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Zwischen Mord und Ostsee 1 - Nasses Grab
Verfasser: Thomas Herzberg (48)
Verlag: FeuerWerke (47)
VÖ: 25. März 2021
Genre: Kriminalroman (8329)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 265 (Kindle-Version)
Themen: Ermittlungen (1415), Kommissare (2295), Küste (188), Leichen (2306), Lügen (1161), Mordkommission (201), Ostsee (255)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Charts: Einstieg am 28. März 2021
Höchste Platzierung (5) am 9. April 2021
Zuletzt dabei am 9. April 2021
Erfolge: 6 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Am Ostseestrand der Halbinsel Holnis, Dänemark in Sichtweite, wird die schrecklich entstellte Leiche eines Mannes gefunden. Eine Hiobsbotschaft, die kurz vor Start der neuen Urlaubssaison zahlende Gäste abschrecken könnte. Somit ist bei den Ermittlungen Leisetreten angesagt.

Ina Drews und Jörn Appel – das neue Team der Flensburger Mordkommission – kommen da gerade recht. Aber schon ihr erstes Aufeinandertreffen endet im Eklat, wofür es gute Gründe gibt. Während sich die beiden widerwillig zusammenraufen, geht es mit den Ermittlungen anfangs erfreulich schnell voran.

Doch mehr und mehr versinkt alles sicher Geglaubte in einem Strudel aus Lügen und Halbwahrheiten. Hinzu kommt Druck von oben, mit dem sich Ina und Jörn noch zusätzlich herumschlagen müssen. Dabei gerät selbst der Mordfall zeitweise in Vergessenheit...
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (7)     Leseprobe     Blogger (1)     Tags (4)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Fabian Held vom FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Thomas Herzberg gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Warst du schon bei Heike?«, erkundigte sich Ina beiläufig. Die Details im Zusammenhang mit Jörns Stellenwechsel schienen sie nicht sonderlich zu interessieren.
     »Natürlich war ich bei ihr! Drei- oder viermal, seitdem ich hier bin.«
     »Und wieso hat sie mir nichts davon erzählt?«
     »Das musst du sie selbst fragen.«
     »Dann sag mir einfach, weshalb du hier bist. Hieß es nicht immer, du wärst in Bochum so unheimlich zufrieden gewesen und hättest dort dein großes Glück gefunden?«
     »War ja auch so. Nette Kollegen, hübsche ... ich hab sogar in ’ner Altherrenmannschaft Fußball gespielt.«
     »Das klingt ja alles traumhaft! Trotzdem bleibt die Frage, was dich hergetrieben hat.«
     Jörn dachte kurz über seine nächsten Worte nach. »Deine Schwester hat sich mehrfach beschwert, dass ich mich nicht genug um unsere gemeinsame Tochter kümmere. Und weil da vielleicht was dran ist, hab ich beschlossen, meinen Lebensmittelpunkt hierher zu verschieben.«
     »Soll das heißen, dass deine ach so tolle Freundin mit dem Sonnenstudio Schluss gemacht hat?«
     »Ich weiß nicht, wieso du fragst, wenn du eh schon alles weißt«, konterte Jörn hörbar frustriert. »Susi und ich hatten uns einfach auseinandergelebt. Da sind wir ja wohl nicht die ersten – und für mich war es eben ’ne günstige Gelegenheit, in Bochum die Reißleine zu ziehen.«
     »Um mit deinem Fallschirm ausgerechnet hier in Flensburg zu landen?« Ina war anzuhören, was sie über die Taten ihres Ex- Schwagers dachte. Auf einen Kommentar konnte sie dennoch nicht verzichten: »Du hast seinerzeit meine Schwester geschwängert, sie in dem Zustand ins Ruhrgebiet verschleppt und sie zwei Jahre später betrogen. Da frag ich mich, was du tatsächlich hier suchst – die Absolution? Das kannst du vergessen!«
     Jörn holte tief Luft. Sein Gesicht verhieß keinen Rückzug, sondern vielmehr Angriffsbereitschaft. »Ich denke, du solltest Heike mal fragen, wie es damals wirklich war. Ich war nämlich nicht der Einzige, der ...«
     »Erspar mir bitte deine Lügenmärchen!«, unterbrach Ina rabiat. Sie hätte vermutlich noch mehr zu sagen gehabt, doch plötzlich stand Karsten Bruhn am Tisch und fing gleich an.
     »Na, habt ihr zwei euch schon angefreundet?« Jörn bekam zuerst einen prüfenden Blick ab, dann war Ina an der Reihe. Für eine Reaktion fand keiner der beiden Zeit, denn Bruhn war noch nicht fertig. »Mir hat man auf der Polizeischule beigebracht, dass private Dinge im Dienstalltag nichts verloren haben. Es sei denn, einer von euch ist nicht professionell genug für den Job. Dann müssen wir darüber reden, ob ...«
     »Ist gut!«, schnitt Ina ihrem neuen Chef das Wort ab. Sie schaute Jörn an und erhielt ein angedeutetes Nicken als Antwort. »Keine Sorge, wir raufen uns schon irgendwie zusammen.«
     »Das hast du aber schön gesagt«, lobte Jörn sie, nachdem Karsten Bruhn außer Hörweite war und sich vor der Ausgabe der Kantine angestellt hatte. »Ist das dein Ernst? Wollen wir es tatsächlich miteinander versuchen?«
     »Was bleibt uns denn nach dem Auftritt eben anderes übrig?«

***


»Bald sind’s drei Tage«, murmelte Elisabeth Nissen vor sich hin, während sie ihre Küchenschränke nach Kaffeepulver durchforstete. Mit ihren fünfundachtzig Jahren hatte sie gelernt, auf vieles zu verzichten. Notgedrungen, mit einer derart kümmerlichen Rente. Nur ihre morgendlichen zwei Tassen Kaffee – Hauptsache stark und richtig heiß – waren ihr einziges Heiligtum. Vorausgesetzt, sie hatte Kaffeepulver im Haus.
     »Seit drei Tagen«, wiederholte sie und zog an der letzten Möglichkeit, dem Schubfach unter ihrem museumsreifen Gasherd. Dort stieß sie auf verstaubte Backbleche, eine Kuchenform und die Schürze, die sie schon seit Ewigkeiten vermisste. Aber nicht auf Kaffee!
     In ihrem Alter konnte sie sich nicht mehr lange bücken, deshalb schob sie das Fach mit dem Fuß zu und lehnte danach ein wenig atemlos am Küchenbuffet. Nach und nach kam sie zu Kräften und überlegte, ob ihr Sohn Peter sie jemals so lange am Stück alleingelassen hatte. Abgesehen von den sechs Monaten, die er in der Justizvollzugsanstalt Neumünster verbracht hatte. Aber über diese Zeit hatten sie seit seiner Entlassung nie wieder gesprochen. Wozu auch? Peter war erst vor drei oder vier Jahren bei ihr ausgezogen, mit Anfang vierzig. In eine WG. Seiner Mutter hatte er zunächst erklären müssen, was das überhaupt war, doch verstanden hatte sie es trotzdem nicht richtig. Seitdem schaute er jeden Tag vorbei, erledigte sämtliche Einkäufe, brachte den Müll runter und schwang – wenn Elisabeth Nissen von heftigen Rheuma-Attacken geplagt wurde – auch mal den Staubsauger. Widerwillig und nicht besonders gründlich, aber er tat es. »Drei Tage«, nuschelte die alte Frau auch auf dem Weg ins Wohnzimmer immer noch vor sich hin. »Wie ist das nur möglich?«, fragte sie sich selbst, als sie in ihrem antiken Ohrensessel saß. Ihre knorrigen Finger hatten längst die Fernbedienung gefunden. Ein wenig Ablenkung konnte in kaffeelosen Zeiten ja nicht schaden. Doch dann fiel ihr Herr Kruse von schräg über ihr ein. Der alte Mann hatte wochenlang tot in seiner Wohnung gelegen. Aufgefallen war es den anderen Nachbarn erst, als süßlicher Verwesungsgeruch durchs Treppenhaus waberte. Kruse war vierzig Jahre zur See gefahren, hatte keine Kinder und auch sonst niemanden, der sich um ihn kümmerte. Traurig, aber wahr.
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