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Das Grand Hotel 2 - Die mit dem Feuer spielen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das Grand Hotel 2 - Die mit dem Feuer spielen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (4)     Blogger (5)     Tags (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 6. April 2021 um 17:00 Uhr (Schulnote 1):
» Handlung
Hinter der Familie von Plesow liegen harte Zeiten. Zwar konnte Bernadette ihr Hotel auf Rügen schützen, der Betrieb geht munter weiter und die Gäste verleben schöne Tage im Grand. Allerdings war ihr das Glück im privaten Bereich nicht hold. Ihr Sohn Alexander ist tödlich verunglückt und nur schwer kann Bernadette wieder nach vorn schauen. Dafür sitzt die Trauer um ihr Kind zu tief. Ein kleiner Lichtblick ist die Rückkehr ihrer Tochter Josephine, die ihre Mutter im Hotelbetrieb künftig tatkräftig unterstützen, ihr aber auch wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern möchte.
In Berlin hadert auch Constantin stark mit dem Tod seines Bruders. Er weiß, dass er die Schuld an dessen Tod trägt. Und das lastet ihm auf der Seele. Constantin will sich rächen, sein Plan steht und er ist bereit, sich auf ein gefährliches Spiel einzulassen...

Meinung
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Cover anfangs etwas kritisch betrachtet habe. Mir war das Rot des Himmels etwas zu viel und zu intensiv, ich konnte mich damit nicht so recht anfreunden. Doch als ich das Buch dann erstmals in der Hand gehalten habe, musste ich meine Meinung direkt revidieren. Es ist ein sehr stimmungsvolles und stimmiges Gesamtbild, ich mag die gewählten Farben mittlerweile unglaublich gern. Einfach alles passt perfekt zusammen, was das Cover letztendlich auch so auffällig und besonders macht.

Letztes Jahr hatte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks die Möglichkeit, den ersten Band zu lesen, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Und da noch unglaublich viele Fragen offen waren und ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit den Protagonisten gefreut habe, musste die Fortsetzung unbedingt auf meine Wunschliste. Ich habe die Augen danach offen gehalten und als ich den Titel dann endlich in der Verlagsvorschau erblickt habe, war ich sehr gespannt auf die weiteren Ereignisse. Daher möchte ich mich ganz herzlich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar bedanken.

Und obwohl ich mich wirklich arg auf das Lesen gefreut habe, zögerte ich ein wenig, ehe ich das Buch begonnen habe. Mir ist zuvor nämlich bewusst geworden, wie viel Zeit seit dem ersten Band gegangen ist und ich habe mal überlegt, was mir noch im Gedächtnis geblieben ist. Und dabei sind mir kaum Informationen eingefallen, was mich selbst enttäuscht hat und weshalb ich mich ein wenig geziert habe, endlich mit dem Lesen zu beginnen.
Daher musste ich auf den ersten paar Seiten schon sehr genau und mit höchster Aufmerksamkeit lesen, um mich wieder an ein wenig mehr zu erinnern und um zu den Protagonisten wieder eine Bindung aufzubauen. Und dies geschah glücklicherweise sehr schnell, mir sind bereits nach wenigen Seiten mehr Informationen und Geschehnisse aus dem ersten Band wieder eingefallen. Das hat sich übrigens über die gesamten 512 Seiten gezogen. Immer wieder werden ganz geschickt kleine Details aus dem ersten Band genannt, sodass ich am Ende nicht verstehen kann, weshalb ich gezögert habe, um mit dem Lesen zu beginnen. Zumal die Handlung mit dem Prolog wieder sehr spannend beginnt und man dadurch eines der großen Geheimnisse direkt auf dem Silbertablett serviert bekommt...

Unter anderem hat die Sprache viel dazu beigetragen, dass ich so flüssig und relativ leicht in die Geschichte in die Geschichte starten konnte. Sie war von der ersten Seite an sehr angenehm und flüssig lesbar und gibt allerhand lebendige und bildhafte Eindrücke von den Personen und den Handlungsorten. Ich habe es sehr gemocht, zusammen mit den Personen über die Insel zu streifen, die Beschreibungen des Settings waren allgemein einfach traumhaft. Sie haben nicht nur dafür gesorgt, dass ich mir die Gebäude und auch die Landschaft ganz hervorragend vorstellen konnte, sondern ich hatte oft auch das Gefühl, den Duft des Meeres, sowie das Meerrauschen oder das Kreischen von Möwen zu hören.
Gleichzeitig hat die Sprache einen großen Anteil daran, dass die Handlung durchweg spannend und abwechslungsreich bleibt. Ich hatte stets offene Fragen, die noch mehr dazu motivieren, weiterlesen zu wollen und zu erfahren, was es damit auf sich hat. Oft kann man sich hier auch seine eigenen Gedanken darüber machen, wie man sich einen möglichen Fortgang der Geschichte vorstellt. Allerdings gingen meine Vermutungen meist ins Leere, immer wieder treten Ereignisse ein, die nicht vorhersehbar waren und dem Buch eine neue Wendung geben.

Mir ist aufgefallen, dass es häufig ganz viele stimmungsvolle Situationen gibt, in denen man stark die Gefühle und auch Gedanken der Protagonisten nachvollziehen kann. Diese tauchen in jedem Erzählstrang auf tragen viel dazu bei, dass ich mich den Figuren so vertraut gefühlt habe und zu ihnen eine Bindung aufbauen konnte. Es tauchen allerhand Emotionen auf, die alle nachvollziehbar und in der jeweiligen Situation gut nachvollziehbar sind. Sie nehmen einen angenehm großen Teil der Geschichte ein und verleihen dem Roman viel Charme!
Besonders habe ich die Stimmung auch im Zusammenhang mit manchen Gebäuden wahrgenommen. Diese strahlten ganz eigene Atmosphäre aus und hoben sich dadurch stark hervor. Vor allem im Zusammenhang mit dem Grand Hotel, aber auch dem privaten Familienhaus der Familie von Plesow habe ich diese Aura wahrgenommen und vielleicht konnte ich mir die zwei Orte auch deswegen so gut und farbenfroh vorstellen.

Die Handlung gestaltet sich als unglaublich abwechslungsreich, spannend und interessant. In den genannten Punkten ist der Roman wirklich stark aufgestellt und kann bestechen, er zeichnet sich dadurch aus und ich finde, dass sich das Buch deswegen auch aus der Masse heraushebt. Immer wieder werden Geheimnisse angedeutet oder aufgedeckt, Intrigen werden gesponnen und Wortgefechte ausgetragen. An keiner Stelle war die Handlung vorhersehbar oder zu langatmig, sie hatte immer genügend Pfiff und dadurch hat das Buch eine große Anziehungskraft und es lädt sehr dazu ein, wieder in die Welt der von Plesows einzutauchen und mehr über sie, ihre Hotels, aber auch über jegliche Hintergründe zu erfahren und weiterzuverfolgen, was für Intrigen oder Geheimnisse noch gesponnen oder aufgedeckt werden.

Die Geschichte zeichnet sich durch mehrere Handlungsstränge aus, die den Leser an verschiedene Orte führen und Einblicke in unterschiedliche Personen mit verschiedenen Ambitionen, aber auch Lebensstilen geben. Man lernt die Figuren aus diversen Perspektiven kennen, kann sich über die behandelten Themen und Sachverhalte ein weites und detailliertes Bild machen.
Der Großteil der Perspektiven schildert die Sichtweise von Mitgliedern der Familie von Plesow. Sowohl die Mutter, das Oberhaupt der Familie, als auch ihre Kinder oder die Schwiegertochter kommen zu Wort und haben ausreichend Platz, um sich dem Leser zu präsentieren, seine Sympathie zu gewinnen oder um seine Meinung zu unterschiedlichen Themen kundzugeben.
Dazu kommen noch wenige Personen zu Wort, die einen starken Bezug zu der Familie haben. Anhand ihrer Schilderungen ist es möglich, die Ereignisse, aber auch die Figuren nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu erleben. Zudem war es interessant zu erfahren, was manche Charaktere aus sich gemacht haben, welchen Weg sie gegangen sind und welche Erfahrungen sie sammeln konnten. Trotzdem haben mir die Kapitel aus der Sicht der von Plesow einen Hauch besser gefallen, ich empfand die Personen als interessanter und abwechslungsreicher, sie sind einfach richtige Typen, die man nicht so schnell vergisst.
Ich mochte es sehr, wie viele verschiedene Charaktere man näher betrachten kann. Sowohl die Mitglieder der Familie von Plesow, als auch die restlichen Figuren zeichnen sich durch ganz eigene und abwechslungsreiche Wesen aus, die nicht nur sehr interessant sind, sondern auf ihre Weise reizend. Oft finde ich ihre durchdachten Aussagen und ihre gesamte Haltung sehr bewundernswert und ich habe es geliebt, wie stimmig und passend ihr ganzes Auftreten durchweg erscheint. Die Personen haben wirklich sehr viel Stil und Klasse, was sie einzigartig macht.

Die Handlung teilt sich hauptsächlich auf zwei Orte auf. Einmal gibt es zahlreiche Kapitel, die auf Rügen spielen, wobei hier der Haupthandlungsort das bereits im Titel auftauchende Grand Hotel ist. Man lernt das Hotel mit seinen öffentlichen Räumen wie den Speisesaal oder das Foyer, aber auch die privaten Räumlichkeiten der Familie gut kennen und kann sich ein Bild von den Vorgängen machen, die es benötigt, um den Gästen einen tadellosen Aufenthalt zu bieten. Als zweiten Handlungsort, der eine größere Rolle einnimmt, gibt es noch Berlin zu nennen. Man erhält ebenfalls Einblicke in das Hotelwesen, aber auch in den Betrieb eines Varietés. Vor allem konnte mich an dem Berliner Setting die Stimmung und Dynamik überzeugen. Diese war einzigartig und hat die Stimmung der Stadt sehr gut eingefangen, was mich ebenso überzeugen konnte wie die eher ruhige Aura auf Rügen.
Beide Orte haben also ihre Reize, weiterhin gibt es auch ein interessantes Zusammenspiel zwischen ihnen. Es werden zwei komplett unterschiedliche Welten mit Vor- aber auch Nachteilen beschrieben, sie stehen in einem spannenden Gegensatz zueinander und laden dazu ein, die beiden Orte mit eigenen Augen sehen zu wollen.

Ich empfand die Anzahl der Protagonisten als sehr angenehm und übersichtlich. Ein jeder wurde mit so einem einzigartigen und eigens auf ihn zugeschnittenen Charakter und Auftreten ausgestattet, dass es kein Problem darstellt, eine Figur wiederzuerkennen und ihnen bestimmte Merkmale, aber auch Positionen direkt wieder zuzuordnen. Dabei mag ich es sehr, dass viele nicht mit der Masse gehen, sondern sich ein eigenes Bild von verschiedenen Themen machen und die Personen gerade deshalb so stark und aufrichtig auftreten.
Im Grunde ist es dem Leser selbst überlassen, welchen Protagonisten er seine Sympathien zuordnet. Lediglich eine Person stellt schon ein wenig einen Antagonisten dar, anhand ihrer Aussagen und Handlungen tut sie sich keinen Gefallen. Die Figur ist nicht sehr reflektiert, agiert zu unüberlegt und sieht lediglich ihren eigenen Vorteil. Ich fand, dass sie nicht nur interessant daherkam, sondern mir hat es auch gefallen, dass eine Person auftaucht, die sich aus der Gruppe von Charakteren heraushebt.
Ansonsten empfand ich viele Protagonisten als sehr angenehm und auch sympathisch. Ich hatte mir gerade eben auch noch mal meine Meinung zum ersten Band durchgelesen und da fand ich die Darstellung einiger Personen nicht ganz so rund und stimmig. Diesmal habe ich in dieser Hinsicht absolut nichts zu meckern. Ich bin sehr zufrieden mit den Figuren, was vielleicht auch daran liegt, dass immer wieder Entwicklungen zu sehen sind. Nicht nur in diesem Buch, sondern auch im Vergleich zum ersten Band. Es ist sichtbar, dass sich die Protagonisten stetig weiterentwickeln, sie reifer werden und auch ihr eigenes Tun öfters hinterfragen.

Mir ist während des Lesens lediglich ein kleiner Punkt aufgefallen, der mir gefehlt hat. Und das sind Zeitangaben, die leider nur sehr sehr selten vorkommen. Oft konnte ich nicht genau benennen, wie viel Zeit seit dem Anfang der Geschichte vergangen ist. Es kann nicht viel gewesen sein, doch irgendwie ist es mir auch nicht möglich, dies näher einzuschätzen. Hier bin ich ein wenig planlos und daher hätte es mir gefallen, wenn vielleicht vor dem Start neuer Kapitel ein ungefähres Datum, wenigstens der Monat abgedruckt worden wäre. Allerdings werde ich dies in meiner Bewertung nicht negativ einbeziehen, der Roman konnte mich ansonsten komplett überzeugen und ich hatte viele schöne und interessante Stunden mit der Lektüre!

Fazit
Im Nachhinein ärgere ich mich wirklich sehr, dass ich damit gezögert habe, das Buch in die Hand zu nehmen. Es gab absolut keinen Grund dafür, der Einstieg in den Roman wird dem Leser leicht gemacht, schnell sind mir allerhand Details wieder eingefallen und manches findet auch im Text eine kleine Erwähnung. Das sorgt dafür, dass ich schnell von der Geschichte gefangen genommen wurde und ich viel Freude beim Lesen hatte. Für mich gestaltete sich die Handlung häufig als überraschend, sie war spannend und sehr mitreißend. Letztendlich wurde ich komplett überzeugt, ich bin glücklich damit, wie sich die Geschichte entwickelt hat, welche Wendungen es gab und wie sich die Personen gemausert haben. Absolute Empfehlung und ich freue mich bereits jetzt auf den dritten Band der Reihe!«
  21      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 4. April 2021 um 13:50 Uhr (Schulnote 1):
» Familien-Saga mit Drama und Herz

Josephine von Plesow hat für sich beschlossen, in das Hotel ihrer Mutter nach Binz zurückzukehren. Der Tod ihres Bruders Alexander ist noch nicht lange her und die Familie hat schwer an dieser Trauer zu tragen. Das Grand-Hotel steht gut da in diesen Tagen der 20er-Jahre und könnte ihre Zukunft sein. Ihr älterer Bruder Constantin in Berlin geht seinen ganz eigenen Weg. Er führt immer noch das Hotel Astor. Mit seinem dazugehörigen Varieté bewegt er sich am Rande der Legalität. Der Tod seines Bruders macht ihm schwer zu schaffen, zumal er eine Mitschuld trägt. Die Rache an dem Schuldigen lässt ihm keine Ruhe und so entsteht ein furchtbarer Plan.

Endlich liegt der zweite Band der Grand-Hotel-Reihe von Caren Benedikt vor. Ich hatte mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. „Die mit dem Feuer spielen“ setzt genau dort an, wo „Die nach den Sternen greifen“ endet. Es sind lediglich ein paar Wochen dazwischen. Für die Familie muss das Leben nach dem Tod von Alexander weitergehen. Dies ist natürlich nicht so ganz einfach und gerade Bernadette, die Mutter, hat schwer an der Trauer zu tragen. Allerdings ist es der Autorin gut gelungen, diese Szenen zu beschreiben. Sie erzählt von der Trauer um einen geliebten Menschen und davon, wie das Leben weitergehen muss. So nach und nach kehrt Bernadette in ihr Leben zurück.

Ein zweiter Handlungsstrang erzählt dann den weiteren Weg, den Constantin geht. Mit ihm taucht der Leser ein in die Unterwelt Berlins und darüber hinaus. Constantin geht seinen eigenen Weg, ob sein Verhalten immer richtig ist, sei mal dahin gestellt, aber so wie schon im Vorgänger sein Leben beschrieben wurde, ist sein Handeln jetzt durchaus logisch und nachvollziehbar, wenn wohl nicht unbedingt gutzuheißen. Mir hat vor allem gefallen, dass auch seine verletzliche Seite gezeigt wurde. Caren Benedikt hat ihren Charakteren Leben eingehaucht und sie facettenreich gestaltet. Sie hat es verstanden, die Protagonisten wachsen zu lassen und sich erlaubt, sie zu verändern. Nichts scheint vorhersehbar zu sein, gerade das gefällt mir hier gut. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl für das Leben in den 20er-Jahren. Die Autorin erzählt nämlich auch von den politischen Gegebenheiten dieser Zeit. Sie hat diesen historischen Hintergrund gut mit ihrer fiktiven Geschichte verwoben. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Der Erzählstil von Caren Benedikt ist locker und flüssig zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Genau wie im Vorgänger konnte ich einmal begonnen, nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Leider war ich dadurch dann viel zu schnell am Ende angekommen.

Auch wenn es hier einige Rückblenden aus dem ersten Teil gibt, würde ich doch dazu raten, den Vorgänger zu lesen. Eben aus dem Grund, dass sich die Charaktere weiterentwickeln und man sie so besser verstehen kann. Es ist zwar nicht zwingend notwendig, aber vermutlich hat man dann mehr Freude an dieser Geschichte.

Fazit:

Dieser zweite Teil hat mir genauso gut gefallen wie schon der erste Band von „Das Grand-Hotel“. Mir gefällt, wie hier ein historischer Hintergrund mit einer fiktiven Geschichte um Liebe, Familienzugehörigkeit und Drama miteinander verwoben wird. Ich konnte abtauchen in die Welt der Familie von Plesow und fühlte mich gut unterhalten. Jetzt heißt es leider wieder warten, bis der 3. Band erscheint.«
  13      0        – geschrieben von nirak
Kommentar vom 25. März 2021 um 6:42 Uhr:
» Auf uns, auf Stärke, Mut und Geschäftssinn!

„Folge deinen Träumen und versuche, glücklich zu werden.“

Der bereits mit großer Vorfreude erwartete zweite Band der Reihe um das Grand Hotel in Binz beginnt mit einem erläuternden Prolog aus dem Jahre 1912, der ein Familiengeheimnis thematisiert. Der eigentliche Handlungszeitraum umfasst schließlich vier Monate, er beginnt im Mai 1925 und endet im August desselben Jahres. Schauplätze der Handlung sind abwechselnd Berlin und Binz.

Bernadette von Plesow obliegt nun die alleinige Führung des Grand Hotels. Der vermeintliche Unfalltod Alexanders hat die stets kühle, selbstbeherrschte und disziplinierte Geschäftsfrau bis ins Mark getroffen. Bernadette bewahrt zwar nach außen hin Haltung, hat aber nicht nur ihren Ehrgeiz, sondern auch ihren Kampfgeist verloren.

Während die freiheitsliebende Malerin Josephine von Plesow wieder in den Schoß der Familie zurückkehrt, führt ihr Bruder Constantin nach wie vor ein zügelloses Leben in Berlin. Seine kriminellen Aktivitäten und seine unbarmherzige Skrupellosigkeit sind unter anderem Grund für das Zerwürfnis mit seiner Mutter Bernadette. Seine Rachepläne nach dem Mord an seinem Bruder Alexander bringen Constantin zudem in größte Gefahr. Das überraschende Auftauchen eines bislang unbekannten Familienmitglieds sorgt in diesem Buch für große Emotionen, während Bernadettes arrogante, manipulative und geldgierige Schwiegertochter Margrit durch ihr Verhalten rasch zur weiblichen Antagonistin avanciert.

Mit Marie Reidel, Inge Bachbauer und Lotte Raabe betreten interessante Nebenfiguren aus dem Vorgängerband den Schauplatz. Die Begegnungen des begnadeten Akkordeonspielers Carl Winkler mit dem ehemaligen Rechtsanwalts Johannes Blumberg sorgen für berührende Momente. Kleine Gastrollen erhalten der berechnende Regierungsrat Ernst Bautner, der treue Rezeptionist Werner Druminski sowie Bernadettes ehemaliger Verlobter Major Götz Wilhelm. Constantin von Plesow umgibt sich in Berlin nach wie vor mit gefährlichen und zwielichtigen Zeitgenossen. Abgesehen von seinem treuen Angestellten und zugleich einzigem wahren Freund Gerd Nolte kann er keinem Menschen in seinem Umfeld wirklich trauen, die Revier- und Machtkämpfe innerhalb der deutschen Ringvereine werden zudem immer unerbittlicher.

Caren Benedikt ließ mich in ihrer aktuellen Neuerscheinung durch den gewohnt flüssigen und einnehmenden Schreibstil innerhalb weniger Minuten wieder voll und ganz in die Geschicke der von Plesows eintauchen. Die bildhaften Beschreibungen der Handlungsschauplätze lassen Constantins Revier in Berlin in tristem Licht erscheinen, während man sich als Leser hingegen am liebsten sofort aufmachen und umrahmt von träumerischen Melodien des Akkordeonspielers an der malerischen Promenade in Binz flanieren möchte. Die Autorin versteht es hervorragend, Emotionen zu wecken, die sich oftmals überstürzenden Ereignisse fesseln den Leser regelrecht ans Buch. Spannung, Abenteuer, Familienschicksale, Treue, Liebe und Freundschaft bilden eine wundervolle Mischung, die von der Autorin gekonnt inszenierte Handlung lässt keine Sekunde Langeweile aufkommen. Überzeugende Figuren und eine dramatische Entwicklung gegen Ende des Buches wecken eine große Erwartungshaltung an den für Anfang 2022 avisierten dritten Band dieser Reihe.

Die Lektüre des Vorgängerbuches ist zwar für das inhaltliche Verständnis nicht zwingend erforderlich, ich würde interessierten Lesern dennoch die Einhaltung der Reihenfolge beim Lesen ans Herz legen. Caren Benedikt hat mir erneut anregende und unterhaltsame Lesestunden beschert - gerne vergebe ich auch für diese beeindruckende Fortsetzung fünf Bewertungssterne und eine Leseempfehlung«
  15      0        – geschrieben von LEXI
Kommentar vom 20. März 2021 um 9:47 Uhr (Schulnote 1):
» Bernadette von Plesow hat schon einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Aber der Tod ihres Sohnes Alexander hat sie besonders mitgenommen. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und führt das luxuriöse Grand Hotel an der Uferpromenade von Binz weiter, wie sie das schon immer getan hat. Sie ist froh, als ihre Tochter Josephine zurückkommt und ihr zur Seite steht. Ihr Sohn Constantin in Berlin hat ganz andere Probleme. Sein Eingreifen in Binz führte dazu, dass sein Bruder sterben musste, und nun sinnt Constantin auf Rache. Doch sein Plan ist sehr gefährlich.
Dies ist nun der zweite Band der Familiensaga um die Familie von Plesow und er hat mich von Anfang an gepackt. Der Schreibstil ist lebendig und angenehm zu lesen. Durch unterschiedliche Perspektiven erhält man einen umfassenden Einblick. Die Handlungsorte sind so gut beschrieben, dass ich die Bilder genau vor Augen hatte.
Alles beginnt mit dem Brief, den Bernadette immer bei sich hat und der ein Familiengeheimnis in sich birgt, welches sie unter allen Umständen für sich behalten will.
Bernadette von Plesow wusste immer schon genau was sie wollte. Das Hotel führt sie mit Strenge, ist aber immer fair. Ihre Gefühle versteckt sie hinter einer Maske, doch nun zeigt sich, dass sie gefühlvoller ist, als sie das sonst zeigt und kam mir dadurch viel näher. Josephine hat sich weiterentwickelt und will nun Verantwortung übernehmen. Das Geschick dafür hat sie. Auch Constantin hat eine weichere Seite, die er kurz aufblitzen lässt, doch die darf er bei seinen illegalen Geschäften nicht zeigen. Auch das ehemalige Zimmermädchen Marie hat sich zu einer selbstbewussten Frau entwickelt. Genervt hat mich Margrit, Alexanders Frau, die geldgierig und verantwortungslos ist. Aus Geltungssucht geht sie gefährliche Verpflichtungen ein. Die Zwillinge bedeuten ihr nichts. Daneben gibt es noch viele andere Personen, die authentisch und gut dargestellt sind. Einige kannte ich schon, andere tauchen neu auf. Besonders das Schicksal von Johannes ist tragisch.
Es ist eine interessante Familiengeschichte, die Tragik, Dramatik und Spannung hat. Es ist also nicht leicht, das Buch aus der Hand zu legen. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen.«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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