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Die Clique der Ehrlosen
Verfasser: Thomas Majhen (1)
Verlag: Eigenverlag (20349) und epubli (1629)
VÖ: 4. März 2021
Genre: Historischer Roman (5071)
Seiten: 664 (Gebundene Version), 639 (Taschenbuch-Version)
Themen: 1938 (15), Augsburg (48), Berlin (1241), Dreißiger Jahre (250), Drittes Reich (93), Hitlerjugend (5), Jugendliche (218), Wehrmacht (19), Zweiter Weltkrieg (562)
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Thomas Majhen für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Mehr routiniert als genüsslich zog der Gestapo-Mann an seiner Zigarette. Auch dieses Mal unterließ er es, Oster einen Zug anzubieten. Die Lust darauf war diesem aber ohnehin vergangen, wahrscheinlich wäre er im Augenblick auch gar nicht dazu in der Lage gewesen. Schwer nach Atem ringend, krümmte er sich, soweit es der Spielraum der Fesseln erlaubte, auf seinem Stuhl.
     »Sie sehen, ich lasse durchaus mit mir reden«, schmeichelte der Beamte sich selbst, »sofern Sie vernünftig sind. Begreifen Sie doch, dieses Theater, das Sie hier veranstalten, all die Ausflüchte und Beteuerungen, das ist alles gänzlich zwecklos. Kindisch möchte ich fast sagen. Sie können sich hier abmühen und irgendeiner abstrusen Hoffnung hingeben, im Grunde ist mir das ganz gleich. Bedenken Sie jedoch, dass Sie dadurch nur ihr eigenes Elend verlängern.« Der Beamte lehnte sich in seinem Stuhl zurück, eine Hand ließ er entspannt auf dem Schreibtisch ruhen. »So gesehen haben Sie hier die Fäden in der Hand und nicht ich. Sie allein können nämlich entscheiden, wann es vorbei ist – bis zu einem gewissen Grad natürlich. Seien wir doch ehrlich, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir genügend Beweise und Aussagen beisammenhaben. Dann wird es ganz unerheblich sein, ob und was Sie aussagen.«
     Allmählich erholte sich Oster von dem Schlag. Es war erstaunlich, wie ihn der Umstand, langsam wieder vernünftig atmen zu können, in eine fast schon optimistische Stimmung versetzte. Ihm war durchaus aufgefallen, dass sich der Gestapo-Beamte soeben widersprochen und zugegeben hatte, dass die Beweislast gegen ihn wohl doch nicht so erdrückend war, wie eingangs behauptet. Der Moment, seinen Plan zu entfalten, schien gekommen. »Ja«, sagte er nur und machte danach eine lange Pause.
     Der Beamte betrachtete ihn und überlegte, ob der Gefangene zu Atem komme wollte oder darüber nachdachte, was er sagen sollte. Nicht, dass ihn das interessiert hätte. Er versuchte lediglich zu entscheiden, wie sich wohl ein weiterer Hieb auf dessen Redseligkeit auswirken würde.
     Als der Gestapo-Mann schon ungeduldig zu werden drohte, fuhr Oster fort. »Ich gebe es also unumwunden zu: Ich war unzufrieden mit den Verhältnissen. Ich wollte, dass sich etwas ändert. Ich wollte nicht warten, bis es zu spät war. Ich wollte die Sache selbst in die Hand nehmen.«
      »Indem Sie einen Plan zur Ermordung des Führers ausarbeiteten.«, ergänzte sein Gegenüber ermunternd. Der Beamte wähnte sich schon am Ziel und sah Oster interessiert an.
     Der schüttelte vorsichtig den Kopf. »Es ging uns zunächst nur darum, SS und Gestapo auszuschalten und die Rechtstaatlichkeit wiederherzustellen. Wir haben geglaubt, der Führer wisse nichts von den Machenschaften der SS. Unserer Ansicht nach arbeitete Himmler daran, die Macht an sich zu reißen. Wir wollten den Führer nicht umbringen. Wir wollten ihn retten ...«
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