Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
45.752 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »nathan034«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Ohne Strom - Wo sind deine Grenzen?
Verfasser: Markus Mattzick (2)
Verlag: epubli (1626)
VÖ: 12. Juni 2021
Genre: Dystopie (707)
Seiten: 496 (Taschenbuch-Version), 391 (Kindle-Version)
Themen: Dorf (1029), Elektrizität (30), Hamburg (676), Hessen (57), Krankenhaus (603), Stromausfall (25), Verkehrsunfälle (555)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Ohne Strom - Wo sind deine Grenzen? (2)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,00 (100%)
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 4 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Unsere moderne, zivilisierte Gesellschaft scheint in sich so fest verankert zu sein, wie man es sich nur wünschen kann. Wenige Tage eines unerklärlichen landesweiten Stromausfalls reichen jedoch aus, diese hauchdünne Decke zu zerreißen. Zuvor lapidare Selbstverständlichkeiten werden schnell zu einem gefährlichen Abenteuer.
Malte bemerkt bereits frühzeitig, dass viele Gefahren auf seine Familie und sein Dorf lauern.

Simone befindet sich hingegen in Hamburg und begibt sich auf einen lebensgefährlichen Fußmarsch quer durch Deutschland. 400 endlos lange Kilometer trennen sie von ihrer Familie.

Die Frage ist nicht, ob sie Skrupel haben, für ihr Überleben zu kämpfen - sondern vielmehr, ob sie skrupellos genug sind.

DAS BUCH:
Das mittelhessische Dorf Umbach an einem Sommernachmittag. Der Strom fällt aus und die meisten glauben erst an eine vorübergehende Störung. Schnell wird klar, dass es kein gewöhnliches Ereignis ist: Auch Batterien und Akkus funktionieren nicht mehr und es entwickelt sich ein Albtraum. Die Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser bricht zusammen, die Kommunikationsnetze sind ausgefallen.
Malte versucht, seine Familie und sein Dorf durch die Krise zu bringen und merkt schnell, dass er zwischen Magen und Moral entscheiden muss. Jutta befindet sich in einer 767, als der Strom ausfällt. Simone sitzt nach dem Blackout in Hamburg fest und hat keine Möglichkeit, Kontakt mit ihrer Familie in Mittelhessen aufzunehmen. Sie macht sich zu Fuß auf den 400 Kilometer langen und gefährlichen Weg nach Hause. Florian überwacht während einer Herz-OP die Herz-Lungen-Maschine, als das Stromnetz und die Notstromsysteme im Krankenhaus ausfallen. Lukas befindet sich in einem Wetzlarer Einkaufszentrum und wird Zeuge eines großen Verkehrsunfalls. Laura bemerkt schnell, dass sie mit dem plötzlichen Verlust ihres Smartphones nicht zurechtkommt.

Wann wird Hilfe von außen kommen? Gibt es überhaupt ein »außen«?
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Markus Mattzick für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Markus Mattzick gibt es auf seiner Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Konnten sie bisher das Flugzeug im Anflug auf gerader Linie halten, leiteten sie nun eine leichte Linkskurve ein. Insgesamt hatten sie Glück im Unglück: Die Landebahn war frei, die Maschine war mit ihr auf einer Linie und der Sinkflug passte.
     Konzentriert arbeiteten sie die Checkliste für eine Landung ab und improvisierten wieder, da viele Punkte nicht abzuarbeiten waren.
     »Wollen wir hoffen, dass das Fahrwerk ordentlich ausfährt und einrastet«, sagte Jutta. »Gravity Drop!«
     Sie betätigte den entsprechenden Hebel.


Simone


Simone saß in einem nobel ausgestatteten Konferenzsaal im Hanseatic Trade Center in Hamburg. Ihre Aufgabe war es, ihren Kunden zu überzeugen, dass ihr Bankhaus am besten geeignet war, sein ohnehin schon beachtliches Vermögen zu vergrößern. Das Ganze mit möglichst wenig Risiko und großen Renditen, die Quadratur des Kreises.
     Der Tag hatte extrem früh angefangen: Ihr Kollege Arne und sie waren gegen sieben Uhr von Frankfurt Richtung Hamburg geflogen und mit drei Kundenterminen war der Tag großzügig geplant. Während die ersten beiden seit Jahren Kunden ihrer Bank waren, war ausgerechnet der letzte Termin des Tages eine Neuakquise. Auf den konnten sie sich am schlechtesten vorbereiten, denn sie wussten zu wenig vom potenziellen Klienten, dem Chef einer Firma für umweltfreundliche Energiegewinnung.
     Dessen Büroräume waren im Turm des Columbus Hauses untergebracht und die Aussicht aus dem 18. Stockwerk war faszinierend. Die Elbphilharmonie stand in unmittelbarer Nähe, die Elbe und Teile des Hafens waren gut zu beobachten. Harald Burk hatte innerhalb von zwei Jahren mit wenig Startkapital eine Firma aus dem Boden gestampft, die Solaranlagen verschiedener Art aus aller Welt importierte und installierte.
     Nach einer Stunde Gespräch hatte sie den Eindruck, dass er genau wusste, was er wollte: Keinen Honig um den Mund geschmiert bekommen, sondern direkt zum Kern der Sache kommen. Die hochwertige Broschüre des Bankhauses hatte er dementsprechend kaum beachtet und sich sofort die von Arne angefertigte Präsentation über verschiedene Produkte angeschaut. Mit einem Kennerblick blätterte er die unwichtigen Seiten fast ungelesen weiter und überflog die anderen nur wenig länger.
     »Gefällt mir.« Herr Burk legte die Präsentationsmappe auf den großen Konferenztisch.
     »Und wie ...« Der Bildschirm seines Laptops wurde plötzlich dunkel. Er wandte sich um und schaute aus dem Fenster.
     Simone folgte seinem Blick: »Nach was schauen Sie?«
     Burk erklärte: »Die Frachtkräne bewegen sich nicht mehr. Da scheint das Stromnetz nicht mit den Belastungen durch die vielen Klimaanlagen zurechtzukommen.«
     Simone hatte den Eindruck, dabei Eurozeichen in seinen Augen zu sehen. Sie stellte sich vor, dass jeder Stromausfall ein Verkaufsargument für seine Produkte sein musste.
     »Was ist mit Ihrem Notebook?«, fragte sie.
     Herr Burk ging zu seinem Laptop und drückte auf einen Schalter: »Okay, das ist seltsam.«
     »Na toll«, ließ sich Arne hinreißen, »wenn das länger dauert, werden wir durch das Chaos unseren Rückflug verpassen. Oder hat die U-Bahn eine eigene Stromversorgung?«
     »Da bin ich überfragt«, gestand Herr Burk, »Ihr Zeitproblem fängt schon hier an. Die Aufzüge dürften nicht mehr funktionieren und mit Ihrem Schuhwerk wird der Abstieg ins Foyer keine wirkliche Freude sein.«
     Dabei deutete er auf Simones High Heels, die zwar nicht die höchsten Absätze hatten, jedoch einen Treppenabstieg erschwerten.
     Erst ärgerte sie sich über diesen Kommentar, konterte dann: »Die Schuhe kann ich ausziehen, das Treppenhaus wird irgendwann gewischt worden sein!«
     Burk reagierte mit einem kurzen, stoßartigen Lachen. »Sehr gut! Ich würde vorschlagen, dass wir unseren Termin für heute beenden. Ich melde mich die nächsten Tage telefonisch bei Ihnen, dann können wir weitere Details besprechen.«
     Burk schaute stirnrunzelnd aus dem Fenster: »Schauen Sie, da vorne.«
     Simone stellte sich neben ihn und sah, wie ein Ausflugsboot, im Hafenbecken vor dem Büroturm, die Kontrolle verloren zu haben schien: Das Schiff fuhr geradeaus in die Uferbefestigung. Da es ohnehin kurz vor dem Anlegen war, würde es einen relativ kleinen Materialschaden geben.
     »Eigentlich wird das Schiff von einem sehr erfahrenen Kapitän gesteuert, wir hatten schon Events auf dem Kahn«, teilte Herr Burk mit, »aber ...«
     Er schaute wieder aus dem Fenster und Simone folgte seinem Blick, auf der Elbe sah sie eines dieser großen Passagierschiffe.
     »Sehen Sie oben am Mast die Radaranlagen? Die sollten sich normalerweise drehen«, erklärte Burk.
     »Vielleicht ist es nicht eingeschaltet?«, vermutete Arne.
     Der Kunde musterte ihren Kollegen und kam Simone dabei wie ein Lehrer vor, der über die Frage eines Grundschülers lächelt: »Möglicherweise, aber eher unüblich.«
     »Ich kann mich täuschen«, setzte Herr Burk fort, »aber das Schiff scheint nicht den normalen Weg zu nehmen.«
     »Glauben Sie, es könnte auch außer Kontrolle sein?«, befürchtete Simone.
     »Wie kommen Sie darauf und vor allem wieso ›auch‹?«, reagierte Burk auf ihre Frage.
     Sie antwortete: »Sie betonten vorhin, dass der Kapitän des Ausflugsbootes normalerweise sehr viel Erfahrung hat, als ob Sie vermuten, dass es eine andere Ursache geben könnte.«
     »Gut aufgepasst.« Burk nickte, nahm seinen Blick kaum vom Ozeanriesen, der sanft eine Kurve fuhr. »Das Schiff sollte mittlerweile einen engeren Radius fahren. Wenn sich das nicht ändert, rammt es die Elbphilharmonie. Sie haben sich für Ihren Besuch einen ereignisreichen Tag ausgesucht!«
Seite: 1 2 3 4 5 6 7
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz