Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
45.768 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »nichus24«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Trauma
Verfasser: Angélique Mundt (5)
Verlag: btb (524)
VÖ: 13. April 2021
Genre: Thriller (7201)
Seiten: 352 (Taschenbuch-Version), 353 (Kindle-Version)
Themen: Erinnerungen (1005), Mörder (660), Psychiatrische Klinik (210), Trauma (184)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
3,00 (60%)
auf Basis von einem Blogger
1
0%
2
0%
3
100%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,00 (100%)
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 2 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Trauma« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (1)     Tags (2)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Angélique Mundt für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Angélique Mundt gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Absurd, lächerlich! Und sofort zu durchschauen. Aber Nicolai merkte nichts.
     Und ich wollte Marius und dieses Leben mit ihm nicht mehr aufgeben. Ich wollte glücklich sein.
     Ich bin nicht stolz auf meine Lügen.
     Ich schäme mich. Und ich bin wütend auf mich.
     Aber hat mich das etwas tun lassen, was niemals jemand von mir gedacht hätte, am wenigsten ich selbst?


9.


Inzwischen hat sich das Licht im Zimmer verändert. Die Rollos sind halb nach unten gefahren, der Baulärm ist gerade nicht zu hören. Hanne liegt reglos auf ihrem Bett. Ich muss eingeschlafen sein. Ich bin so unendlich müde und erschöpft. Ich vermisse Luna, mein kleines Baby, ich sehne mich danach, an ihren Haaren zu riechen, sie im Arm zu halten. Sofort laufen mir Tränen über das Gesicht. Was hat Nicolai ihr erzählt? Was hat sie von all dem mitbekommen? Sie war mit ihrer Tante und ihrem Onkel im Tierpark, als die Polizei da war. Und als sie mich mitgenommen haben. Ich kriege das Kleid nicht aus meinem Kopf. Das Blut. Ich erinnere mich an das Büro des Polizisten. Keine Zelle, kein dunkler Verhörraum, einfach ein ganz normales Büro, zwei Computer auf Schreibtischen voller Akten stehen sich gegenüber. Jetzt fällt mir auch sein Name wieder ein: Thomsen. Ich sehe ihn vor mir, wie er eine Stehlampe auf einen sanften Lichtschein herunterdimmt, so dass es beinahe behaglich wird. Er bedeutet mit der Hand, dass ich mich an den Tisch setzen soll. Ungefragt schenkt er zwei Gläser mit Wasser ein und schiebt mir eines herüber. Ich bin nicht durstig. Ich bin schwer. Die Last, die ich auf mir spüre, erdrückt mich. Die Schmerzen wüten in meinem Kopf.
     Auf dem Gang sind streitende Stimmen zu hören. Ich ertrage die Geräusche dieser Welt nicht länger. Thomsen
     steht auf und schließt die Tür. Wohltuende Ruhe setzt ein. Ich atme angestrengt ein und aus.
     Er sagt mir, er vernehme mich als Zeugin, müsse ein paar Dinge verstehen, sagt mir aber auch, dass es nicht gut für mich aussehe, sollte das Blut auf meinem Kleid von Marius sein.
     Er greift nach einem Aktendeckel und einem Diktiergerät und legt beides auf den Tisch zwischen uns. Er mustert mich.
     Er startet die Aufnahme und nennt das Datum, Uhrzeit und unsere beiden Namen. Es ist wie in einem Film.
     »Warum, glauben Sie, musste Marius Hofer sterben?«, fragt er. »Ich werde Ihnen zeigen, was mit Marius Hofer passiert ist. Ich möchte, dass Sie verstehen, warum ich Sie nicht in Ruhe lassen kann. Ich bin ihm verpflichtet. Ich werde herausfinden, wer ihm das angetan hat. Und ich möchte verstehen, wie es dazu kommen konnte. Können Sie mir helfen?«
     Ich weiß es nicht. Ich bin benommen. Ich will nicht mehr.
     »Frau Galayan, wir haben bislang nicht gefunden, was wir bei Ihnen gesucht haben. Keine Tatwaffe, kein Handy, keinen Schlüssel zu seiner Wohnung. Dafür ein blutbeflecktes Kleid.«
     Er lässt mir Zeit.
     »Die Tat ist außergewöhnlich brutal gewesen. Die Tötungsart spricht aus meiner Erfahrung nicht unbedingt für eine Frau als Täterin. Andererseits können Frauen, die in die Enge getrieben werden, gnadenlos sein. Sie hatten eine Affäre mit dem Opfer, und Sie haben kein Alibi. Hatten Sie Streit?«
     Er wartet.
     »Sie müssen verstehen, dass ich mir von Ihnen Antworten erhoffe.«
     Was soll ich sagen?
     »Wie viele Schlüssel hatte Herr Hofer zu seiner Wohnung?«
     Ich kneife die Lippen zusammen. Ich weiß es nicht.
     »Die Wohnung von Herrn Hofer war nicht aufgebrochen. Der Täter muss einen Schlüssel gehabt haben. Nach Auskunft des Vermieters hatte Herr Hofer zwei Schlüssel. Seine Tür ist mit einem Sicherheitsschloss versehen, so dass er die Schlüsselkarte vom Vermieter hätte anfordern müssen, hätte er sich weitere Schlüssel nachmachen lassen wollen. Einen Schlüssel haben wir in der Wohnung an seinem Schlüsselbund gefunden. Herr Hofer hatte nach Auskunft der Nachbarn keine Putzfrau. Es ist außer Ihnen nie jemand mit ihm in der Wohnung gesehen worden. Ich vermute, dass Sie den anderen Schlüssel haben. An Ihrem Schlüsselbund war er nicht. Bei der Hausdurchsuchung haben wir ihn bisher nicht gefunden, aber die Kollegen sind noch nicht fertig. Wo ist der Schlüssel?«
     Ich höre die Ungeduld in seiner Stimme. Er möchte, dass ich ihm Antworten gebe. Ihm erkläre, was in der Tatnacht geschehen ist. Aber wie könnte ich das? Ich kann ihm nicht helfen. Ich kann mir nicht einmal selbst helfen.
     »Wenn wir den Schlüssel in Ihrem Haus finden ... Sind Sie zu ihm gefahren?«
     Ich weiß es nicht.
     »Die Wohnung war spartanisch eingerichtet, als ob er noch nicht lange dort wohnen würde. Wann ist er dort eingezogen?«
     Das weiß ich nicht. Ich kenne ihn doch erst seit einem Jahr. War schon ein Jahr vergangen?
     Jemand hat ihn getötet. Dort, wo er sich sicher gefühlt hat. Wo niemand hereinkommen konnte ... außer mir?
     »Woher stammt das Blut auf Ihrem Kleid?«
     Er bringt mich mit seinen sprunghaften Fragen ganz durcheinander. Ich weiß nichts. Ich erinnere mich nicht. Er macht mir Angst.
     Ich erschrecke, als ich Thomsens Hand auf meinem Arm fühle.
     »Wo sind Sie mit Ihren Gedanken? Hören Sie mir zu?« Nein, ich habe nicht zugehört.
     »Beschreiben Sie mir Ihre Beziehung zu Herrn Hofer.« Er seufzt.
     Marius war ein sanfter Mensch. Ein Mann voller Fantasie, Ideen und Träume. Er war ... Es stimmt, ich hatte eine Beziehung zu Marius. Er war mein Musikproduzent. Mein Mentor. Mein Freund. Nicht mein Feind. Warum sollte ich ihn töten?
Seite: 1 2 3 4 5 6
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz