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Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
Verfasser: TJ Klune (1)
Verlag: Heyne (3039)
VÖ: 13. April 2021
Genre: Fantasy (13511)
Seiten: 480 (Broschierte Version), 404 (Kindle-Version)
Original: The House in the Cerulean Sea
Themen: Außenseiter (240), Beamte (17), Inseln (1978), Kinder (542), Magie (2696), Regeln (459), Teufel (254), Toleranz (44), Vorurteile (126), Waisenhaus (49)
Erfolge: 1 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 18)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor einigen Tagen besprachen wir die ersten (rund) zehn Seiten von TJ Klunes Roman mit dem außergewöhnlichen Namen »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« im Rahmen unserer Rubrik »Projekt 10«. Nun soll unsere Meinung zum kompletten Roman folgen, denn diese stand bisher noch aus. Das Buch wurde am 13. April vom Heyne Verlag auf Deutsch herausgegeben und hat einen Umfang von 480 Seiten. Bekommen kann man es entweder für 14,99 Euro in gedruckter Form, oder aber für 11,99 Euro als E-Book. Schauspieler und Sprecher Julian Horeyseck hat seine Stimme einem 15:37 Stunden währenden Hörbuch geliehen. Als wir das »Projekt 10« veröffentlicht haben, hatte das Buch 6.600 Rezensionen beim englischsprachigen Amazon, die nahezu vollständig positiv ausgefallen waren. Inzwischen sind es 6.979, obwohl nur wenige Tage vergangen sind. Um es vorwegzunehmen: »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« hat sie alle verdient. Jede einzelne davon.

TJ Klune erzählt in seinem Buch die Geschichte eines Beamten namens Linus Baker, der nun schon seit siebzehn Jahren bei der »Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger« (BBMM) arbeitet, Dienst nach Vorschrift absolviert und sich an alle Regeln hält, die in dem dicken Wälzer festgehalten wurden, der seine Arbeit definiert. Er besucht Waisenhäuser, in denen Kinder und Jugendliche untergebracht wurden, die magisch begabt sind. Er überprüft, inwiefern die Einrichtungen den Regeln entsprechen, und gibt anschließend eine Empfehlung ab, ob sie weiter bestehen sollten. Vom allerhöchsten Management seiner Behörde wird er mit einer besonderen Mission ausgestattet: Er soll das Waisenhaus des Mr. Parnassus unter die Lupe nehmen, das sich auf einer Insel befindet und in dem sechs Kinder leben sollen, die noch viel spezieller als die »normalen« magisch begabten Knirpse sind. Also begibt sich Linus Baker auf eine Reise in Richtung Meer, und es wird eine Reise werden, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellt. Und nicht nur seines.

Die Sache ist die: TJ Klune erzählt seine Geschichte in einem extrem ruhigen Takt und lässt sich enorm viel Zeit für Details. Die Protagonisten geraten an keiner Stelle in richtige Gefahren, es gibt keine schockierenden Wendungen, größtenteils erlebt man »nur« Kinder in ihrem Alltag und schaut ihnen zu. Klingt nach einem eher öden Buch, oder? Tatsächlich ist »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« jedoch eines der großartigsten Werke, die uns bisher in diesem Jahr in die Finger gekommen sind. TJ Klunes Geschichte ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Roman über Toleranz und Zusammenhalt, über die Akzeptanz des vermeintlichen Andersseins, über Selbstfindung und das Gewinnen von Selbstbewusstsein, und über unzählige weitere Sachen. Mal als Methapher, mal deutlich direkter, aber immer mit einer großen Portion (Lebens-) Weisheit serviert und in einem stilvollen, friedlichen Ton, der die Seele des Lesers streichelt. Statt mit alten Schinken belästigt zu werden, denen jeder Unterhaltungswert abgeht, sollten Schüler Bücher wie dieses im Unterricht lesen müssen, denn dann würden man ihnen das Lesen nicht ab-, sondern angewöhnen, sie jede Menge fürs Leben lernen lassen und ihnen auch ordentlichen Raum zum Interpretieren gewähren, denn natürlich lassen sich die maisch begabten Kinder, ihre Fähigkeiten, Probleme, Erlebnisse & Co. auch auf viele andere Gegebenheiten übertragen, die es im »richtigen Leben« gibt. Neben dem unterhaltsamen Stil und all den schlauen Sachen, die hier in die Zeilen gepackt wurden, bekommt man obendrauf auch noch ein wirklich bemerkenswerte Ensemble - Protagonisten, die einem lange in Erinnerung bleiben, und die einem nicht nur weise, sondern auch viele amüsante Momente bescheren. Wenn es überhaupt etwas gibt, das gestört hat, dann ist es das mehrmalige Einflechten des sprachlichen Ungetüms »in keinster Weise«, denn das ist nun mal in keiner Weise richtig. Natürlich ist das aber irrelevant. »Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte« ist ein wunderbares lebensbejahendes Buch, bei dem sich jede ins Lesen investierte Sekunde lohnt.
– geschrieben am 7. Mai 2021 (5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz