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Wenn es uns gegeben hätte
Verfasser: Josefine Weiss (1)
Verlag: FeuerWerke (47)
VÖ: 14. April 2021
Genre: Romantische Literatur (23376)
Seiten: 292 (Taschenbuch-Version), 285 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (2012), Glück (435), Schicksalsschläge (321), Wünsche (373), Zweite Chance (466)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats April 2021 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Auf dem Weg zum Glück musst du manchmal einen Umweg nehmen.

Eine zweite Chance für ihre verlorene Liebe - das ist alles, was Ela und Timo sich nach jahrelanger Funkstille wünschen. Als dieser Wunsch in Erfüllung geht und tiefe, längst verloren geglaubte Gefühle wieder lebendig werden, scheint das Glück perfekt. Endlich können sie all die verpassten Jahre aufholen.

Doch keiner von beiden ahnt, wie wenig Zeit ihnen dafür am Ende noch bleiben wird...
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Fabian Held vom FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Josefine Weiss gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


»Jetzt ist es also so weit.« Timo vergräbt die Hände in den Hosentaschen und senkt den Blick. Das wuschelige Haar fällt ihm in die Stirn, und ich muss mich zwingen, nicht mit den Fingern hindurchzufahren.
     Wie konnte dieses Jahr so schnell an uns vorbeiziehen? Federleicht war es, wie ein Lufthauch, der uns trotz aller Schwerelosigkeit so kraftvoll durch die Loopings einer unvergleichbaren Gefühlsachterbahn getragen hat.
     Timos Worte vom vergangenen Abend schwirren noch immer planlos durch meinen Kopf.
     »Ich habe mich in dich verliebt, Ela«, sagte er, nicht lange, nachdem wir uns ein letztes Mal an der Strandpromenade niedergelassen hatten. »Es ist einfach passiert, und ich weiß, dass eine schwierige Zeit vor uns liegt, aber ich kann meine Gefühle nicht länger leugnen. Du solltest es wissen, bevor ich nach Amerika fliege. Ich musste es wenigstens einmal aussprechen.«
     Und jetzt stehen wir hier, schauen betreten auf den Flughafenboden, weichen den Blicken des anderen aus und suchen nach den Worten, die diesen Moment irgendwie erträglich machen könnten.
     Ich glaube, die gibt es nicht.
     »Ich hab etwas für dich«, sage ich schließlich und versuche, das Brennen in meinem Hals zu ignorieren. Es lässt meine Stimme gepresst klingen, und ich sehe Timo an, dass er es bemerkt. Nichts, was mich je bedrückt hat, ist ihm entgangen. Als könne er mit seinen wunderschönen eisblauen Augen direkt in meine Seele blicken. Es ist faszinierend und beängstigend zugleich.
     Aus der Jackentasche ziehe ich eine Skizze, die ich in der letzten Woche heimlich von ihm angefertigt habe, als er mit seiner Kamera im Dünengras lag und versuchte, die aufgebrachten Möwen zu fotografieren.
     Schweigsam betrachtet Timo die Zeichnung. Das Papier scheint in seiner Hand zu zittern, und als er den Blick hebt, schimmern seine Augen feucht. »Sie ist wunderschön«, flüstert er und faltet das Blatt sorgfältig zusammen, um es in seinem Portemonnaie zu verstauen.
     »Das soll dir Glück bringen. Auf deinem Weg zum Starfotografen.« »Oder so was in der Art.« Timo schmunzelt, und mein Herz macht einen Sprung. »Du schreibst mir, ja? Und wir telefonieren, okay?«
     Ich nicke.
     Alles in mir wehrt sich dagegen, ihn jetzt gehen zu lassen.
     »Und ... und was ich dir gestern Abend gesagt habe ...«, stammelt er, doch ich unterbreche ihn sofort.
     »Timo, ich kann nicht ...«
     Er greift nach meinen eiskalten Händen und umschließt sie fest mit seinen. Die Berührung brennt auf meiner Haut.
     Lass mich nie wieder los!, will ich ihn anflehen, doch die Worte verebben auf meiner Zunge.
     »Ich weiß, dass du meine Gefühle nicht erwiderst. Aber an meinen kann ich trotzdem nichts ändern. Ich will nur, dass du weißt, wie ernst ich meine Worte gemeint habe.«
     Ich kann ihn nicht länger ansehen, aus Angst, er könnte die größte Lüge meines Lebens in meinen Augen erkennen. Sie würde ihm entgegenspringen, da bin ich mir sicher.
     Zaghaft, beinahe schüchtern, hebt er seine Hand zu meiner Wange, und bevor ich es verhindern kann, kuschele ich mich sehnsüchtig in seine Handfläche.
     »Hör niemals auf, an dich zu glauben, ja? Versprichst du mir das?« Jetzt zittert auch Timos Stimme, und ich ertrage das alles kaum noch.
     »Ich versuche es«, flüstere ich.
     »Und wann immer du mich brauchst, ruf mich an. Ich springe in den nächsten Flieger und komme zu dir«, beteuert er.
     Ich wünschte, das wäre die Wirklichkeit. Doch wir wissen beide, dass sich ab dem heutigen Tag alles in verschiedene Richtungen entwickeln wird. Schon morgen wird er nicht mehr der Timo sein, den ich heute gehen lasse, und ich nicht mehr die Ela, die er zurücklässt. Uns werden nicht nur Tausende von Kilometern trennen, sondern zwei ganze Leben.
     »Du ... du solltest dich voll und ganz auf deinen Traum konzentrieren«, stammle ich. »Jetzt hast du die Chance, und ich kenne niemanden, der es mehr verdient hätte.«
     Timo lächelt sanft, und sein Blick irrt unruhig über mein Gesicht, als wolle er sich jeden Millimeter davon einprägen. Weil er genau wie ich weiß, dass dies ein Abschied für immer ist.
     Seit der ersten Sekunde an seiner Seite war mir klar, dass er irgendwann nach Amerika gehen wird. Das aber hat mich nicht davon abgehalten, mich Hals über Kopf in ihn zu verlieben. Es hat mich lediglich davor bewahrt, ihm zu sagen, was ich fühle.
     So viele Gemeinsamkeiten wir auch haben, so viele Unterschiede gibt es auch.
     Aus ihm strahlt das Leben. Hell und leuchtend.
     Aus mir die Angst. Dunkel und kalt.
     Als die Durchsage für Timos Flug durch die Eingangshalle hallt, zucke ich zusammen.
     Noch nicht, bitte noch nicht.
     Panik steigt in mir auf. Die brennenden Tränen hinter meinen Augenlidern kann ich nicht mehr zurückhalten, und Timo zieht mich sofort in seine Arme.
     »Wir sehen uns wieder, das verspreche ich dir«, murmelt er.
     Ich vergrabe mein Gesicht an seiner Schulter. Sauge ein letztes Mal
     seinen vertrauten, süßen Duft ein. Spüre sein zerzaustes Haar die Haut an meiner Stirn kitzeln und höre seinen wunderschönen, vor Aufregung ganz wilden Herzschlag in seiner Brust.
     »Bestimmt kommst du erst zurück, wenn wir alt und grau sind«, flüstere ich mit tränenerstickter Stimme in sein Ohr, und Timo lacht.
     »Aber eins sag ich dir: Wenn uns bis dahin niemand wollte, heiraten wir. Deal?«
     Grinsend löse ich mich von ihm. »Du bist ja verrückt.«
     Er streicht mir eine Träne von der Wange. Seine Berührung ist so liebevoll und zart. Ich mache den größten Fehler meines Lebens, und ich weiß es.
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