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Wie ein endloser Sommer
Verfasser: Christiane Bößel (15) und Svea Lundberg (26)
Verlag: Eigenverlag (20235)
VÖ: 3. Juli 2021
Genre: Romantische Literatur (24206)
Seiten: 498 (Taschenbuch-Version), 375 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (2104), Homosexualität (2747), New York City (1641), One Night Stand (337)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Juli 2021 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein Männertrip nach New York und ein One-Night-Stand! Genau das, was Tanner nach dem Ende seiner katastrophalen Beziehung braucht – findet zumindest sein bester Freund. Nik ist der ideale Kandidat dafür, ist er doch so ganz anders als Tanners klammernder Ex: aufgeschlossen, entspannt und nicht auf eine feste Beziehung aus. Und das Beste ist, Tanner und Nik werden sich nach dieser einen Nacht nie wiedersehen, denn sie trennen mehrere tausend Kilometer. Eigentlich.
Doch Tanner ist mit seinem Leben einfach nur unzufrieden. Dagegen hilft auch der beste One-Night-Stand nicht. Spontan beschließt er, sich eine Auszeit zu nehmen und einen Sommer in Deutschland zu verbringen. Einen Sommer mit Nik.
Nik, der mit seinem Man Bun und seinen auffälligen Klamotten eigentlich gar nicht sein Typ ist.
Nik, der selbst gerade nicht weiß, wohin die Zukunft führt.
Nik, der mit seiner unkomplizierten Art eine Sehnsucht in Tanner weckt, der nachzugeben bedeuten würde, das erste Mal im Leben alles anders zu machen.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Svea Lundberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Svea Lundberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram. Mehr zu Christiane Bößel gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Die Dämmerung senkt sich über den See, der im schwindenden Licht tiefdunkelblau vor uns liegt. An einigen Stellen schimmert das Wasser nahe dem Horizont leicht rosa von den letzten Strahlen der beinahe gänzlich untergegangenen Sonne. Eine kühle Brise kräuselt die Wasseroberfläche an manchen Stellen und lässt die Hitze des vergangenen Tages angenehm werden.
     Tanner und ich sitzen nebeneinander auf den beiden klapprig aussehenden, aber doch überraschend stabilen Campingstühlen, direkt am Ufer. Die Stuhlbeine haben wir auf zwei Holzplanken gestellt, die wir im Schuppen gefunden haben, damit sie nicht im weichen Ufergrund einsinken. Unsere Beine haben wir lang von uns gestreckt, sodass wir die Füße ins Wasser halten können.
     Lange Zeit schweigen wir. Es ist eine angenehme Stille, die nur von den leisen Geräuschen der Natur und hin und wieder einem Gluckern unterbrochen wird, wenn einer von uns an seinem Weinglas nippt. Heute Abend hat sich auch Tanner für Wein entschieden. Vermutlich weil Wein besser zu Fisch passt und vielleicht auch, weil dieses ganze Ambiente regelrecht nach Wein schreit. Ein Hoch auf Guido, dass er sogar richtige Weingläser in seinem Camper hat. Eine ganze Flasche haben Tanner und ich an diesem Abend bereits vernichtet, in der zweiten ist nur noch die Hälfte drin. Eventuell fühle ich mich deswegen ein wenig duselig, ein wenig schwebend, obwohl ich sitze, und gleichsam träge.
     Es ist so eine merkwürdige Mischung aus Glückseligkeit und Wehmut, die mich zu fluten scheint, und vielleicht bin ich wirklich ein bisschen angetrunken und der See macht mich irgendwie gefühlsduselig.
     »Nik?« Tanner flüstert meinen Namen beinahe nur, ganz so als hätte er Angst, irgendetwas an dieser Stimmung, die zwischen uns und um uns herum herrscht, kaputtzumachen, wenn er zu laut spricht.
     »Was denn?«, gebe ich ebenso leise zurück. Wir sehen einander nicht an, schauen weiter auf den See hinaus. Wir berühren einander nicht und dennoch fühle ich mich gerade jetzt so tief mit ihm verbunden. Tiefer noch, als wenn er mich küsst und als wenn er in mir ist und mich so zärtlich nimmt, wie er es in der vergangenen Nacht getan hat. Und vielleicht bin ich wirklich betrunken, und vielleicht kann ich das, was gerade in meinem Inneren vor sich geht, dennoch kein bisschen auf den Alkohol schieben.
     »Danke.«
     Es ist nur ein Wort, das da zwischen uns schwebt. Eines, das er mir schon einmal gesagt hat und eines, das nicht nötig wäre, es mir zu sagen. Dennoch stoppe ich ihn nicht, als er weiterspricht. Immer noch nur leise.
     »Danke, dass ich mit dir meinen ersten und eindeutig besten One-Night-Stand haben durfte und danke, dass daraus so viel mehr geworden ist.«
     Du ahnst ja nicht wie viel ...
     »Und dass das zwischen uns so unkompliziert ist.«
     Und hoffentlich so bleibt, obwohl ich ...
     »Und dass du einfach du bist, Nik, und mich einfach Tanner sein lässt. Das hier war definitiv der beste Campingtrip ever – auch wenn es zugegebenermaßen ebenfalls mein erster war.«
     Die letzten Worte spricht er glucksend aus, das Lachen schwingt überdeutlich in seiner Stimme mit und ich würde es gern erwidern. Kann aber nicht.
     Denn ja, dieser Campertrip ist mit Abstand der Beste, den ich je hatte – und ich hatte mehr als nur diesen. Unser One-Night-Stand – der ja nun mal keiner mehr ist – war tatsächlich nicht mein Bester, aber das, was danach kam, war ... ja, verdammt, das Beste. Und ich will nicht, dass es aufhört.
     Ich würde Tanner gern noch Konstanz und all die anderen schönen Flecken am Bodensee zeigen, aber wir können nicht ewig mit dem Camper herumfahren. Ich muss langsam zurück, muss mich um meinen Job kümmern und auch Tanner braucht überbrückungsweise Arbeit, bis er in die USA zurückgeht. Es ist nicht das erste Mal, dass mir dieser Gedanke einen Stich versetzt. Die Intensität des Schmerzes jedoch ist neu und lässt mich den Atem anhalten.
     Ich kann nicht leugnen, dass mittlerweile Gefühle im Spiel sind. Verflucht viele davon. Auch wenn von vornherein klar war, dass das, was ihn und mich verbindet, ein Ablaufdatum hat, ertappe ich mich doch immer häufiger dabei, das er und ich weiterzuspinnen. Er könnte noch mal wiederkommen, um den Rest von Deutschland zu sehen. Um mich wiederzusehen. Ich könnte in die USA fliegen und ...
     Cut! Auszeit, Nik!
     Ich ziehe die Füße aus dem Wasser und setze mich aufrechter hin. Umklammere das Weinglas und starre auf den See hinaus. Ahnend, dass Tanner auf eine Entgegnung wartet, und sei es nur ein: Ach, nichts zu danken. Aber ich kann keine so belanglosen Worte aussprechen und ich kann ihm auch nicht sagen, was mir gerade wirklich durch den Kopf geht. Ich will das, was wir haben, nicht zerreden. Will nichts zwischen uns ändern und will doch ...
     Ja, was Nik, was? Einfach mehr?
     Kurz entschlossen – und vielleicht ist es gar kein richtiger Entschluss – stehe ich auf und strecke Tanner eine Hand entgegen. »Komm mit.«
     »Wohin?« Erst jetzt wendet er den Blick vom See ab und schaut mich von unten herauf an. Mit großen Augen. Mit Fragezeichen darin. »Willst du schon ins Bett?«
     »Nicht direkt.« Ich stocke kurz, spüre dem Kribbeln nach, das meinen ganzen Arm hinaufzukriechen scheint, als Tanner seine Finger mit meinen verflicht. »Ja, ich will ins Bett. Aber nicht, um zu schlafen. Ich will noch eine Weile mit dir wach liegen. Mit geöffneten Fenstern und Türen. Ich will den Wind spüren und den See riechen und ...«
     Jesus, Gott im Himmel, was redest du denn da, Nik?
     »... und ich will deine Hände und deinen Mund auf mir. Überall.«
     Und eigentlich will ich noch viel mehr. Will dich in meinem Herzen und nicht nur in meinem Arsch. Hab dich ja längst dort, aber eben nur für begrenzte Zeit.

     Tanners Blick scheint sich in meinen zu bohren und ich halte ihm stand. Habe keine Ahnung, ob er ahnt, was in mir vorgeht und weiß nicht mal, ob ich will, dass er es ahnt, oder ob ich beten soll, dass er es nicht tut.
     »Zu viel Wein«, bringe ich krächzend hervor, schlucke hart und schließe meine Finger fester um Tanners. Er erwidert den Druck und lächelt, irgendwie wissend und fragend in einem, ehe er aufsteht und mir rüber zum Camper folgt.
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