tun auch mal zu mal unsympathischer. Mitgefühlt mit den beiden habe ich dann gar nicht mehr.

Schade fand ich die zu frühe Auflösung. Schon auf der Hälfte wurde quasi aufgelöst wer hinter all dem steckt.

In der Handlung wird ein sehr heikle Themen wie "Kindesmisshandlung" und "Gewalt in Familien" angesprochen. Es wurde sehr gut mit in die Handlung eingewoben und an den Leser kommuniziert.

Mein Fazit:
Schade um die frühe Auflösung und die unsympathischen Charaktere haben mich gestört. Ansonsten konnte man es sehr gut lesen. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne. Keine klare Leseempfehlung, aber man kann es lesen, ist nur kein Highlight«
  15      0        – geschrieben von Annabell95
Kommentar vom 26. August 2021 um 13:33 Uhr (Schulnote 1):
» Meinung:
Selten habe ich einen so spannenden und mit Atmosphäre gespickten Thriller gelesen, der auch literarisch auf einem durchaus überzeugenden Niveau agiert. Die norwegische Autorin versteht es in ihrem ersten auf deutsch erschienen Thriller eine Atmosphäre zu erschaffen, die sehr spannend und dicht gestaltet ist und diese wird überaus pointiert eingesetzt, sodass der Leser in gezielt ausgewählten Situationen ins rätseln kommt und dabei das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Hinzu kommen sehr gut gezeichnet Charaktere, die zwar etwas im Hintergrund verweilen, dieser Umstand ist aber der hohen Spannung geschuldet und diese ist mir persönlich in einem Spannungsroman auch bedeutend wichtiger. Hinzu kommt, dass die Autorin einen tollen Stil zu Tage legt und mit diesem durchaus umzugehen weiß. Zwar liest man hier keinen anspruchsvollen Roman, doch für die Str von Genre, ist dies schon ganz große Kunst gewesen.

Für mich ein durch und durch gelungener Thriller, der wirklich super spannend war !«
  7      0        – geschrieben von Hazlewood
Kommentar vom 16. August 2021 um 9:01 Uhr (Schulnote 1):
» In einer Klinik in Oslo wird nachts ein kleiner Junge von seinen Eltern in die Notaufnahme gebracht. Der Vater gibt an, sein Sohn sei aus einem Baum gestürzt. Der behandelnde Arzt Haavard hat schnell Zweifel an diesen Angaben. Das Kind wurde misshandelt und dies wohl nicht nur einmalig. Der kleine Junge verstirbt noch in der Nacht. Als die Polizei in der Klinik eintrifft, glaubt Haavard, die Beamten seien wegen des kleinen Jungen gekommen, doch der Grund ihres Auftauchens ist ein anderer. Der Vater des Jungen wurde im Gebetsraum der Klinik erschossen. Diverse Umstände und Indizien führen zu der Annahme, Haavard habe etwas mit dem Mord zu tun. Seine Ehefrau Clara, frisch ernannte Staatssekretärin, versucht ihrem Mann zu helfen, seine Unschuld zu beweisen.


Das Konstrukt der Psyche ihrer Figuren ist perfekt gestaltet. Erst ganz zum Schluss erfasse ich alle Zusammenhänge und erkenne die wahren Gründe, warum sich die Charaktere wie und wann verhalten haben und kann die Handlungen sogar verstehen und nachvollziehen. Jederzeit fiebere ich mit und wünsche mir, dass alles ein gutes Ende f¨r die Hauptakteure nehmen möge. Die Schreibweise der Autorin Ruth Lillegraven begeister und beeindruckt mich gleichermaßen: Die Kapitel sind jeweils aus Sicht einer der Personen beschrieben, dadurch gibt sich die Wahrheit nur peau à peau preis, diese Tatsache verstärkt die Spannung phänomenal und lässt mich lange im Nebel stehen. Zwischendurch hat die Autorin jedoch bereits alle Stränge neu verflochten und die gesamte Geschichte äußerst raffiniert und völlig unerwartet umgedreht. Die Geschichte reißt schon allein des Themas wegen, nämlich Kindesmisshandlung, mit und ist von Ruth Lillegraven brillant umgesetzt worden. Dies fördert den Unterhaltungswert und lässt mich noch mehr miträtseln.

Ein Psycho-Thriller, der absoluten Spitzenklasse, ganz großes Kino. Dieses Buch verdient den Titel Pageturner - absolute Leseempfehlung meinerseits! Demzufolge vergebe ich so klar fünf von fünf möglichen Sternen! Gerne möchte ich weitere Bücher der Autorin lesen, sie gehört mit diesem Werk zu meinen Favoriten.«
  10      0        – geschrieben von AngiF
 
Kommentar vom 7. August 2021 um 14:08 Uhr (Schulnote 2):
» Haavard Fougner arbeitet als Arzt im Krankenhaus Ulleval in Oslo. In seiner Abteilung werden Kinder aufgenommen und gepflegt, bei denen der Verdacht besteht, dass sie misshandelt wurden. Eines Abends wird ein vierjähriger Junge mit eindeutigen Spuren der Misshandlung eingeliefert. Der Verdacht liegt nahe, dass der Vater des Jungen dafür verantwortlich ist. Ein paar Stunden nach der Einlieferung wird der Vater im Gebetsraum des Krankenhauses erschossen aufgefunden.

Dieser Mord beschäftigt auch Havaards Frau Clara Lofhus, die im Justizministerium arbeitet und daran ist, eine Gesetzesänderung auszuarbeiten. Darin sollen Lehrer, Aerzte, Betreuer usw unabhängig vom Schweigegelübde misshandelnde Angehörige melden dürfen, damit Kinder besser geschützt werden können.

Kurz darauf wird erneut eine Frau umgebracht, bei der alle Anzeichen darauf hindeuten, ihre Kinder misshandelt und vernachlässigt zu haben. Sehr schnell gerät Haavard ins Visier der Ermittler .



Das Grundthema, Kinder, die von den eigenen Eltern gequält, geschlagen und vernachlässigt werden, ist bedrückend. Zu Beginn bekommt man als Leser in etlichen Passagen den Klinikalltag, die Aufdeckung von Misshandlungen und den Umgang der Eltern mit ihren Kindern mit. Teilweise haben mich diese Szenen sehr schockiert. Gerade weil ich weiss, dass diese nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, sondern tagtäglich in vielen Krankenhäusern auf der ganzen Welt zum Alltag gehören.

Dann geschehen die Morde. Es wäre übertrieben zu sagen, dass ich Selbstjustiz billige. Klar ist das nicht in Ordnung, aber irgendwie konnte ich den Täter halt auch verstehen. Vor allem nach dem Einblick in seine Vergangenheit, in der die Autorin die Leser immer wieder entführt.

Gänsehaut hat mir auch die Ich Perspektive der später ermordeten Mutter beschert. Zu lesen, was und wie sie über ihre kleinen Kinder denkt, empfand ich als haarsträubend.

Nicht immer konnte ich die Protagonisten nachvollziehen. Haavard empfand ich als sehr kühl und distanziert beschrieben. Seine Art, mit seiner Frau umzugehen, hat mich oft genervt. Clara hingegen ist eine Protagonistin mit sehr viel Tiefe, bei der ich ihre Art nachvollziehen konnte. Warum sie agiert und reagiert, wie sie es tut, passt zu ihrer Charakterisierung und ihrer Geschichte.

Den Schreibstil der Autorin empfand ich als frisch und leicht zu lesen. Fast in jedem Kapitel wird eine andere Figur in den Mittelpunkt gerückt und die Zeitebenen wechseln sich ab. Was ich zuerst als Bremse angesehen habe, um im Buch anzukommen. Schlussendlich aber sehr wertvoll war, um die Gedanken und das Motiv der mordenden Figur nachvollziehen zu können.«
  13      0        – geschrieben von Igela
 
Kommentar vom 26. Juli 2021 um 20:29 Uhr (Schulnote 2):
» Tiefer Fjord, Thriller von Ruth Lillegraven, EBook 329 Seiten, erschienen im List-Verlag.

Die Thriller-Sensation aus Norwegen

In einer Klinik in Oslo wird ein kleiner Junge von seinem Vater eingeliefert, kurz darauf verstirbt er an seinen Verletzungen. Haarvard der diensthabende Arzt ist überzeugt, dass es sich um Kindesmisshandlung handelt. Kurz darauf wird der Vater, ein pakistanischer Einwanderer in einem Gebetsraum der Klinik erschossen aufgefunden. Zwei weitere Morde geschehen und jedes Mal handelt es sich um Eltern, die nachweislich ihre Kinder misshandelten.
Haarvards Frau Clara, ist Politikerin und will einen Gesetz auf den Weg bringen, dass misshandelte Kinder vor deren Eltern schützt, doch ihre Bemühungen sind vergebens. Bald schon ist Haavard verdächtig und Clara muss ihn entlasten. Doch auch sie hat eine dunkle Vergangenheit.
Das Buch besteht aus vier Teilen, die sich in 75 Kapitel in überschaubarer Länge gliedern. In verschiedenen Zeitebenen wird die Story aufregend und hochspannend erzählt. Jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters, Haarvard, Clara, Sabiya und auch Leif, der Vater Claras erzählen in der Ich-Form. Dadurch hat es die Autorin hervorragend geschafft, die gesamten Geschehnisse in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart von allen Seiten zu beleuchten, der Leser bekommt dadurch tiefen Einblick in die Handlungsweise und Innenansichten der Figuren. Obwohl schon zur Hälfte des Buches klar ist, wer für die Morde verantwortlich ist, büßt das Werk in keinster Weise Spannung ein, es beginnt mysteriös und durch geschickte Wendungen bleibt es unglaublich aufregend bis zum unvorhergesehenen Ende. Sogar der allerletzte Satz konnte mich noch verblüffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem Buch ein weiterer Teil folgen könnte.
Häusliche Gewalt an Kindern ist ein wichtiges Thema und so hat es Lillegraven geschafft ein heikles Thema zum Hintergrund für ihren ersten Thriller zu machen. Auch mich hat das emotionale Thema mitgerissen und tief berührt. Lillegraven findet die richtigen Worte, z.B. die Beerdigung von Lars, dem kleinen Bruder von Clara war so gut geschildert, ich habe den Kummer und die Trauer regelrecht mitfühlen können. Die einzelnen Figuren sind präzise herausgearbeitet, ganz besonders Clara, bei der Lektüre wird deutlich wie wichtig und auch warum, der zweifachen Mutter der Gesetzesentwurf ist, gleichzeitig hat sie mit ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Die politischen Zusammenhänge haben mich persönlich nicht so sehr interessiert, da ich kein Fan von Politthrillern bin, aber es blieb für mich in einem erträglichen Rahmen. Landschaftsbeschreibungen ziehen den Leser hinein in diese Geschichte. Die Faszination dieser einzigartigen Natur ist in jedem Satz greifbar, das ist der Autorin gut gelungen.
Ein Thriller der unheimlich viel bietet, politische Zusammenhänge, Gesellschaftskritik, Rassismus, eine gute Story in düsterer skandinavischer Umgebung, häusliche Gewalt. Der Wechsel der Zeitebenen hat mich anfangs verwirrt, da aber die Kapitel auch mit Jahreszahlen versehen sind gewöhnt man sich daran. Eine unbedingte Leseempfehlung und von mir Note 2.«
  15      0        – geschrieben von Ele95
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