Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.054 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »emily323«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Sidonia - Eine teuflische Liebe
Verfasser: Bettina Szrama (13)
Verlag: Green Eyes Books (7)
VÖ: 25. April 2021
Genre: Historischer Roman (5201)
Seiten: 345 (Taschenbuch-Version), 276 (Kindle-Version)
Themen: 16. Jahrhundert (306), Adel (465), Herzöge (176), Hexenverfolgung (116), Hochzeit (1631), Kassel (10), Mord (6879), Rosenkriege (18)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Leider existiert für »Sidonia - Eine teuflische Liebe« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Bettina Szrama für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Bettina Szrama gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Als sie nach wenigen Minuten ermattet neben ihm lag, beugte er sich über sie und leuchtete ihr, sich mit dem Ellbogen abstützend, ins Gesicht. Dabei betrachtete er sie ernst. Sie erschien ihm noch immer schön, ihre Gesichtskonturen waren weich, wie bei einem jungen Mädchen, die Nase gerade und klein und die vollen Lippen sinnlich geschwungen. Ihr Kopf ruhte zwischen ihren Haaren, wie auf einem goldrot leuchtenden Teppich. Einen kurzen Moment meldete sich das Gewissen in ihm, schließlich hatte er dieses Weib einmal sehr begehrt und er küsste sie auf die Nasenspitze. Aber der Teufel in ihm ließ nicht lange auf sich warten und ihren Anblick vertrieb ein anderes noch junges Weib und das kalte Metall auf seiner Brust lockte mit Ruhm und Ehren. Nein, er hatte nicht vor seine Zukunft von einem flüchtigen Augenblick abhängig zu machen. Gefühle für sein Weib hatten in seinem Leben keinen Platz mehr. Zudem zweifelte er daran, dass ihm dieses alternde Weib jemals einen Erben schenken würde und er erklärte ihr ohne jegliche Etikette: „Es gibt eine Grund, warum ich deinem Bett ferngeblieben bin. Mein Gott hat es mir befohlen. Vor einiger Zeit haben mich Zweifel an dem neuen Glauben befallen und mich deshalb wieder zu der einzig wahren Religion wechseln lassen. Ich liebe dich“, log er, „und ich würde unsere Vereinigung von heute Nacht jederzeit wiederholen, wenn du ebenfalls der neuen Lehre abschwörst und meinen katholischen Glauben annimmst. Schwöre es mir, und ich werde nicht nur dein Gemahl sondern auf ewig dein Geliebter sein.“
     Sidonias Augen weiteten sich. Sie sah in das Gesicht des Mannes, den sie mehr als ihr Leben liebte und den sie plötzlich glaubte nicht mehr zu kennen. Ihr war als griff eine Hand nach ihrer Kehle und drückte ihr langsam den Hals zu. Als sie kaum noch Luft bekam, rollte sie sich unter ihm hervor und sprang aus dem Bett. „Niemals!“, rief sie hysterisch und bediente sich wieder der Etikette, „dass also war ich Euch schuldig für den Beischlaf! Bezahlen soll ich dafür! Bin ich Eure Hure – nein...ich bin eine Herzogin!“ Wütend und enttäuscht hob sie den Umhang vom Boden auf und warf ihn sich über die nackten Schultern. „Niemals werde ich meinen Glauben aufgeben, auch nicht für Euch mein Gemahl“, kreischte sie, während sie am ganzen Körper zitternd die Ösen am Mantel so ungeschickt verschloss, dass einige davon entzwei gingen und klirrend über den Boden rollten.
     Erich saß aufrecht und ließ die nackten Beine aus dem Bett hängen. Unbeeindruckt von ihrem Gezeter, beobachtete er sie aus den Augenwinkeln. Er sagte kein Wort.
     Einen winzigen Augenblick wirkte er wie ein verstörter Junge auf sie, sodass sie Mitleid mit ihm verspürte und sich vor ihm auf die Knien nieder ließ. Sanft umfasste sie seine Beine. Mit Tränen in den Augen suchte sie seinen Blick, bevor sie sich in ihrer Verzweiflung auf das Bitten verlegte. „Alles würde ich dir geben Erich, nur dieses Eine verlange nicht von mir. Ich kann meinem Glauben nicht untreu werden.“, flehte sie. „Ich liebe dich doch Erich, aber eine reformierte Fürstin wie ich... ich kann das nicht, auch nicht für unsere Liebe. Selbst wenn du deine Religion ohne mein Wissen gewechselt hast... ich verzeih dir. Es gibt so viele Ehepaare, welche mit unterschiedlichen Konfessionen zusammenleben. Denk doch nur an deine Mutter und Deinen Vater. Bitte, wenn Du mich wirklich liebst, gibst du unsere Liebe eine Chance.“
     Sidonia beschwor ihn und küsste seine Hände, während Erich immer noch stumm auf sie herabsah. Nur sein Blick hatte sich geändert, der milde Ausdruck in ihm war verschwunden und war Kälte und Brutalität gewichen. Noch bevor sie es registrierte, entzog er ihr brüsk seine Hände, als wären sie mit einem tödlichen Insekt in Berührung gekommen und stieß sie mit dem Fuß von sich. Als wäre es noch nicht genug, trat er noch einmal hinter ihr her. Dann lief er zur Kommode, wo er sich einen Becher Wein eingoss. Mühsam erhob sie sich, während er den Becher in einem Zug lehrte. Ein für Sidonia qualvoll langer Moment. Dann drehte er ihr langsam wieder das Gesicht zu, rülpste, beugte sich zu ihr hinab und sagte in einem Ton zu ihr, der sie erschreckte: „Gut, wenn ich Euch, meine Gemahlin, nicht für die wahre und einzige göttlichen Lehre überzeugen kann, gibt es für mich nur eine Alternative. Ich werde mich nach Rom zum Papst begeben und ihn um die Scheidung unserer Ehe bitten. Weiterhin einer protestantischen Hexe beizuliegen, weigere ich mich!“
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz