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Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
Verfasser: TJ Klune (1)
Verlag: Heyne (3024)
VÖ: 13. April 2021
Genre: Fantasy (13305)
Seiten: 480 (Broschierte Version), 404 (Kindle-Version)
Original: The House in the Cerulean Sea
Themen: Außenseiter (237), Beamte (17), Inseln (1947), Kinder (539), Magie (2656), Regeln (455), Teufel (252), Toleranz (44), Vorurteile (125), Waisenhaus (47)
Erfolge: 1 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 18)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Schon wieder ist es soweit: Wir haben mehrere Mitarbeiter unserer Seite dazu gebracht, die ersten Seiten eines Buchs gemeinsam anzulesen, um sie anschließend darüber richten zu lassen, ob sie allein anhand des Auftakts gewillt wären, das komplette Buch durchzuschmökern. Getroffen hat es ein Werk mit Fantasy-Elementen, das in der vergangenen Woche kurzzeitig den Weg auf die Spiegel-Bestsellerliste gefunden hat.

Das Buch

Den Namen »Parnassus« assoziiert man bis dato ziemlich stark mit dem letzten Film von Heath Ledger, mit diesem dürfte »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« jedoch rein gar nichts zu tun haben. Das Original hieß »The House in the Cerulean Sea«, ist rund ein Jahr alt und sammelte in dieser Zeit beim englischsprachigen Amazon unfassbare 6.600 Rezensionen ein, die nahezu einhellig sehr gut ausfielen. Hierzulande wurde der Roman am 13. April im Heyne Verlag veröffentlicht. Er ist 480 Seiten stark und hat einen Preis von 14,99 Euro. Für drei Euro weniger gibt es ihn als E-Book, ein 15:37 Stunden langes Hörbuch wurde von Schauspieler und Sprecher Julian Horeyseck eingelesen.

Im Roman von »Book Daddy« TJ Klune geht es um einen Beamten namens Linus Baker, der seit siebzehn Jahren für das Jugendamt arbeitet. Dort ist er in einer Sonderabteilung dafür zuständig, darüber zu wachen, dass es magisch begabten Kindern und Jugendlichen gut geht. Er wird dazu beauftragt, ein ganz spezielles Waisenhaus unter die Lupe zu nehmen. Die sechs Kinder, die bei Arthur Parnassus untergebracht sind, sind noch viel spezieller als die Minderjährigen, mit denen er es sonst zu tun hat. Einer könnte gar teuflische Verwandte haben. Dennoch bleibt Baker nichts anderes übrig, als sich der Sache anzunehmen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Zu Beginn des Buchs erlebt man Baker unmittelbar bei seiner Arbeit. Er besucht ein Waisenhaus, in dem es kurz zuvor zu einem Zwischenfall zwischen einem elfjährigen Mädchen und einem Knaben gekommen ist. Die Kleine ist in der Lage, Gegenstände mit ihren magischen Kräften schweben zu lassen. Baker untersucht, inwiefern sie diese Kraft unter Kontrolle hat. Die Waisenhausleiterin ist sichtbar bemüht, kein schlechtes Licht auf ihre Institution fallen zu lassen und das Mädchen zu schützen. Offensichtlich ist ihr die »Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger« (BBMM) nicht geheuer, und das Wirken des Amts hat sich in der Vergangenheit wiederholt als nicht gerade gut herausgestellt. Baker hingegen scheint in seinem Job aufzugehen und keine Zweifel an seiner Arbeit zu hegen.

Im zweiten Schritt erlebt man Baker in der Behörde, in der eine frostige Atmosphäre herrscht. Seine Chefin - eine Frau namens Jenkins - herrscht hier mit gnadenloser Hand, und so ist selbst ein Dressingfleck, den sich Baker beim Schnabulieren eines Salats einfängt, ein solch großes Problem, dass der Beamte mit Strafpunkten oder gar einer Entlassung rechnet. Tatsächlich wird er von Ms Jenkins und deren öligen Assistenten in diesem Moment heftig unter Druck gesetzt. Er muss jedoch (noch) nicht mit einer Kündigung rechnen, vielmehr wird ihm ein Termin auf den Tisch gelegt: Er soll sich am nächsten Morgen beim »Allerhöchsten Management« melden.

Fazit

Wer diese Zusammenfassung der ersten Seiten gelesen hat, der dürfte den Eindruck haben, dass sich das Buch bis hierhin nicht gerade spektakulär anhört. Auf irgendeinen großen Aha-Effekt, mit dem der Leser gleich von Beginn weg geködert werden soll, wird in der Tat vollkommen verzichtet. Und es geht sogar noch weiter: TJ Klune schlägt hier ein erkennbar bedächtiges Tempo an, und mehr als einmal lässt er seinen Protagonisten absatzweise durch seine Gedanken kreisen, ohne dass es vorangeht. Wenn man jetzt noch hinzuaddiert, dass der Mann, dessen Gedanken zu Soßenflecken & Co. hier gewälzt werden, ein leicht übergewichtiger vierzigjähriger Beamter ist, der seit anderthalb Jahrzehnten tagein, tagaus die gleiche Sacharbeiter-Stelle erfüllt, könnte man glatt mit der Stirn runzeln und mutmaßen, das Ganze wäre bis hierhin so aufregend wie die Lektüre von zehn Seiten Telefonbuch. Doch weit gefehlt: Obwohl so gut wie nichts geschieht, zeichnet sich schon jetzt eine außergewöhnliche Szenerie mit einer vollkommen individualistischen Atmosphäre ab. TJ Klunes Worte wirken kunstvoll und fangen den Leser trotz ihrer Unaufgeregtheit ein. Man hat stattdessen den Eindruck: Dass der Autor nicht auf Spektakel setzt, muss an einem gehörigen Selbstvertrauen liegen, dass er etwas abgeliefert hat, das inhaltlich so gut ist, dass er keine Effekthascherei braucht. Hoffen wir, dass es tatsächlich darauf hinausläuft ... die vielen positiven Bewertungen lassen ja auf etwas Großes hoffen. Unsere Testleserinnen Kati Neidhardt, Katrin Felzmann und Sara Wojciechowski sind jedenfalls gemeinschaftlich zum Schluss gekommen, sich das ganze Buch zu Gemüte zu führen, so dass wir in absehbarer Zeit eine Rezension parat haben werden.
– geschrieben am 30. April 2021
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