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KINDLE
 
Miss Merkel
Verfasser: David Safier (12)
Verlag: Kindler (92) und Rowohlt (1705)
VÖ: 23. März 2021
Genre: Kriminalroman (8494)
Seiten: 320
Themen: Angela Merkel (11), Bodyguard (292), Bundeskanzler (60), Gift (290), Mord (6578), Politiker (248), Provinz (422), Rente (13), Uckermark (8)
Charts: Einstieg am 2. April 2021
Höchste Platzierung (1) am 6. April 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 11 Media Control Top 10 Print (Max: 2)
7 Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
7 BILD-Bestseller Top 20 (Max: 8)
12 Spiegel Paperback Top 20 (Max: 1)
1 Österreich Hardcover Top 10 (Max: 10)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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auf Basis von zehn Bloggern
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77mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
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Errechnet auf Basis von 492 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Miss Merkel« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (3)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (10)     Tags (15)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Mehr als einen Monat auf dem ersten Platz der Paperback-Bestsellerliste des Spiegels, mehr als einen Monat hintereinander auf einem der obersten drei Ränge unserer hauseigenen Blogger- und Besuchercharts: David Safiers Cosy Krimi »Miss Merkel« ist augenscheinlich allerortens ein riesiger Erfolg. Höchste Eisenbahn also, endlich einmal selbst hineinzuschnuppern. Drei unserer Mitarbeiter haben sich die ersten Seiten des Buchs zu Gemüte geführt, um anschließend darüber zu urteilen, ob sie der Auftakt zum Lesen des ganzen Buchs motivieren würde.

Das Buch

Mehr als fünf Millionen verkaufte Bücher, Übersetzungen, die in mehr als fünfzig Ländern verkauft wurden - normalerweise würden wir an dieser Stelle ein paar Worte über den Autor verlieren, aber das ist bei Safier nun wirklich nicht mehr nötig, denn es dürfte ohnehin jeder Besucher unserer Seite über ihn Bescheid wissen. Sein neuester Streich wurde am 23. März im Kindler Verlag veröffentlicht und hat einen Umfang von 320 Seiten. Man kann das Buch für sechzehn Euro bekommen, die digitale Variante ist mit 9,99 Euro ein ganzes Stück preisgünstiger. Für das knapp neun Stunden lange Hörbuch war Schauspielerin und Synchronsprecherin Nana Spier im Einsatz.

Safier blickt mit seinem Buch in die nahe Zukunft: In ein paar Monaten wird Angela Merkel als Bundeskanzlerin abtreten, was für ihn bedeutet, dass sie in Rente geht und in die Uckermark zieht. In Kleinfreudenstadt, ihrer neuen Heimat, deutet sich ein recht fades Leben an. Dann aber wird der Freiherr, der in der Gegend ein Schloss besitzt, vergiftet in seinem Weinkeller gefunden ... und zwar hinter einer Tür, die von innen verriegelt wurde. Die Mutter der Nation geht dennoch nicht davon aus, dass sich der Mann selbst über den Jordan getrunken hat, sondern dass mehr dahintersteckt. Also begibt sie sich auf Spurensuche.

Die ersten (rund) zehn Seiten

In den ersten Segmenten des Buchs wird noch nicht viel von der eigentlichen Storyline erzählt, vielmehr erlebt man Angela Merkel beim Gang durch ihre neue Heimat. Dabei ist sie nicht allein: Sie hat ihren Ehemann an ihrer Seite, den sie mehr oder weniger liebevoll als »Puffel« bezeichnet, einen hühnenhaften, aber friedlich gestimmten Bodyguard, sowie ihren Mops. Man erlebt sie beim Entfernen der Hinterlassenschaften ihres Hundes, erhält ein Gefühl für das Verhältnis zwischen ihr und ihren Begleitern, und man beobachtet sie beim Zusammentreffen mit mehreren Personen: Dem bereits im Klappentext erwähnten Freiherrn, der in einer Ritterrüstung und mit Pferd daherkommt und die Kanzlerin zu einem Fest auf seinem Schloss einlädt, einer freundlichen Fremdenführerin, die offensichtlich Vorbehalte gegenüber dem Freiherrn empfindet, und einer Apfelverkäuferin mit weiteren Vorbehalten, einem markanten Vornamen und fragwürdigen parteipolitischen Verstrickungen.

Fazit

Eine Sache, die uns beim Lesen des Klappentextes (und beim Blick aufs Cover) verwundert hatte, wir gleich zu Beginn des Buchs aufgelöst. Wir alle dürften noch die Szene in Erinnerung haben, in der ein ehemaliger KGB-Spitzel, der heute im Kreml (und angeblich wechselweise in einer 1,1-Milliarden-Euro-Klitsche am Kap Idokopas) herumlungert, einen Labrador um die verängstigte Kanzlerin schwänzeln ließ. Als wir sahen, dass Safier sie zu einer Mopsbesitzerin gemacht hat, fragten wir uns deshalb, wie ihm dieser Zwischenfall entgangen sein konnte. Doch weit gefehlt: Dass Angela Merkel in seinem Roman auf den Hund gekommen ist, hat seinen Sinn und wird sehr schlüssig erklärt. Obendrein sorgt der kleine Kerl auf den ersten Seiten bereits für einige amüsante Momente.

Insgesamt macht Safier eingangs des Buches genau das, was Angela Merkel zu ihrem Rentenbeginn macht: Er schiebt eine ruhige Kugel. Alles andere als ein sanfter Einstieg wäre bei einem Cosy Krimi wie diesem natürlich auch verstörend gewesen. Die gleichsam freundliche wie biedere Art, die hier dem Ehepaar Merkel-Sauer zugeschrieben wird, dürfte so ziemlich genau dem Bild entsprechen, das eh jeder Leser vor dem inneren Auge hat. Überhaupt ist das genau der Aspekt, der es einem richtig leicht macht, ins Buch hineinzufinden: Jeder kennt die Kanzlerin, jeder schreibt ihr gewisse Eigenschaften zu, und so muss man hier nicht erst die Protagonisten kennenlernen, sondern steht direkt neben ihnen, als hätte man nie woanders gestanden. Safier setzt bisher nicht auf große Albernheiten oder Kalauer (abgesehen von bewusst schlechten Wortwitzen des Ehemanns), sondern schreitet in ruhigem Ton und mit friedlichem, aber dennoch treffendem Humor voran. Kurzum: Wir haben auf den ersten Seiten genau das bekommen, was wir uns erhofft haben, und so haben sich unsere drei Testleserinnen Carmen Gruber, Kati Neidhardt und Nadine Wagner allesamt entschieden, das ganze Buch zu lesen. Eine Rezension des guten Stücks werden wir also in ein paar Tagen parat haben.
– geschrieben am 7. Mai 2021
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