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Maskenball des Todes
Verfasser: Manuela Tengler (1)
Verlag: Eigenverlag (19911)
VÖ: 30. Januar 2021
Genre: Thriller (7125)
Seiten: 345 (Taschenbuch-Version), 261 (Kindle-Version)
Themen: Ball (105), Ertrinken (63), Karneval (37), Kreuzfahrten (163), Polizei (810), Rettung (596), Unschuld (381), Venedig (235)
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VENEDIG - INMITTEN DES CARNIVALE DROHT EINE KATASTROPHE! Wird die Serenissima diesen Kampf überleben?
ERLEBEN SIE IHRE LIEBLINGSSTADT HAUTNAH

INHALT
Bei einer Bürgerversammlung gerät die alleinerziehende Polizistin Alessandra Fornati unvermittelt in die Fronten zwischen Kreuzfahrtlobby und aufgebrachten Venezianern, die um das Überleben ihrer Stadt fürchten. Alessandras Engagement schürt neue Hoffnung und tatsächlich scheint bei der nächsten Protestaktion in der Lagune eine Trendwende möglich. Dabei droht Alessandra zu ertrinken und wird von einem geheimnisvollen Mann gerettet, doch bald muss sie sich fragen, ob Fabio wirklich ihr Retter und auf ihrer Seite ist. Die neue Jeanne d Àrc Venedigs wird in ihrem Kampf immer mehr zur Marionette mächtiger Konsortien. Verzweifelt versucht sie ihre Unschuld zu beweisen, aber niemand glaubt ihr.

Am Höhepunkt der Feierlichkeiten des Carnivale di Venezia warnt Alessandra ihre Kollegen, doch niemand glaubt ihren Prophezeiungen. Inzwischen bahnt sich vor dem Dogenpalast eine Katastrophe an. Gelingt es Alessandra rechtzeitig, die Drahtzieher zu entlarven und ihre Stadt vor dem sicheren Untergang zu retten?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Manuela Tengler für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Manuela Tengler gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Man entschädigte die Passagiere mit der Übernahme entstandener Unkosten und lockte mit fulminanten Rabatten für die nächste Kreuzfahrt. Es gab so vieles, das angesichts von Abertausenden Tonnen Stahl binnen Minuten zu einer tödlichen Gefahr werden konnte. Wurde man als Passagier auf Sicherheitsmängel hingewiesen, darauf, dass die Karabiner und Seile der an Deck verstauten Rettungsinseln verrostet waren? Vage erinnerte sie sich an einen Techniker, den sie bei einem Zwischenfall im Guidecca Kanal im Hafen kennengelernt hatte. Selbst er bestätigte, es könne kein Restrisiko in Aussage gestellt werden. Das wäre so fahrlässig wie die Aussage, die Titanic wäre unsinkbar.
     »... Ein technisches Versagen wird derzeit nicht ausgeschlossen ...« Die junge Reporterin suchte nach den passenden Worten, um den Zuschauern in ihren warmen Wohnzimmern fern des Unglücksortes das Ausmaß dieser Tragödie zu verdeutlichen. Sie bemühte sich, die schrecklichen Nachrichten mit viel Herz zu vermitteln und kämpfte selbst mit den Tränen, als die Kamera auf einen tropfnassen Teddybären zoomte. Neri schien nicht so sensationslüstern wie ihre Kollegen zu sein. Sie winkte hektisch in die Kamera. Das harte Business des Journalismus forderte an diesem Tag genügend Opfer. War Neri resolut genug, sich zu behaupten? Inzwischen trafen weitere TV-Sender ein und berichten nun ebenfalls live vor Ort. Unerbittlich hielten sie verzweifelten Überlebenden das Mikrofon vor die Nase, zoomten mit ihren Kameralinsen auf rot unterlaufene Augen, auf traumatisierte Kinder. Quote zählte, Tragödien pushten, perfetto. Je größer das Leid, desto höher die Zuschauerzahlen.
     Alessandra schauderte vor Entsetzen, während Stefano sich durch die Kanäle zappte. Jeder größere Sender unterbrach das Programm oder hielt die Zuschauer mit einem eingeblendeten Liveticker auf dem Laufenden. Bekannte Gesichter aus den Nachrichten und der Politik verkündeten ihre Anteilnahme. Das Gesicht mit einem Wimpernschlag auf ‚Unser aufrichtiges Beileid’ getrimmt. Carlotta Neri dagegen überforderte die grauenhafte Situation. Ihre Augen waren gerötet, fieberhaft glitt ihr Blick aus dem Fokus des Kameramannes. Eine Familie verließ eben einen Rettungswagen. Das Gesicht verquollen von Tränen umklammerte die Frau die Hand ihres Mannes, während dieser fassungslos auf den Unglücksort zurückblickte. Seine Hand zitterte, während er auf das – vor Stunden noch hell erleuchtete – Kreuzfahrtschiff zeigte. »Mein Sohn«, stammelte er und packte einen Sanitäter an der Jacke. »Sie werden ihn finden, nicht wahr? Mein Sohn ist auf diesem Schiff, retten Sie ihn.«
     Die Kamera näherte sich dem Familienvater. Plötzlich erschien Neri im Bild. Mit hektischen Bewegungen drängte sie den Kameramann ab und verharrte neben dem traumatisierten Mann. Dieser taumelte und blieb teilnahmslos liegen.
     Die Kamera schwenkte weiter, folgte überforderten Mitarbeitern des Roten Kreuzes. Sanitäter verteilten hektisch Wasserflaschen, die sie aus lächerlich bunten Plastikkörben zogen, die in dieser Situation wie blanker Hohn wirkten. Es war zu bunt dort. Zu laut. Zu schrecklich. Zu unrealistisch.
     Schalt weiter, wollte sie Stefano bitten, aber alle in der Dienststelle waren zu geschockt. Niemand konnte den Blick von diesen Bildern lösen.
     Alessandra schüttelte benommen den Kopf. Die Katastrophe passierte nicht weit entfernt von Venedig, wenn sie die kaum lesbare Karte, die der Sender in diesem Moment eingeblendet hatte, korrekt erkannte. Kaum auszudenken, wenn diese Katastrophe hier -
     »Alessandra, dein Handy läutet«, bemerkte Giuseppe und drückte sanft ihren Arm. »Die armen Familien. Da freut man sich auf eine Kreuzfahrt und spart, um dann so zu enden? – Unfassbar, was für eine Tragödie!«
     Sie nickte fassungslos. Ein Blick aufs Display verriet den Anruf ihrer Mutter. »Was ist denn schon wieder? Du hast mich doch erst vorgestern ...« Nach einem kurzen Zögern drückte sie den Anruf weg und starrte wieder auf den Bildschirm. Wie ein Mahnmal ragte der Bug des einst so imposanten Schiffes von fast 300 Metern Länge aus dem Meer. Was geschah an Bord, wenn sich Hunderte Menschen panisch und mit letzter Kraft über Bord zu retten versuchten? Noch immer harrten Dutzende Menschen auf dem Schiff aus. Frauen in eleganten Abendkleidern eilten ans andere Ende des Schiffes. Wie von ihren Schnüren befreite Marionetten taumelten sie umher. Das Captainsdinner war wahrhaftig ein unvergessliches Ereignis geworden. Die sorgfältig hochgesteckten Dutte hingen herab, verdeckten panisch große Augen. Schrille Stimmen gellten über die Decks, als das Schiff sich plötzlich mit einem Ruck auf die Seite neigte. Um Hilfe rufende Menschen rutschten auf dem schräger werdenden Deck ab, ihre Körper wurden brutal gegen die Reling geschleudert.
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