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KINDLE
 
Wenn Apfelbäume tanzen könnten
Verfasser: Lisa Torberg (27)
Verlag: Eigenverlag (19262)
VÖ: 1. April 2021
Genre: Romantische Literatur (23109)
Seiten: 260
Themen: Äpfel (16), Bauernhof (171), Hunde (932), Lehrer (651), Südtirol (77)
Voting: Das Buch wurde von dir für die Abstimmung zum Buch des Monats April 2021 vorgeschlagen. Über die zwölf Bücher mit den meisten Stimmen wird Mitte Mai abgestimmt.
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Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Ein Roman über unglaubliche Zufälle, den langen Atem der Liebe und die Buntheit des Lebens. ♥

Seitdem Bertl Kofler begriffen hat, dass seine Freundin aus Kinderzeiten nicht seine große Liebe ist, lebt er für seinen Bauernhof. Sein einziger Mitbewohner ist Zeus, sein Schäferhundmischling. Doch immer wieder holt ihn die Erinnerung an die Lehrerin aus dem Pustertal ein, die vor zwei Jahren kurz in Mela unterrichtete. Aber nicht nur er denkt oft an die junge Frau – auch jemand auf dem nahen Apfelhof tut es …
Sabine Holzer leitet seit dem Unfalltod ihrer Eltern das Familienunternehmen im Pustertal. Nicht einmal sich selbst gesteht sie ein, wie sehr ihr das Unterrichten fehlt – und das beschauliche Mela mit seinen Apfelwiesen. Ihr Leben ist geprägt von Pflichtbewusstsein und ihrer Liebe für ihren Großvater Johann. Dennoch spukt ein gewisser Bertl Kofler ständig in ihrem Kopf herum.
Nach der Filmaufführung von "Apfelblüten im Regen", der auf dem Apfelhof in Mela gedreht wurde, erzählt Johann Holzer seiner Enkelin Unfassbares aus seiner Vergangenheit. Als ihre ehemalige Vermieterin sie kurz darauf nach Mela einlädt, trifft Sabine eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben komplett auf den Kopf stellt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Nein. Trotz ihrer zweiundneunzig Jahre hatte die Großmutter einen Dickschädel wie ein Kleinkind und hatte sich auch nach dem mehrmaligen Verschieben der Erstaufführung des Films aufgrund dieser unsäglichen weltweiten Pandemie nicht davon abbringen lassen, darauf zu warten. Filomena sah also den Film heute zum ersten Mal – im Gegensatz zu ihr und Traudl, aber auch Gitti, Leon und Bertl, denen Chris und Marcus bald nach dem Abdrehen eine Rohkopie gezeigt hatten. Liesi schaute immer noch hinüber zu ihrer Großmutter, als die Musik intensiver wurde. Die Bögen strichen rascher über die Saiten der Violinen und ein anfangs leiser Trommelwirbel steigerte sich zu einem lauten Crescendo. Sie wandte den Kopf genau in dem Moment, in dem die beiden Protagonisten auf der Bank unter den Apfelbäumen ihren Kuss vertieften. Mit einem Paukenschlag endete die Geschichte der beiden so ungleichen Menschen, die einander gefunden hatten und sich ewige Liebe schworen. Das an sich war schon wirklich kitschig, doch als dann auch noch Tausende Apfelblüten von oben auf das Liebespaar rieselten und die Worte Happy End formten, lachte Liesi auf – und sie war nicht die Einzige. Im ganzen Saal nahm das Lachen zu, allerdings konnte es das Schniefen nicht überdecken.
     Traudl stieß Liesi an. »Schau dir das an. Die heulen alle.«
     Sie wandte sich um. Ältere Frauen wischten sich über die Augen, jüngere tupften mit Taschentüchern mit Mascara vermischte Tränen von den Wangen, während die Männer entweder die Augen verdrehten oder unangenehm berührt zu Boden schauten. Es war ein Bild für Götter, dachte Liesi, bevor ihr Blick zu ihrer Großmutter schweifte – und sie schockiert den Mund öffnete. Lautlos, denn selbst wenn sie gewollt hätte, sie hätte kein Wort über die Lippen gebracht.
     Filomena Pinker, die Frau, der man nachsagte, dass sie nichts aus der Ruhe brachte, weinte. Sie starrte auf die Leinwand, über die vor einem Standbild der drei Apfelbäume vor dem Apfelhof immer noch die Schlusscredits liefen. Liesi sprang auf, ging an den mittlerweile leeren Plätzen von Marcus und Chris vorbei, die im Mittelgang von unzähligen Menschen umrundet wurden, die dem Produzenten und dem Regisseur die Hand schütteln wollten. Vor ihrer Großmutter ging sie in die Knie, bis ihre Gesichter auf gleicher Höhe waren.
     »Was ist denn los, Filomena? Geht’s dir nicht gut?«
     Die alte Frau blinzelte mehrmals und schaute sie endlich aus ihren hellblauen Augen an. »Bringst mich bitte nach Hause, Liesi?«, bat sie leise. »Ich bin so schrecklich müde.«

Zur selben Zeit im Hochpustertal


Der Gustav-Mahler-Saal im Kulturzentrum von Toblach glich einem Bienenstock im Frühjahr. Jeder der vierhundertfünfzig Plätze war besetzt gewesen, aber jetzt, während die Schlusscredits über die Leinwand liefen, saß so gut wie niemand mehr. Alle waren aufgestanden. Die Frauen wischten sich die Rührungstränen weg, die Männer bildeten Grüppchen und taten so, als ob sie der zu Ende gehende Film nichts anginge – während sie darüber sprachen. Sabine bekam das alles unterbewusst mit, als sie sich erhob und ihrem Großvater zuwandte. Nur war sein Gesicht nicht vor ihrem, wo sie es erwartet hatte. Sie senkte den Blick und erschrak. Er wirkte wie versteinert. Nicht, dass seine Gesichtsfarbe anders war als sonst, denn die vielen Jahrzehnte an der frischen Luft hatten ihre Spuren hinterlassen. Seine sonnengebräunte Haut gab ihm ein gesundes Aussehen und die vielen Falten, die sie durchzogen, vor allem aber die unzähligen außerhalb seiner leicht schräg stehenden Augen zeugten von seinem Alter. Nur wirkte er normalerweise zufrieden, ja, sogar irgendwie glücklich, weil seine Mundwinkel so gut wie immer nach oben zeigten. Aber nicht jetzt.
     Sabine ging vor ihrem Großvater in die Knie, bis ihre Gesichter auf gleicher Höhe waren.
     »Was ist denn, Nonno? Geht’s dir nicht gut?«
     Johann Holzer atmete tief ein, senkte dabei die Augenlider, bevor er sie wie in Zeitlupe wieder öffnete, und fokussierte ihren Blick. »Bringst mich bitte nach Hause, Sabine?«, bat er leise. »Ich muss dir was erzählen.«
     Er stand unerwartet auf, sodass sie fast nach hinten fiel. Doch er packte sie an den Armen und hielt sie, bevor er sie abrupt losließ und durch den Mittelgang davonstürmte. Er reagierte nicht auf die Zurufe der anderen Dorfbewohner, sondern bewegte sich in Schlangenlinien zwischen ihnen hindurch, bis er den Ausgang des Saals erreichte. Sabine tat es ihm gleich. Im Vorbeigehen bemerkte sie den Bürgermeister, der ihr offenbar etwas sagen wollte, es dann aber doch nicht tat. Gut so. Sie hatte jetzt wirklich was anderes im Kopf als den Luis, der ohnehin nur wieder irgendeine unnötige Bemerkung loswerden wollte. Dennoch waren ihre Gedanken noch bei ihm, als sie plötzlich an ihrem Arm gepackt und zur Seite gezogen wurde. Sie musste gar nicht den Kopf drehen, um den Griff zu erkennen.
     »Sabine, kommst noch mit uns in die Speckstube? Wir müssen uns unterhalten.« Karin verzog den Mund zu einem Grinsen.
     »Worüber?« Die Frage stellte sie reflexartig, denn es war ohnehin klar, was ihrer besten Freundin im Kopf herumspukte.
     »Na über Männer natürlich.«
     »Natürlich.« Sabine nickte und konnte sich das Schmunzeln nicht verbeißen. »Im Allgemeinen oder über einen im Besonderen?«
     Karin seufzte tief, hob eine Hand an ihre Haare und wickelte sich eine ihrer – zurzeit – schwarzen Strähnen um den Zeigefinger. »Der Hauptdarsteller ist der absolute Wahnsinn.« Sie blinkerte mit den Augenlidern.
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