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Mord im Land der tausend Seen 2 - Marlene Torvett und das falsche Geld
Verfasser: Jana Jürß (6)
Verlag: Eigenverlag (20294)
VÖ: 30. April 2021
Genre: Kriminalroman (8669)
Seiten: 180 (Taschenbuch-Version), 136 (Kindle-Version)
Themen: Falschgeld (14), Festival (40), Jungen (1099), Kommissare (2422), Mecklenburg-Vorpommern (34), Mord (6696), Psychiatrische Klinik (210), Verdächtige (138)
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Reihe: Mord im Land der tausend Seen (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
***Mord an der Domjüch***

Was anfangs nach einem bloßen Wirtschaftsverbrechen aussieht, entpuppt sich bald als Jagd nach brutalen Tätern, die vor nichts zurückschrecken!

Marlene Torvett ist auf einem Tangofestival, während Hauptkommissar Babuske sich mit privaten Problemen herumschlägt. Da kommt ihm die Ermittlung um Falschgeld, das rund um Neustrelitz in großen Mengen auftaucht, gerade recht. Er stürzt sich in die Arbeit und legt sich schnell auf seine Hauptverdächtigen fest. Doch als Marlene Torvett zurückkehrt und eigene Untersuchungen anstellt, findet sie Hinweise, die weder ihr noch der Polizei gefallen. Ein neunjähriger Junge, der ihr etwas sagen will, verschwindet. Spuren führen zur Ehemaligen Landesirrenanstalt an der Domjüch.

Der zweite Fall um Marlene Torvett und Tony Babuske
SPANNEND - TIEF - HINTERGRÜNDIG
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. Juni 2021 um 15:21 Uhr (Schulnote 3):
» Solider Kriminalroman von der Mecklenburgischen Seenplatte, der aber etwas braucht, bis er richtig auf Touren kommt

In diesem Buch schickt die Autorin Jana Jürss die Autorin und Nebenbei-Ermittlerin Marlene Torvett in ihren zweiten Fall, der mich zwar nicht komplett überzeugen, insgesamt aber doch gut und spannend unterhalten konnte. Zudem wird dabei noch eine ordentliche Portion Lokalkolorit von der Mecklenburgischen Seenplatte geboten.

Grundsätzlich kann man das Buch auch dann problemlos lesen und verstehen, wenn man, so wie ich, den ersten Band noch nicht kennt. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Ich habe aber am Anfang doch ein wenig gebraucht, um in das Beziehungsgeflecht um die Hauptfigur hineinzufinden und zu verstehen, welche Rolle sie in den Ermittlungen spielt.

Während Marlene zunächst noch sich auf einem Tangofestival vergnügt, schlägt sich Hauptkommissar Tony Babuske mit privaten Problemen und einem komplizierten Fall herum. In und um Neustrelitz taucht immer wieder Falschgeld auf, ohne das es Hinweise auf die Hersteller und die Verteiler gibt. Erst als Marlene nach ihrer Rückkehr in den Fall verwickelt wird, kommt langsam Bewegung in die Ermittlungen. Doch als dann ein neunjähriger Junge spurlos verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse förmlich.

Die Autorin legt hier großen Wert darauf, die Leser tief in die Gefühlswelt ihrer insgesamt gut gezeichneten Protagonisten eintauchen zu lassen. Dadurch braucht der eigentliche Kriminalfall aber so ein wenig, bis er richtig ins Rollen kommt. Wirkliche Krimispannung kommt eigentlich erst in der zweiten Hälfte des Buches auf, auch wenn es schon vorher einige Hinweise und Andeutungen gibt, aus denen man erahnen kann, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Während mich der liebeskranke Hauptkommissar Babuske und seine beiden Freunde von der Hotelbar, deren Zusammenspiel zu den Highlights im Buch gehört, durchaus überzeugen konnten, ist mir gerade die Hauptfigur durch ihr zuweilen etwas widersprüchliches Verhalten bis zum Schluss aber doch ein wenig fremd geblieben. Das Ende bietet dann zwar eine gelungene Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt, kommt nach meinem Geschmack aber doch so ein wenig abgehackt rüber. Unter dem Strich bietet das Buch aber doch solide Krimiunterhaltung und eine gut aufgebaute Geschichte.

Wer auf eher ruhige Kriminalromane mit außergewöhnlichen Ermittlern steht, wird mit diesem Buch somit insgesamt gut bedient und unterhalten.«
  18      0        – geschrieben von ech68
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