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KINDLE
 
Tiefer Fjord
Verfasser: Ruth Lillegraven (1)
Verlag: List (308) und Ullstein (1333)
VÖ: 28. Juni 2021
Genre: Thriller (7208)
Seiten: 400
Original: Alt er mitt
Themen: Inklusion (8), Jungen (1100), Migration (44), Misshandlung (55), Mord (6703), Norwegen (194), Politiker (253), Xenophobie (31)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein kleiner Junge wird in einem norwegischem Krankenhaus notfallmäßig aufgenommen. Er verstirbt kurze Zeit später. Der behandelnde Arzt wird daraufhin sich mit der Ursache des Todes und einem nicht erwartetem familiären Kernproblem auseinander setzen müssen... Eine Herausforderung für mehr Menschen als gedacht.
Lesermeinungen (6)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 26. Juli 2021 um 20:29 Uhr (Schulnote 2):
» Tiefer Fjord, Thriller von Ruth Lillegraven, EBook 329 Seiten, erschienen im List-Verlag.

Die Thriller-Sensation aus Norwegen

In einer Klinik in Oslo wird ein kleiner Junge von seinem Vater eingeliefert, kurz darauf verstirbt er an seinen Verletzungen. Haarvard der diensthabende Arzt ist überzeugt, dass es sich um Kindesmisshandlung handelt. Kurz darauf wird der Vater, ein pakistanischer Einwanderer in einem Gebetsraum der Klinik erschossen aufgefunden. Zwei weitere Morde geschehen und jedes Mal handelt es sich um Eltern, die nachweislich ihre Kinder misshandelten.
Haarvards Frau Clara, ist Politikerin und will einen Gesetz auf den Weg bringen, dass misshandelte Kinder vor deren Eltern schützt, doch ihre Bemühungen sind vergebens. Bald schon ist Haavard verdächtig und Clara muss ihn entlasten. Doch auch sie hat eine dunkle Vergangenheit.
Das Buch besteht aus vier Teilen, die sich in 75 Kapitel in überschaubarer Länge gliedern. In verschiedenen Zeitebenen wird die Story aufregend und hochspannend erzählt. Jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters, Haarvard, Clara, Sabiya und auch Leif, der Vater Claras erzählen in der Ich-Form. Dadurch hat es die Autorin hervorragend geschafft, die gesamten Geschehnisse in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart von allen Seiten zu beleuchten, der Leser bekommt dadurch tiefen Einblick in die Handlungsweise und Innenansichten der Figuren. Obwohl schon zur Hälfte des Buches klar ist, wer für die Morde verantwortlich ist, büßt das Werk in keinster Weise Spannung ein, es beginnt mysteriös und durch geschickte Wendungen bleibt es unglaublich aufregend bis zum unvorhergesehenen Ende. Sogar der allerletzte Satz konnte mich noch verblüffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem Buch ein weiterer Teil folgen könnte.
Häusliche Gewalt an Kindern ist ein wichtiges Thema und so hat es Lillegraven geschafft ein heikles Thema zum Hintergrund für ihren ersten Thriller zu machen. Auch mich hat das emotionale Thema mitgerissen und tief berührt. Lillegraven findet die richtigen Worte, z.B. die Beerdigung von Lars, dem kleinen Bruder von Clara war so gut geschildert, ich habe den Kummer und die Trauer regelrecht mitfühlen können. Die einzelnen Figuren sind präzise herausgearbeitet, ganz besonders Clara, bei der Lektüre wird deutlich wie wichtig und auch warum, der zweifachen Mutter der Gesetzesentwurf ist, gleichzeitig hat sie mit ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Die politischen Zusammenhänge haben mich persönlich nicht so sehr interessiert, da ich kein Fan von Politthrillern bin, aber es blieb für mich in einem erträglichen Rahmen. Landschaftsbeschreibungen ziehen den Leser hinein in diese Geschichte. Die Faszination dieser einzigartigen Natur ist in jedem Satz greifbar, das ist der Autorin gut gelungen.
Ein Thriller der unheimlich viel bietet, politische Zusammenhänge, Gesellschaftskritik, Rassismus, eine gute Story in düsterer skandinavischer Umgebung, häusliche Gewalt. Der Wechsel der Zeitebenen hat mich anfangs verwirrt, da aber die Kapitel auch mit Jahreszahlen versehen sind gewöhnt man sich daran. Eine unbedingte Leseempfehlung und von mir Note 2.«
  15      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 26. Juli 2021 um 10:08 Uhr:
» Inhalt:
Ein kleiner Junge wird bewusstlos in eine Klinik in Oslo eingeliefert, er stirbt kurz darauf an den Folgen seiner Verletzungen. Der diensthabende Arzt Haavard ist überzeugt, dass der Junge misshandelt wurde. Bevor die Polizei die Eltern, pakistanische Einwanderer, vernehmen kann, wird der Vater des Jungen erschossen aufgefunden. Im Gebetsraum der Klinik. Ein Mord aus Fremdenhass?
Haavards Frau Clara ist geschockt, als sie von den Ereignissen erfährt. Schon lange kämpft die Politikerin für ein neues Gesetz, das misshandelten Kindern früher helfen soll. Bisher war ihr Kampf vergebens.
Kurz darauf wird eine iranischstämmige Frau ermordet und ausgerechnet Haavard gerät ins Visier der Ermittler. Clara muss ihn entlasten, um politisch weiter tragbar zu sein. Dabei weiß sie überhaupt nicht, wo ihr Mann zu den Tatzeiten war. Doch Haavard ahnt nichts von Claras dunkler Vergangenheit ...

Meine Meinung:
Ein wirklich toller Thriller der einen in seinen Bann zieht, aber auch nachdenklich zurück lässt.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und spannend, allerdings auch brutal und ehrlich. Eine wirklich gelungene Mischung, die zum Thema des Thrillers passt. Die Themen des Buches sind weitläufig, aber auch sehr aktuell, Fremdenhass, Kindesmisshandlung und politische Macht. Diese Themen unter einen Hut zu bekommen, ist dem Autor hier wirklich gur gelungen.
Haavard und seine Frau Clara sind als Charaktere sehr gut ausgewählt und auch wirklich sympathisch. Insgesamt sind allerdings alle Charaktere sehr gut ausgewählt und weitgehend sympathisch, auch wenn man im Laufe des Buches immer mehr feststellt, das jeder so sein dunkles Geheimnis hat.
Das Vorgehen zum Auffinden von Schuldigen der Misshandlungen und auch letztendlich des Täters ist sehr gut beschrieben und ebenfalls realistisch. Das Listenmodell hat mir echt gut gefallen, auch wenn sich Haavard damit selbst ins Visier der Ermittlungen bringt. Ab etwa der Mitte des Buches, weiß man dann wer der Täter ist, das fand ich jetzt nicht schlimm, denn die Spannung ob die Ermittler Täter ergreifen, war immens hoch.
Besonders gefallen haben mir auch das aus zwei Zeitebenen berichtet wird und auch immer aus der Perspektive jeweils anderer Personen. So lernt man die einzelnen besser kennen und kann einige Schritte deutlich besser nachvollziehen.
Insgesamt konnte mich dieses Buch wirklich überzeugen und ich freue mich auf weitere Bücher des Autoren.

Mein Fazit: Klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.«
  15      0        – geschrieben von dartmaus
Kommentar vom 18. Juli 2021 um 12:57 Uhr (Schulnote 1):
» Täter und Opfer

Das Buchcover hat mich sofort angesprochen. Skandinavische Abgeschiedenheit, eisiger Winter und einsame Spuren...

Die Geschichte beschäftigt sich mit dem schweren Thema häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch. Clara, die Hauptprotagonistin, kämpft selbst gegen ihre bösen Dämonen, wird hier aber nicht als Opfer dargestellt, sondern als aktive Kämpferin gegen dieses Verbrechen.
Ihr zur Seite steht der Arzt Haavard, ihr Exmann, der bald selbst unter Verdacht gerät, Selbstjustiz zu üben.

Spannend erzählt, in kurzen Kapiteln aus wechselnden Sichten möchte man immer weiter lesen.
Claras Charakter ist sehr vielschichtig und liebenswert. Auch die anderen Figuren haben ihre Stärken und beeindrucken durch ihre tiefgründigen Faceten. Ihre Handlungen waren authentisch und nachvollziehbar.

Ein Buch mit einem überraschendem Ende, dass mich bis zum Schluß gefesselt hat.«
  7      0        – geschrieben von busdriver
Kommentar vom 15. Juli 2021 um 20:53 Uhr (Schulnote 1):
» Ein kleiner Junge wird von seinem Vater in die Klinik gebracht. Der Junge ist bewusstlos und soll von einem Baum gefallen sein. Bei der genaueren Untersuchung stellt der behandelnde Arzt Haavard fest, dass der Junge offenbar schwer misshandelt wurde. Wenig später stirbt der Junge an seinen schweren Verletzungen. Bevor Haavard die zuständigen Behörden über seinen Verdacht informieren kann, besucht der Vater einen Gebetsraum und wird dort erschossen. Haavard ist entsetzt und spricht mit seiner Frau Clara, einer Politikerin, die sich dafür stark macht, ein neues Gesetz auf den Weg zu bringen, das misshandelten Kindern deutlich früher helfen soll, über die Ereignisse. Kurze Zeit später wird eine weitere Frau getötet, die ebenfalls in Verdacht steht, ihre Kinder misshandelt zu haben. Haavard rückt ins Visier der Ermittler....

"Tiefer Fjord" ist der Auftakt einer Trilogie. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und verläuft nicht immer chronologisch. Da die Wechsel entsprechend gekennzeichnet sind, fällt es allerdings leicht, die Übersicht zu behalten.

Durch einen spannenden Prolog, gelingt es der Autorin hervorragend, sofort das Interesse am Geschehen zu wecken. Der folgende Einstieg verläuft zunächst eher gemächlich, da die Charaktere eingeführt werden. Diese Schilderungen wirken aber keinesfalls ausufernd oder langatmig, sondern führen dazu, dass man in die Handlung eintauchen kann. Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Dabei fließt die norwegische Hintergrundkulisse authentisch in die Erzählung ein.

Durch die häufigen Wechsel der Perspektiven gerät man früh in den Sog der Ereignisse. Eine unterschwellig angespannte Atmosphäre sorgt für ein mulmiges Gefühl beim Lesen. Man ahnt nicht, in welche Richtung sich alles entwickeln wird und ist auf das, was schließlich ans Tageslicht kommt, nicht ansatzweise vorbereitet. Dadurch entwickelt sich das Buch zu einem Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.

Ein grandioser Auftakt, den man atemlos verschlingt.«
  18      0        – geschrieben von KimVi
Kommentar vom 10. Juli 2021 um 10:05 Uhr (Schulnote 1):
» Als das nächste Kind in der Notaufnahme deutliche Spuren von häuslicher Gewalt aufzeigt, reißt bei dem Arzt Haavard der Geduldsfaden. Wie lange soll er noch tatenlos mitansehen, wie Kinder vor seinen Augen leiden müssen, oftmals mit dem Leben bezahlen und niemand etwas unternimmt? Auch seine Frau Clara ist schockiert ob des neuerlichen Falles, schon lange versucht sie einen Gesetzentwurf zum Schutz misshandelter Kinder durchzubringen, doch wieder einmal wird ihr Vorhaben abgeschmettert. Haavard beginnt seine Beobachtungen zu sammeln und hat bald schon eine Liste mit eindeutig verdächtigen Eltern zusammen. Doch genau diese wird ihm zu Verhängnis, denn jemand nimmt die Sache, vor der die Öffentlichkeit die Augen verschließt, in die Hand und ausgerechnet Haavard war gleich zwei Mal in unmittelbarer Nähe, als brutal Rache geübt wurde.

Die norwegische Autorin Ruth Lillegraven wurde bereits mehrfach für ihre Bücher ausgezeichnet, „Tiefer Fjord“ ist ihr erster Thriller, der nicht nur wegen der brutalen Thematik nahegeht, sondern auch clever konstruiert wurde und so unerwartete Überraschungen und Wendungen bietet. Auch die Einblicke in den Politikbetrieb sind überzeugend integriert, da sie nebenbei der Krimihandlung mit informativen Hintergründen mehr Tiefe verleihen.

Man kann die Wut der Figuren nachvollziehen. Immer wieder erleben zu müssen, wie scheinbar alle staatlichen Institutionen versagen, wenn es um den Kinderschutz geht, kann niemanden kaltlassen. Das Motiv des Mörders liegt auf der Hand, moralisch kann man ihm durchaus folgen, auch wenn das gewählte Mittel jenseits aller Legalität ist.

Haavard erscheint zunächst als liebender Vater und engagierter Arzt, doch bald schon bekommt das perfekte Image Risse und reißt ihn von dem gerade errichteten Sockel. In seiner Ehe kriselt es schon lange, weshalb er sich heimlich mit seiner Kollegin trifft, fest davon überzeugt, dass Clara davon nichts ahnt. Doch diese ist deutlich aufmerksamer und vor allem cleverer darin etwas zu verbergen. Die pflichtbewusste Beamtin des Justizministeriums erscheint zunächst etwas blass, offenbart im Laufe der Handlung jedoch unerwartete Abgründe.

Ein Psychothriller, der seinen Namen verdient. Komplexe Figuren, deren Handeln jedoch überzeugend durch ihre Erlebnisse motiviert ist und die widersprüchliche Emotionen aushalten müssen, was sie authentisch und glaubwürdig wirken lässt.«
  13      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
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