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Erklärung der Bewertungssysteme
Fleur und Aaron treffen nach sechzehn Jahren unverhofft aufeinander und rasch ist klar, dass sich etwas verändert hat, zwischen den Kindern von einst, die sich ewige Freundschaft und Treue geschworen haben.
Lesermeinungen (2)     Blogger (4)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. April 2021 um 10:11 Uhr (Schulnote 1):
» Inhalt:

Als Kinder waren Aaron unf Fleuer die besten Freunde, mit 8 hat Aaron sie zum ersten Mal geküsst. Sie haben sich geschworen, immer für einander da zu sein und sich ewig zu lieben. Doch dann hat ihnen das Leben einen grausamen Strich durch die Rechnung gemacht und sie von einem Tag auf den anderen getrennt.
16 Jahre später - Fleur ist inzwischen eine Autorin, die aber gerade an sich selbst zweifelt - bekommt Fleur einen Job. Als sie das erste Mal hinkommt, begegnet ihr sofort Aaron, der ebenfalls dort arbeitet. Doch dieser ist nicht wiederzuerkennen. Er ist distanziert und abweisend, in seinem Leben zählt nichts mehr als sein Job. In Fleur erwachen jedoch augenblicklich die alten Gefühle ...

Meinung:

Hier haben wir eine Geschichte, die einerseits etwas unglaublich erscheint - Fleur und Aaron arbeiten Tag für Tag miteinander und trotz diversen Situationen erkennt er sie nicht. Andererseits ist sie so gut und gefühlvoll erzählt, dass man der Autorin jedes Wort abnimmt.

Aber dass Morgane Moncomble unglaublich gut schreiben und gefühlvolle Geschichten erzählen kann, wissen wir ja schon. Allerdings ist es jedesmal wieder schön, in einem Buch zu versinken, mit den Protagonisten zu leiden, zu lachen, zu lieben.

Beide Protagonisten haben eine Vergangenheit, die sie auf verschiedene Weisen geprägt hat. Diese wird aber erst gegen Ende des Buches aufgedeckt. Bis dahin tappt man ziemlich im Dunkeln, was damals geschehen ist. Doch gerade das verstärkt die Spannung und ist ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Fleur mochte ich von Anfang an. Sie ist total unsicher und trotzdem liebenswert. Aaron zu mögen hat etwas gedauert, aber auch ihn konnte ich schließlich ins Herz schließen. Und dann gibt es noch einige Nebencharaktere, die mir total gut gefallen haben und die teilweise auch Witz hineingebracht haben.

Mir gefiel auch das Setting in der Gamingwelt bzw -programmierwelt sehr gut. Ich habe mir eigentlich noch nie so wirklich überlegt, wie ein Spiel entsteht. Hier bekommt man zumindest einen kleinen Einblick, gut verknüpft mit der Story.

Fazit:

Wieder ein wunderbares Buch von Morgane Moncomble.«
  15      0        – geschrieben von cbee
Kommentar vom 3. April 2021 um 13:41 Uhr (Schulnote 2):
» Namen sind Schall und Rauch. Herzen, die zusammengehören, erkennen sich immer wieder.

Es ist für mich das zweite Buch der Autorin und es hat etwas in mir bewegt.

Zur Handlung:
Fleur und Aaron treffen nach sechzehn Jahren unverhofft aufeinander und rasch ist klar, dass sich etwas verändert hat, zwischen den Kindern von einst, die sich ewige Freundschaft und Treue geschworen haben. In dieser Geschichte bricht nicht nur Fleurs Herz, auch meins wird arg in Mitleidenschaft gezogen.

Figuren, die mich entzweien:
Aaron Choi ist 24 Jahre alt, ein erfolgreicher Videospieldesigner bei der Firma Abisoft und sein Fisch Wilfred ist sein engster Vertrauter. Er arbeitet unter Yves, der für ihn Mentor und wie ein Bruder ist. Aaron benimmt sich unhöflich und sammelt vor allem am Anfang nicht viele Sympathiepunkte. Doch je mehr ich über ihn erfahre, umso drängender wird mein Wunsch, ihm nahe zu sein, für ihn da zu sein. Ich kann Fleur in dieser Hinsicht irre gut verstehen.

Fleur Durand ist ebenfalls 24 Jahre alt. Sie ist eine erfolglose Autorin und zutiefst verunsichert. Dana und Eleanor sind ihre Mitbewohner und gemeinsam leben sie in einer kleinen Wohnung in Paris. Fleur ist hilfsbereit, zuvorkommend und reibt sich zwischen den Menschen auf, die ihr wichtig sind, bevor sie eine Sekunde lang an sich denkt. Ich komme nicht besonders gut mit Fleur klar. Es liegt vermutlich daran, dass sie sich gerne in Selbstmitleid suhlt. Für meinen Geschmack übertreibt sie es damit. Ihre Unsicherheit bringe ich nicht immer mit ihrem Handeln in Einklang. Fleur ist nicht stringent in ihrer Rolle.

Die Umsetzung:
Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und nimmt mich mit. Fleur und Aaron trennen sechzehn vergangene Lebensjahre und in diese Jahre hat sich ein komplettes Universum geschmuggelt. Die Story beginnt mit einem Briefaustausch der beiden als Kinder, der mich herzlich Schmunzeln lässt. Ich liebe das sehr. So viel Liebe steckt in den Zeilen und springt mich förmlich an. Die Geschichte wird aus den Ich-Perspektiven von Fleur und Aaron im Präsens geschildert, was prima zum Buch passt. Ich bin bei allem dicht dabei und in meinem Kopf läuft ein bunter Kinofilm, indem es jede Menge Drama gibt.

Die Entwicklung der beiden schreitet schubweise voran. Manches ist zu schnell, dann wiederum kann ich es nicht erwarten, das endlich das unausweichliche Vorhersehbare geschieht. Im Buch wird ein schweres Thema behandelt, was weitestgehend prima umgesetzt wird. Bei mir bleiben gegen Ende Fragen offen, doch das ist nicht schlimm. Moncomble berührt mich immer wieder tief und schickt meine Gefühle auf eine Achterbahnfahrt, die Eindruck hinterlässt.

Was mir nicht gefällt:
Der Charakter Fleur strapaziert mich immer wieder, dabei ist sie ein nettes Mädel, aber mit Selbstmitleid kann ich ultraschlecht umgehen und Fleur ist die Queen in dieser Paradedisziplin.

Mit den Kapitelüberschriften weiß ich nichts anzufangen. Teilweise verwirren sie mich und ich kann nicht immer einen Zusammenhang zum Gelesenen herstellen, was ungünstig ist, wenn sie im Vorfeld Erwartungen schüren.

Die koreanische Übersetzung erfolgt erst am Ende eines jeden Kapitels, was sie für mich überflüssig macht, da ich bis dahin schon den Bezug zu den Worten verloren habe und zurücklesen müsste, um sie zu verstehen.

Mein Fazit:
„Back To Us“ ist eine Geschichte, die mich fordert und unter die Haut geht. Das Buch lese ich in anderthalb Tagen durch und in den Lesepausen beschäftige ich mich immer wieder mit Aaron. Er ist es, der mir in dieser Story nahekommt und mich tief berührt. Einen Charakter wie ihn habe ich nie kennengelernt und es lohnt sich so was von, hinter seine Mauern zu schauen. Wegen ihm würde ich das Buch sofort wieder lesen, was ich von Fleur nicht behaupten kann, obwohl sie ehrlich gesagt nett ist.

Mit dem Buch tauche ich komplett ab. Das kommt einer Tiefenentspannung gleich, aber das täuscht, denn in Wirklichkeit arbeitet alles in mir auf Hochtouren. Zeitweise verlangt Moncomble mir jede Menge ab, doch am Ende gibt es logischerweise das versprochene Koreanische-Drama Happy End.

Von mir erhält „Back To Us“ 4 begeisterte Sterne von 5 und eine absolute Leseempfehlung.«
  21      0        – geschrieben von lesehungrig
 
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