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Wenn es uns gegeben hätte
Verfasser: Josefine Weiss (1)
Verlag: FeuerWerke (47)
VÖ: 14. April 2021
Genre: Romantische Literatur (23455)
Seiten: 292 (Taschenbuch-Version), 285 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (2024), Glück (435), Schicksalsschläge (321), Wünsche (373), Zweite Chance (472)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Auf dem Weg zum Glück musst du manchmal einen Umweg nehmen.

Eine zweite Chance für ihre verlorene Liebe - das ist alles, was Ela und Timo sich nach jahrelanger Funkstille wünschen. Als dieser Wunsch in Erfüllung geht und tiefe, längst verloren geglaubte Gefühle wieder lebendig werden, scheint das Glück perfekt. Endlich können sie all die verpassten Jahre aufholen.

Doch keiner von beiden ahnt, wie wenig Zeit ihnen dafür am Ende noch bleiben wird...
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (2)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Fabian Held vom FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Josefine Weiss gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Ich weiß jetzt übrigens, wieso du im Sport die totale Niete bist. Dir fehlt einfach das Protein!«, sagt Liz und beäugt die Zubereitung meines vegetarischen Döners argwöhnisch.
     »Weil man Protein ja auch nur durch Fleisch bekommt, richtig?« Ich verdrehe die Augen. Seit ich mich vegetarisch ernähre, zieht Liz mich damit auf. Ihre Einstellung zum Thema Fleisch passt zu ihrer gesamten Lebenseinstellung: Alles, was früher gut war und funktioniert hat, sollte man heute nicht infrage stellen. Auch den Fleischkonsum nicht.
     »Aber es ist in tierischen Produkten.«
     »Deswegen bin ich ja auch kein Veganer, sondern ein Vegetarier. Da gibt es einen gewaltigen Unterschied.«
     »Das ist so kompliziert, dass es für mich schon allein deswegen nicht infrage kommen würde.«
     Ich bezahle das Essen und nehme die Tüte entgegen.
     »Dann lass dir dein geschlachtetes Kälbchen mal schmecken.« »Hey!« Sie boxt mich mit ihrem Schirm.
     »Du hast doch damit angefangen. Ich bin nicht der Moralapostel.« »Okay, Waffenstillstand. Du verdirbst mir meinen Döner mit dem Gequatsche.«
     Ich hake mich bei Liz unter, und dicht unter ihrem Schirm aneinandergedrängt steuern wir auf meine Wohnung zu.
     Eigentlich ist es nicht wirklich meine Wohnung. Zwar lebe ich seit knapp sechs Jahren schon in dem Loft, das Sven sogar selbst entworfen hat, doch richtig zu Hause fühle ich mich immer noch nicht. In diesem Punkt muss ich einmal die Seite meiner konservativen Freundin ergreifen: Man hätte die alten Fabrikgebäude in Büjenstorf einfach so lassen sollen, wie sie waren. Alt und zerfallen, aber dafür mit Charme. Jetzt sind sie voller Luxuswohnungen. Sven und ich bewohnen das riesige Loft im Obergeschoss, das so groß ist, dass ich jeden Tag nach dem heimeligen Wohngefühl suchen muss. Bisher habe ich es noch nicht gefunden.
     Sven mag es clean. Er steht genauso wenig auf Schnickschnack wie Rosie. Deshalb überwiegen hier kahle Backsteinwände und riesige Fabrikfenster. Manchmal schlage ich ihm vor, ein Megafon anzuschaffen, damit wir uns innerhalb der Wohnung besser miteinander verständigen können, Sven findet das allerdings nicht besonders lustig. Für mich hingegen ist es ein kleiner Kompromiss – ich darf darüber scherzen und lasse meine Finger von verspielter Deko, die dem Loft tatsächlich den Hauch einer Wohnung vermitteln könnte.
     Während ich Teller und Besteck zusammensuche, lässt Liz sich auf einen Barhocker am Küchentresen sinken. »Was für ein Tag! Ein Kind ist vom Klettergerüst gefallen, und das nächste hat sich einen Würfel in die Nase gesteckt. Wir mussten sogar einen Krankenwagen rufen, aber denk nicht, es wäre wegen dem Sturz gewesen!«
     »Klingt nach einem Traumjob«, sage ich grinsend und schiebe Liz den Döner rüber.
     »Was war bei dir los? Irgendwelche neuen Krabbeltierchen im Blumentopf gefunden?«, neckt sie mich. Als der liebe Gott grüne Daumen verteilt hat, ist Liz wahrscheinlich schreiend davongerannt.
     »War ziemlich ruhig heute, aber ich kam zu spät.« Ich erzähle Liz kurz von meinem holprigen Start in den Arbeitstag, lande dann aber schnell bei Sven und unserem Streit am Morgen.
     »Und wie lange bleibt er diesmal weg?«
     Ich nehme den letzten Bissen von meinem Fladenbrot, spüle mit einem Schluck Wasser nach und bringe den Teller zur Spüle. »Bis Sonntag. Irgendwann Sonntagnachmittag kommt er zurück.«
     »Er ist im Moment sehr oft weg, oder?«
     »Ja, schon.« Ich seufze. »Deswegen kam ich heute auch zu spät, weil wir mal wieder endlos darüber diskutiert haben, ob es wirklich nötig ist, dass er schon wieder auf Dienstreise fährt. Du weißt ja, wie er ist – er kann einfach keinen Auftrag ausschlagen. Am liebsten würde er jedes Haus und jede Wohnung in Deutschland selbst planen und bauen.«
     Liz lacht. »Dann wäre das definitiv bald eine Fernbeziehung.«
     »Fühlt sich manchmal jetzt schon so an. Ich meine, ich verstehe es ja. Er liebt seinen Job, aber wenn er mal ausnahmsweise zu Hause ist, sitzen wir die meiste Zeit in dieser ... Halle hier und schweigen uns an. Er braucht dann Zeit für sich, ein bisschen Ruhe, Entspannung. Was auch immer.«
     Meine Freundin legt ihre Hand auf meine. »Sag ihm doch, dass du damit nicht glücklich bist.«
     »Ach.« Ich winke ab. »Das weiß er ja.«
     »Und?«
     »Nichts und. Wenn ich den ganzen Tag durch die Welt fahren würde, von morgens bis abends in Kundengesprächen sitzen und die halbe Nacht noch über Bauzeichnungen brüten müsste, wäre ich auch froh, zu Hause entspannen zu können. Und ich hätte mit Sicherheit keine Lust auf eine nervige Freundin, die dann Zeit mit mir verbringen will.«
     »Ich finde, in einer Partnerschaft sollte jeder auf den anderen Rücksicht nehmen. Sieh dir Kasimir und mich an. Er liebt seinen Judoverein, seine Kurse, die Wettkämpfe. Meinetwegen müsste es so was nicht geben, aber ich unterstütze ihn und feure ihn an, wann immer ich kann. Im Gegenzug dazu muss er meine TupperwareTreffen ertragen.«
     »Du vergleichst jetzt nicht wirklich gerade deine Vorliebe für Plastikgeschirr mit meiner frustrierten Beziehung?«
     Liz lacht, als wäre sie schon beschwipst und greift zur Weinflasche auf dem Tresen, um jeder von uns einen Schluck einzugießen.
     »Ich wollte nur, dass du dich besser fühlst.«
     »O ja«, sage ich schmunzelnd. »Jetzt fühle ich mich viel besser.«
     Wir prosten uns zu und Liz deutet auf etwas hinter mir. »Was ist das?«
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