Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.405 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Ebby«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Eine hanseatische Familiensaga 2 - Elbstürme
Verfasser: Miriam Georg (2)
Verlag: Rowohlt (1692)
VÖ: 21. April 2021
Genre: Familienepos (499), Historischer Roman (4897) und Romantische Literatur (23453)
Seiten: 656 (Taschenbuch-Version), 643 (Kindle-Version)
Themen: Ehe (643), Hafen (45), Hamburg (659), Reederei (11), Rückkehr (980), Wiedersehen (1590)
Reihe: Eine hanseatische Familiensaga (2)
Charts: Einstieg am 26. April 2021
Höchste Platzierung (2) am 8. Mai 2021
Zuletzt dabei am 9. Mai 2021
Erfolge: 2 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 2)
1 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 5)
3 × Spiegel Taschenbuch Top 20 (Max: 2)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,50 (90%)
auf Basis von zwei Bloggern
1
50%
2
50%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
14mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
1,71 (86%)
1
52%
2
29%
3
16%
4
2%
5
0%
6
1%
Errechnet auf Basis von 105 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Eine hanseatische Familiensaga 2 - Elbstürme« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (3)     Blogger (2)     Tags (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 28. April 2021 um 15:00 Uhr (Schulnote 2):
» Hamburg im ausgehenden 19. Jahrhundert

Lily Karsten lebt seit drei Jahren in Liverpool, hier hat sie ihre Tochter zur Welt gebracht. Das Leben an der Seite von Henry von Cappeln zeigt ihr die Schattenseiten des Lebens. Lily ist nicht glücklich und mit ihren Gedanken oft bei Jo. Ihr Ehemann setzt seine Rechte mit allem durch, was ihm zur Verfügung steht. Lily spürt mehr und mehr ihre Verzweiflung.

Jo Bolten in Hamburg schließt sich dem Arbeiterkampf an. Er kann den Verlust von Lily nicht verwinden und flüchtet sich zudem in den Alkohol. Er will Rache für alles, was er verloren hat.

Schließlich darf Lily nach Hamburg zurückkehren, aber die Hoffnung, dass sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann, zerschlägt sich sehr schnell. Henry zeigt ihr ganz klar, wie er sich ihr Leben vorstellt. Auch die Familie Karsten lässt nicht ab von den alten Vorstellungen, wie sich eine junge Frau zu benehmen hat. Lily kämpft weiter für ein selbstbestimmtes Leben und für die Hoffnung, dass Jo seine Tochter doch noch kennenlernen wird.

Die Autorin Miriam Georg hat schon mit dem Roman „Elbleuchten“ ihren ersten historischen Roman veröffentlicht, jetzt legt sie mit dem zweiten Teil „Elbstürme“ noch einmal nach. Der erste Band hatte mir schon gut gefallen, aber diese Fortsetzung fand ich sogar noch etwas besser. Sie erzählt nun die Geschichte von Lily und Jo weiter. Auch wenn Lily zu den Frauen gehört, die eigentlich ein gutes Leben führen dürfen, wird schnell klar, auch die Frauen aus der Oberschicht führen nicht immer ein gutes erfühltes Leben.

Die Autorin hat es gut verstanden, die Gesellschaftsstrukturen dieser Epoche zu schildern. Die Kämpfe, die eine Frau wie Lily zu führen hatte, wurden genauso gut dargestellt wie die Verzweiflung der Menschen in den Gängevierteln. Sicherlich hatte sie nicht die finanziellen Probleme oder mit den Krankheiten zu kämpfen, wie andere Frauen ihrer Zeit, aber ein wirklich schönes Leben hatte sie auch nicht. Miriam Georg hat es gut verstanden, davon zu schildern, wie die Frauen langsam an Selbstbewusstsein gewannen und dafür kämpften, den Männern gleichgestellt zu werden. Auch wenn die Geschichte hinter dem Titel „Elbstürme“ nicht immer einfach zu lesen war, zu viel Dramatisches geschieht auf diesen Seiten, hat es mir doch gut gefallen. Die Autorin schreckt nicht dafür zurück, brisante Themen dieser Zeit anzusprechen.

Der Erzählstil der Autorin ist fesselnd, authentisch und facettenreich. Sie versteht es, Spannung zu erzeugen und diese auch zu halten. Die Wendungen, die die Geschichten rund um Lily und ihre Freundinnen nehmen, waren nicht zu offensichtlich und haben auch überrascht. Zudem hat Miriam Georg einen bildhaften Sprachschatz, der Bilder im Kopf entstehen lässt. Die Seiten fliegen nur so dahin, man ist mitten in der Geschichte und kann sich ihr auch nur schwer entziehen. Mir ging es jedenfalls so.

Fazit:

„Elbstürme“ ist ein historischer Roman vor dem Hintergrund der Arbeiterbewegung in Hamburg. Er erzählt von dem Kampf der Männer und Frauen um Selbstbestimmung und faire Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig ist er ein Liebesroman mit bittersüßen Verbindungen und Leidenschaften. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.«
  13      0        – geschrieben von nirak
 
Kommentar vom 24. April 2021 um 22:01 Uhr (Schulnote 1):
» Auch das Wiedersehen mit Lily und Jo war wieder spannend und mitreißend.

Elbstürme - Eine hanseatische Familiensaga

von Miriam Georg

Rowohlt Verlag 04.21


Taschenbuch 654 Seiten

Klappentext

Stürme eines Neubeginns

Drei Jahre lebte Lily Karsten in Liverpool, wo sie fernab der Hamburger Gesellschaft ihre Tochter Hanna zur Welt brachte. Jeden Tag sehnte sie sich nach Jo.

Drei Jahre lang stürzte Jo Bolten sich aus Wut und Kummer in den Arbeitskampf. Und in den Alkohol. Er will sich rächen für das, was sein Boss ihm angetan hat - Ludwig Oolkert, der mächtigste Kaufmann Hamburgs, hat ihm das Liebste in seinem Leben genommen. Lily. Jetzt wird er Oolkert das Liebste nehmen: sein Geld.

Endlich kehrt die Reederstochter Lily an Henrys von Cappelns Seite nach Hamburg zurück. Doch ihre Ehe ist wie ein Gefägnis. Die Karsten - Reederei droht immer mehr in Ludwig Oolkerts Kontrolle abzugleiten. In den Gängevierteln brodelt es, die Hafenarbeiter können ihr Elend nicht länger ertragen. Lilys alter Widerspruchsgeist ist nicht zu ersticken. Und obwohl sie nichts mehr fürchtet als ein Wiedersehen, hofft sie doch, dass Jo eines Tages seine Tochter kennenlernen wird ...

Meine Meinung

Der zweite Teil Elbstürme - Eine hanseatischen Familiensaga hat mich genauso gepackt, fasziniert und in Atem gehalten wie der erste Teil Elbleuchten. Miriam Georg hat mir mit dieser Diologie das Lesehighlight für 2021 beschert. Meiner Meinung nach ist es ihr sehr gut gelungen, diese verworrene und von Intrigen geschwängerte Zeit realistisch aufs Papier zu bringen. Besonders der Umgang mit der niederen Bevölkerung und anders denkenden oder fühlenden Menschen und auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft des späten 19. Jahrhundert ist nachvollziehbar dargestellt.

Auch diesmal gibt es wieder drei Teile. Teil 1 erzählt Lilys Leben in Liverpool, das sich nicht viel von dem unterscheidet, was sie in Hamburg schon lebte. Nur diesmal hat ihr Mann Henry das Sagen. Zum Wohl ihrer Tochter Hanna hält Lily sich weitestgehend daran. Und wir erfahren auch viel über Jos Kampf an der Front der Arbeiter und auch seinen bitteren Absturz durch den Alkohol. Teil 2 beschreibt das Wiedersehen in Hamburg. Hier steht Lily noch mehr unter Beobachtung. Auch erfahren wir jetzt einiges über das Geheimnis von Franz. Wir treffen auf viele alte Bekannte. Teil 3 hat einiges an Überraschungen zu bieten.

Elbstürme, ein Wiedersehen mit Lily und Jo und auch Abschied nehmen von lieb gewordenen Protagonisten. Spannung, Faszination, Ungläubigkeit und auch Bewunderung haben mich durch Lilys Geschichte begleitet. Vielen Dank Miriam Georg für die Reise nach Hamburg, es war unglaublich spannend und aufschlussreich. Meine Lesehighlight in diesem Jahr und ich vergebe 5 Sterne +⭐⭐⭐⭐⭐«
  18      0        – geschrieben von leseHuhn
Kommentar vom 22. April 2021 um 10:16 Uhr (Schulnote 1):
» Mit großer Freude halte ich den 2. Band in Händen und bin gespannt, ob mich die Geschichte um Lily und Jo ebenso verschlingt, wie es Teil 1 getan hat.

Los gehts:
Bereits nach wenigen Seiten sitze ich neben Lily in der Buchhandlung Huckabee & Huckabee. Der dampfende Assam Tee über dem heißen Kessel weht uns um die Nase. Das ist einer der schönsten Orte für Lily in Liverpool. Doch nun, nach drei Jahren Ehe, kehrt Lily mit ihrem Mann Henry und ihrer Tochter zurück nach Hamburg. Hanna, ein Kind der Liebe in einer Ehe, die eine Farce ist. Doch das waren die damaligen Zeiten.

Was mich aufwühlt:
Es dauert nicht lange und wieder kriechen Schrecken und Grausamkeiten der damaligen Zeit durch die Seiten. Das Buch belastet mich sehr beim Lesen. Weitaus mehr als die von dunklen Geschichten wie Dark Romance, die in der Gegenwart spielen und mich beim Lesen auch nicht mit Samthandschuhen anfassen. Ich weiß, dass ich mich gerade wie ein Weichei lese, und es könnte mir egal sein, was vor über 130 Jahren passiert ist, aber genau hier trennt sich bei Autoren die Spreu vom Weizen und so ist es mir mit Nichten egal.

Georg wirft mich in eine Welt, deren grausame Realität mich schier erdrückt. Einiges ertrage ich kaum und ich möchte es am liebsten überlesen, aber ich bin tapfer, denn Jo, Lily, Emmy, Charlie, Michel und all die anderen sind es auch. Sie sind mir in dieser Dilogie derart nahegekommen, das ich das Gefühl habe, sie gehören zu meinem Leben. Liebe Miriam Georg, du hast mir mit diesen Büchern ein wahnsinniges Geschenk bereitet. In jeder Zeile schlägt der Puls der vergangenen Tage. Lauter als mein eigener und durch ihn habe ich einen neuen Blick auf die Gegenwart erhalten und diesen Blick möchte ich nicht mehr missen.

Was mich Demut lehrt:
Es gibt nur wenige Momente, die mich Lächeln lassen, aber ich inhaliere jeden Einzelnen davon. Im Nachgang frage ich mich, wie die Menschheit überleben konnte. In einer Zeit, in der wir Menschen so anfällig für Krankheiten waren, gegen die es keine Medizin gab, die Hygiene in den Kinderschuhen steckte und die Armut mit dem einhergehenden Elend und der Hungersnot riesig waren, erstaunt mich im Hier und Jetzt umso mehr. Und auch meine Wurzeln reichen in diese Zeit zurück und ich frage mich, welche Rollen meine Vorfahren innehatten. In welchen Berufen verdingten sie sich, welchen Krankheiten erlagen sie. Ich werde es nie erfahren.

Das Sprachbild ist offen, anschaulich, mitreißend, begleitet von einer Ernüchterung und Ehrlichkeit, die mir oft eine Gänsehaut der Furcht über den Rücken jagt. Georg schont weder die Figuren noch ihre Leserschaft, doch genau das ist der ursprünglichste Austausch, den es zwischen Leser und Autor geben kann: auf Augenhöhe, direkt, offen und ungeschönt.

Mein Fazit:
„Elbstürme“ trägt seinen Namen zurecht. Mehr als einmal braust die Geschichte mit Orkanstärke durch mich hindurch und droht mich zu brechen. Es passiert so viel und es gibt nicht eine Stelle, die mich dazu bringt, irgendetwas zu hinterfragen. Ich bin gefangen in den Seiten und getragen durch Ereignisse, die meinen Herzschlag beschleunigen. Mein Mund wird trocken und das Schlucken fällt mir schwer.

Selten kriecht mir eine Geschichte derart unter die Haut, verfolgt mich bis in meine Träume und betrübt mein Herz. Doch mit all der Schwere, die dieses Buch mit sich bringt, überschüttet es mich mit einer Dankbarkeit für mein Leben mit all seinen Privilegien in der Gegenwart. Mit „Elbstürme“ richtet Georg meinen Blick auf all das, was vor nicht allzulanger Zeit undenkbar war. Verlieren wir den Zugang zur Vergangenheit, verlieren wir den Zugang zu uns selbst, das dürfen wir nie vergessen.

Von mir erhält „Elbstürme“ 5 grandiose Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.«
  14      0        – geschrieben von lesehungrig
 
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz