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Der erste letzte Tag
Verfasser: Sebastian Fitzek (22)
Verlag: Droemer (555)
VÖ: 28. April 2021
Genre: Gegenwartsliteratur (3305)
Seiten: 272 (Broschierte Version), 262 (Kindle-Version)
Themen: Ehe (655), Experimente (267), Reisen (2339), Road Trip (162)
Charts: Einstieg am 10. Mai 2021
Höchste Platzierung (1) am 15. Mai 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 6 Media Control Top 10 Print (Max: 1)
6 Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
6 BILD-Bestseller Top 20 (Max: 1)
6 Spiegel Paperback Top 20 (Max: 1)
2 Österreich Hardcover Top 10 (Max: 3)
2 Schweiz Hardcover Top 20 (Max: 3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Wenn ein neuer Thriller von Sebastian Fitzek erscheint, dann hätten wir jedes Mal potenziell ein gutes Dutzend Mitarbeiter in unserem Team, das zur Teilnahme an unserem »Projekt 10« bereit wäre, bei dem wir die ersten Seiten eines Buchs gemeinsam anlesen. Nun ist ein neues Buch von Fitzek erschienen ... und wir haben kein »Projekt 10« zustandegebracht. Die Tatsache, dass es sich dieses Mal um keinen Thriller handelte, machte uns mehr Angst als die vielen fiesen Phantasien, die Fitzek üblicherweise in seine Werke einbaut. Fitzek und kein Thriller - wie sollte das denn gehen? Nachdem »Der erste letzte Tag« von unseren Besuchern inzwischen zum Buch des Monats April gewählt wurde, haben ein paar von uns trotzdem hineingeschnuppert. Immerhin: Um Fitzek-typisch wendungsreich zu sein, muss ein Buch ja nicht zwangsläufig ein Thriller sein.

Erschienen ist der Roman am 28. April im Droemer Verlag. Er ist 272 Seiten stark und kostet sechzehn Euro. Für 12,99 Euro bekommt man ihn als E-Book, ein 4:54 Stunden langes Hörbuch wurde von Simon Jäger eingelesen. Erzählt wird die Geschichte eines Lehrers namens Livius Reimer, dessen Ehe eine zweite Chance bekommen soll, wozu es allerdings nötig ist, kurzfristig von München nach Berlin zu gelangen. Nachdem sein Flug ausfällt, tritt er die Reise in einem Mietwagen an ... und zwar mit einer jungen Dame mit adeligem Namen und einem gehörig unkonventionellen Blick auf das Leben. Nachdem sich zunächst die Frage stellt, wie die beiden es überhaupt mehrere hundert Kilometer miteinander aushalten sollen, beschließen sie, sich eines ungewöhnlichen Gedankenexperiments (das allerdings nicht unbedingt die neueste aller Ideen ist) zu unterziehen. Dieses führt dazu, dass sowohl die Reise als auch Livius' komplettes Leben in eine völlig neue Richtung gelenkt werden.

Bei Amazon & Co. wird das Buch allgemein sehr gut bewertet. Schaut man sich die wenigen negativen Einschätzungen an, dann findet man wiederholt den Hinweis darauf, dass der humoristische Part nicht gelungen sei und aufgesetzt wirken würde. Tatsächlich war dies das vielleicht größte Problem beim Lesen, wobei sich uns die Frage stellte, woher dieser Eindruck eigentlich rührte. Denn an sich konnte man den ganzen Kalauern und Wie-Vergleichen aus Dendemanns Neunziger-Jahre-Notizblock nicht die Kreativität absprechen, doch wirkten sie unpassend und streckenweise regelrecht nervig. Bei näherem Nachdenken dürfte dies der Tatsache geschuldet sein, dass es einen gravierenden Bruch zwischen dem Charakter des Ich-Erzählers und der angeschlagenen humoristischen Note gibt. Anders ausgedrückt: Die Art des Humors und der ansonsten eher etwas hölzerne Livius passen absolut nicht zusammen, und dadurch wirkt das alles künstlich und verkrampft statt natürlich und amüsant.

Die Storyline selbst verläuft eigentlich genauso, wie man sich das von Fitzek vorstellt und erhofft: Skurrile Ideen reihen sich aneinander, und die eingebauten Ideen und Wendungen könnten kaum größer sein. Realistisch betrachtet wäre einiges von dem Erzählten viel zu übertrieben, um sich nach der Wirklichkeit anzuhören, aber das gehört bei Fitzek eben dazu, und da wir uns hier im Bereich der U-Literatur befinden, sollte man da auch nicht zu pingelig sein. Wenngleich speziell die allerletzte Wendung - die man aufgrund eines zwischenzeitlichen Hinweises vorhersehen konnte - dann doch schon ziemlich albern wirkte. Einschließlich des auch dann noch bestehenden Humorproblems, der dort besonders unangemessen erscheint ... und zudem auch unausgewogen, denn war es beispielsweise wirklich nötig, selbst für die Bielefeld-Verschwörung noch einen Halbsatz freizuräumen?

Schlussendlich bietet das Buch trotz allem genügend Unterhaltung, um den Leser von vorn bis hinten bzw. den Hörer die knappen fünf Stunden an der Stange zu halten. Fitzek weiß halt, wie er seine Leser schwungvoll durch die Kapitel hetzt. Was sich aber fragt: Warum das Ganze? Die Idee, einen Tag so zu leben, als wäre es der letzte, ist jetzt noch nicht so neu, dass sie noch nicht in diversen Büchern und Filmen verbraten worden wäre. Welches Geheimnis Mitfahrerin Lea birgt und was sich daraus ergibt, ist ebenfalls nicht ganz neu ... kann sich hier beispielsweise noch jemand an »Letzter Akt: Reichenbachfall« - die finale Folge von »Dr. House« - erinnern? ;) Daher: Was Idee, Humor, Story und alles andere angeht, ist das jetzt alles nicht unbedingt ein solch großer Wurf, dass es unbedingt Sebastian Fitzek gebraucht hätte, um ihn niederzuschreiben. Daher bleiben wir etwas ratlos zurück und hoffen darauf, dass uns »Playlist« im Oktober wieder auf die »richtige Weise« Angst machen wird.
– geschrieben am 25. Mai 2021 (3/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz