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Der rot-blaue Boccalino
Verfasser: Edgar Bernardi (2)
Verlag: ab edition (2) und Eigenverlag (19911)
VÖ: 15. Mai 2021
Genre: Gegenwartsliteratur (3307)
Seiten: 233 (Taschenbuch-Version), 180 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (2063), Dorf (1008), Emigration (112), Flucht (1874), Midlife-Crisis (37), Schweiz (221)
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BUCHVORSTELLUNG - WERBUNG FÜR DAS BUCH:
In seiner Mid-Life-Crisis will Emil auswandern. Er hat alles vorbereitet für sein Ziel Australien. Dann lernt er Christine kennen, die kurz nach der Wende in den Westen ging. Sie verliebt sich in Emil und zieht zu ihm nach Frankfurt. Im Frühjahr entfliehen sie der Großstadt in die Sonnenstube der Schweiz. Christine entdeckt das Tessin für sich, beide offenbaren sich ihre geheimen Auswanderungsgedanken. Emil gibt aus Liebe zu Christine Australien auf. Die beiden heiraten, ein Wende-Ehepaar, das manchen westdeutschen Vorurteilen ausgesetzt ist.
Obwohl Emil das Tessin als altbacken empfindet, mieten sie sich eine Wohnung, suchen ein dauerhaftes Zuhause und finden ihr Paradies. In einem abgelegenen Dorf, wo nur dreizehn Menschen sechs Häuser bewohnen, führt die willkürliche Parzellierung des Geländes, die Privatstraße als einziger Zugang und die Grenze zwischen zwei Gemeinden, die mitten durch den Garten geht, zu eskalierenden Streitigkeiten. Anfangs freundliche Nachbarn werden zu Feinden, das winzige Dorf teilt sich in zwei Lager. Fremdenhass treibt die pensionierte Schweizerin Frau Tessler an, den beiden Deutschen mit perfiden Gemeinheiten ihr Ordnungsverständnis aufzudrücken. Sie verbündet sich mit dem benachbarten Zahnarzt-Paar Klaudia und Jovan, die sich zu selbsternannten Dorfpolizisten aufschwingen, um ihr eigen definiertes Recht durchzusetzen, geduldet von der Gemeinde, deren Antrieb dazu zunächst nicht zu durchschauen ist. Die Gemeinheiten nehmen groteske Züge an, man scheut selbst vor unverschämten Geldforderungen, Gerichtsprozessen und Strafanzeigen nicht zurück.
Christine und Emil verbringen schlaflose Nächte, verzweifeln an dem permanenten Druck, sich in einem fremden Land und in einer fremden Sprache zu wehren und aus dem Strudel von Prozessen und Forderungen wieder rauszufinden. Das wohlige Gefühl in ihrem neuen Zuhause und ihrem Garten Eden stirbt ab. Auch ihre Liebe füreinander.
Selbst der plötzliche Tod von Klaudia führt nicht zur Läuterung, der Streit geht weiter und endet darin, dass Jovan eines Morgens bewusstlos auf seiner Straße gefunden wird. Gerüchte verbreiten sich, geschürt durch eine angebliche Zeugin: Frau Tessler. In ihrem Hass auf Deutsche denunziert sie Emil und verschont den Tessiner Domenico als Mittäter. Emil muss fliehen, bevor der Vorfall genauer untersucht wird. Er flüchtet über die grüne Grenze nach Italien und taucht einige Tage später bei seiner Mutter in seinem Heimatdorf auf. Dort hält er es aber nicht lange aus und fährt zu einem alten Freund nach Griechenland. Mit anderen Freunden zusammen renoviert er ein altes Haus und entscheidet sich, für immer dort zu bleiben.
Nach Emils Flucht verkauft Christine ihr paradiesisches Zuhause und geht zurück nach Deutschland. Noch während sie in dem Tessiner Dorf wohnt, bewegt Christine das Schicksal der unbegleiteten Flüchtlingskinder. Ihr Anwesen wäre ideal und groß genug, zwei oder drei dieser Kinder aufzunehmen. Selbst aber dort dem Fremdenhass ausgesetzt, wären es die Kinder erst recht gewesen. Nun aber handelt sie, nimmt in Deutschland ein unbegleitetes Flüchtlingskind zur Pflege, trotz fremdenfeindlicher Blicke, die man ihr entgegen wirft.
Jeder auf seine Art, hängen Christine und Emil der Illusion einer Welt ohne Teilung nach, in der man sich nicht mehr auf zwei verfeindeten Seiten gegenüber steht, einer Welt ohne Abgrenzung und ohne Vertreibung, in welcher der Mensch aufhört, Freunde und Feinde zugleich zu suchen.

Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Edgar Bernardi für die Einsendung dieser Buchvorstellung!
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