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Unter dem Sturm
Verfasser: Christoffer Carlsson (6)
Verlag: Rowohlt (1732)
VÖ: 1. Juli 2021
Genre: Kriminalroman (8688)
Seiten: 464
Original: Järtecken
Themen: Diebstahl (675), Dorf (1039), Ermittlungen (1456), Jungen (1103), Leichen (2413), Schweden (460), Suche (1256), Zweifel (310)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Juli 2021 nominieren
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Lesermeinungen (4)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 27. Juli 2021 um 14:42 Uhr (Schulnote 2):
» Spannung fehlt, Unterhaltung ist da

Das schöne, geheimnisvolle Stille ausstrahlende Buchcover hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.

Der Klappentext verspricht einen spannenden Krimi, der seinen Ursprung in der Vergangenheit hat. So weit, so gut.

Der Schreibstil ist gut, man kann es flüssig lesen. Aber an der Umsetzung hapert es etwas. Hätte man es als nicht als Krimi verkauft, sondern als Tragödie, Familiengeschichte oder ähnlichem, wären die Erwartungen andere gewesen und man wäre nicht enttäuscht worden. Die Fans skandinavischer Krimis werden hier etwas enttäuscht sein.

Was dieses Buch auch nicht gebraucht hätte, sind die Sexszenen, die nicht zur Aufklärung beitragen. Ich hätte dafür lieber mehr Spannung drin gehabt.
Für einen Krimi hätte ich nur 3 Sterne vergeben. Als Roman gelesen, gibt es 4 Sterne, da die Geschichte interessant ist.«
  10      0        – geschrieben von Scorpio
Kommentar vom 25. Juli 2021 um 21:45 Uhr:
» Düsterer Schweden-Krimi
Die junge Lovisa kommt auf grausame Weise ums Leben und ihre Leiche wird in ihrem abgebrannten Zuhause gefunden. Ein mutmaßlicher Mörder wird schnell gefunden und verurteilt. Jahre später kommen dem damaligen Polizisten Vidar Jörgensen Bedenken an der Schuld des Verurteilten, auch deren Neffe Isaak, psychisch durch die Verurteilung seines Onkels gezeichnet, zweifelt an der Darstellung des Tathergangs.

Der Autor lässt in seinem Krimi eine düstere und bedrückende Atmosphäre entstehen. Durch das Springen zwischen den Zeitebenen könnte eine gute Spannung erzeugt werden, für mich waren manche Passagen allerdings zu langatmig.

Die Charaktere waren durchweg negativ eingestellt und haben nicht viel aus ihrem Leben gemacht. So konnte ich sie nicht an mich heranlassen.

Die Dorfbewohner haben mit Edvard sofort einen Schuldigen gefunden und die Polizei glänzte hier nicht sehr mit ihrer Ermittlungsarbeit, sondern hat die Anschuldigungen gern übernommen. Das Hauptaugenmerk lag bei diesem Krimi eher auf der Familiengeschichte.

Auch der Schluss war etwas zäh und irgendwie keine Überraschung. Schade, die Story fand ich sehr interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.«
  9      0        – geschrieben von gerlisch
Kommentar vom 18. Juli 2021 um 23:49 Uhr (Schulnote 4):
» Möchte anspruchsvoll sein, aber ödet ziemlich an

Wie fasse ich meine Meinung zu diesem Krimi zusammen, ohne ihm das Attribut "unerträglich schwedisch" zu geben? Das basiert nur auf meiner persönlichen Erfahrung und würde einer Studie wohl kaum standhalten, aber seltsamerweise sind es unter den Krimis, die ich lese, meist die schwedischen, die so verkniffen versuchen anspruchsvoll und gesellschaftskritisch zu sein, dass man sich nur so durch die Seiten quälen muss. Es passiert so unerträglich wenig und überall springt einem der traurige Alltag entgegen - Alltagsrassismus, jeder verdächtigt bei allem zuerst Flüchtlinge, Osteuropäer verdienen ihren Lebensunterhalt mit ausgedehnten Diebszügen. Die nervige Nachbarschaft in einem kleinen abgelegenen Ort, die meint, sie weiß alles über einen, nur weil man sich regelmäßig auf der Straße sieht und mit Namen kennt. Selbst wenn diese Klischees auf der Realität basieren - ich bin sie SO leid.

Im Prinzip spricht das Buch eine berechtigte Frage an: Woher kommt das gewalttätige Wesen eines Menschen? Die Ansicht, dass so etwas vererbt sein könnte, ist selbst in der Wissenschaft noch immer nicht vom Tisch - kein Wunder also, dass der kleine Isak glaubt, er hat bei einem gewalttätigen Großvater und einem Onkel, der im Gefängnis sitzt, weil er seine Freundin ermordet haben soll, keine Chance im Leben, bevor dieses überhaupt erst angefangen hat. Leider bietet das Buch in dieser immer noch aktuellen Frage keine neuen Einsichten und keine interessante Perspektive.

Weiteres Problem: Ich fand es schwer, die Ermittlungen ernst zu nehmen. Zeugenbefragungen bringen solche Perlen hervor wie:

"Ist er auch gewalttätig?"
- "Bestimmt." (S. 45)

Aha. Hervorragende Ermittlungsarbeit. Es wäre ja unproblematisch, wenn Isaks Onkel nicht auf Basis solcher Meinungen tatsächlich verurteilt worden wäre. Manchmal ist es bei einer Ermittlung definitiv eher schädlich als hilfreich, wenn jeder jeden kennt. Leute kennen einen vielleicht nicht wirklich, aber erlauben sich dann trotzdem eine Meinung über einen. Eine Meinung, die Leben zerstören kann. Natürlich soll diese Ermittlungsarbeit "schlecht" sein und Ungerechtigkeit aufzeigen, dadurch wird die Lektüre nur leider für mich nicht erträglicher. Das ist auch nicht das Einzige, was mich daran stört. Vidar ist völlig verbissen in den Fall, aber denkt sich irgendeinen Unsinn aus, anstatt die Arbeit von Anfang an gründlich und gewissenhaft zu machen. Die großen Zeitsprünge im Buch bremsen die Handlung zusätzlich aus. Diese haben z.B. verhindert, dass ich mit Isak mitfühlen konnte, was dem Buch definitiv geholfen hätte. Und dann sind da natürlich die obligatorischen erotischen Szenen... Meiner Meinung nach hier unnötig prominent. Vidar wird dadurch auch nicht zugänglicher als Charakter. Unglücklicherweise finde ich es auch relativ durchsichtig, wie der Fall ausgeht, und konnte deshalb die gestreuten falschen Fährten nicht wirklich schätzen.

Alles in allem: Düster und öde. Ich wünschte, ich hätte das Buch nicht gelesen. Ich hätte nichts verloren.«
  16      1        – geschrieben von Favourite trash - favourite treasure
Kommentar vom 9. Juli 2021 um 20:24 Uhr (Schulnote 2):
» Düster- melancholisch
Als in einer kalten Novembernacht 1994 im kleinen südschwedischen Marbäck der Hof der Familie Markström brennt und darin die Leiche der jungen Lovisa Markström gefunden wird, weist alles auf ein Verbrechen hin. Der Täter ist sowohl für die Polizei als auch für die Dorfbewohner schnell ausgemacht: Edvard Christensson war mit Lovisa befreundet und er ist, wie schon sein Vater, berühmt-berüchtigt für seinen aufbrausenden Charakter. Zudem wird Edvard in der Nacht des Feuers mit Brandwunden im nahegelegenen Wald verletzt aufgefunden.
Edvard wird verurteilt, doch sowohl sein Neffe Isak, für den Edvard ein Vaterersatz und eine Art bester Freund war, als auch für den jungen Polizisten Vidar, bleiben Zweifel an Edvards Schuld bestehen.
Bei Isak verfestigt sich während seiner Kindheit und Jugend die Vorstellung, dass er den Keim des Bösen in sich trägt, wie sein Onkel Edvard und wie auch schon sein Großvater, und so gerät er immer wieder in Schwierigkeiten. Mit 18 sitzt er dann wegen Diebstahls vor dem Polizisten Vidar, der sich durch Isak an Edvards Verhaftung zurückerinnert Aufgrund seiner nun wieder erwachenden Zweifel rollt er den Fall erneut auf und stößt auf einige Ungereimtheiten.
Der Kriminalroman ist geprägt durch eine eher düster-melancholische Grundstimmung. Sowohl Vidar als auch Isak sind keine lebensfrohen oder glücklichen Figuren. Erinnerungen, Schuldgefühle, Unausgesprochenes verstärken die triste Atmosphäre, was gelegentlich auf Kosten der Spannung geht. Allerdings ist die Handlung geschickt angelegt, zwei Zeitsprünge, einmal 9 Jahre später, einmal 12 Jahre später, lassen den Leser Isaks und auch Vidars Leben mit allen Höhen und Tiefen mitverfolgen. So zieht sich auch der eigentliche Fall über Jahrzehnte, bis er endgültig aufgeklärt werden kann.
,,Unter dem Sturmô ist eher ein nachdenklicher, melancholischer Kriminalroman, der den Leser durch die menschlichen Fehler der Beteiligten bewegt.«
  14      0        – geschrieben von amena25
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