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Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording 2 - Nordwestzorn
Verfasser: Svea Jensen (2)
Verlag: HarperCollins (315)
VÖ: 25. Mai 2021
Genre: Kriminalroman (8508)
Seiten: 384 (Taschenbuch-Version), 296 (Kindle-Version)
Themen: Kommissare (2362), Rückkehr (998), Schleswig-Holstein (94), Verdacht (774), Verschwinden (2138)
Reihe: Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording 2 - Nordwestzorn« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (7)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 4. Juni 2021 um 20:41 Uhr (Schulnote 2):
» Ein ruhiger, aber dennoch spannender Kriminalroman mit norddeutscher Atmosphäre!

"Nordwestzorn: Ein Fall für die SOKO St. Peter-Ording" von Svea Jensen und dem Verlag Harper Collins ist ein norddeutscher Kriminalroman, der am 25. Mai 2021 erschienen ist. Mir hat der authentische Inhalt gut gefallen. Obwohl der kurzweilige Krimi eher in die ruhige Richtung geht, nimmt das letzte Drittel immer mehr an Fahrt und Spannung auf. Dies ist mittlerweile der zweite Fall für die Soko St. Peter-Ording. Obwohl ich den ersten Fall nicht kenne, hatte ich keine Probleme damit, den Inhalt und dessen Handlungen zu verstehen.


Der neue Fall von Kommissarin Anna Wagner hat es in sich: Vor mehr als 15 Jahren verschwand ein Junge aus einem Sommercamp bei St. Peter-Ording, eine Leiche wurde nie gefunden. Im Fokus der Ermittlungen standen damals drei Männer, von denen allerdings nur der Leiter des Camps angeklagt und nach einem öffentlichkeitswirksamen Indizienprozess freigesprochen wurde. Den Verdacht, sich an dem Jungen vergangen zu haben, konnte jedoch keiner der Männer je wieder vollständig abstreifen. Als der damalige Camp-Leiter nach vielen Jahren im Ausland nach St. Peter-Ording zurückkehrt und nach kurzer Zeit spurlos verschwindet, ist der Soko schnell klar: Nur wenn sie den alten Fall lösen, haben sie vielleicht eine Chance, den Mann zu retten … 


Da ich aus der Sicht verschiedener Perspektiven lesen konnte, fand ich den Krimi gut abwechslungsreich. Auch der Wechsel zwischen Gegenwart und kursiv gedruckten Abschnitten aus der Vergangenheit hat mir gut gefallen. Der ungelöste Cold-Case-Fall wird durch authentischer und detaillierter Ermittlungsarbeit durch die Kommissare nochmal neu aufgerollt und dabei werden sie öfter stutzig, als ihnen lieb ist. Als sie die Ermittlungen aufnehmen und die Ermittler von damals befragen, wird besonders Anna Wagner und Hendrik Norberg schnell klar, das bei den damaligen Ermittlungen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Doch was die ehemaligen Ermittler ans Licht bringen, damit habe ich nicht gerechnet. Mich hat am Ende eine gute Wendung erwartet, die mich wirklich überrascht hat und mit der ich nicht gerechnet hätte. Somit finde ich die Auflösung sehr gelungen, besonders das Ende hatte noch ein kleines schockierendes Extra parat.

Obwohl der Hauptstrang aus den Ermittlungen des Cold-Case-Falls besteht, gibt es einen Nebenstrang, wo die Protagonisten sehr menschlich und vor allem auch sympathisch rüberkommen. Die beiden Hauptprotagonisten Anna Wagner und Hendrik Norberg konnte ich im Laufe der Geschichte besser kennenlernen, verstehen und mich in dessen Gedanken, Gefühle und Handlungen gut hineinversetzen. Nils Scheffler, der ebenfalls zur SOKO gehört, hat sich sehr stark im Hintergrund aufgehalten, sodass ich ihn kaum wahrgenommen habe. Einzelheiten aus Wagners' und Norbergs' Privatleben haben hier gut reingepasst und nicht gestört. 

Der Schreibstil ist flüssig, authentisch und vor allem bildlich. Besonders das winterliche Wetter kam für mich sehr gut rüber, sodass ich die Kälte während des Lesens schon fast spüren konnte. Lange Sandstrände und menschliche Abgründe, mir hat diese Kombination gut gefallen, welche mir spannende Lesestunden beschert hat. «
  16      0        – geschrieben von Jasminh86
 
Kommentar vom 31. Mai 2021 um 13:49 Uhr (Schulnote 1):
» „Nordwestzorn“ von Svea Jensen, Verlag Harper Collins Germany, habe ich als ebook mit 281 Seiten gelesen, die in 42 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 2. Fall der Soko St. Peter-Ording. Zu Beginn ist eine Karte von St. Peter-Ording zu finden.
Kommissarin Anna Wagner ist zurück in St. Peter-Ording und leitet von hier die neu eingerichtete Landesvermisstenstelle für alte und neue Fälle. Und gleich bekommt sie es mit einem 15 Jahre alten Fall zu tun. Damals verschwand der 9jährige Florian Berger aus einem Jugendheim. Schnell waren drei Verdächtige gefunden, von denen aber nur der Leiter des Heimes, Carsten Witt, angeklagt und freigesprochen wurde. Es lagen nicht genügend Beweise vor.
Nach vielen Jahren kommt Witt mit seiner Lebensgefährtin wieder nach St. Peter-Ording zurück, aber er ist nicht mehr der Alte.
Anna beginnt in diesem alten Fall zu ermittelt und befragt die damaligen Verdächtigen, ebenso die Ermittler, die bis auf einen damaligen noch jungen Kollegen, sehr unkooperativ sind. Besonders der Ermittlungsleiter Pieter Johannsen. Der war schon früher ein böser Mann, 15 Jahre später ist er ein böser, kranker, alter Mann.
Hilfe bekommt Anna von ihrem Kollegen Nils Scheffler. Auch Hendrik Norberg ist wieder mit dabei. Obwohl der eigentlich Dienststellenleiter ist und andere Aufgaben hat, wie z.B. die Aufklärung einer Einbruchsserie in den Ferienhäusern der Schönen und Reichen. Ausgerechnet hier trifft er auf den ehemaligen Polizisten Michael Paulsen, der aus dem Polizeidienst ausgeschieden ist wegen seiner sexistischen Übergriffe auf Frauen.
Den alten Fall findet Norberg aber spannender und ist voll bei den Ermittlungen dabei.

Auch dieser zweite Teil hat mir super gefallen. Anna ist sehr beliebt und wurde freudig in der Dienststelle St. Peter-Ording aufgenommen. Sie kann auch wieder im Ferienhaus von Norberg’s Schwiegereltern wohnen, zu denen schnell ein freundschaftliches Verhältnis entsteht. Gerade Corinna braucht sie gerade dringend. Norberg zieht seine beiden Söhne alleine auf, da seine Frau erst vor einigen Monaten gestorben ist, was für die ganze Familie ein schwerer Schlag war. Ich finde diese Charaktere authentisch beschrieben und sehr sympathisch. Es zeigt, dass es auch außerhalb der Arbeit einige Probleme gibt, aber alle zusammenhalten und das schaffen werden.
Die anderen Personen konnte ich mir auch super vorstellen, habe sie gemocht, gehasst oder bedauert.
Der Fall selbst ist sehr traurig und das Ende umso mehr. Das war dann doch überraschend. Durch die damalige Polizeiarbeit wurden so einige Leben zerstört. Auch die gegenwärtige Polizei arbeitet in manchen Dingen recht schlampig und nimmt gerade die Anzeigen von Frauen nicht ernst, was unvorstellbar ist.

Es ist ein Buch zum Mitleiden, sich Mitfreuen und zum Wütendsein. Es kommen viele Emotionen hoch beim Lesen. Es ließ sich sehr gut und zügig lesen und gegen Ende wurde es noch einmal so richtig spannend.
Das Cover ist angelehnt an den ersten Teil und gefällt mir auch sehr gut. Ich hoffe, es gibt noch viel mehr über Anna und Henrik zu lesen.«
  19      0        – geschrieben von Anett Heincke
Kommentar vom 29. Mai 2021 um 13:20 Uhr (Schulnote 1):
» spannend

Anna Wagner darf zurück nach SPO und Vermisstenfälle bearbeiten. Ihr „neuer“ Fall handelt von einem Jungen, der vor mehr als 15 Jahren aus einem Sommercamp verschwunden ist. Schnell standen damals der Heimleiter und seine beiden Freunde im Visier der Polizei. Dem Leiter wurde sogar vorgeworfen, sich an dem Jungen vergangen zu haben, doch er wurde frei gesprochen. Als dieser nach vielen Jahren im Ausland zurück nach SPO kommt und eines Tages verschwunden ist, ist der Soko klar, sie müssen den alten Fall lösen, damit der Mann eine Chance hat zu überleben.

Das Buch hat mir gut gefallen. Es war spannend und flüssig geschrieben. SPO war sehr gut beschrieben, ich war gedanklich sofort wieder dort. Ich mag Anna und Hendriks und so habe ich mit den beiden mitgefiebert – vor allem bei Hendrik, da es bei ihm privat auch einiges zum aufarbeiten gab/gibt. Die damaligen Ermittler fand ich schon etwas seltsam, warum reagieren sie so komisch? Haben sie etwas zu verbergen? Oder haben sie einfach nur schlampig gearbeitet und wollen das vertuschen? Ich freue mich schon auf einen weiteren Fall für die beiden. 5 von 5*.«
  6      0        – geschrieben von dru07
Kommentar vom 28. Mai 2021 um 15:04 Uhr (Schulnote 1):
» Anna Wagner ist nun mit der neu gegründeten Vermisstenstelle nach St. Peter-Ording gezogen. Sie nimmt sich den alten Vermisstenfall des vor 15 Jahren verschwundenen Jungen aus einem Sommercamp. Seine Leiche wurde nie gefunden. Damals standen drei Männer als Tatverdächtige im Fokus der Ermittlungen. Der damalige Camp-Leiter wurde sogar angeklagt, aber freigesprochen. Weil schlecht über ihn geredet worden ist, ist er ins Ausland gezogen. Als er nun nach Jahren zurückkehrt und kurze Zeit später verschwindet ist der SOKO schnell klar, dass es mit dam alten Fall zu tun hat, den sie schnellstens lösen müssen.

"Nordwestzorn" ist der zweite Fall für die SOKO St. Peter-Ording. Er kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, doch es empfiehlt sich mit Band 1 zu beginnen, da auch die persönliche Geschichte der Ermittler auf einander aufbaut. Falls man den ersten Teil noch nicht kennt, bekommt man alle notwendigen Informationen zu den Protagonisten in die Handlung eingewoben, ohne dass der Lesefluss gestört wird.

Die Story an sich ist sehr ruhig. Es passiert kaum etwas. Die SOKO nimmt den Fall des vermissten Florians wieder auf und geht die alten Ermittlungen durch und führen nochmals Befragungen mit den damaligen Beteiligten. Erst als der ehemalige Tatverdächtige verschwindet, nimmt es ein wenig Fahrt auf und die Spannung steigt auch durch unerwartete Wendungen.

Die Umgebung und die Atmosphäre wurde wirklich toll beschrieben. Ich hatte gleich wieder Bilder aus meinen letzten Urlauben vor Augen und wusste an welchem Ort die Handlung gerade gespielt hat.

Die Diaologe zwischen den Protagonisten waren sehr lebendig. Ich hatte immer das Gefühl, als wenn ich daneben stehe und es hautnah mit ansehe.

Auch die Protagonisten wirken durch ihre ganz eigene Geschichte sehr lebendig und authentisch. Durch ihre ganz persönliche Geschichte sind sie dem Leser ganz nah. Ich finde es schön, dass die Protagonisten ihre ganz eigene Geschichten haben, die sich stetig weiterentwickelt und nicht nur stocksteife Figuren in der Handlung sind. Die Hauptprotagonisten Anna Wagner und Hendrik Norberg und seine Famile habe ich jedenfalls in mein Herz geschlossen.

Mein Fazit:
Ein ruhiger, aber dennoch sehr lebendiger Cold Case-Fall. Schöner Schreibstil und tolle Umgebungsbeschreibungen. Ich bin schon gespannt auf weitere Teile mit der tollen SOKO SPO.«
  10      0        – geschrieben von Annabell95
Kommentar vom 27. Mai 2021 um 22:52 Uhr (Schulnote 2):
» Küstenkrimi
Kommissarin Anna Wagner wird die Leiterin der neu geschaffenen Vermisstenstelle in St. Peter-Ording. Unterstützung erhält sie von Hendrik Norberg, dem Dienststellenleiter der Polizeidienststelle und Nils Scheffler. Anna Wagner nimmt sich als ersten Fall das Verschwinden des neunjährigen Florians aus dem Jahr 2004 vor. Die damaligen Ermittlungen scheinen relativ unfähig und unsauber abgelaufen zu sein …
Die Protagonisten sind dynamisch, facettenreich, schlüssig und sympathisch gezeichnet. Die Mischung zwischen der Polizeiarbeit und dem Privatleben von Anna und Hendrik finde ich gelungen, ebenso wie Hendrik als Vater dargestellt wird. Die Handlung wird schlüssig und spannend dargestellt. Auch werden neben dem ungeklärten Vermisstenfall heikle Themen angeschnitten, wie z.B. Vertuschung von Straftaten durch Polizisten und Kindesmissbrauch. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende aufrechterhalten und endet mit einem überraschenden Showdown. Die Landschafts- und Ortsbeschreibungen sind detailreich und lebendig beschrieben. Der angenehme Schreibstil liest sich flüssig und fesselnd.
Mit dem „unblutigen“ Krimi verbrachte ich unterhaltsame Lesestunden.«
  7      0        – geschrieben von isa21
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