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Die Liebe ist ein dicker Hund
Verfasser: Elizabeth Horn (6)
Verlag: Bastei Lübbe (3389)
VÖ: 26. März 2021
Genre: Romantische Literatur (25706)
Seiten: 219
Themen: Hunde (1053), Nachbarn (990), Schulden (163), Väter (881)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Elizabeth Horn für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Elizabeth Horn gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Irgendwann ist einfach Schluss


„Wenn du es unbedingt wissen willst, im Schlafzimmer ist bei uns auch nichts mehr los!“ Das klang trotzig und gereizt und so gar nicht nach ihrer Mutter.
     „Also, eigentlich ist das etwas, was ich absolut nicht wissen will. Wirklich, Mama! Ihr seid meine Eltern.“ Franziska schüttelte sich unwillkürlich.
     Ihr war zwar sehr wohl bewusst, dass Paare nicht mit spätestens Ende zwanzig aufhörten, miteinander zu schlafen, aber trotzdem.
     Die Stimme ihrer Mutter aus dem Telefon drang in ihre Gedanken: „Warum quälst du mich dann mit deiner Fragerei, wenn du es nicht hören willst?“
     „Ich will es einfach nur verstehen. Das kann doch nicht der Grund sein.“
     „Natürlich nicht. Du verstehst das nicht, Kind. Du bist mit einem so aufmerksamen Mann verheiratet. Du kannst dir nicht vorstellen, wie das ist, wenn man sich plötzlich nur noch fühlt wie ein Möbelstück oder schlimmer noch – wie ein Haushaltsgerät.“
     „Nun ja, wir sind ja nun auch nicht mehr in den Flitterwochen.“
     Hätte Franziska den Drang verspürt, mit ihrer Mutter über ihr eigenes Liebesleben zu sprechen - was absolut nicht der Fall war – so hätte sie ihr sagen können, dass bei ihr und ihrem Mann, Manolito, im Schlafzimmer auch nichts los war. Zumindest fast nichts. Und das nach elf Jahren, nicht nach vierzig. Hätte sie das wirklich gesagt, hätte ihr ihre Mutter sicher gute Ratschläge gegeben, wie sie Manolito, ihren wunderbaren Mann, den einzigartigen Schwiegersohn, der in den Augen seiner Schwiegermutter unfehlbar war, hätte bezaubern können. Aber zu diesem Gespräch würde es niemals kommen. Nicht mal unter Folter.
     „Ich weiß ja, Papa ist nicht gerade der perfekte Gentleman, und sicher zeigt er dir nicht oft genug, wie wichtig du für ihn bist. Aber wieso kommst du denn jetzt nach all den Jahren auf die Idee, einfach zu gehen? Das verstehe ich nicht.“
     „Seit dein Vater im Ruhestand ist, reden wir darüber, in Spanien zu überwintern.“
     Nun, eigentlich redete ihre Mutter darüber, dachte Franziska, und ihr Vater brummte unverständliche Kommentare dazu.
     „Ich habe ein sagenhaftes Angebot für eine schöne kleine Wohnung in einem Örtchen in Andalusien gefunden. Genau das, was wir uns vorstellen. Also habe ich für zwei Wochen gebucht und wollte deinen Vater damit überraschen. Wir hätten es uns erst mal in Ruhe ansehen können. Als er mit Klaus auf der Tour durch den Hunsrück war, habe ich für uns beide gepackt und mir dabei vorgestellt, wie dein Vater reagieren würde, und plötzlich war mir völlig klar, was er dazu sagen würde. Er würde tausend Einwände vorbringen und sagen, irgendwann könnten wir ja irgendwie, aber nicht gerade jetzt. Vom Friedhof aus vielleicht.“ Franziskas Mutter knurrte regelrecht. „Irgendwann ist einfach Schluss! Ich habe Gerhards Sachen wieder in den Schrank geräumt, habe ihm einen Brief geschrieben und bin mit meinen Sachen an den Flughafen gefahren, bevor er zurückkam.“
     „Was hast du denn geschrieben?“
     „Lieber Gerhard! Ich bin nach Andalusien geflogen. Ich melde mich bei Franzi.“
     „Mama, das ist kein Brief!“
     „Was hätte ich denn schreiben sollen? Er hätte es ja doch nicht verstanden. Wahrscheinlich hätte er es nicht mal zu Ende gelesen. Genau, wie er mir immer nur zwei Sätze lang zuhört, und dann nur noch so tut. Ach, verdammt, Franzi! Mir reicht es einfach.“
     „Ich finde das Ganze ein bisschen radikal. Aber vielleicht tut euch beiden ja etwas Abstand ganz gut. Du kommst also in zwei Wochen zurück? Ich hoffe, es ist schön.“
     „Nein, ich komme nicht in zwei Wochen zurück. Es ist traumhaft hier. Ich habe schon mit dem Vermieter gesprochen und die Wohnung erst mal für drei Monate gemietet. Das kann ich beliebig verlängern. Den Rückflug habe ich storniert.“
     Franziska musste schlucken. War die wild entschlossene Frau am anderen Ende irgendwo in Spanien wirklich ihre vorsichtige Mutter? Wäre da nicht die Stimme, die angeblich genauso klang wie ihre eigene, hätte sie es nicht geglaubt.
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