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Später
Verfasser: Stephen King (70)
Verlag: Heyne (2995)
VÖ: 15. März 2021
Genre: Horror (1441)
Seiten: 304 (Gebundene Version), 305 (Kindle-Version)
Original: Later
Themen: Geister (541), Jungen (1038), Manuskripte (98), Medium (31), Schriftsteller (1256), Tod (1142)
Charts: Einstieg am 26. März 2021
Höchste Platzierung (3) am 12. April 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 2 × Media Control Top 10 Print (Max: 4)
2 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 12)
4 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor wenigen Tagen haben wir die ersten Seiten von Stephen Kings neuestem Streich, der den Titel »Später« trägt, im Rahmen unserer Rubrik »Projekt 10« besprochen. Nun wollen wir unsere Meinung zum vollständigen Buch nachreichen. Dass dies verhältnismäßig schnell erfolgt, liegt vor allen Dingen daran, dass es sich um einem ungewohnt kurzen King-Roman handelt: Schon nach rund dreihundert Seiten ist man an seinem Ende angelangt. »Später« wurde vor einer Woche vom Heyne Verlag herausgegeben und hat einen Preis von 22 Euro. Für vier Euro weniger kann man die Geschichte in digitaler Form lesen. Wie man es von Stephen Kings Romanen kennt, wurde die Hörbuchausgabe von David Nathan eingesprochen. Es wäre auch etwas enttäuschend, wenn es jemand anderes gewesen wäre. Das Audiobuch ist 7:40 Stunden lang.

In seinem Roman greift King ein Thema auf, das man schon aus diversen anderen Medien kennt: Er gibt einer Person die Fähigkeit, nach dem Tod von Menschen noch ein Weilchen mit den Geistern der Verstorbenen zu kommunizieren. In diesem Fall ist es ein kleiner Junge, dem dieses Kunststück in die Wiege gelegt wird. Warum dies so ist, wird weitgehend offengelassen, wenngleich es an einem bestimmten Punkt des Buches eine Mutmaßung gibt, an welcher Besonderheit seiner Vorfahren es liegen könnte.

Die Mutter des kleinen Jamie ist eine Literaturagentin, und nachdem deren wichtigster Autor noch vor der Vollendung des Abschlussbandes seiner Erfolgsreihe das Zeitliche segnet, soll der Junge dazu genutzt werden, mit dem toten Schriftsteller zu kommunzieren und ihn zur Storyline seines Buchs zu befragen, um es doch noch veröffentlichen zu können. Diese Idee löst zahlreiche Ereignisse mit weitreichenden Konsequenzen aus.

Bekanntlich haben viele Stephen-King-Romane das gleiche Muster an Qualität und Problem: Stilistisch sind sie hunderte Seiten lang erste Sahne und unterhalten bombastisch gut, bis sie dann an ihr Ende kommen, das alles andere als gelungen ist. King plottet eben nicht, wie er selbst regelmäßig sagt, er schreibt drauflos und sieht zu, wie sich seine Charaktere entwickeln und was man daraus machen kann. »Später« passt genau in dieses Schema. In diesem Fall haben wir kein verqueres Ende, vielmehr läuft die Geschichte nicht so recht auf einen Höhepunkt hin, sondern wirkt wie eine Lebensabschnitts-Erzählung eines Mannes mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, ohne dass der erzählte Lebensabschnitt mit einer Zäsur geendet hat. Was nicht schlimm sein muss, denn vermutlich ging es King auch nicht darum. Stattdessen wirkt »Später« so, als habe er seine Idee zum Thema »tote Menschen sehen können« mal loswerden wollen.

Wenn man gar nicht erst damit rechnet, dass man hier am Ende irgendetwas bekommt, das einen mit offenem Mund dastehen lässt, erhält man die gewohnt gute Stephen-King-Unterhaltung, die vor allem von ihrem Stil lebt. Der klingt genauso wie immer, und das nutzt sich auch nach vielen Dutzend Büchern einfach nicht ab. Gestört hat uns eigentlich nur eine Kleinigkeit, nämlich die (bewusste) Überstrapazierung des Wörtchens »wo« bei der Einleitung von Nebensätzen. Zum einen passt dies nicht zum Sohn einer Literaturagentin, die so viel Wert auf Sprache legt, dass ihr eine falsche Apostrophensetzung den Hut hochgehen lässt, zum anderen hatten wir an diesen Stellen ständig Neunziger-Jahre-Fußballer vor dem inneren Auge. Aber wie gesagt, das ist nur eine Kleinigkeit. Wenn einem der Kopf nach ein paar Stündchen Stephen King für zwischendurch steht, während welchen der Horrorfaktor nicht übermäßig groß ist (wenngleich der Protagonist immer wieder darauf hinweist, dass es sich um eine Horrorstory handelt), dann kann man ruhig zu »Später« greifen.
– geschrieben am 25. März 2021 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz