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Wenn es uns gegeben hätte
Verfasser: Josefine Weiss (1)
Verlag: FeuerWerke (47)
VÖ: 14. April 2021
Genre: Romantische Literatur (23453)
Seiten: 292 (Taschenbuch-Version), 285 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (2024), Glück (435), Schicksalsschläge (321), Wünsche (373), Zweite Chance (472)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Auf dem Weg zum Glück musst du manchmal einen Umweg nehmen.

Eine zweite Chance für ihre verlorene Liebe - das ist alles, was Ela und Timo sich nach jahrelanger Funkstille wünschen. Als dieser Wunsch in Erfüllung geht und tiefe, längst verloren geglaubte Gefühle wieder lebendig werden, scheint das Glück perfekt. Endlich können sie all die verpassten Jahre aufholen.

Doch keiner von beiden ahnt, wie wenig Zeit ihnen dafür am Ende noch bleiben wird...
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (2)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Fabian Held vom FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Josefine Weiss gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Wenigstens habe ich dich noch einmal lächeln sehen.« Für einen Moment sieht er mich einfach nur an, und ich verliere mich in dem blauen Ozean seiner Augen, die mir direkt ins Herz blicken.
     Als er seine Tasche nimmt, zerbricht etwas in mir.
     »Bis bald, Ela.« Unbeholfen hebt er die Hand zum Gruß, und ich sehe seine Augen erneut feucht schimmern.
     Während ich ihn durch die Flughafenhalle gehen sehe, schlinge ich die Arme fest um meinen Körper, als könnte ich mich damit zusammenhalten.
     Ich will rufen.
     Schreien.
     Ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe. Dass ich sein bin. Immer war. Und dass ich keinen Tag ohne ihn überleben werde.
     Doch stattdessen sehe ich einfach zu, wie er geht.
     Und ich weiß, dass nichts je wieder sein wird, wie es war.


Kapitel 1

- Acht Jahre später -


Nasse Füße.
     Ich hasse nasse Füße, die in noch nasseren Schuhen stecken.
     Regelrecht eingepfercht sind sie, wie in einer überfluteten Gefängniszelle. Bei jedem Schritt geben sie diese schmatzenden, feuchten Geräusche von sich. Keine Ahnung, wie andere das sehen, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es Körperregionen gibt, von denen man in der Öffentlichkeit kein Schmatzen hören möchte.
     Zu verdanken habe ich dieses Dilemma der knöcheltiefen Pfütze, in der ich stehe. Wenn das nicht ein schöner Wochenanfang ist.
     Ich stöhne genervt und beiße die Zähne aufeinander, um einen Fluch zu unterdrücken. »Verdammter Mist!«, entwischt es mir trotzdem und lässt die junge Passantin auf dem Fußweg neben mir mitleidig lächeln. Die hat wahrscheinlich auch trockene Füße!
     »Ela, Süße, warte!«, höre ich Svens Stimme hinter mir.
     »Ich komme zu spät!«, rufe ich meinem Freund zu, der mit großen Schritten auf mich zugerannt kommt. Innerhalb weniger Sekunden klebt ihm das braune lockige Haar nass an der Stirn. Dunkle Wasserspritzer zieren seine feine Anzughose.
     »Deine Hose!«, rufe ich erschrocken.
     »Deine Schuhe!«, erwidert er mit einem breiten Grinsen und kommt vor mir zum Stehen. »Hier, du hast dein Skizzenbuch vergessen. Ich weiß doch, dass du ohne das Ding nur ein halber Mensch bist.« Er gibt mir einen sanften Kuss auf die Wange, und augenblicklich kriege ich ein schlechtes Gewissen wegen unseres Streits am Morgen.
     »Noch böse?«, fragt Sven.
     »Ach was.« Ich winke ab und versuche, einen gleichgültigen Gesichtsausdruck aufzusetzen. »Die Geschäftsreisen gehören eben zu deinem Job, und ich will wirklich nicht, dass du das wegen mir aufgibst.«
     Wir haben uns mittlerweile unter dem Vordach der Fleischerei vor dem Regen in Sicherheit gebracht, und Sven sieht mich eindringlich an, als würde er nach der Lüge in meinen Worten suchen. Ich halte seinem Blick stand und lächle zuversichtlich.
     »Du weißt, dass ich das auch gar nicht könnte. Selbst wenn ich wollte ...«
     »Stimmt, denn ohne dich – den Superarchitekten Sven Jansen – würde die zukünftige Menschheit wieder in Lehmhütten hausen müssen.«
     Er weiß, dass ich nur Spaß mache, und streicht mir sanft über die Wange. Seine großen, starken Hände sind nur eines der Dinge, die ich an ihm so sehr mag.
     »Du bist die Beste.«
     »Ich weiß!« Lachend umarme ich ihn und drücke ihm einen schnellen Kuss auf den Mund.
     In diesem Moment klingelt mein Handy. Ich verabschiede mich von Sven, der zurück durch den Regen rennt, während ich das Handy aus der Tasche krame.
     »Rosie?«
     »Wo bist du?« Meine Chefin schreit in den Telefonhörer, als wäre ich schwerhörig. Jetzt bin ich nicht nur nass, sondern auch taub.
     »Auf dem Weg!«, rufe ich zurück. Im Hintergrund rauschen die Autos über die nasse Fahrbahn, und der Regen trommelt auf das Dach über mir.
     »Mensch, Ela! Ich hätte schon vor dreißig Minuten beim Augenarzt sitzen sollen.«
     »Ich bin sofort da, versprochen.«
     »Renn! Oder noch besser – flieg! Ich will nicht noch mal sechs Monate auf einen Termin warten müssen.«
     Ich nicke, obwohl sie das nicht sehen kann, und lege auf. Jetzt fühle ich mich noch schlechter, und es liegt nicht am Schmatzen meiner Füße.
     Ganz Büjenstorf und alle Pendler scheinen gerade in der Mittagspause zu sein, wenn ich mir den Verkehr so anschaue. Normalerweise brauche ich vom Loft bis zu Rosies Rosenstübchen nur zehn Minuten, doch jetzt stehe ich schon eine Ewigkeit an dieser Ampel und komme nicht rüber, während ein Auto nach dem anderen an mir vorbeirollt.
     Ich drücke auf dem Ampelschalter herum, als müsste ich Notfallmorsezeichen absetzen, damit es endlich grün wird. Nervös trete ich von einem Fuß auf den anderen und frage mich, ob ein Mandeltörtchen von Rosies Lieblingsbäcker als Entschuldigung ausreicht, als ich im Augenwinkel eine Gestalt wahrnehme.
     Tatsächlich – nur eine Kreuzung weiter, auf meiner Straßenseite, steht der alte Grabowski auf seinem Krückstock gelehnt im Regen und wartet darauf, dass auch bei ihm die Ampel auf Grün umspringt. Ich überlege gerade, ob ich einen Gruß rufen soll, als ein idiotischer Autofahrer so dicht an der Bordsteinkante entlangfährt, dass er die riesige Pfütze direkt vor Herrn Grabowski erwischt. Der alte Mann hat keine Chance. Binnen Sekunden ergießt sich eine dreckige Wasserfontäne über ihn. Er taumelt zurück, stolpert und fällt um. Der Autofahrer hupt zweimal und verschwindet.
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