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New Gods 1 - Erwachen
Verfasser: Melissa Ratsch (19)
Verlag: Books on Demand (3750) und Eigenverlag (19911)
VÖ: 1. Juni 2021
Genre: Fantasy (13545) und Romantische Literatur (23849)
Seiten: 300 (Gebundene Version), 382 (Taschenbuch-Version), 245 (Kindle-Version)
Themen: Angriff (273), Götter (846), Inseln (1980)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Juni 2021 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
„Ich bin nicht mehr in Kansas.“

Dieser Gedanke schießt Tallulah Olsen durch den Kopf, als sie auf der künstlichen Insel der Organisation Arca ankommt. Sie ist eine der neuen Gottheiten, die überall auf der Welt erwachen, und muss schnell lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. Das wäre sicher einfacher, wenn da nicht dieser Mann wäre, der Tallys Herz höherschlagen lässt.
Als wäre das nicht genug Chaos, greift eine radikale Gruppe Arca und die neuen Götter an – denn nicht jeder Mensch ist froh darüber, dass es wieder Gottheiten auf der Erde gibt. Um das zu ändern, ist ihnen jedes Mittel recht…
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ihre Kollegin drehte sich um und musterte sie von Kopf bis Fuß. „Warum bist du denn so gut gelaunt heute?“
     „Ich hab keine Ahnung“, erwiderte sie, schenkte sich Kaffee ein und zwinkerte ihrer Kollegin zu.
     Diese hob skeptisch eine Augenbraue. „Bist du krank?“
     „Hey, du tust ja gerade so, als wäre gute Laute etwas Schlechtes. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich heute alles schaffen kann.“
     „Na, dann mach dich mal schnell an die Arbeit“, erwiderte Isabell. „Wenn du schon so inspiriert und voller Tatendrang bist.“
     „Du wirst schon sehen“, sagte Tally grinsend. Dann fiel ihr Blick auf das Bild ihrer letzten Weihnachtsfeier und ihr Lächeln verblasste.
     „Hast du mal wieder etwas von Björn gehört?“
     „Nicht seit seinem Besuch im Herbst“, antwortete Isabell. Sie seufzte tief und warf ein Stück Zucker in ihren Kaffee. „Es ist so verrückt, was da passiert ist. Weißt du noch, was mit meiner Nachbarin war?“
     „Frau Hakonsen?“, fragte Tally. „Die kein Schwedisch mehr sprechen konnte?“
     Isabell nickte. „Sie ist letzte Woche nach Madrid umgezogen, weil sie es einfach nicht mehr lernen konnte. Immerhin spricht sie jetzt perfekt Spanisch.“
     „Verrückt“, murmelte Tally. Sie lehnte sich an die Arbeitsplatte und nahm einen ersten Schluck Kaffee.
     Isaac Navedas „Erwachen“ hatte die ganze Welt erschüttert. Es hatte nicht lange gedauert, bis die Leute begriffen hatten, welche Art von Gottheit er war. Überall hatten die Menschen wichtige Dinge vergessen oder sie auf einmal gewusst. Musiker konnten auf einmal nicht mehr ihr Instrument spielen. Große Wissenschaftler verloren über Nacht ihre gesamte Expertise, dafür hatten andere Menschen explizites Fachwissen aus Gebieten, mit denen sie sich nie zuvor beschäftigt hatten.
     Da war es naheliegend, dass kurz darauf von Arca – der Organisation, die sich um den neuen Gott formiert hatte - verkündet worden war, dass es sich bei Isaac Naveda um den Gott des Wissens und der Weisheit handelte.
     Tally seufzte und sagte: „Ich verstehe nicht, warum man ihn Gott des Wissens nennt, wenn die Leute genauso viel vergessen, wie sie neu lernen.“
     „Ich weiß auch nicht“, antwortete Isabell und zuckte mit den Schultern. „Das haben die Leute von Arca beschlossen.“
     „Stimmt“, murmelte Tally.
     Mit diesen Gedanken im Kopf verließ sie die Kaffeeküche und ging in ihr Büro. Sie setzte sich ihre Kopfhörer auf, startete ihre Playlist und fuhr ihren Computer hoch. Sie atmete tief durch, schob die verwirrenden Gedanken beiseite und begann zu arbeiten.
     Sie vertiefte sich völlig in die Arbeit. Verlor sich in winzigen Details der Schaltkreise und Platinenaufbauten. Sie war mitten im Flow, es war wie ein Rausch.
     Erst Stunden später, als ihr Magen sich vehement meldete, löste Tally den Blick von ihrem Bildschirm. Es war bereits halb zwei und sie hatte nicht einmal ihren Kaffee getrunken, der kalt und vergessen neben ihrer Tastatur stand. Dennoch fühlte sie sich noch immer voller Energie.
     Da sie aber wusste, dass es so nicht ewig weitergehen konnte und sie eher früher als später in ein Loch fallen würde, zwang sich Tally, die Arbeit zu unterbrechen. Sie würde, trotz der dunklen Wolken draußen, einen kurzen Spaziergang machen und sich dabei etwas zu Essen holen.
     Sie nahm die Kopfhörer ab, griff nach ihrer Handtasche und ging in Richtung Treppen. Sie durchquerte gerade die Eingangshalle in Richtung Ausgang, als das Licht über ihr flackerte. Tally blieb stehen und sah nach oben.
     „Das ist schon das vierte Mal heute“, kam es von der Seite. Tally drehte sich um und entdeckte Sven, der von der Fabrikhalle auf sie zu kam. Ihr Teamkollege blieb neben ihr stehen und sah zu den Deckenleuchten.
     „Was meinst du ist der Grund für diese Schwankungen im Stromnetz?“, fragte Tally
     Sven zuckte mit den Schultern. „Vielleicht ein defekter Transformator. Oder es kommt ein Sonnensturm auf uns zu.“
     „Wie kommst du denn darauf?“
     „Weil das echt gefährlich ist. Ich war letzten Monat auf einer Konferenz und da war das ein Thema. Der nächste heftige Sonnensturm könnte alles grillen, was mit Elektrizität zu tun hat und uns direkt zurück in die Bronzezeit katapultieren.“
     „Ernsthaft?“, fragte Tally.
     „Ja.“ Er grinste schief und sagte: „Lass uns hoffen, dass wir wenigstens davon verschont bleiben.“
     Sven verabschiedete sich und ging in Richtung der Aufzüge. Tally setzte sich in Bewegung und verließ das Gebäude.
     Ich sollte heute Abend die Nachrichten lesen, dachte sie bei sich. Vielleicht wusste schon jemand mehr über diese Aussetzer. Wenn es nur ein lokales Problem war, dann würde es sicher bald gelöst werden. Falls nicht, dann wäre es trotzdem gut zu wissen, was diese Störungen verursachte.
     Donner grollte über ihr und Tally runzelte die Stirn. Ein Gewitter? Mitten im Winter?
     Sie sah hoch in die Wolken, die sich pechschwarz und unheilverkündend über ihr auftürmten. Tatsächlich leuchtete es in der düsteren Masse immer wieder auf und wenige Augenblicke später zuckten die ersten Blitze über den Himmel.
     Die Spannung in der Luft verdichtete sich so stark, dass Tally das Gefühl hatte, nicht mehr atmen zu können. Die Haare in ihrem Nacken stellten sich auf, ihre Muskeln begannen zu zittern und ihr Herz schlug heftig gegen ihre Rippen. Das Blut wummerte in ihren Ohren, so dass sie kaum noch das anhaltende Donnern hören konnte.
     Hatte sie einen Herzinfarkt? Eine Panikattacke? Sollte sie einen Krankenwagen rufen? Was war nur mit ihr los?!
     Mit weichen Knien wollte Tally weitergehen, zurück in die Firma, doch daraus wurde nichts.
     Sie hatte kaum zwei Schritte getan, da brach die sprichwörtliche Hölle über ihr los: Blitze schossen über den Himmel, tauchten den Platz in gleißendes Licht und verbreiteten den Geruch nach Ozon. Ein Blitz nach dem anderen schlug in den Boden um Tally ein, ließ die Luft explodieren und hinterließ eigenwillige Muster auf dem Stein. Die Einschläge kamen ihr immer näher und Tally wusste, dass sie Angst haben sollte, sich irgendwie schützen musste, weil ein Blitzeinschlag in den menschlichen Körper tödliche Folgen haben konnte, aber gleichzeitig konnte sie sich keinen Zentimeter vorwärts bewegen.

     Stattdessen stand sie mitten in diesem Regen aus purer Energie, sah zum Himmel auf und lachte. Sie musste wohl den Verstand verloren haben, denn in dieser Todeszone fühlte sie sich freier und lebendiger als jemals zuvor in ihrem Leben. Sie streckte eine Hand in die Höhe und grinste, als ein gewaltiger Blitz direkt auf sie zukam. Wie in Zeitlupe sah sie, wie sich das gezackte Licht auf sie zu bewegte ...
     ... und sie mit voller Wucht traf.
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