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Der Windhof
Verfasser: Sonja Roos (2)
Verlag: Goldmann (2082)
VÖ: 1. Juli 2021
Genre: Frauenliteratur (1439)
Seiten: 480 (Taschenbuch-Version), 481 (Kindle-Version)
Themen: Ärzte (1029), Bauernhof (201), Großmütter (351), Köln (310), Verlust (888), Westerwald (17)
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Lesermeinungen (3)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. Oktober 2021 um 16:38 Uhr:
» Dies ist mein erster Roman den ich von der Autorin Sonja Roos gelesen habe und es wird bestimmt nicht der letzte sein. Mit „Der Windhof“ hat sie mein Herz im Sturm erobert. In ihrem beeindruckenden Roman entführt sie uns in den Westerwald und hier, in einem kleinen Westerwälder Dorf steht ein altes Gehöft, das in einer Schneise steht und den Elementen seit jeher ausgesetzt ist – so wie seine Bewohner.
Der Inhalt: Seit dem tragischen Tod ihres Mannes hat Mel die Kölner Wohnung kaum verlassen. Als aber ein Sturz ihre Großmutter Lene ans Bett fesselt, muss Mel in den rauen Westerwald reisen. Die wortkarge Lene hat ihr schon als Kind Angst eingejagt. Doch auf dem einsamen Bauernhof, wo nachts der Wind in den Bäumen flüstert und um die alten Mauern streicht, nähern sich die beiden Frauen einander zögerlich an. Lenes dramatische Geschichte, die endlose Weite ihrer Heimat und nicht zuletzt der attraktive Hausarzt, Noah Beerkamp, öffnen Mels Herz allmählich wieder für die Frage, was das Leben noch für sie bereithalten mag…
Einfach gigantisch! Ich bin jetzt noch nach Beendigung der Geschichte tief berührt. Durch den tollen Schreibstil der Autorin tauche ich sofort ins diese spannende Lektüre ein und sie lässt mich einfach nicht mehr los. Wenn ich die Augen schließe, höre ich wie der Wind um das Gemäuer pfeift, höre das leise Rascheln der Mäuse auf dem Dachboden und habe ab und an ein Gänsehautfeeling. Es ist schon ein ganz besonderer Ort, an dem der Windhof – der eine tragische und unter die Haut gehende Vergangenheit – verbirgt, liegt. Ich lerne eine liebenswerte Protagonistin kennen, die schier am Verzweifeln ist, so hart hat sie das Schicksal getroffen. Gerne hätte ich Mel mal in den Arm genommen, aber genauso Lene, die mir von Seite zu Seite immer mehr ans Herz gewachsen ist. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Und hier führt uns die Reise bis ins Jahr 1936. Wir lernen eine junge Lene kennen und dürfen sie eine ganze Zeit auf ihrem überaus ereignisreichen und von Schicksalsschlägen getroffenen Leben begleiten. Viele Emotionen haben mich während des Lesens übermannt. Ich die Veränderung die Mel in diesen Wochen bei Lene auf dem Hof gemacht hat, ist förmlich zu spüren. Und mit Noah scheint wieder Sonne in ihr Leben zu kommen. Doch kann Mel die Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne schauen. Der Spannungsbogen der mich begleitet hat, war einfach sensationell.
Eine ganz besondere Lektüre, für mich ein Lesehighlight, das ich förmlich verschlungen habe. Das Cover passt übrigens wunderbar. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen 5 Sterne und freue mich jetzt schon auf den nächsten Roman der Autorin.«
  13      0        – geschrieben von zauberblume
 
Kommentar vom 20. September 2021 um 12:32 Uhr (Schulnote 1):
» Zum Inhalt verweise ich auf den Klappentext oder ggf Leseprobe

Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen und der Klappentext hat mich wahnsinnig neugierig gemacht. Ich bin immer noch geflasht jetzt! Eine Geschichte, die unter die Haut geht, berührt und nachdenklich stimmt.

Der Schreibstil ist einmalig. Flüssig, fesselnd, und trotz der wahnsinns Tiefe, sehr leicht. Ich war von Beginn an in der Geschichte gefangen und der bildliche Schreibstil hat ein tolles, wenn auch oft trauriges Kopfkino beschert. Alles wird sehr detailliert erzählt, beschrieben, auch grade die Kriegszeit ist sehr gut ausgearbeitet. Es bedrückt einen, aber stimmt nachdenklich, ohne zu erdrücken. Die Emotionen kommen sehr gut rüber und ich hab mehr als einmal, grade am Ende, Tränen in den Augen gehabt. Man spürt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit von Mel fast selbst körperlich, aber auch später ihre aufkommende Hoffnung und Freude. Grade aber mit Lene hab ich so mitgelitten, getrauert und gefreut. Ihr Abschnitt lässt wohl keinen kalt...

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Einmal Lenes Geschichte, die mich wirklich hat schlucken lassen, michsk emotional berührt hat, dann auf Mels Ebene, die ich anfangs nicht so recht nachvollziehen konnte. Später aber ergibt sich auch hier ein sehr emotionales Gesamtbild. Mir gefiel, wie die Annäherung von Lene und Mel ausgearbeitet wurde. Absolut authentisch und realistisch dargestellt. Zwei Menschen so unterschiedlich und doch irgendwie so ähnlich. Die Autorin hat hier gekonnt eine Brücke zwischen den Beiden gebaut und so aufgezeigt wie ähnlich ihre Schicksale sind. Lenes Ratschläge haben selbst mich zum Nachdenken angeregt. Denn es liegt immer an uns, was wir aus Ratschlägen und vor allem unserem Leben machen.
Schön eingebaut ist hier die Liebesgeschichte von Mel und Noah, aber sie dominiert sie nicht. Denn auch wenn Noah Anteil an Mels Aufleben hat, so ist es doch die Beziehung von Lene zu Mel, die Mel wieder ins Leben holt. Grade das macht diese immense Tiefe des Buches aus. Eine Geschichte voller Leid, Freude und vielen Familiengeheimnissen, aber auch über eine wahnsinns Kraft, sich der Verantwortung, der Zukunft und der Vergangenheit zu stellen.

Mir fällt bei diesem Buch das Zitat von Mahatma Ghandi ein:

~ Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt. ~

Ein Buch, was mir lange in Erinnerung bleiben wird, mich so sehr berührt hat und mich hat wie ein Schlosshund heulen lassen.

Ganz klare Leseempfehlung ❤«
  16      0        – geschrieben von Bianka Fri
 
Kommentar vom 19. Juli 2021 um 18:42 Uhr (Schulnote 1):
» Der Zugang zu unseren Wurzeln ist der Weg zu uns selbst.

Dies ist mein erstes Buch von Sonja Roos und definitiv nicht mein letztes. Was für eine vielschichtige, tiefgründige und mitreißende Geschichte.

Zur Handlung:
Mel ist Witwe und in Schmerz gefangen, als sie sich um ihre Großmutter kümmern muss. Eine Frau, zu der sie nie einen emotionalen Zugang gefunden hat. Kann das gut gehen? Und dann ist da Dr. Berkamp, der Landarzt, der Mel verwirrt und mit Gefühlen konfrontiert, die sie vor Jahren mit ihrem Mann begraben glaubt.

Figuren, die mitten ins Herz springen:
Mel Winter ist 30 Jahre alt und hat vor zwei Jahren ihren geliebten Mann verloren. Unfähig am Leben teilzunehmen, verschanzt sie sich in ihrer Wohnung in Köln.

Ihre Großmutter Lene lebt auf dem alten Gehöft Windhof im Westerwald. Sie ist schweigsam, wirkt ruppig und unnahbar. Doch Mel gelingt es, die Mauern der alten Frau zu durchbrechen, und ich darf einen einfühlsamen, aufopferungsvollen und vom Leben gezeichneten Menschen kennenlernen.

Dr. Noah Berkamp ist mit Herzen Hausarzt und seiner Heimat im Westerwald tief verbunden. In der Liebe hat er nicht viel Glück gehabt, weshalb er sich lange nicht dafür öffnet.

Zur Umsetzung:
Der Schreibstil ist bemerkenswert flüssig zu lesen, bildhaft, aktiv, wie ich es liebe und dabei feinfühlig, stellenweise schonungslos und abgrundtief ehrlich. Es folgt ein beängstigender Prolog und dann bin ich bei Mel und nehme sofort ihre tiefe Traurigkeit wahr. Sie balanciert am Abgrund und der Übergang zum Leben wird von der Autorin großartig eingefangen. Roos hat beim Thema Trauer entweder genial recherchiert oder weiß durch eigene Erfahrungen, welche Phasen man dabei durchleidet.

Authentisch und ohne zu zögern bringt sie mich dazu, diese mit Mel zu teilen, was mir nicht leichtfällt. Sie überschwemmt mich schier. Doch ehe ich darin drohe unterzugehen, nimmt mich Roos an die Hand und zieht mich weiter zu Oma Lene. Und sobald ich bei ihr ankomme, reißt der Spannungsbogen nicht eine Sekunde ab.

Neben Mel ist Oma Lene sehr präsent und ihre eigene Liebesgeschichte schickt mir zuerst Gänsehaut über den Körper und dann wärmt sie mein Herz und bringt mich dazu, nach Taschentüchern zu suchen, die ich beim Lesen immer in Reichweite benötige.

Wow, Lenes Lebensweg berührt mich heftig, und ich habe immer wieder Angst weiterzulesen. Lene hat den 2. Weltkrieg durchleben müssen und das diese Zeit viel Schreckliches mit sich bringt, war zu erwarten. Aber ebenso lese ich Passagen, die mich glücklich machen und mein Herz zum Überquellen bringen.

Gelungen werden Erlebnisse aus der Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben, was ich total genieße. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Vergangene durchlebe ich aus Sicht des personalen Erzählers, während ich alles andere aus Mels Sichtweise in der Ich-Perspektive im Präteritum erfahre.

Mein Fazit:
„Der Windhof“ ist eine berührende Liebesgeschichte, die zwei Schicksale miteinander verknüpft. Komplexe Figuren lassen mich alles fühlen und stellenweise ist deren Lebensweg nur schwer auszuhalten. Aber es lohnt sich, tapfer zu sein. Im Buch wird es Dunkel und kalt, doch zum Glück folgt auf jede Nacht ein Sonnenaufgang. Diese Hoffnung darf man nie verlieren. Mut, Scheitern, Verlust, Einsamkeit und die große Liebe, all das vereint sich hier und bildet für mich ein exzellentes Leseerlebnis, das ich so rasch nicht vergessen werde. Dieses Buch landet ohne zögern auf meine Highlightliste 2021.

„Der Windhof“ bekommt von mir 5 beeindruckende Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.«
  14      0        – geschrieben von lesehungrig
 
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