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Sturmvögel
Verfasser: Manuela Golz (1)
Verlag: Dumont (208)
VÖ: 17. Mai 2021
Genre: Frauenliteratur (1397)
Seiten: 336 (Gebundene Version), 235 (Kindle-Version)
Themen: Berlin (1218), Dienstmädchen (50), Erster Weltkrieg (193), Inseln (1978), Mütter (807), Nordsee (383), Zwanziger Jahre (303), Zweiter Weltkrieg (550)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Sturmvögel« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 11. Juni 2021 um 6:41 Uhr (Schulnote 2):
» Emmy wächst auf einer kleinen Insel in der Nordsee auf. Es herrscht Krieg, die Familie lebt in Armut und kommt kaum über die Runden. In ihrer Jugend führt das Schicksal sie schließlich weit weg von ihrer Heimat nach Berlin, wo das Leben ganz anders ist als auf der kargen, einsamen Insel. Als Dienstmädchen lernt sie nun eine völlig neue Welt kennen.

Viele Jahre später, Emmy ist 86. Ihr nächster Geburtstag steht kurz bevor, als ihre Kinder, selbst längst mitten im Leben stehend, im Keller eine Entdeckung machen, welche ein kleines Vermögen wert zu sein verspricht. Doch all die Jahre über hat Emmy nie ein Wort darüber verloren - kann es sein, dass sie den kleinen Schatz vergessen hat? Und wie ist sie, das verarmte Mädchen von der Insel, überhaupt dazu gekommen?

Der Roman gliedert sich auf die beiden Zeitstränge auf, abwechselnd liest man von Emmys Vergangenheit und Gegenwart. So vervollständigt sich nach und nach das Bild ihres Lebens.

Emmy ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt sich nicht unterkriegen und ihre Handlungen sind stets nachvollziehbar. Sie weiß, wie sie das erreichen kann, was ihr wichtig ist, und so ist sie trotz der vielen Rückschläge in ihrem Leben auch im Alter noch eine starke Persönlichkeit und eine Frau, die sich nichts vormachen lässt. Auch die anderen Figuren, in der Gegenwart insbesondere ihre Kinder, sind alle gut gezeichnet und schön ausgearbeitet. Ihre Beweggründe sind verständlich und ihre Handlungen passen gut zum jeweiligen Charater, sodass ich alle Haupt- und Nebenfiguren schön überzeugend fand.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker-leicht lesen, ohne dass man dabe jemals das Gefühl hätte, die Geschichte drohe ins Belanglose abzudriften. Die eher kürzeren Kapitel unterstützen ein angenehmes Lesen.

Insgesamt finde ich die Umsetzung sehr gelungen habe das Buch gerne gelesen!«
  13      0        – geschrieben von Anna625
Kommentar vom 6. Juni 2021 um 21:18 Uhr (Schulnote 1):
» „Eine kleine Frau, ganz groß“ – das würde die Autorin sagen, wenn sie in zwei Sätzen ihren Roman „Sturmvögel“ umreißen müsste. Ihr genügt sogar dieser eine kurze Satz, der ganz viel aussagt.

Emmys Leben zählt mittlerweile 86 Sommer. Hineingeboren in eine arme Familie wächst sie auf einer kleinen Nordseeinsel auf. Geprägt von Arbeit ist ihre Kindheit und mit vierzehn dann endgültig zu Ende, sie kommt als Dienstmädchen in die große Stadt – nach Berlin.

Manuela Golz ist eine sehr bewegende Familiengeschichte gelungen, kurzweilig zu lesen und sprühend vor Leben. In Emmy schuf sie einen ganz besonderen Charakter, dem wir mit vier Jahren zum ersten Mal begegnen (1911). Das Schicksal meint es nicht immer gut mit ihr, sie hat sich aber stets tapfer vorwärts gekämpft, sich nie entmutigen lassen.

Ihre Kindheit hin zum Erwachsenenleben lernen wir immer besser kennen, die kleine Emmy habe ich ganz schnell ins Herz geschlossen. Und die 86jährige blickt auf ihr Leben zurück, will alles regeln, solange sie noch Zeit hat. Ihre drei erwachsenen Kinder Hilde, Otto und Tessa sowie Anni, ihre Ziehtochter kennt sie ganz genau, jeder hat so seine Eigenheiten. Und genau deshalb ist es ganz gut, dass Emmy nochmal das Zepter in die Hand nimmt. Auch wenn es mit ihrer Schulbildung nicht so weit her ist, macht ihr doch keiner was vor, sie lässt sich nie unterkriegen, ist eine ausgezeichnete Beobachterin und zuweilen sitzt ihr der Schalk gehörig im Nacken.

Mit viel Gespür, sehr feinsinnig und doch gewaltig dringt der Leser in deren Alltag vor. Der Wechsel vom Gestern ins Heute zieht sich durchs Buch, macht die ganze Geschichte dadurch noch spannender, das Gelesene wirkt sehr lebendig, gut fassbar und durchgehend lebensnah. Eine gewisse Leichtigkeit durchzieht das Geschehen und trotz der sehr harten Jahre ist doch viel Lebensfreude spürbar. Eine starke Frau, die beherzt und unerschrocken Rückgrat zeigt.

„Sturmvögel“ ist Lesegenuss pur. Einmal angefangen, ist es fast unmöglich, sich von Emmy und den ihren zu trennen. Ein wunderbares, sehr warmherziges Buch, das gelesen werden will.«
  13      0        – geschrieben von Magnolia
Kommentar vom 2. Juni 2021 um 19:50 Uhr (Schulnote 2):
» Emmy Seidlitz ist 86 Jahre alt, als die Ärzte bei ihr Herzprobleme feststellen. Die Seniorin, die ansonsten noch ziemlich rüstig ist, kann auf ein aufregendes Leben zurückblicken. Und ihre Kinder müssen erkennen, dass die Mutter so ihre Geheimnisse hat...

„Sturmvögel“ ist ein Roman von Manuela Golz.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 27 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Erzählt wird vorwiegend aus der Sicht von Emmy, aber auch aus der weiterer Personen. Dabei gibt es zwei Stränge: Einerseits spielt die Handlung in der jüngeren Vergangenheit (1994 und 1995) und andererseits in ferneren Zeiten (ab 1911). Zeitangaben zu Beginn der Kapitel machen die Orientierung leicht.

Der Schreibstil ist anschaulich und dank vieler Dialoge lebhaft, aber recht unspektakulär.

Protagonistin Emmy ist eine selbstbewusste und resolute Persönlichkeit, die mit ihrer direkten Art schnell meine Sympathie gewonnen hat. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr gut deutlich. Leider sind nicht alle Charaktere vielschichtig angelegt.

Der Roman basiert auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Inhaltlich ist er abwechslungsreich. Die Schicksalsschläge und Erlebnisse, die Emmy widerfahren, machen die mehr als 300 Seiten umfassende Geschichte kurzweilig, facettenreich und unterhaltsam. Allerdings hatte ich mir eine etwas tiefgründigere und originellere Lektüre erhofft.

Ein schöner Pluspunkt ist das angefügte Glossar, das sich am Ende des Buches versteckt. Auch das Interview zum Roman gehört zum interessanten Zusatzmaterial.

Das moderne Cover gefällt mir gut. Der Titel ist passend.

Mein Fazit:
„Sturmvögel“ von Manuela Golz ist ein unterhaltsamer Roman, der mir schöne Lesestunden bereitet hat, aber das gewisse Extra vermissen lässt, um noch lange nachzuhallen.«
  7      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 26. Mai 2021 um 13:55 Uhr (Schulnote 1):
» Frauenschicksal im 20. Jahrhundert
„Sturmvögel“ ist ein ganz wunderbares, unterhaltsam geschriebenes Buch. Es handelt von Emmy, die 1907 auf einer kleinen Nordseeinsel als älteste Tochter des Walfängers Andries Peterson geboren wird. Hier führt sie mit ihrer Familie ein recht karges, aber zufriedenes Leben. Die Eltern lieben sie.

„Vergiss nie, dass du von uns sehnsüchtig erwartet und immer geliebt worden bist. Diese Liebe, das tiefe Gefühl, erwünscht gewesen zu sein, trug sie durch schwere Zeiten.“ (S. 242)

Früh in ihrem Leben verliert sie erst die Mutter und danach den Vater. Mit 14 Jahren erfolgt die schmerzhafte Trennung von den Schwestern und von der Insel. Emmy wird nach Berlin als Dienstmädchen verpflichtet und muss sich allein durchs Leben schlagen.

Auf 336 Seiten und in 27 überschaubaren, kurzen Kapiteln wird die Lebensgeschichte von Emmy erzählt. Mit ihrer munteren, erfrischenden Art erobert sie recht bald als unerfahrene Inselbewohnerin das turbulente Berlin und Hauke Seidlitz, den Sohn aus reichem Hause. Sie saugt das Neue, das Ungewohnte in sich auf und nutzt ihre Möglichkeiten trotz geringer Schulbildung. Doch sie hat was ganz Wesentliches; sie hat Herzensbildung und einen unschlagbaren Humor. Schließlich heiraten die jungen Leute trotz der Standesschranken, weil sich neues Leben ankündigt. Als die dünkelhafte, äußerst hysterische Schwiegermutter Emmys Erstgeborene brutal schlägt, verläßt die junge Frau Knall auf Fall das Haus und kommt bei ihrer Freundin Marianne unter. Emmy ist ihr ganzes Leben auf der Suche nach einem sicheren Hafen für sich und ihre Lieben. Hier stellt sich der Bezug zum Titel her. Eigentlich sind damit die Walfänger, die Seeleute gemeint, die nach stürmischer See wieder heimkommen. Doch auch Emmy ist ein Sturmvogel! Sie sorgt für drei Kinder, zieht sie groß und betreut noch im hohen Alter eine Pflegetochter. Wie ihr das alles mit ihrer herzerfrischenden, schlagfertigen Art gelingt, machte mir eine riesige Lesefreude. Zumal sie mich in ihrer Warmherzigkeit und ihrem tollen Pragmatismus immer wieder an meine ebenfalls 1907 geborene Großmutter erinnerte. Emmy ist eine ganz starke, praktisch veranlagte Frau. Es ist einfach bewundernswert wie sie durch die schweren Zeiten zwischen den beiden Weltkriegen und danach kommt. Das hätte auch sehr gut bei der Vorgeschichte als riesiges Drama enden können. Die Frau ist fast nie um eine Antwort verlegen, geht nicht gibt es nicht bei Emmy. Sie findet im Leben immer eine gute, für alle zufriedenstellende Lösung.

Manuela Golz hat die Geschichte sehr gewitzt angelegt. Sie beginnt mit dem letzten Sommer Emmys im Jahr 1994. Danach wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart ab und so erlebt der Leser ganz authentisch den Entwicklungsweg mit. Die Autorin geht sogar zurück ins Jahr 1870, um zu verdeutlichen, wie lange ein schreckliches Ereignis in einer Familie nachwirken und Einfluß nehmen kann auf das Dasein der Nachgeborenen.
Wir erleben am Ende des Buches eine taffe 87 jährige, die mit sich im reinen ist und auch ihr Erbe, ihr Vermächtnis, an die Nachwelt noch sehr verantwortungsbewußt und klug weitergibt.

Ich empfehle dieses beeindruckende Frauenschicksal des 20. Jahrhunderts zu lesen. Von mir 5 Sterne!«
  19      0        – geschrieben von hennie
Kommentar vom 25. Mai 2021 um 15:52 Uhr (Schulnote 2):
» Nein, das passt Emmys Großmutter Alma überhaupt nicht. Ihr Sohn möchte, dass Emmy zur Schule geht, um lesen und schreiben zu lernen. Wozu das Ganze, so fragt sie, da das Kind ja eh heiratet. Aber sie versteht viele Dinge nicht, die ihr alle zu neumodisch sind. Emmy ist ein schlaues, aufgeschlossenes Mädchen. Ja, zuweilen etwas vorwitzig und immer schlagfertig. Sie durchlebt etliche Schicksalsschläge, verliert aber nie ihren Humor. Zwei Weltkriege liegen hinter ihr und jetzt wurde sie 86 Jahre alt. Dankbar schaut sie zurück und freut sich, dass sie ihren Kindern auch nach dem Tod noch eine Überraschung bieten wird.

„Seine Ausstrahlung glich der einer namenlosen, vorbeihuschenden Feldmaus, irgendwo am Wegesrand.“ Ein Gedanke Emmys über den Professor, der sie untersuchte. Von diesen Sätzen gibt es viele und sie lockern das ansonsten mitunter sehr traurige Buch ein wenig auf. Beeindruckend, wie auch junge Frauen mit den freudlosen Ereignissen während und nach den Schlachten umgingen. Man muss ja bedenken, wie nah die zwei Kriege aufeinander folgten und nein, eine unbeschwerte Jugend gab es nicht. Hunger und Wohnungsnot herrschten vor.

Der Roman beschreibt ein wenig auch die Geschichte der Großmutter von Manuela Golz. Dazu gibt es am Schluss des Buches ein Interview zu lesen. Mir gefiel, wie Frau Golz die Gründe für das Wachsen der NSDAP beschrieb. Warum die Menschen sich von Herrn H. so viel versprachen und wie stolz junge Männer in den Krieg zogen. Die Enttäuschung kam dann später und ja, die Verantwortlichen zogen sich oft durch Suizid aus der Affäre. Einige Begebenheiten bekommen viel Raum, während andere nur angerissen wurden. Trotzdem fesselte mich das Buch sehr und ich würde es jederzeit wieder lesen.«
  7      0        – geschrieben von lielo99
 
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