Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
45.768 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »nichus24«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte 2 - Lady Churchill
Verfasser: Marie Benedict (2)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (634)
VÖ: 15. April 2021
Genre: Biografie (1678) und Historischer Roman (5061)
Seiten: 448 (Gebundene Version), 434 (Kindle-Version)
Original: Lady Clementine
Themen: Ehe (674), England (1425), Winston Churchill (5)
Reihe: Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte (2)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,50 (90%)
auf Basis von zwei Bloggern
1
50%
2
50%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,86 (83%)
1
29%
2
57%
3
14%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 7 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Das Leben von Clementine und Winston Curchill bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
Lesermeinungen (7)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. Juli 2021 um 23:47 Uhr (Schulnote 3):
» Churchills Geheimwaffe

Als Clementine die Frau von Winston Churchill wird, findet sie die Liebe ihres Lebens. Sie wird fortan sehr eng mit ihm zusammenarbeiten. Sie ist die starke Frau, die hinter ihrem Mann steht.

Die Autorin Marie Benedict legt hier bereits das zweite Buch über vergessene Frauen der Weltgeschichte vor. Sie beschreibt das Leben von Clementine Churchill von der Kindheit an bis in die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie wird zur „Geheimwaffe“ Churchills, die ihm viel zuarbeitet und dennoch nie Erwähnung findet in den Annalen der Geschichte. Sehr gut wird die Unterdrückung der Frau an Clementines Beispiel gezeigt: Heute wäre sie wohl eher selbst Politikerin geworden, damals konnte sie nur aus dem Hintergrund das Geschehen mitgestalten. Doch plätschert die Geschichte um diese starke Frau eher vor sich hin, so richtig konnte ich keinen Bezug zu ihr erhalten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Spannung sowie Höhen und Tiefen gewünscht.

Deshalb kann ich das Buch auch nur bedingt weiter empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.«
  9      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 13. Juli 2021 um 9:28 Uhr (Schulnote 2):
» Jedem ist wohl Winston Leonard Spencer-Churchill ein Begriff, doch über seine Frau wissen wohl die Wenigsten etwas. Die Autorin Marie Benedict hat sich in dieser Romanbiografie mit der Frau des Staatsmannes beschäftigt. Clementine Churchill
Clementine Hozier hatte keine einfache Kindheit und sie stammte wie Winston Churchill aus einer adligen Familie. Winston hatte politische Ambitionen und benötigte daher eine Ehefrau. Doch erst als er die Clementine kennenlernt, findet er eine Frau, die ihm nicht nur Ehefrau werden will, sondern auch in die gleiche Richtung denken. Clementine wird Mutter von fünf Kindern, um die sie sich aber wenig kümmert, das überlässt sie lieber den Nannies. Sie hat großen Einfluss auf ihren Mann und seine Politik und setzt sich engagiert für die Rechte von Frauen ein. Sie ist die starke Frau an Churchills Seite, die ihr eigenes Leben zurückstellt, aber dennoch ihren Einfluss geltend macht.
Erzählt wird diese Geschichte aus der Perspektive von Clementine. Sie lässt sich gut und flüssig lesen, hat aber meiner Meinung nach einige Längen. Wir begleiten die Churchills von der Hochzeit bis zum Ende des zweiten Weltkrieges.
Winston Churchill ist kein einfacher Mann, aber Clementine ist ihm gewachsen und sie greift auch vermittelnd ein. In einer anderen Zeit wäre sie sicherlich ihren eigenen Weg zielstrebig gegangen und ich bin sicher, dass sie erfolgreich gewesen wäre. So aber blieb sie im Hintergrund. Auch wenn ich mich in sie hineinversetzen konnte, so war sie mir doch nicht besonders sympathisch.
Am Ende hätte ich gerne gewusst, was denn nun Realität und was Fiktion ist.
Ein interessantes Buch über eine besondere Frau.«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 28. Mai 2021 um 16:17 Uhr (Schulnote 1):
» Die von der Protagonistin in der Ich-Form erzählende, am 12. September 1908 in London beginnende Romanbiografie von Marie Benedict "Lady Churchill" (Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte, Band 2/Originaltitel "Lady Clementine") verfügt über ein Lesebändchen, ein interessantes Nachwort der Autorin, ein sowohl passendes als auch ansprechendes Cover, wurde aus dem amerikanischen Englisch von Marieke Heimburger in die deutsche Sprache übersetzt und weist eigentlich nur einen Fehler auf:es war viel zu rasch ausgelesen!*g*!.
Das Buch erzählt bis zum Ende des zweiten Weltkrieges die familiären und politischen Ereignisse, die Winston und Clementine ("Cat" und Mr. Pug" =" Katze" und "Herr Mops") widerfuhren.
Mrs. Churchill ist in vielfacher Hinsicht außergewöhnlich. Sie übt nachhaltigen Einfluss auf die seelische, geistige und körperliche Gesundheit ihres Ehemannes, auf innenpolitische Maßnahmen und internationale diplomatische Beziehungen und die Gleichberechtigung der Frau aus.«
  7      0        – geschrieben von victory
Kommentar vom 13. Mai 2021 um 20:22 Uhr (Schulnote 2):
» Die Frau hinter dem erfolgreichen Mann

Clementine Churchill hat das Weltgeschehen entscheidend geprägt, und blieb doch unbekannt. Marie Benedict hat ihr Leben eingehaucht. Niemand wusste etwas über die emanzipierte Frau an der Seite Winston Churchills. Die beiden fühlten sich sofort beim ersten Treffen zueinander hingezogen, denn beide hatten unzulängliche Mütter. Sie selbst haben fünf Kinder bekommen von denen eines im Kleinkindalter starb. Lady Churchill hat mit ihrem Mann Winston an dessen beispielloser Karriere gearbeitet. Sie nennen sich Cat und Pug, meistern politische Krisen und Clementine muss ihren Mann ab und zu vor wütenden Frauenrechtlerinnen retten. Clementine wird wegen ihres unweiblichen Charakters kritisiert, sie selbst stellt ihre mütterlichen Fähigkeiten in Frage, denn sie bringt mehr Leidenschaft für ihre Arbeit auf, als für die Erziehung ihrer Kinder. Sie hilft ihrem Mann an allen Fronten. Der Kampf gegen die Nazis und seine Rückkehr ins Unterhaus bilden das Gerüst dieses Romans. Hier steht mal wieder eine starke Frau hinter dem Mann und lenkt die Geschicke.

Meine Meinung
Die Autorin weiß ihre Leser zu fesseln, und durch den unkomplizierten Scheribstils, konnte ich das Buch auch - ohne Unterbrechung des Leseflusses durch Unklarheiten im Text, -sehr gut lesen. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, freundete mich mit Clementine an. Es beginnt mit der Hochzeit der beiden am 12. September 1908. Zunächst gibt es dann auch noch ein paar Rückblenden, in welchen berichtet wird, wie die beiden sich kennen lernten und schließlich die Hochzeit. Das Buch beschreibt Winston Churchills Aufstieg, seine erzwungene Abkehr von der politischen Bühne und die Rückkehr zu derselben. Was mich ein bisschen enttäuscht hat ist, dass es doch ziemlich abrupt zum Ende des zweiten Weltkrieges endete. Denn Winston Churchills Karriere war da noch nicht zu Ende, und Clementines Einfluss auf ihn bestimmt auch noch nicht. Denn Winston Churchill war auch in den Fünfzigern noch einmal Premierminister von Großbritannien. Und das ist das Stück, das mir in diesem Buch fehlt. Außerdem hat Clementine ihn ja auch überlebt. Die Autorin hätte also ruhig über Clementines Einfluss auf ihn bis zu seinem Tod schreiben können. Ich finde, dass dies etwas ist, das definitiv fehlt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, es war spannend und interessant, hat mich gefesselt und gut unterhalten. Doch wegen des, ich möchte sagen fehlenden Endes gibt es zwar eine Leseempfehlung, jedoch nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten«
  16      0        – geschrieben von Lerchie
Kommentar vom 3. Mai 2021 um 10:17 Uhr (Schulnote 1):
» Handlung
Für Clementine und Winston ist es die wahre Liebe. Sie haben einen ähnlichen Familienhintergrund, sind auf der Suche nach Sicherheit und Ruhe im familiären Umfeld. Zusammen bekommen sie nicht nur fünf Kinder, sondern arbeiten auch tatkräftig an Winstons Laufbahn als Politiker. Sie meistern jede Krise zusammen, unterstützen sich in jeder Angelegenheit und legen den Grundstein für eine große Karriere. Clementine gibt ihrem Mann zahlreiche Ratschläge, sie feilt mit ihm an seinen Reden, bis sie perfekt sind und geht dabei stets eigenen Interessen nach. Doch immer wieder gibt es Kritik an der Frau, sie sei zu unweiblich und diese Meinungen gehen nicht ohne Spuren an Clementine vorbei. Sie stellt ihre Fähigkeiten als Mutter infrage, besonders nach dem Tod der Tochter. Sie fragt sich, ob sie Winstons Karriere und der Politik zu viel Leidenschaft entgegenbringt und ob sie sich nicht mehr der Familie widmen sollte...

Eindrucksvoll beleuchtet Marie Benedict das Leben von Clementine Churchill, ihre ungewöhnliche Ehe und den Werdegang von Winston Churchill. Ihr gelingt es tadellos, einer starken Frau gerecht zu werden, die einen größeren Anteil an der Geschichte hat, als man vielleicht denkt!

Meinung
Das Cover empfinde ich als interessant, sowohl vom Motiv, als auch von den Farben. Diese wurden nicht nur auf ein Minimum begrenzt, sondern sind auch ein wenig verblasst und wirken dadurch zurückhaltend. Und irgendwie lässt sie das auch ausdrucksstärker wirken, wodurch das Cover viel Stärke erhält.
Im Vordergrund steht eine Dame, ich finde, dass sie schick und edel gekleidet ist in ihrem blauen Mantel und mit dem roten Hut. Ihre Haltung ist aufrecht und stolz, weshalb ich sie stark mit Clementine Churchill in Verbindung bringe. Sie betrachtet eine Stadt, die eindeutig London ist, im Hintergrund sieht man das Londoner Parlament. Am Himmel befinden sich zwei Flugzeuge, vielleicht stehen diese symbolisch für die zwei Weltkriege (allen voran für den zweiten, wo Winston Premierminister war). Insgesamt mag ich die Schlichtheit, die das Cover besitzt. Es ist ansprechend, nicht zu ruhig, aber auch nicht zu auffällig und es besitzt Klasse!

Winsten Churchill ist ein großer Name, den man gehört haben muss. Er ist ein faszinierender Politiker und Mensch gewesen, was mir durch die Serie „The Crown“ nochmals bewusst wurde. Und dabei bin ich erstmals auf seine Ehefrau Clementine gestoßen, ihre Person war mir zuvor vollkommen unbekannt.
Erstmals entdeckt habe ich den Roman, als der KiWi Verlag das Buch im Zusammenhang mit einer Bloggerleseaktion vorgestellt hat. Die Inhaltsangabe klang vielversprechend und da ich gern etwas über Clementine Churchill, ihre Taten und auch ihr Privatleben erfahren wollte, habe ich mein Glück versucht und durfte mich tatsächlich über ein Exemplar freuen. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Verlag aussprechen, dass ich ein Rezensionsexemplar erhalten habe!

Noch bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, ist mir ein Detail direkt ins Auge gestochen: Vor dem Start neuer Kapitel wurde nicht nur der Handlungsort, sondern auch das Datum abgedruckt. Man kann also genau verfolgen, welche Orte Clementine besucht und wie viele Jahre im Verlauf der Geschichte vergehen. Und das sind allerhand, die Handlung beginnt im September 1908 und endet im Mai 1945. Somit erstrecken sich die 448 Seiten über rund 37 Jahre, in denen nicht nur zwei Kriege und andere politische Probleme, sondern auch das private Leben der Churchills beschrieben werden. Und obwohl das möglicherweise als zu üppig erscheinen mag, wurde ich an keiner Stelle von den Informationen erschlagen. Stets wechseln sich aufregendere und ruhige Kapitel ab und ich hatte keine Probleme damit, der Handlung zu folgen und das gerade Gelesene zu verarbeiten.

Ich hatte einen flüssigen und leichten Start in die Geschichte. Es gibt anfangs immer wieder kleine und geschickt eingefügte Informationen über die familiären Hintergründe des Ehepaares Churchill, man erfährt ein wenig über ihr Leben bis zu dem Moment, wo sie sich kennenlernen. Diese Hintergründe waren nicht nur interessant, sondern sie haben auch direkt dazu beigetragen, dass ich mich so leicht auf die Handlung einlassen konnte. Man erhält ausreichend Informationen, um der Geschichte problemlos zu folgen und man kann sich einen Eindruck davon schaffen, wie die beiden Personen aufgewachsen sind und welche Anforderungen ihre Familien an sie gestellt haben. Letztendlich hat unter anderem auch der sehr spannende Start dazu beigetragen, dass ich auf Anhieb direkt viel weiter gelesen habe, als ich ursprünglich wollte. Eigentlich wollte ich nur mal eben in die Geschichte reinschnuppern und mir ein erstes Bild machen, allerdings gestaltete sich die Handlung, die Sprache und die Personenzeichnung von der ersten Seite an als sehr angenehm und mitreißend. Man kann sich von den beschriebenen Situationen und Figuren eine Vorstellung machen und schon auf den ersten Seiten zeigt sich, wie viel Recherche hinter dem Werk steckt. Daher hatte ich schon nach den ersten knapp 100 Seiten das Gefühl, dass ich das Buch sehr sehr mögen werde, was sich schließlich auch bewahrheitet hat.
Die Sprache ist äußerst bildhaft und lebendig. Auf diese Weise gelingt es der Autorin auch, die Churchills wieder zum Leben zu erwecken, ihre Charaktere genau so zu treffen, wie sie in Quellen beschrieben werden und ihnen so einen würdigen Roman zu widmen. Eine jede Szene war so beschrieben, dass ich sie mir nicht nur gut vorstellen konnte, sondern oft habe ich mir gedacht, dass sie genauso hätte stattfinden können. Nie habe ich an irgendeiner Aussage gezweifelt, es wurde alles sehr realistisch und mit viel Gefühl beschrieben. Zudem mochte ich es, wie jegliche politische Zusammenhänge so beschrieben werden, dass sie leicht verständlich sind und man diese während des Lesens locker aufnehmen und verarbeiten kann.

Jegliche Szenen werden aus der Sicht von Clementine, der Ich-Erzählerin, dargestellt. Daher lernt man ihren Charakter am besten kennen, man erfährt, welche Rolle sie in der Ehe spielt und wie stark sie ihren Ehemann bei seiner Arbeit als Politiker unterstützt. Alle anderen Personen lernt man aus Clementines Augen kennen, was interessant war, sie zeigte ein gutes Urteilsvermögen und ich mochte es sehr, wie aufmerksam sie war und wie häufig sie, aber auch Winston gezeigt haben, wie bodenständig sie eigentlich geblieben sind. Das hat stark dazu beigetragen, dass ich die Churchills als so lebendig und realistisch wahrgenommen habe und ich für beide Menschen Sympathien hege.
Ich fand es bemerkenswert, wie es trotz der einseitigen Sichtweise nie langweilig wurde. Dazu herrscht meist noch ein ruhiger Ton, nur sehr selten gibt es in der Geschichte aufregendere Momente, bei denen man merkt, dass sie einen möglichen Wandel darstellen könnten. Und trotzdem entstanden an keiner Stelle Längen, stets gestaltete sich die Handlung als abwechslungsreich und spannend. Ich denke, dass daran unter anderem auch die Zeitsprünge ihren Anteil haben, oft werden einige Wochen oder Monate übersprungen und daher gestaltete sich die Handlung als ziemlich knackig. Zudem gibt es auch zwischen den Kapiteln einiges an Abwechslung, die Abschnitte konzentrieren sich sowohl auf das Privatleben der Churchills, als auch auf das politische Wirken.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie viele Einblicke es in Clementines Gedanken und Gefühle gibt. Dadurch kommt man ihrem Charakter sehr nahe, kann eine Bindung zu ihr aufbauen und sie zeigt sich sehr häufig als bodenständig und überlegt. Daher empfand ich Clementine als sehr freundlichen und angenehmen Charakter, ich mochte ihr ganzes Auftreten sehr gern und finde ihre Person sehr interessant und sympathisch.

Wie man es bei einem Roman über ein so politisch engagiertes Ehepaar schon denken kann, werden viele historische Hintergründe in die Geschichte eingeflochten. Sowohl über innen-, als auch über außenpolitische Themen und Episoden erfährt man allerhand und ich mochte es dabei, wie klar und einfach diese Ereignisse und Überlegungen vorgestellt werden. Ich konnte die zahlreichen Informationen problemlos aufnehmen und verarbeiten und empfand die Fülle dieser letztendlich als sehr angenehm. Immer wieder kommt nach einem Kapitel voller historischer Details ein ruhiger Abschnitt, in dem alltägliche Szenen beschrieben werden. Dadurch wird man als Leser mit Informationen nicht überladen und es entsteht eine gute Mischung.

Es tauchen viele verschiedene Settings auf, nicht nur verschiedene Wohnungen und Häuser werden von den Churchills bewohnt, sondern sie unternehmen auch einige Reisen und auch auf diesen begleitet man Clementine natürlich. Dadurch entsteht eine große Vielfalt und man sieht genau, dass sie oft einen überraschend bescheidenen Lebensstil pflegten. Mir hat es gefallen, dass man sich jeden Handlungsort, egal, ob er lediglich einmal oder mehrmals auftaucht, gut vorstellen kann. Ein jeder Ort wird mit wenigen, aber starken Worten umschrieben und er ließ ein Bild vor meinen Augen entstehen. Das zog sich durch die ganze Geschichte und ich mochte die Abwechslung, die damit einherging.

Mit den Personenzeichnungen konnte mich die Autorin komplett überzeugen. Eine jede Figur war einzigartig und zeichnete sich durch bestimmte Charakterzüge aus. Keiner glich dem anderen, sie besaßen besondere Auftreten und dadurch erhielt jeder Protagonist einen großen Wiedererkennungswert. Ich mochte die lebendigen und realistischen Züge, die jede Person erhalten hat und was für ein breites Bild der Gesellschaft dadurch entstand.
Im Fokus stand vor allem Clementine, aber auch Winston Churchill nimmt eine große Rolle im Buch ein. Das Ehepaar begleitet man während rund 37 Jahren und in dieser Zeit passiert nicht nur im Privatleben, sondern auch auf beruflicher Ebene bei beiden Personen viel. Beide zeigen im Roman gute und nachvollziehbare Entwicklungen, sie machen einige Wandlungen durch, die nicht nur der Reifung zuzuschreiben sind, sondern auch einigen Schicksalsschlägen. Oft finde ich ihr Auftreten und ihre kleinen Eigenheiten sehr sympathisch und für zahlreiche Taten und Handlungen habe ich großen Respekt!

Am Ende gibt es ein rundes und gut erklärendes Nachwort. Dort werden vor allem auf die Gründe für die Entstehung des Romans und wenige Hintergründe eingegangen. Ich mag es sehr, wie gut man dadurch die Begeisterung von Marie Benedict für Clementine Churchill nachvollziehen kann. Ich bin jedenfalls von ihrer Darstellung sehr angetan und habe im Folgenden noch einige Artikel und auch Videos geschaut, weil mich die Dame einfach nicht losgelassen hat. Vielleicht wäre es noch ganz gut gewesen, wenn ein paar weitere Daten und Ereignisse aus dem Leben des Ehepaares Churchill am Ende eingefügt worden wären, aber das hat mir nicht zwingend gefehlt. Dafür hat mir das eigentliche Nachwort zu gut gefallen und es hat einen feinen Abschluss des Romans gebildet!

Fazit
Ich bin ein wenig überrascht, wie begeistert ich von dem Buch bin. Ich hatte schon mit einer interessanten und mitreißenden Geschichte gerechnet, dass sie mich allerdings so stark in ihren Bann ziehen wird, hatte ich nicht erwartet. Es gibt wirklich keinen Aspekt, den ich negativ wahrgenommen habe oder kritisieren könnte, mich konnte jede Seite vollkommen überzeugen und ich empfand die Darstellung von Clementine und Winston Churchill als sehr gelungen. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihnen mit diesem Roman ein kleines Denkmal zu setzen, die einzigartige Person von Clementine in den Vordergrund zu stellen und ihr mehr oder weniger heimliches Wirken zu würdigen. Eine sehr große Empfehlung, die ich euch ans Herz legen möchte!«
  20      0        – geschrieben von MarySophie
 
Seite:  1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz