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KINDLE
 
Wenn Apfelbäume tanzen könnten
Verfasser: Lisa Torberg (27)
Verlag: Eigenverlag (19256)
VÖ: 1. April 2021
Genre: Romantische Literatur (23103)
Seiten: 260
Themen: Äpfel (16), Bauernhof (171), Hunde (931), Lehrer (651), Südtirol (77)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats April 2021 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Ein Roman über unglaubliche Zufälle, den langen Atem der Liebe und die Buntheit des Lebens. ♥

Seitdem Bertl Kofler begriffen hat, dass seine Freundin aus Kinderzeiten nicht seine große Liebe ist, lebt er für seinen Bauernhof. Sein einziger Mitbewohner ist Zeus, sein Schäferhundmischling. Doch immer wieder holt ihn die Erinnerung an die Lehrerin aus dem Pustertal ein, die vor zwei Jahren kurz in Mela unterrichtete. Aber nicht nur er denkt oft an die junge Frau – auch jemand auf dem nahen Apfelhof tut es …
Sabine Holzer leitet seit dem Unfalltod ihrer Eltern das Familienunternehmen im Pustertal. Nicht einmal sich selbst gesteht sie ein, wie sehr ihr das Unterrichten fehlt – und das beschauliche Mela mit seinen Apfelwiesen. Ihr Leben ist geprägt von Pflichtbewusstsein und ihrer Liebe für ihren Großvater Johann. Dennoch spukt ein gewisser Bertl Kofler ständig in ihrem Kopf herum.
Nach der Filmaufführung von "Apfelblüten im Regen", der auf dem Apfelhof in Mela gedreht wurde, erzählt Johann Holzer seiner Enkelin Unfassbares aus seiner Vergangenheit. Als ihre ehemalige Vermieterin sie kurz darauf nach Mela einlädt, trifft Sabine eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben komplett auf den Kopf stellt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Wenn ich dich nicht so gut kennen würde, müsste ich jetzt denken, dass du ein hirnloses Pupperl bist.«
     Karin seufzte noch einmal – diesmal tiefer. »Was hat denn das Gehirn mit einem rein körperlichen Bedürfnis zu tun, Sabine? Wir sind Frauen aus Fleisch und Blut, keine Roboter.«
     »Das kannst morgen deinem Chef Schrägstrich Vater sagen, wenn du ihn um zwei Wochen Urlaub bittest, die du dann in einem Ferienclub irgendwo im Süden oder besser noch in Spanien verbringst, wo all die Männer herumlaufen, die dir im Kopf herumspuken.«
     Karin verdrehte zur Antwort die Augen und hakte nach. »Also, was ist jetzt? Kommst mit uns mit?«
     Sabine schüttelte den Kopf. »Heut nicht, Karin, tut mir leid. Du weißt doch, dass ich mit dem Nonno da bin, und der wartet drauf, dass ich ihn heimbringe.« Sie deutete zur Tür, die aus dem Saal führte. Johann Holzer stand dort, hoch aufgerichtet, ernst, mit einer Hand in der Hosentasche, den Blick auf sie gerichtet.
     »Dann kommst halt nach.«
     »Nein, wirklich nicht. Außerdem brauchst du mich doch nicht, wenn die anderen dabei sind.« Sie deutete auf Karins Schwester und deren Cousine, die ein paar Schritte entfernt standen.
     »Aber die sind doch noch Kinder!«
     Die beiden waren Ende zwanzig, Karin und sie hatten im vergangenen Jahr den dreißigsten Geburtstag gefeiert. Sabine ersparte sich den Kommentar, der ihr auf der Zunge lag, zog stattdessen ihre Freundin kurz an sich und verabschiedete sich von ihr mit den drei obligatorischen Wangenküsschen. Während sie sich abwandte, rief sie: »Schönen Abend noch!«, und eilte zum Ausgang.
     Der Großvater schaute immer noch so ernst. Wenn er nicht nach ihrer Hand gegriffen und sie mit sich aus dem Kulturzentrum nach draußen gezogen hätte, hätte sie ernsthaft überlegt, ob er während der Filmvorführung zu Stein erstarrt war. Sie hatte nicht die geringste Ahnung, was diesen Zustand in ihm ausgelöst hatte – bis ihr plötzlich wieder der Tag vor fast zwei Jahren einfiel, an dem er genauso gewesen war, als er sie nach ihrer Zeit in Mela gefragt hatte, die ebenso abrupt geendet wie begonnen hatte. Ihre Erzählung hatte ihn irgendwie aufgewühlt, was ganz und gar unlogisch war, weil er doch nie dort gewesen war und schon gar niemanden der Menschen dort kannte.
     Bis zu den Sommerferien hätte sie damals die verletzte Kollegin an der Grundschule vertreten sollen, stattdessen hatte der Autounfall ihrer Eltern dem Aufenthalt vorzeitig ein Ende gesetzt. Ihr Herz war damals, als der Großvater anrief, mehrfach zerbrochen – und ein Stück davon war in Mela zurückgeblieben. Aber das war ihr Herz und dem Nonno hatte sie nichts davon gesagt. Es war ohnehin schon schwer genug für ihn gewesen, den einzigen Sohn und die Schwiegertochter am selben Tag zu verlieren. »Eltern sollten ihre Kinder nie überleben«, hatte der Pfarrer bei der Beerdigung gesagt. Zuerst war Sabine mit seinen Worten gar nicht einverstanden gewesen, mittlerweile verstand sie, was er gemeint hatte, auch wenn sie überzeugt davon war, dass ihr Schmerz nicht geringer war als der ihres Großvaters.
     Jetzt stieg er in den Wagen und saß stumm neben ihr, während sie die paar Kilometer nach Hause fuhren. Sie hatte nicht die geringste Ahnung, was mit ihm los war, aber eines wusste sie mit Sicherheit: Was immer ihn in diesen Zustand versetzt hatte, hatte nichts mit dem Tod der Eltern zu tun, sondern mit Apfelblüten im Regen. Plötzlich hatte sie ein komisches Gefühl. Entgegen ihrer Gewohnheit, langsam durch den zu Toblach gehörenden Ortsteil zu fahren, beschleunigte Sabine, ließ Niederdorf hinter sich und bog mit quietschenden Reifen in die Straße ein, die zum Haus auf dem Hügel führte, das ihr Großvater vor vielen Jahren anstelle seines Elternhauses erbaut hatte.
     Ihr Magen flatterte ebenso wie ihre Finger, als sie den Motor ausmachte und den Schlüssel abzog. Dass der Nonno sie nicht wegen ihrer Fahrweise rügte und wortlos ausstieg, machte die Sache auch nicht besser. Sie spürte, dass das, was er ihr erzählen wollte, irgendetwas ändern würde. Einerseits fieberte Sabine diesem Moment entgegen, andererseits hatte sie Angst davor, ohne diese definieren zu können. Ihre Knie fühlten sich an wie Watte, als sie das Haus betrat und kurz darauf im Wohnraum auf ihren Platz auf dem Sofa sank, während der Großvater sich in seinem Ohrensessel zurücklehnte und ihr einen langen Blick zuwarf, bevor er zu sprechen begann.
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