Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
45.768 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »nichus24«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Die Lockdown-WG
Verfasser: Mimi J. Poppersen (6)
Verlag: Eigenverlag (20294)
VÖ: 18. März 2021
Genre: Gegenwartsliteratur (3344)
Seiten: 268
Themen: Coronavirus (119), Haus (276), Heidelberg (51), Lügen (1199), Nachbarn (914), Quarantäne (29)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
2,11 (78%)
1
47%
2
14%
3
25%
4
8%
5
6%
6
0%
Errechnet auf Basis von 36 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Lockdown-WG« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Mimi J. Poppersen für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Mimi J. Poppersen gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Nein danke!“, gab Liese knapp zurück und wollte die Tür schon wieder schließen. Zugegeben tat ihr das kleine Mädchen nun doch ein wenig leid, wie es dastand und traurig auf die Schüsseln blickte, die sie mitgebracht hatte. Blitzschnell hatte es sich im nächsten Moment umgedreht und stand bereits auf den ersten Treppenstufen.
     „Was gibt es denn zu essen?“, erkundigte sich Liese, die nun doch neugierig war und die Tür weiter geöffnet hatte.
     „Das Lieblingsessen von meinem Opa: Gulasch, handgeschabte Spätzle und Feldsalat. Schmeckt absolut lecker“, erklärte Emily und strahlte bis über beide Ohren.
     Liese Schröder war etwas überfordert und wusste gar nicht, womit sie diese plötzliche Zuneigung verdient hatte.
     „Das hört sich wirklich fein an“, meinte sie, schnappte sich schnell ihre Mundbedeckung, die an ihrer Garderobe hing, und trat einen Schritt über die Türschwelle. So sehr sie sich auch bemühte, mit freundlicher Stimme zu sprechen, gelang es ihr nicht ganz. Auch war sie von jeher misstrauisch und fragte sich, ob die Wohngemeinschaft sie wohl vergiften wollte.
     „Ihr habt da aber kein Gift reingemischt, oder?“, wollte sie daher forsch wissen.
     „Nein, was denken Sie denn? Ich hoffe, das war ein Witz“, wehrte Emily empört ab und streckte ihr die Schüsseln entgegen. Es roch ganz vorzüglich.
     „Ich danke dir. Und du heißt Emily?“, fragte Liese, die sich nun fast freundlich anhörte.
     „Ja. Und du?“
     „Ich heiße Liese.“
     „Dann guten Appetit, Liese!“, wünschte Emily frohgemut und machte sich wieder auf den Weg nach oben.
     Als sie um den nächsten Absatz gegangen war, wo ihre Nachbarin sie nicht mehr sehen konnte, hielt sie kurz inne und holte tief Luft. Ihr Herz klopfte ihr bis zum Hals. Dies hatte sie mehr Überwindung gekostet, als sie vorher gedacht hatte, doch nun war sie froh, der älteren Dame das Essen gebracht zu haben. Zum Schluss hatte sie sich ja ein wenig gefreut.
     Verwundert blickte Liese Schröder Emily nach und fragte sich, wie sie zu solch einer netten Geste kam. Wieder in ihrer Wohnung ging sie direkt in die Küche, um ihr Abendessen zu inspizieren. Zugegeben hatte sie einen Bärenhunger. Vermutlich hätte sie sich nun ihr übliches Käsebrot mit einer Tomate gemacht.
     Ein Blick in den Kühlschrank gab ein äußerst mageres Bild ab. Wenn sie daran dachte, dass sie nun nicht mal mehr einkaufen gehen konnte, wurde ihr ganz anders.
     Neugierig öffnete sie die beiden Gefäße und ihr lief sofort das Wasser im Mund zusammen. In der großen Tupperschüssel sah sie Gulasch in einer köstlich duftenden sämigen Sauce mit einer ordentlichen Portion Spätzle. In dem kleineren Gefäß war ein knackiger Feldsalat mit Speckwürfeln. Genauso, wie sie es mochte. Liese beschloss, sich das Essen aufzuteilen und daraus zwei Portionen zu machen, dann hätte sie noch etwas für den nächsten Tag.
     Zufrieden setzte sie sich an ihren Küchentisch, öffnete sogar eine Flasche Wein zu dem Festmahl und machte eine Kerze an. Vorsichtig probierte sie den ersten Bissen und war erneut überrascht. Das Essen schmeckte noch besser, als es aussah.
     Zwar konnte Liese Schröder gut kochen und hatte dies früher auch gerne getan, aber wer kochte schon mit Freude für sich selbst?
     Als sie die üppige Portion aufgegessen hatte, lehnte sie sich zufrieden zurück. Jetzt hatte sie nur noch ein Problem. Ihr war klar, dass sie sich für diese Nettigkeit bedanken musste. Nur hatte sie keine Ahnung, wie sie dies anstellen sollte.


4. Riya

wunderte sich, was an diesem Mittwoch anders war. Schon seit über einer Stunde lungerte sie vor dem Fenster herum und linste immer wieder hinaus, um ihn zu sehen.
     Sonst kam er mittwochs doch stets gegen 18 Uhr nach Hause. Dabei hatte er meist seine Gitarrentasche unter den Arm geklemmt. Offensichtlich hatte er an diesem Tag immer Gitarrenunterricht. Zu gerne würde sie ihn einmal spielen hören.
     Sein Gesicht hatte sie bisher nur ein paar Mal gesehen. Meist hatte er einen Kapuzenpullover an, von dem er die Kapuze tief ins Gesicht gezogen hatte.
     Eigentlich hatte er es gar nicht nötig, sein Gesicht so zu verstecken, da er durchaus hübsch war. Sehr gutaussehend sogar, wie Riya fand. Zumindest, wie sie es von den wenigen Malen beurteilen konnte, wo sie ihn gesehen hatte.
     Auch trug er meist dunkle, vornehmlich schwarze Kleidung. Auf Riya wirkte er irgendwie traurig, hatte aber doch eine anziehende Ausstrahlung. Zumindest klopfte ihr Herz immer ein bisschen schneller, wenn sie ihn sah.
     Da war er! Automatisch trat sie direkt ans Fenster und blickte hinunter. Sie konnte von Glück sagen, dass er meist auf den Boden schaute und niemals hinauf. Leon hieß er, das hatte sie mittlerweile herausgefunden. Riya fand, dass der Name perfekt zu ihm passte.
     „Leon, der Löwe“, sprach sie leise und lächelte.
     Schon war er im Haus verschwunden und Riya etwas enttäuscht, dass ihr Happening für heute so schnell vorbei war. Wie lange sie auf ihn wartete und wie lange sie ihn sehen konnte, stand in keinem Verhältnis.
     Mit flinken Schritten flitzte sie zur Eingangstür, um durch den Spion noch einmal einen Blick auf ihn erhaschen zu können. Doch dieser Augenblick war meist noch enttäuschender. Oft sah sie nur einen Ärmel oder etwas undefinierbares Dunkles vorbeihuschen.
     Diesmal jedoch blieb Leon direkt vor ihrem Eingang stehen, was sie wunderte. Sie konnte ihn von der Seite sehen, wie er in unmittelbarer Nähe vor dem Wohnungseingang stand und auf sein Handy blickte.
     Noch näher schmiegte sich Riya an die Tür und linste durch den Spion, als wolle sie hindurchkriechen. So lange hatte sie ihn bisher nie anschauen können. Gespannt hielt sie den Atem an.

     „Warum stehst du denn schon wieder vor der Tür?“, ertönte in dem Moment die Stimme ihrer Mutter aus der Küche. Wie erstarrt beobachtete Riya, wie Leon den Kopf drehte und sie direkt anblickte. Ihr Herz blieb beinahe stehen.
     Hatte er ihre Mutter etwa gehört? Konnte er sie durch den Spion sehen?
     In Zeitlupe drehte sie sich um, um sich von ihrem Türspion zu entfernen. Sicher hatte Leon ihre Mutter gehört. Wie peinlich!
     Warum hatte diese überhaupt Deutsch mit ihr gesprochen?
     Sonst sprachen sie zu Hause meistens Hindi. Langsam ging sie in die Küche und machte ihrer Mutter ein Zeichen, leise zu sein.
     „Wen beobachtest du denn da ständig?“, wollte diese forsch wissen, lächelte jedoch.
Seite: 1 2 3 4
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz